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Weihnachtsgeld im öffentlichen Dienst

Viele Beschäftigte im öffentlichen Dienst können sich 2017 über Weihnachtsgeld freuen. oeffentlicher-dienst-news.de zeigt, wer wie viel bekommt.

Weihnachten steht vor der Tür. Rund 55 Prozent der Beschäftigten in Deutschland können sich über Weihnachtsgeld freuen. Das zeigt eine Analyse der Hans-Böckler-Stiftung (HBS). Doch wie sieht es im öffentlichen Dienst aus? Wieviel Jahressonderzahlung bekommen Angestellte im öffentlichen Dienst des Bundes, der Länder und bei den Kommunen? Im öffentlichen Dienst (Gemeinden, West) beträgt das Weihnachtsgeld in diesem Jahr je nach Vergütungsgruppe zwischen 59 und 88 Prozent.

Kommunen: TVöD regelt Höhe des Weihnachtsgeldes

Im öffentlichen Dienst (Gemeinden, West) beträgt das Weihnachtsgeld je nach Vergütungsgruppe zwischen 60 und 90 Prozent. Die Jahressonderzahlung ist im Tarifvertrag geregelt. Der Paragraph 20 des TVöD sieht vor, dass die Jahressonderzahlung für Beschäftigte im Tarifgebiet West in den Entgeltgruppen 1 bis 8 insgesamt 90 Prozent des in den Kalendermonaten Juli bis September durchschnittlich gezahlten monatlichen Entgelts beträgt. Nicht mit gerechnet werden Vergütung wie Überstunden, Leistungszulagen oder Erfolgsprämien. In der Entgeltgruppe 5 sind das für den Tarifbereich West laut HBS 2460 Euro.


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Kommunen: Ost-West-Gefälle beim Weihnachtsgeld

In den Entgeltgruppen 9 bis 12 werden 80 Prozent als Jahressonderzahlung überwiesen. In den Entgeltgruppen 13 bis 15 sind es 60 Prozent. Deutlich weniger bekommen laut Hans-Böckler-Stiftung die Beschäftigten in Ostdeutschland. Die Angestellten in der kommunalen Verwaltung erhalten zwischen 45 und 67,5 Prozent. In der Entgeltgruppe 5 macht das im Tarifgebiet Ost 1845 Euro, über die sich Angestellte freuen können.

Länder: Gestaffelte Jahressonderleistungen

Auch im Tarifvertrag der Länder TVöD-L (pdf-Datei der TdL) regelt der Paragraph 20 die Berechnungsgrundlage für die Jahressonderzahlung der Beschäftigten bei den Ländern. Für die Beschäftigten in den Entgeltgruppen E 1 bis E 8 sieht der TVöD-L in Westdeutschland 95 Prozent (Ost: 76,2 Prozent) des in den Monaten Juli bis September durchschnittlich verdienten Gehalts vor. In den Gruppen E 9 bis E 11 sind es 80 Prozent (Ost: 64 Prozent), in den Gruppen E 12 bis E 13 sind es 50 Prozent (Ost: 46 Prozent) und den Gruppen E 14 bis E 15 sind es 35 Prozent (Ost: 31 Prozent).

Weihnachtgeld im öffentlichen Dienst

Copyright: ÖDN

Bund: Weihnachtsgeld für Angestellte vorgesehen

Die Tarifbeschäftigten des Bundes erhalten ebenfalls eine Jahressonderzahlung. Die Berechnung ist in Paragraph 20 des TVöD (TVöD beim BMI) geregelt. Auf Basis der Regelung erhalten Beschäftigte im Tarifgebiet West zwischen 60 und 90 Prozent ihres in den Kalendermonaten Juli, August und September durchschnittlich gezahlten Entgelts. Die Staffelung richtet sich nach den unterschiedlichen Entgeltgruppen: 60 Prozent in den Entgeltgruppen 13-15, 80 Prozent in den Entgeltgruppen 9-12 bzw. 90 Prozent in den Entgeltgruppen 1-8.



Bund: Beschäftige in Ostdeutschland erhalten weniger

Im Tarifgebiet Ost erhalten die Tarifbeschäftigten des Bundes 45 Prozent (Entgeltgruppen 13-15), 60 Prozent (Entgeltgruppen 9-12) bzw. 67,5 Prozent (Entgeltgruppen 1-8) des ihnen in den Kalendermonaten Juli, August und September durchschnittlich gezahlten Entgelts.

Auch Azubis auf Bundesebene erhalten Jahressonderzahlung

Auszubildende erhalten aktuell eine Jahressonderzahlung von 67,5 Prozent (Tarifgebiet Ost) bzw. 90 Prozent (Tarifgebiet West). Die Besoldungsempfänger des Bundes (dies sind Beamten, Soldaten und Richter) erhalten als Folge einer Neuordnung der Gehaltsstruktur in 2009 neben ihrem monatlichen Gehalt keine jährliche Sonderzahlung (Weihnachtsgeld).

Die Analyse der Hans-Böckler-Stiftung gibt es hier…


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