Karriere News

Karriere: Viele Vorteile im öffentlichen Dienst

Was macht den Öffentlichen Dienst als Arbeitgeber so attraktiv? Was sind die Vorteile für die Beschäftigten?  Hier gibt es fünf Gründe für einen Job im öffentlichen Dienst. Viele Menschen können sich vorstellen, im öffentlichen Dienst zu arbeiten. Eine Studie von 2014 zeigt: Ein Drittel aller befragten Studierenden würde nach dem Studium gerne einen Job im öffentlichen Dienst haben. Eine Perspektive als Angestellter oder Beamter im öffentlichen Dienst ist nicht nur für Berufseinsteiger interessant. Auch 78 Prozent von Führungskräften in der freien Wirtschaft geben an, dass sie gerne einen Job im öffentlichen Dienst annehmen würden.

Vorteil Nummer 1 im öffentlichen Dienst: Ein sicherer Job

Copyright: startupstockphotos.com

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Egal ob als Angestellter oder Beamter – ein Job im öffentlichen Dienst gilt als sicher. So gilt in den alten Bundesländern auf Bundes- und Landesebene das Prinzip der Unkündbarkeit. Demnach sind Personen unkündbar, die nach mehr als 15-jähriger Betriebszugehörigkeit und Vollendung des 40. Lebensjahres beschäftigt sind. Laut Statistischem Bundesamt waren 2013 insgesamt 5,77 Millionen Menschen bei öffentlichen Arbeitgebern beschäftigt. Die öffentliche Hand ist damit der größte Arbeitgeber in Deutschland. Insgesamt 1,89 Millionen Personen sind als Beamte im Dienst. Rund 3,8 Millionen arbeiten als Angestellte im Öffentlichen Dienst. Beamte profitieren deshalb auch von besonderen Konditionen etwa bei Darlehen…


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Vorteil Nummer 2 im öffentlichen Dienst: Fairer und sicherer Lohn oder Besoldung

Copyright: Uwe Schlick/pixelio.de

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Zudem gibt es eine gute Bezahlung und klare Arbeitsbedingungen. Grund dafür ist die im Vergleich zu anderen Branchen hohe Tarifbindung. Das heißt: Regelmäßig handeln Arbeitgeber also Bund, Kommunen und Länder mit den Gewerkschaften neue Tarifverträge aus. Die meisten Angestellten im öffentlichen Dienst arbeiten in der Entgeltgruppe 13. Damit verdienen sie je nach Länge ihres Arbeitsverhältnisses zwischen 3400 Euro und 4900 Euro brutto. Sehr gut stehen die Beamtinnen und Beamten da. Die Bezüge eines Beamten setzen sich im Wesentlichen aus dem Grundgehalt, dem Familienzuschlag und eventuellen Zulagen zusammen. In den Besoldungsgruppen A 13 bis A 16 des höheren Dienstes verdienen Beamte zwischen 3886 Euro und 6836 Euro. Da die Bezüge weniger stark belastet werden, als die Entgelte der Angestellten, bleibt den Beamten wesentlich mehr Netto vom Brutto.

Vorteil Nummer 3 im öffentlichen Dienst: Weihnachtsgeld

Copyright: ÖDN

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Im öffentlichen Dienst erhalten die Beschäftigten eine Jahressonderzahlung – umgangssprachlich als Weihnachtsgeld bezeichnet. Geregelt wird die Sonderzahlung im TVöD Paragraph 20.  Das Weihnachtsgeld je nach Vergütungsgruppe beträgt zwischen 60 und 90 Prozent des regulären Gehalts. Ein Wermutstropfen für Beschäftigte im öffentlichen Dienst in Ostdeutschland: Sie erhalten in der Regel weniger Weihnachtsgeld. Auch für Beamte gelten gesonderte Regelungen.


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Vorteil Nummer 4 im öffentlichen Dienst: Urlaub und Co.

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Der TVöD und TV-L regeln eine Vielzahl von Arbeitsbedingungen in Deutschland, wie etwa den Urlaubsanspruch. Mit dem Tarifabschluss vom 1. April 2014 wurde so der Jahresurlaub für alle vom TVöD Betroffenen rückwirkend ab 1. Januar 2014 auf 30 Tage festgelegt. Angestellte im Öffentlichen Dienst können auch von flexiblen Arbeitszeiten profitieren, so sieht der TVöD flexible Arbeitszeitmodelle wie etwas Langzeitarbeitskonten vor. Zudem gibt es für alle Angestellten im öffentlichen Dienst Weihnachts- und Urlaubsgeld. Vorbildlich ist der öffentliche Dienst auch, wenn es darum geht Familie und Beruf zu vereinbaren.

Für Beamtinnen und Beamte, Richter und Richterinnen sowie für Soldatinnen und Soldaten wird neben dem Grundgehalt ein Familienzuschlag gezahlt. Familienstand und die Zahl der Kinder spielen bei der Berechnung eine Rolle.

 

Vorteil Nummer 5 im öffentlichen Dienst: Sinnvolle, für die Gesellschaft wichtige Tätigkeit

Jürgen Frey/pixelio.de

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Ein Job im öffentlichen Dienst stiftet Sinn. Egal ob als Erzieherin in einer Kita, Lehrer, Polizistin, Feuerwehrmann oder als Professor an einer Uniklinik – Beschäftigte im Staatsdienst leisten viel für die Gemeinschaft. Dementsprechend hoch ist auch das Ansehen in der Bevölkerung. Angeführt wird die Liste der beliebtesten Berufsgruppe laut einer Studie des dbb von 2014 von den Feuerwehrleuten. Bei 95 Prozent der Befragten genießen sie hohes Ansehen. Es folgen KrankenpflegerInnen, Ärzte und Ärztinnen sowie Polizisten. Zwei Drittel der Befragten finden, dass Beamte „pflichtbewusst“, „zuverlässig“, „kompetent“, „unbestechlich“ und „hilfsbereit“ sind.

Vorteil Nummer 6 im öffentlichen Dienst: Personalräte sichern gute Arbeitsbedingungen

Personalräte sichern gute Arbeitsbedingungen

Daumen rauf Copyright: pexels_com

Ein großer Vorteil liegt auch in der großen Akzeptanz und Verbreitung der Mitbestimmung im öffentlichen Dienst. Diverse Studien zeigen, dass Betriebs- und Personalräte erheblichen positiven Einfluss auf die Qualität der Arbeitsbedingungen haben. Im Öffentlichen Dienst regelt das Personalvertretungsrecht diese Angelegenheiten. Dort heißt es: „In allen Dienststellen, die in der Regel mindestens fünf Wahlberechtigte beschäftigen, von denen drei wählbar sind, werden Personalräte gebildet.“

Vorteil Nummer 7 im öffentlichen Dienst: Mehr Personal und gute Karrierechancen bei der Polizei und in der Verwaltung

Polizeiauto

Nachdem im öffentlichen Dienst in den vergangenen 15 Jahre stark gespart wurde, scheint sich das Blatt nun zu wenden. Auf allen Ebenen des öffentlichen Dienstes sollen Kräfte eingestellt werden. Nicht zuletzt die Flüchtlingskrise im Jahr 2015 hat deutlich gemacht, dass es mehr Beschäftigte bei der Polizei, in der Verwaltung, an Schulen und Kitas braucht, um die Herausforderungen personell zu stemmen. Darum stehen gerade für junge Menschen die Chancen nicht schlecht auf eine Karriere im öffentlichen Dienst. Zudem hat auch die Politik erkannt das Kampf um den Nachwuchs im öffentlichen Dienst auch über die Gehälter und die Besoldung läuft. Unter anderem will das Land Thüringen seit Augus 2017 Lehrerinnen und Lehrer wieder verbeamten.

Vorteil Nummer 8 im öffentlichen Dienst: Digitalisierung bietet neue Karriereoptionen

Digitalisierung im öffentlichen Dienst

Die Debatte um die Digitalisierung des öffentlichen Dienstes hinkt in Deutschland im internationalen Vergleich noch hinterher. Soll heißen: Bei der Digitalisierung etwa der Verwaltung gibt es noch Luft nach oben. Fakt ist aber auch: Das digitale Technik viel Potenzial hat, um den öffentlichen Dienst besser zu machen. Das bedeutet vermutlich Veränderungen für bestimmte Berufsbilder. Auf der anderen gibt es im öffentlichen Dienst viele Berufe, die auch in einer digitalisierten unentbehrlich sind: bei Polizei und Feuerwehr, in Kitas, Krankenhäusern und Schulen. Gerade wird die Digitalisierung aber trotzdem vieles einfacher und besser machen. Zumindest gehen ExpertInnen davon aus.

Hier finden Sie weitere Informationen zur Karriere im Öffentlichen Dienst…

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