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Saarland: Landesregierung will mehr Lehrer einstellen

Die Landesregierung im Saarland will bis Februar 2016 rund 130 Lehrkräfte einstellen. Die gestiegene Zahl von Flüchtlingen hat u.a. dazu geführt, dass 70 zusätzliche Klassen gebildet wurden.

Um die in den letzten Jahren erreichten Qualitätsverbesserungen im saarländischen Schulsystem zu sichern, werde die Landesregierung bei Fortsetzung des Konsolidierungskurses der gestiegenen Zahl an Flüchtlingen in den Schulen Rechnung tragen. Dies teilten Bildungsminister Ulrich Commerçon und Finanzminister Stephan Toscani mit.

130 neue Lehrerinnen und Lehrer

Seit Beginn des Schuljahres 2015/16 mussten rund 70 zusätzliche Klassen gebildet werden. Nun soll dafür Vorsorge getroffen werden, dass bis zu 130 Lehrkräfte zum 01.02.2016 eingestellt werden können, um durch Klassenneubildungen nötige Bedarfe zu decken.

Lehrerreserve soll aufgestockt werden

Zur Personalisierung der zusätzlichen Klassen konnte das Bildungsministerium vorübergehend auf die mobile Lehrerreserve zurückgreifen. Diese wird jedoch in den kommenden Wochen und Monaten erfahrungsgemäß zur Abdeckung längerfristiger Vertretungsfälle benötigt. Die zwischen dem Bildungs- und Finanzministerium erzielte Einigung sieht vor, dass die mobile Lehrerreserve wieder in vollem Umfang aufgestockt wird.

Flexibler Haushalt geplant

Zur Abdeckung der bislang erfolgten Klassenmehrbildungen sind 91 Lehrkräfte erforderlich, die unmittelbar nach den Herbstferien zum 1. November eingestellt werden. Je nach weiterem Bedarf, können bis zum Ende des Schulhalbjahres bis zu 39 weitere Lehrkräfte eingestellt werden. Monatlich wird die Entwicklung der Schülerzahlen dahingehend überprüft, ob sich daraus weitere Konsequenzen für die Einstellung von Lehrkräften ergeben. Für die Haushaltsjahre 2016 und 2017 wird im Haushalt weitere Flexibilität geschaffen, um je nach Bedarf schnell reagieren zu können.

Mehrkosten gegenfinanziert

Die aus der Einigung sich ergebenden Mehrkosten werden im Gesamthaushalt gegenfinanziert unter Berücksichtigung der sich abzeichnenden Mehreinnahmen vom Bund. Damit wird der Konsolidierungskurs der Landesregierung fortgesetzt.

Qualität gesichert

Finanzminister Stephan Toscani und Bildungsminister Ulrich Commerçon betonten, dass mit der jetzt erzielten Einigung die Landesregierung dem aktuell gestiegenen Personalisierungsbedarf in den Schulen Rechnung trage. „Wir sichern damit die Qualität im saarländischen Bildungssystem für alle Kinder und Jugendlichen.“