News Tarifrunde 2017

Öffentlicher Dienst: ver.di kündigt weitere Warnstreiks vor dritten Verhandlungsrunde an

Vor Beginn der dritten Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes der Länder hat ver.di weitere Warnstreiks in mehreren Bundesländern angekündigt. Die Gewerkschaften fordern Verbesserungen von sechs Prozent. Bisher haben die Arbeitgeber noch kein Angebot vorgelegt.

Mit weiteren Warnstreiks in der kommenden Woche erhöht die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) in der laufenden Tarif- und Besoldungsrunde den Druck auf die Bundesländer, ein akzeptables Angebot vorzulegen. Die Verhandlungen werden am Donnerstag und Freitag (16./17. Februar 2017) in Potsdam in der dritten Runde fortgesetzt.

Streiks in Baden-Württemberg, Berlin, Hamburg

Während am Montag kleinere Aktionen geplant sind, werden für Dienstag (14. Februar 2017) laut ver.di mehrere tausend Länderbeschäftigte aller Bereiche in Baden-Württemberg zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Auch in Berlin und Hamburg sind Warnstreiks sowie Kundgebungen geplant. Am gleichen Tag legen zudem Länderbeschäftigte in Sachsen-Anhalt die Arbeit nieder. Die Kundgebung findet in Magdeburg statt. Die Arbeitsniederlegungen in Berlin werden darüber hinaus am Mittwoch fortgesetzt. Am gleichen Tag sind auch die Landesbediensteten in Thüringen zu Warnstreiks aufgerufen.


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Bundesweite Kundgebungen

In der zurückliegenden Woche hatten bereits mehrere tausend Länderbeschäftigte an Warnstreiks und Kundgebungen teilgenommen, darunter in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz und Hessen.

Kein Ergebnis nach zweiten Runde

„Die Höhe eines Lohnabschlusses, einer sozialen Komponente für die unteren und mittleren Einkommensgruppen, strukturelle Verbesserungen für weitere Gruppen – all das ist auch nach zwei Verhandlungsrunden völlig offen geblieben“, betonte Bsirske. „Also es gibt kein Angebot. Jetzt müssen sich die Beschäftigten in den Betrieben einmischen“, hatte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske nach dem Ende der zweiten Runde angekündigt. Die Gewerkschaften fordern in der dritten Runde in dieser Woche endlich den Durchbruch.

Sechs Prozent im Gesamtvolumen

ver.di fordert für die Tarifbeschäftigten und Auszubildenden im öffentlichen Dienst der Länder (ohne Hessen) Verbesserungen im Gesamtvolumen von sechs Prozent. Dies beinhaltet unter anderem eine soziale Komponente in Form eines Sockel- oder Mindestbetrages und die Einführung der Stufe 6 in den Entgeltgruppen 9 bis 15 sowie strukturelle Verbesserungen in der Eingruppierung bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Für die Auszubildenden fordert ver.di eine Erhöhung der Vergütungen um 90 Euro, mehr Urlaub, die Übernahme nach der Ausbildung und die Einbeziehung schulischer Ausbildungsgänge in die Tarifverträge. Das Tarifergebnis soll zudem zeit- und wirkungsgleich auf Beamte und Versorgungsempfänger übertragen werden. Insgesamt sind von der Tarif- und Besoldungsrunde 2,2 Millionen Beschäftigte betroffen.

ver.di informiert auf einer eigenen Homepage über die Tarifrunde 2017…


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