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Warnstreiks im öffentlichen Dienst: Personennahverkehr NRW im Fokus

Mehr Geld für die Beschäftigten - alle Infos zum TVöD 2018

In den kommenden Tagen wollen die Gewerkschaften den Druck auf die Arbeitgeber in der TVöD-Tarifrunde 2018 bei Bund und Kommunen erhöhen. ver.di kündigte weitere Warnstreiks für den 21. März 2018 an. Ein Schwerpunkt: Der Personennahverkehr in Nordrhein-Westfalen.

ver.di kündigte für die kommenden Tagen weitere Arbeitsniederlegungen an. Ein Schwerpunkt am Mittwoch (21. März 2018) wird wieder Nordrhein-Westfalen sein, insbesondere wird der öffentliche Personennahverkehr in Köln und Düsseldorf bestreikt. Der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske kritisierte die Arbeitgeber bei Bund und Kommunen. Sie hatten auch zur zweiten Verhandlungsrunde kein Angebot vorgelegt: „Die Antwort auf diese Blockadehaltung kommt jetzt aus den Betrieben!“ Er hoffe, dass die Arbeitgeber in der nächsten Tarifrunde Mitte April auf einen konstruktiven Weg hin zu einem Abschluss zurückkehrten. Die Hinhaltetaktik trage in keiner Weise zur Lösung des Tarifkonfliktes bei, so Bsirske.

TVöD-Tarifrunde: Beschäftigte beteiligen

Angesichts der guten Konjunktur und der sprudelnden Steuereinnahmen müssten die Beschäftigten im öffentlichen Dienst an dieser positiven Entwicklung teilhaben, so Bsirske. „Das ist nicht nur fair, sondern auch zukunftssichernd für den öffentlichen Dienst. Denn der braucht dringend Fachkräfte“, mahnte der ver.di-Chef.

35.000 Beschäftigte im Warnstreik

ver.di hat Mitte März 2018 die Warnstreiks im öffentlichen Dienst bundesweit massiv ausgeweitet und damit den Druck auf die Arbeitgeber in der laufenden Tarifauseinandersetzung erhöht. Nachdem am 19. März bereits mehrere Tausend Beschäftigte im Ausstand waren, beteiligten sich einen Tag später bundesweit rund 35.000 Menschen an den Arbeitskampfmaßnahmen, teilte ver.di mit.

26.000 Beschäftigte in NRW im Warnstreik

Schwerpunkt der Streiks war Nordrhein-Westfalen. Dort beteiligten sich rund 26.000 Beschäftigte an den zum Teil ganztägigen Warnstreiks. In Dortmund, Bochum, Essen, Wuppertal, Recklinghausen und Duisburg kam der öffentliche Personennahverkehr zum Erliegen. Zu Ausständen kam es auch in Jobcentern, Sparkassen, Kindertagesstätten, Stadtverwaltungen und Entsorgungsbetrieben. Neben Nordrhein-Westfalen waren weitere Streikschwerpunkte Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Baden-Württemberg und Bayern.

TVöD-Forderung: Sechs Prozent mehr Gehalt, mindestens 100 Euro

Die Gewerkschaft ver.di fordert für die rund 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten des öffentlichen Dienstes in Bund und Kommunen sechs Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens aber 200 Euro pro Monat. Gleichzeitig sollen die Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte um 100 Euro pro Monat erhöht werden. Zudem verlangt ver.di, Auszubildende nach einem erfolgreichen Abschluss verpflichtend zu übernehmen. Die nächste Tarifverhandlungsrunde wurde für den 15. und 16. April in Potsdam vereinbart.

Weitere Infos zur Tarifrunde gibt es auf der ver.di-Internetseite…