News Tarifrunde 2016

Tarifergebnis 2016: 4,75 Prozent mehr Gehalt im öffentlichen Dienst

Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen erhalten in zwei Schritten insgesamt 4,75 Prozent mehr Geld. Darauf haben sich Arbeitgeber und Gewerkschaften am Freitagabend in Potsdam geeinigt.

Das Tarifergebnis sieht vor, dass die Löhne rückwirkend zum 1. März um 2,4 Prozent steigen sollen. In einem weiteren Schritt sollen die Gehälter zum 1. Februar 2017 nochmal um 2,35 Prozent angehoben werden. Die Ausbildungsvergütungen werden in zwei Schritten um insgesamt 65 Euro erhöht – 35 Euro ab 1. März 2016 und 30 Euro ab 1. Februar 2017. „Das Ergebnis ist ein Kompromiss, der die Reallöhne deutlich erhöht, die Kaufkraft stärkt und dazu beiträgt, den öffentlichen Dienst in Deutschland attraktiver zu machen“, sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske.


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+++Zweite Tariferhöhung zum 1. Februar 2017+++

Arbeitgeber haben sich bewegt

Damit haben sich die kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) deutlich auf die Forderung von ver.di, GEW, GdP, IG BAU und Beamtenbund zu bewegt. Die Gewerkschaften hatten sechs Prozent mehr gefordert – die Arbeitgeber hatten vor der zweiten Verhandlungsrunde Anfang April drei Prozent mehr Lohn in den kommenden zwei Jahren geboten. Weitere Streiks sind damit abgewendet.


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Tarifergebnis öffentlicher Dienst 2016

Zudem soll es höhere Beiträge für ArbeitnehmerInnen und Arbeitgeber zur betrieblichen Altersvorsorge vor, wenn die kommunalen Versorgungskassen finanzielle Engpässe meistern müssen. Medienberichten zu Folge sind für ArbeitnehmerInnen und Arbeitgeber jeweils Beitragssteigerungen von 0,4 Prozentpunkte vereinbart. Die VKA hatte vor der Tarifrunde Einschnitte bei der betrieblichen Altersvorsorge gefordert.

Copyright: Uwe Schlick/pixelio.de

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GEW: „Ordentliches Ergebnis“

Als ein „ordentliches Ergebnis“ hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) den Tarifabschluss im öffentlichen Dienst für die bei Bund und Kommunen Beschäftigten bezeichnet. „Die Reallöhne der Kolleginnen und Kollegen werden in den nächsten zwei Jahren deutlich steigen. Und: Es ist den Gewerkschaften gelungen, den Angriff der Arbeitgeber auf die Betriebsrenten der Beschäftigten der Kommunen abzuwehren: Es wird keine Kürzungen bei den Leistungen der Zusatzversorgung geben“, betonte GEW-Vorsitzende Marlis Tepe.

Einigung auf neue Entgeltordnung

Bereits am ersten Tag der dritten Verhandlungsrunde hatten sich die Verhandlungsführer auf eine neue Entgeltordnung geeinigt. Diese legt Tätigkeitsmerkmale fest und regelt die Eingruppierung der verschiedenen Berufsgruppen neu. Die neue Entgeltordnung bringt für einen großen Teil aller Berufe im öffentlichen Dienst auch eine finanzielle Aufwertung. Die Tarifvertragsparteien hatten mehrere Jahre über die Neubewertung von 1.088 der rund 4.000 Tätigkeitsmerkmale verhandelt und sich verständigt, die entstehenden Mehrkosten paritätisch aufzubringen. Die Gewerkschaften erklärten sich bereit, die Jahres-Sonderzahlung um vier Prozentpunkte abzusenken und für drei Jahre einzufrieren, um Mehrkosten der Arbeitgeber hälftig zu kompensieren. In der Frage der tariflichen Ausschlussregelung für sachgrundlose Befristungen konnte keine Einigung erzielt werden.

ver.di-Bundestarifkommission empfiehlt Annahme

Die Bundestarifkommission empfiehlt den Mitgliedern die Annahme des Tarifergebnisses in der nachfolgenden Befragung. Es gilt eine Erklärungsfrist bis zum 31. Mai 2016.

Übertragung auf Beamtinnen und Beamte

ver.di begrüßt zudem, dass der Bundesinnenminister die zeit- und inhaltsgleiche Übertragung des Ergebnisses auf die Beamtinnen und Beamten zugesagt hat. Oliver Malchow, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP), lobte die Zusage des Bundesinnenministers. „Wir begrüßen, dass sich der Bundesinnenminister nach Rücksprache mit dem Bundesfinanzminister für eine zeit- und wirkungsgleiche Übernahme des Ergebnisses auf den Beamtenbereich einsetzen wird.“

Die aktuelle Entgelttabelle TVöD Kommunen gibt es hier…

Die aktuelle Entgelttabelle TVöD Bund gibt es hier…

Mehr Infos zum Tarifergebnis gibt es bei ver.di…


 

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