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EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO): Öffentlicher Dienst unter Druck

Ab dem 25. Mai gilt die Datenschutz-Grundverordnung in Deutschland. Unternehmen und Verwaltung müssen ab diesem Tag deutlich strengere Regeln bei der Verarbeitung von persönlichen Daten einhalten. Eine neue Gesellschaft will Kommunen bei der Umsetzung der DSGVO zur Seite stehen.

Die EU-Datenschutz-Grundverordnung ist aktuell ein zentrales Thema vieler Betriebe in Deutschland. Obwohl die Umsetzung in deutsches Recht bereits lange fest steht, hängen viele Unternehmen hinterher, um ihre interne Verwaltung und Datenverarbeitung auf die neuen Regeln umzustellen. Der Digitalverband Bitkom stellte im September 2017 fest, dass die Mehrheit der Firmen den Umstieg auf die neuen Regeln verschlafen hat.

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DSGVO: Unternehmen hängen hinterher

Jedes dritte Unternehmen (33 Prozent) gab demnach an, sich bislang noch überhaupt nicht mit den Vorgaben der Verordnung beschäftigt zu haben. „Selbst von den Unternehmen, die sich aktuell mit der DSGVO beschäftigen, gehen nur 19 Prozent davon aus, dass sie die Vorgaben der Verordnung zu diesem Datum vollständig umgesetzt haben. Weitere 20 Prozent erwarten, dass sie die Anforderungen zum größten Teil erfüllen werden“, teilte Bitkom mit.

DSGVO: Öffentliche Verwaltung muss Vorgaben umsetzen

Die Datenschutz-Grundverordnung muss auch von der öffentlichen Verwaltung eingehalten und umgesetzt werden. Demnach müssen BürgerInnen wesentlich detaillierter als bisher darüber informiert werden, welche persönlichen Daten gespeichert werden und was mit diesen geschieht. Um dies zu gewährleisten müssen Unternehmen und Verwaltung dokumentieren, was mit den Daten passiert. Bei Verstößen drohen saftige Strafen.

DSGVO: Hilfe für Kommunen

Hilfe bei der Umsetzung bekommen die Kommunen nun von einer neu gegründeten Gesellschaft für kommunalen Datenschutz mbH (GKDS). Ins Leben gerufen wurde diese von der AKDB, einem Anbieter von Kommunalsoftware in Deutschland. Diese teilte in einer Erklärung mit: „Vor dem Hintergrund gestiegener Datenschutzanforderungen an den öffentlichen Sektor durch die EU Datenschutz-Grundverordnung hat die AKDB die Gesellschaft für kommunalen Datenschutz mbH (GKDS) gegründet.“


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Datenschutz-Grundverordnung
  • Herausgeber: C.H.Beck
  • Auflage Nr. 1 (16.03.2017)
  • Gebundene Ausgabe: 1169 Seiten

Letzte Aktualisierung am 23.06.2018 um 00:59 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API


Kommunen und öffentliche Verwaltungen bei DSGVO unterstützen

Das Ziel: Kommunen und öffentliche Verwaltungen bei der Umsetzung der neuen Datenschutz-Grundverordnung mit Beratungs- und Schulungsangeboten sowie Dienstleistungen zu unterstützen. Unter anderem bietet diese Kommunen ab sofort ein breites Dienstleistungs-Portfolio an: Dazu gehören regelmäßige Schulungen, Fachvorträge und Webinare, die exakt auf den kommunalen Alltag zugeschnitten sind. Die GKDS berät außerdem kommunale Datenschutzbeauftragte zur korrekten Einführung von Datenschutzmanagement-Prozessen und stellt Verwaltungen bei Bedarf auch externe Datenschutzbeauftragte zur Verfügung.

Dokumentation: DSGVO Herausforderung für öffentliche Verwaltung

Zudem gibt es ein webbasiertes Datenschutzmanagement-Tool. Damit können Kommunalverwaltungen Verzeichnisse für Verarbeitungstätigkeiten erstellen sowie Datenschutz-Folgenabschätzungen und umfassende Dokumentationen vornehmen. Die Dokumentation gehört zu den zentralen Anforderungen der DSGVO an Unternehmen und Verwaltung.

Bitkom hat ein FAQ zur DSGVO zusammengestellt…

Der Link zur Bitkom-Meldung…