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Bundesbeihilfeverordnung 2018: Heilmittel, Direktabrechnung und Vorsorge

Die Beihilfeverordnung für Bundesbeamte ist zum 31. Juli 2018 geändert worden. Darin enthalten sind mehrere Neuerungen. So wurde der Bereich der Heilmittel erweitert und eine Möglichkeit zur Direktabrechnung geschaffen.

Seit Ende Juli ist die Achte Verordnung zur Änderung der Bundesbeihilfeverordnung in Kraft. Diese ermöglicht es Bundesbeamten etwa im Falle eines stationären Krankenhausaufenthalts zu beantragen, dass das Krankenhaus die beihilfefähigen Kosten direkt mit der zuständigen Beihilfefestsetzungsstelle abrechnet. Diese Möglichkeit gilt auch berücksichtigungsfähige Angehörige.

Berücksichtigung Kindern über 25 Jahren in Ausbildung

Zu den weiteren Neuerungen gehört die Berücksichtigung von Kindern, die älter als 25 Jahre sind. Hier gilt: Befinden sich Kinder nach Vollendung des 25. Lebensjahres noch in Schul- oder Berufsausbildung, so sind sie weiter berücksichtigungsfähig, wenn die Ausbildung durch einen freiwilligen Wehrdienst, einen Freiwilligendienst oder durch eine Tätigkeit als Entwicklungshelfer unterbrochen oder verzögert worden ist. Die Dauer der weiteren Berücksichtigungsfähigkeit entspricht der Dauer des abgeleisteten Dienstes, insgesamt höchstens zwölf Monate.

Psychotherapie und Brillengläser

Zudem sind Leistungen für eine psychotherapeutische Akutbehandlung und andere Änderungen aus der gesetzlichen Krankenversicherung in die BBhV aufgenommen worden. Zudem sind Kosten für Brillengläser nun auch bei Personen über 18 Jahre bei einem Korrekturausgleich für einen Refraktionsfehler bei Kurz- oder Weitsichtigkeit von mehr als 6 Dioptrien oder bei einer Hornhautverkrümmung von mehr als 4 Dioptrien beihilfefähig.

Bereich der Heilmittel erweitert

Erweitert worden ist der Bereich der Heilmittel. So gilt fortan: Bei ärztlich verordneten Heilmitteln nach § 23 und der Anlage 9 handelt es sich um weit verbreitete Behandlungen wie Inhalationen, Krankengymnastik, Massagen, Bäder, Logopädie und Podologie. Nun werden die beihilfefähigen Höchstbeträge bei Behandlungen ab 31. Juli 2018 angehoben; eine weitere Erhöhung erfolgt ab 1. Januar 2019. Nistungen Erstgespräch sowie Einzel- und Gruppen-behandlungen.

Screening der Bauchaorta beihilfefähig

Neu ist die Beihilfefähigkeit der Kosten für ein einmaliges Screening auf Bauchaortenaneurysmen für männliche beihilfeberechtigte und berücksichtigungsfähige Angehörige, die das 65. Lebensjahr vollendet haben. Außerdem sind Früherkennungsprogramm für erblich belastete Personen mit erhöhtem familiären Brust- oder Eierstockkrebsrisiko und Darmkrebs nun inbegriffen.

Eine Zusammenfassung gibt es auf der Internetseite des Bundesverwaltungsamtes…

Das Gesetz im Bundesgesetzblatt vom 30. Juli 2018…