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Öffentlicher Dienst 2021: Das kommt auf Beamte und Angestellte zu

Öffentlicher Dienst 2021

Das steht an für den öffentlichen Dienst im Jahr 2021: Gesetzesänderungen, Bundes- und Landtagswahlen und Gehaltserhöhungen – wir zeigen die wichtigen Ereignisse im kommenden Jahr für Beamte, Richter, Soldaten und Angestellte bei Bund, Ländern und Kommunen.

Das kommende Jahr wird ein Superwahljahr. Sechs Landtagswahlen und die Bundestagswahl stehen 2021 an. Zudem können sich Angestellte und Beamte über höhere Gehälter und Bezüge freuen. Wir haben zusammengestellt, was für den öffentlichen Dienst in Deutschland wichtig wird.

Öffentlicher Dienst 2021: Gehalts- und Beamtenbesoldung 2021

TVöD-Gehaltserhöhung: Gehalt steigt zum 1. April 2021

Nach schwierigen Tarifverhandlungen bei Bund und Kommunen haben die Gewerkschaften und Arbeitgeber einen TVöD-Abschluss erzielt. Insgesamt steigen die Gehälter im öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen in zwei Schritten. Die aktuellen TVöD-Entgelttabellen 2021…

  • Der erste Schritt erfolgt zum 1. April 2021 mit einer Gehaltssteigerung von 1,4 Prozent mindestens aber 50 Euro.
  • Für die Pflegekräfte wurden gesonderte Gehaltssteigerungen vereinbart.
  • Ab März 2021 wird eine Pflegezulage von 70 Euro gezahlt, die ein Jahr später auf 120 Euro erhöht wird.
  • Die Zulage in der Intensivmedizin wird mehr als verdoppelt auf 100 Euro monatlich,
  • Die Wechselschichtzulage steigt von 105 auf 155 Euro monatlich.
  • In den Betreuungseinrichtungen wie Altenheimen wird die Pflegezulage mit einem Plus von 25 Euro auf Gleichstand mit den kommunalen Krankenhäusern gebracht.
  • Ärzte in den Gesundheitsämtern erhalten ab März 2021 eine Zulage von 300 Euro monatlich.

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TV-L 2021: Angestellte der Länder erhalten mehr Gehalt

Für die Angestellten der Bundesländer (außer Hessen) ist im März 2019 zuletzt verhandelt worden. Im Rahmen der TV-L Tarifeinigung vom 2. März 2019 steigen Löhne und Gehälter für die Landesangestellten um 1,4 Prozent (mindestens 50 Euro) zum 1. Januar 2021. Davon profitieren unter anderem Beschäftigte in Landesverwaltungen, Straßenmeistereien, Küstenschutz, Schulen, Hochschulen, Unikliniken, Psychiatrien, Staatstheatern, Studierendenwerken, Statistischen Ämtern und anderen Landeseinrichtungen. Zudem steht im Herbst die Tarif- und Besoldungsrunde runde der Länder an.

Zum TV-L 2021: Entgelttabellen und Infos…

Beamtenbesoldung: Bund und Länder 2021

Die Besoldung der Beamtinnen, Beamten, Richter und Soldaten bei Bund und Ländern werden auch 2021 angepasst. Hier gelten jeweils Regelungen der einzelnen Länder oder des Bundes. Meist wird die Besoldung zum 1. Januar 2021 um 1,4 Prozent angehoben. Nur in Niedersachsen und dem Saarland erfolgt die Anpassung verzögert. Für die Bundesbeamtinnen und -beamten wird aktuell an einem Anpassungsgesetz 2021/2022 gearbeitet. Sobald dieses vom Bundestag verabschiedet wurde vorliegt, informieren wir dazu…

In der folgenden Tabelle finden Sie den Zeitpunkt der Anpassung.

Besoldungsanpassungen in 2021

 
Bund Entwurf eines Anpassungsgesetzes 2021 liegt noch nicht vor. (Die Entgelte der Tarifbeschäftigten im Bundesdienst werden um 1,4 % – mindestens um 50 Euro – zum 01.04.2021 erhöht.)
Baden-Württemberg 1,4 % zum 01.01.2021
Bayern 1,4 % zum 01.01.2021
Berlin wahrscheinlich 2,5 % zum 01.01.2021 (laut Gesetzentwurf)
Brandenburg 1,4 % zum 01.01.2021
Bremen 1,4 % zum 01.01.2021
Hamburg 1,4 % zum 01.01.2021
Hessen 1,4 % zum 01.01.2021
Mecklenburg-Vorpommern 1,2 % zum 01.01.2021 (Abweichung durch Abzug von 0,2 Prozentpunkten für die Versorgungsrücklage)
Niedersachsen 1,4 % zum 01.03.2021
Nordrhein-Westfalen 1,4 % zum 01.01.2021
Rheinland-Pfalz 1,4 % zum 01.01.2021
Saarland 1,7 % zum 01.04.2021
Sachsen 1,4 % zum 01.01.2021
Sachsen-Anhalt 1,4 % zum 01.01.2021
Schleswig-Holstein 1,29 % zum 01.01.2021

zusätzlich:

Besoldungsordnung A sowie Besoldungsgruppe R 1 und R 2

Grundgehaltssätze der jeweils ersten Stufe 3,0 %

Grundgehaltssätze der jeweils zweiten Stufe 2,0 %

Grundgehaltssätze der jeweils dritten Stufe 1,0 %

0,4 % zum 01.06.2021

Thüringen 1,4 % zum 01.01.2021

Quelle: dgb.de / Alle Angaben ohne Gewähr

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Bundestagswahl und Landtagswahlen 2021

Voraussichtlich am 26. September 2021 sind die BundesbürgerInnen aufgerufen, einen neuen Bundestag zu wählen. Bisher hat nur die SPD bereits den Spitzenkandidaten zur Wahl bestimmte. So wird der jetzige Finanzminister Olaf Scholz als Kandidat zur Bundestagswahl antreten.

Zudem stehen sechs Landtagswahlen und zwei Kommunalwahlen an. Damit erhalten im Nachgang zur jeweiligen Wahl viele Beamtinnen und Beamte neue Dienstherren. Die Liste der Wahltermine sieht folgendermaßen aus:

Wahltermine

Quelle: www.bundeswahlleiter.de

Neue Regelungen 2021: Kindergeld, Home Office Pauschale und Co.

Zum 1. Januar 2021 ändern sich viele Regelungen und Gesetze: So steigt das Kindergeld und es gelten viele Änderungen unter anderem im Steuerrecht. Wir haben hier einige Änderungen zusammengefasst. Alle Angaben ohne Gewähr.

  • Das Kindergeld wird 2021 Familien mit Kindern erhalten dann mehr Unterstützung. Auch die Grund- und Kinderfreibeträge erhöhen sich. Alles Infos über Höhe, Antrag, Auszahlungstermine des Kindergeldes 2021 sowie einen Rechner gibt es hier…
  • Die Home Office Pauschale soll kommen. Die große Koalition hat sich auf Eckpunkte geeinigt. Die Pauschale soll demnach maximal 600 Euro pro Jahr betragen und in die Werbungskostenpauschale eingerechnet werden. Mehr dazu…
  • Pendlerpauschale: Ab dem 21. Kilometer gibt’s mehr: Wer einen längeren Weg zur Arbeit hat, kann im Steuerjahr 2021 von einer höheren Pendlerpauschale profitieren
  • Soli-Aus: Der Solidaritätszuschlag entfällt für rund 90 Prozent der SteuerzahlerInnen. Für weitere 6,5 Prozent wird er reduziert. Es gilt: Bis zu einem zu versteuernden Einkommen von 61.717 Euro wird für ArbeitnehmerInnen kein Soli mehr fällig. Damit haben sie ab Januar 2021 höhere Nettoeinkünfte.
  • Ermäßigte Mehrwertsteuer entfällt: Ab Januar 2021 gilt statt 16 Prozent wieder der reguläre Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent auf die meisten Güter. Bei Waren des täglichen Bedarf steigt der Steuersatz von 5 Prozent zurück auf 7 Prozent.
  • Wer einen hilfebedürftigen Angehörigen ohne Bezahlung zu Hause pflegt, kann bei der Steuer einen Pflege-Pauschbetrag geltend machen. Setzte das Finanzamt hierfür bisher pauschal 924 Euro an, wird dieser Betrag im Steuerjahr 2021 auf 1.800 Euro angehoben.
  • BAföG: Die Freibeträge beim BaFög werden angehoben. Statt 1890 Euro wie bislang dürfen verheiratete Eltern dann ein monatliches Nettoeinkommen in Höhe von 2000 Euro haben, bei getrennt lebenden Elternteilen sind es 1330 Euro.
  • Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) von Arbeitnehmern soll vom Arzt künftig digital an den Arbeitgeber übermittelt werden.
  • E-Patientenakte: Gesetzliche Krankenkassen müssen ihren Versicherten ab 1. Januar 2021 eine elektronische Patientenakte (ePA) anbieten. Grundsätzlich entscheidet der Versicherte, ob eine solche elektronische Akte angelegt wird.
  • Bei Briefen kann voraussichtlich im Frühjahr 2021 mit individuellem Code die jeweilige Sendung verfolgt werdem: Seitlich auf jeder Briefmarke angebracht kann dann mit Hilfe des Data-Matrix-Codes der Laufweg der Sendung nachvollzogen werden. Damit der QR-Code zur kostenlosen Sendungsverfolgung funktioniert, werden die Briefe in den Sortierzentren künftig am Abgangs- und Empfängerort erfasst.
  • Baukindergeld: Förderung endet am 31. März
  • Wer einen Bausparvertrag bespart, erhält künftig 10 Prozent Wohnungsbauprämie auf jährliche Sparleistungen bis zu 700 Euro (Alleinstehende) beziehungsweise 1.400 Euro bei Ehepaaren.
  • Neue Regeln für Maklerprovision: Bereits ab dem 23. Dezember 2020 gilt beim Kauf von Einfamilienhäusern (einschließlich solchen mit Einliegerwohnung) oder Eigentumswohnungen: Wer einen Makler beauftragt, muss mindestens die Hälfte der Maklerprovision selbst tragen. Bisher übernimmt meist der Käufer komplett die Maklerprovision von bis zu gut sieben Prozent des Kaufpreises. Auch Verkäufer müssen sich dann an den Kosten für einen Immobilienmakler beteiligen. Der Zweck des Gesetzes ist es die Kaufnebenkosten von Wohnimmobilien privater Käufer zu senken!
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