News

Öffentlicher Dienst Berlin: 3700 neue Stellen bis 2021

Berlin

Bis 2021 werden rund 27 000 Beschäftigte, die im öffentlichen Dienst des Landes Berlin arbeiten, altersbedingt ausscheiden. Die Folge: Berlin muss bis 2021 den sich daraus ergebenden hohen Personalbedarf decken, um einen nachhaltigen, leistungs- und qualitätsorientierten öffentlichen Dienst sicherzustellen. Dazu hat der Berliner Senat nun ein Personalbedarfskonzept beschlossen.

Öffentlicher Dienst in Berlin: 2018 rund 109.000 Beschäftigte

Der Senat geht davon aus, dass unter Berücksichtigung der geplanten und umzusetzenden strukturellen Einsparungen im Bereich der allgemeinen Verwaltung der Personalbestand im Jahr 2018 ungefähr die Größenordnung von 109 000 Vollzeitstellen haben wird. Durch Altersausscheiden frei werdende Stellen sowie die im Haushalt 2016/2017 beschlossenen neuen Stellen sollen dauerhaft nachbesetzt werden.

Berlin

Vermutlich 3700 neue Vollzeitstellen nötig

Erkennbar stelle der demografische Wandel insbesondere in den fachspezifischen Bereichen, wie im öffentlichen Gesundheitsdienst und im Bereich Bauen, Planen und Vermessen mit Ausscheidensquoten von jeweils über 30 Prozent bis zum Ende des Jahres 2021 das Land Berlin vor besondere Herausforderungen, heißt es in einer Erklärung. Ebenso ist vor allem im Schulbereich, der Sicherheit, des Justizvollzugs und der Finanzämter, aber auch bei bürgernahen Diensten der Berliner Bezirke mit einem Mehrbedarf aufgrund der „Wachsenden Stadt“ zu rechnen. Der Mehrbedarf für die Hauptverwaltungen beträgt rund 3400 und für die Bezirke rund 300 Vollzeitstellen.

Chancen auf Job für den Nachwuchs

Das Personalkonzept des Senats stellt sich den Anforderungen der wachsenden Metropole Berlin und der hohen altersbedingten Fluktuation von Beschäftigten im öffentlichen Dienst. Es umfasst einzelne Maßnahmen zur Einstellung neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, z. B. durch verbesserte Übernahmechancen für Nachwuchskräfte, Erhöhung von Ausbildungsplätzen für Auszubildende und beamtete Nachwuchskräfte und Verbesserung des „e-Recruiting“. Ebenso wird die Aus- und Weiterbildung von Nachwuchs- und Fachkräften gefördert sowie Quereinsteigern in Mangelberufen der Zugang erleichtert. Wissen und Erfahrung der Beschäftigten werden durch einen organisierten Wissenstransfer gesichert. Darüber hinaus wird der Senat die Wiedereinführung des sogenannten Verwendungsaufstiegs oder eines vergleichbaren Instruments prüfen.

Leistungsfähigen Öffentlichen Dienst sichern

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller betont: „Der Berliner Senat sichert mit den vorgesehenen Maßnahmen zur Reorganisation der Verwaltung und zur Personalentwicklung die Grundlagen für einen leistungsfähigen öffentlichen Dienst in der wachsenden Stadt Berlin.“