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Kita-Streik: Gewerkschaftsmitglieder nehmen Tarifergebnis an

In einer Urabstimmung haben die Mitglieder von GEW und ver.di das Tarifergebnis im Sozial- und Erziehungsdienst angenommen. Demnach erhalten junge Erzieher und Sozialarbeiter an Kitas mehr Gehalt.

72,06 Prozent der Mitglieder der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) haben dafür votiert, das Ergebnis der Tarifverhandlungen für den kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst (SuE) vom 30. September anzunehmen. Die ver.di-Mitglieder sprachen sich mit 57,2 Prozent für die Annahme aus. Damit kann die Tarifeinigung rückwirkend zum 1. Juli 2015 in Kraft treten. 64,04 Prozent der Mitglieder in den beteiligten dbb Fachgewerkschaften stimmten für die Annahme des Tarifkompromisses. Es wird keine weiteren Streiks geben.


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Eine detaillierte Erläuterung des Tarifergebnisses gibt es hier…

Die neue Entgelttabelle für den Sozial- und Erziehungsdienst (TVöD SuE) gibt es hier…


Erster Schritt Richtung Aufwertung

„Damit wird ein erster Schritt in Richtung Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe erzielt, und die Entgelte werden rückwirkend zum 1. Juli 2015 angehoben“, erklärt Wolfgang Pieper, Bundesvorstandsmitglied der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di).

Copyright: Jürgen Frey/pixelio.de

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Junge Erzieherinnen profitieren

Mit dem Tarifergebnis werden vor allem jüngere Erzieherinnen und Erzieher in den unteren Erfahrungsstufen besser gestellt als zuvor. In der erzieherischen Regeltätigkeit erhalten Vollzeitbeschäftigte zwischen 93 und 138 Euro mehr pro Monat. Zusätzlich gibt es nun auch Verbesserungen für Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter im Allgemeinen Sozialdienst (S 14), die vom Schlichtungsergebnis nicht profitiert hätten. Sie erhalten nun zwischen 30 und 80 Euro monatlich mehr. Wie in der Schlichtungsempfehlung vorgesehen, profitieren auch die Leitungen von Kindertagesstätten und Einrichtungen der Behindertenhilfe sowie Kinderpflegerinnen.


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ver.di: Qualität frühkindlicher Bildung verbessern

Zur Aufwertung gehörten nicht nur eine bessere Bezahlung, sondern auch gute Bedingungen, um die Qualität der frühkindlichen Bildung zu verbessern. „Die Politik ist jetzt aufgefordert, nicht nur von der Aufwertung des Sozial- und Erziehungsdienstes zu reden, sondern auch die Verbesserungen zu schaffen, mit denen die Bedingungen in den Einrichtungen verbessert werden“, betonte Pieper. Das sei auch insbesondere im Hinblick auf Flüchtlingskinder und Jugendliche dringend notwendig. Dazu gehörten vor allem zusätzliche Investitionen in Personal- und Sachmittel.

GEW: Ordentliches Ergebnis

„Das Tarifergebnis ist nach 2009 ein weiterer Schritt zur Aufwertung des SuE-Berufsfeldes. Die große Zustimmung der GEW-Mitglieder zeigt: Sie erkennen an, dass wir – gerade mit Blick auf die Hartleibigkeit der Arbeitgeber – ein ordentliches Ergebnis erreicht haben. Außerhalb der regulären Entgelttarifrunden gibt es strukturelle Verbesserungen und Einkommenszuwächse: Die meisten der rund 240.000 SuE-Beschäftigten werden in eine höhere Entgeltgruppe eingeordnet und bekommen mehr Gehalt. Die Mitglieder honorieren, dass die Gewerkschaften nach der gescheiterten Schlichtung erfolgreich nachverhandelt haben. Davon profitieren insbesondere die jüngeren Erzieherinnen“, sagte Andreas Gehrke, für Tarif- und Beamtenpolitik verantwortliches GEW-Vorstandsmitglied. „Das Ergebnis ist ein wichtiger Zwischenschritt im Kampf um mehr Wertschätzung für die Berufe im Sozial- und Erziehungsdienst“, sagte dbb Verhandlungsführer Andreas Hemsing.

Recht auf höhere Wertschätzung

„In der Gesellschaft ist angekommen: Menschen, die für und mit Menschen arbeiten, haben ein Recht auf höhere Wertschätzung und müssen besser bezahlt werden. Das gilt im Sozial- und Erziehungsbereich genauso wie im Krankenhaus oder in der Altenpflege. Die GEW wird an der Aufwertung der SuE-Berufe dranbleiben. Bund und Länder dürfen die Kommunen mit dieser Aufgabe nicht allein lassen und müssen Gelder zur Verfügung stellen.“



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