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BAMF: Personal soll 2016 verdoppelt werden

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge steht unter Druck. Den Kritikern läuft die Bearbeitung der Asylanträge zu langsam. Die gute Nachricht: Im kommenden Jahr soll die Beschäftigtenzahl verdoppelt werden. oeffentlicher-dienst-news.de zeigt, wie viele neue MitarbeiterInnen kommen sollen.

Das BAMF gerät in der Flüchtlingskrise immer stärker unter Druck. Der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) nach, seien mittlerweile rund 330 000 unbearbeitete Asylanträge aufgelaufen. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) fordert laut tagesschau.de mehr Einsatz von den Beamtinnen und Beamten des BAMF. Rückendeckung erhalten die Beschäftigten von ver.di. „Wer den Beschäftigten im BAMF oder gleich dem gesamten öffentlichen Dienst ‚Dienst nach Vorschrift‘ unterstellt, will nur von eigenen Versäumnissen ablenken“, stellte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Wolfgang Pieper klar. Gerade auch auf Landesebene habe es in der Vergangenheit große Versäumnisse gegeben.

3200 BAMF-MitarbeiterInnen bis Jahresende

Doch wie ist die aktuelle Personalausstattung beim BAMF? oeffentlicher-dienst-news.de hat nachgefragt. Demnach verfügt das Bundesamt aktuell über rund 3.200 MitarbeiterInnen. Bis Ende des Jahres werden noch einmal 100 zusätzliche auf 3200 hinzukommen. Damit ist der Personalbestand des BAMF im 2. Halbjahr 2015 um über 20 Prozent gewachsen. Dass teilte das BAMF auf Anfrage von oeffentlicher-dienst-news.de mit.

2016 sollen 7300 Beschäftigte beim BAMF arbeiten

2016 steht dem Bundesamt ein Personalhaushalt von 7.300 Stellen zur Verfügung. Darin enthalten sind 6300 Planstellen und 1000 befristete Stellen. Um die Flüchtlingskrise in der Griff zu bekommen, wird das Personal also innerhalb eines Jahres verdoppelt.

BAMF: Wo Mitarbeiter fehlen

Um alle Asylanträge „zeitgerecht“ zu bearbeiten bestehe ein Gesamtbedarf von 1.700 Asylentscheidern und 1.900 Bürosachbearbeitern im Asylverfahrenssekretariat. Davon müssen aktuell noch 1.100 Asylentscheider und 700 Bürosachbearbeiter im Asylverfahrenssekretariat rekrutiert werden, so das BAMF. Der Prozess laufe bereits und werde 2016 kontinuierlich fortgesetzt. Daneben seien weitere 1.000 Stellen in den Außenstellen und in weiteren Bereichen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge zu besetzen.

Bewerbungsverfahren laufen

Laut BAMF sind bisher rund 31.000 Bewerbungen eingegangen. Davon wurden bislang rund 26.000 gesichtet. Mehr als 1.000 Einstellungszusagen konnten bisher zugesagt werden. 850 Einstellungen sind davon bereits realisiert worden. Anfang 2016 werden 130 Führungskräfte rekrutiert. Hierzu sind mehr als 5.700 Bewerbungen eingegangen.

Neue Mitarbeiter werden geschult

Nach der Einstellung wird jeder so genannter Entscheider im Qualifizierungszentrum des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge geschult und für die Arbeit im Bereich Asyl vorbereitet. Anfang 2016 werden laut BAMF die Schulungskapazitäten von aktuell 250 auf 400 Schulungsplätze erhöht. Die Qualifizierung für die neuen Entscheider in den Außenstellen konnte von 10 auf 8 Wochen ohne Qualitätseinbußen reduziert werden. Die Einarbeitungszeit für eine Entscheidertätigkeit in einem Entscheidungszentrum liegt aufgrund der dort eng umrissenen Aufgaben bei 12 Arbeitstagen, heißt es aus dem BAMF.

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