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Coronavirus: So bereitet sich Berlin auf den Ernstfall vor

Das Land Berlin hat Informationen zum Coronavirus (2019-nCoV) veröffentlicht. Berlin sei auf den Ernstfall gut vorbereitet, teilte die Gesundheitssenatorin mit. Besonders im Fokus der Sicherheitsmaßnahmen stehen Flugreisende aus China, die nach Deutschland kommen.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) als Bundesoberbehörde für Infektionskrankheiten hat zur Einschätzung des neuen Coronavirus 2019-nCoV das Risiko für Deutschland derzeit als gering eingeschätzt. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass infizierte Personen nach Deutschland einreisen. Ein erster Verdachtsfall hatte sich Ende Januar nicht bestätigt.

Coronavirus Berlin: Maßnahmen für den Ernstfall

Folgende Maßnahmen hat Berlin zur Vorbereitung für den Ernstfall getroffen: Gezielte Informationsmaßnahme an den Berliner Flughäfen: Die Senatsgesundheitsverwaltung hat in Zusammenarbeit mit der Berliner Flughafengesellschaft das Anbringen von Informationsplakaten auf Deutsch, Englisch und Chinesisch in Tegel und Schönefeld vereinbart.

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Coronavirus Berlin: Handzettel für Flugreisende

Flugreisende von und nach China werden zudem am Flughafen Tegel mit Handzetteln auf die Symptome hingewiesen und aufgefordert, die Sicherheitsvorkehrungen einzuhalten: Bei Symptomen Kontakte zu anderen zu vermeiden und einen Arzt/Ärztin aufzusuchen. Bei Menschen, die bereits mit Symptomen aus der entsprechenden Region einreisen, wird empfohlen, sich direkt an das Flughafenpersonal zu wenden. Die Flughafensanitäterinnen und -sanitäter sind für solche Situationen gut geschult.

Coronavirus Berlin: Notaufnahmen und Rettungsdienste

Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci: „Auch wenn die derzeitige Risikoeinschätzung des RKI für Deutschland gering ist, müssen wir leider auch auf einzelne Einreisefälle in Berlin eingestellt sein. Berlin ist gut vorbereitet für den Ernstfall. Es werden besondere Informationsmaßnahmen an beiden Flughäfen durchgeführt. Die Notaufnahmen und Rettungsdienste sind ausführlich informiert. Berlin verfügt mit dem Institut für Virologie und der Sonderisolierstation an der Charité über eine sehr gute Ausstattung für den Fall der Einreise eines an 2019-nCoV erkrankten Patienten in Berlin.“

Coronavirus Deutschland: Robert-Koch-Institut informiert

Informationen an Notfallaufnahmen und Rettungsdienst: Das RKI hat den Umgang mit einem Verdachtsfall genau definiert. Diese Informationen hat die Senatsgesundheitsverwaltung sowohl den Notaufnahmen der Berliner Krankenhäuser zur Verfügung gestellt, als auch mit dem Rettungsdienst der Feuerwehr abgestimmt.

Coronavirus Berlin: größte Sonderisolierstation Deutschlands

Hervorrangende medizinische Ausstattung in Berlin: Mit dem Institut für Virologie der Charité hat Berlin die Expertinnen und Experten in der Stadt, die das Nachweisverfahren für den Coronavirus entwickelt haben und durchführen kann. Charité und RKI arbeiten hier eng zusammen und verweisen auf ausreichend Testkapazitäten für Verdachtsfälle. Mit der Sonderisolierstation des Landes Berlin in der Charité verfügt Berlin über die größte Sonderisolierstation Deutschlands.

Coronavirus Berlin: Für den Ernstfall gewappnet

Lebensgefährliche, sich schnell ausbreitende Infektionskrankheiten können hier mit modernster Medizintechnik behandelt werden. Erst vor fünf Monaten wurde ihm Rahmen einer Übung am Flughafen Tegel die Prozesse geprüft. Ergebnis ist, dass das Zusammenwirken von Flughafengesellschaft, Charité und die Berliner Feuerwehr optimal aufgestellt ist für den Ernstfall.

Coronavirus Berlin: Rat für BürgerInnen

Die Senatsgesundheitsverwaltung rät den Berlinerinnen und Berlinern:

  1. Falls Sie zum Risikokreis gehören, d.h. aus dem Risikogebiet (Provinz Hubei, China) kommen oder Kontakt mit Personen aus dem Risikogebiet hatten und Symptome einer Atemwegserkrankung aufweisen, suchen Sie eine Notaufnahme auf und lassen sich auf den Coronavirus testen.
  2. Halten Sie sich an die allgemeinen Hygienehinweise, die beispielsweise auch bei Grippeviren gelten:
  • Händewaschen
  • nicht in die Hand niesen
  • Abstand halten
  • häufiges Lüften der Innenräume.

Coronavirus: Schwere Lungenerkrankung

Am 31. Dezember 2019 wurde das China-Büro der Weltgesundheitsorganisation (WHO) durch die chinesischen Behörden offiziell darüber informiert, dass sich im Dezember 2019 mehrere Fälle von schwerer Lungenentzündung (Pneumonie) in der Stadt Wuhan ereignet hatten. Das Virus wurde bislang nur in erkrankten Menschen nachgewiesen. Die chinesischen Behörden haben am 7.1.2020 ein neuartiges Coronavirus als Ursache der Erkrankung identifiziert. Das Virus gehört wie das SARS-Virus zu den beta-Coronaviren. Am 20.1.2020 bestätigten die chinesischen Behörden mehrere solcher Mensch-zu-Mensch-Übertragungen, ebenso wie etwa ein Dutzend Erkrankungsfälle bei medizinischem Personal. Außerhalb von China sind bisher einzelne Fälle aufgetreten, in Ländern mit hohem Reiseaufkommen von und nach China, die Betroffenen waren zuvor in Wuhan gewesen, teilte das Robert-Koch-Institut mit.

Coronavirus 2019-nCoV: China verbietet Wildtierhandel

Fachleute vermuten, dass als Hauptwirt ein Säugetier oder Geflügel infrage kommt, der Übergang vom Tier auf den Menschen könne jedoch über einen noch nicht identifizierten Zwischenwirt erfolgt sein. Chinesische Forscher verwiesen in diesem Zusammenhang in einer Fachzeitschrift auf Schlangen. Die chinesischen Behörden haben strikte Anweisungen gegeben, um die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen. Unter anderem ist der landesweite Handel mit Wildtieren verboten worden und die betroffenen Regionen stehen unter Quarantäne.

Mehr Infos gibt es hier…

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