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ÖPNV-Warnstreik in Berlin und Brandenburg am Freitag

ver.di ruft zu Warnstreiks im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) auf. Am 9. Oktober 2020 wird in Berlin und Brandenburg gestreikt. Bereits an den Tagen zuvor legen Beschäftigte in NRW, Bayern und anderen Bundesländern die Arbeit nieder. Die Details.

Im bundesweiten Tarifkonflikt um die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) ruft ver.di bundesweit am Freitag, dem 9. Oktober 2020, zu weiteren Streiks auf.

ÖPNV: Weitere Warnstreiks in Berlin, Brandenburg, Hessen, NRW, Bayern und BaWü

Zu den in dieser Woche bereits angekündigten Warnstreiks in Hessen (am heutigen Dienstag, dem 6. Oktober), in Niedersachsen und Bremen (am Mittwoch, dem 7. Oktober) sowie in Nordrhein-Westfalen und in Baden- Württemberg (am Donnerstag, dem 8. Oktober) und am Freitag, dem 9. Oktober, in Bayern, werden auch Beschäftigte kommunaler Nahverkehrsunternehmen in Berlin und Brandenburg am Freitag in den Warnstreik treten.

Hintergrund ist, dass die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) weiterhin nicht in Verhandlungen über einen bundesweiten Rahmentarifvertrag für die rund 87.000 Beschäftigten im kommunalen Nahverkehr eintreten will. ver.di hatte die VKA am 30. September dazu aufgefordert, sich bis zum 2. Oktober 2020 zu melden, ob sie ihre Verhandlungsverweigerung aufgeben würde, um weitere Streiks zu vermeiden. Da die VKA die Verhandlungen weiterhin ablehnt, kommt es erneut zu Warnstreiks.

Übersicht über Streiks im ÖPNV

„Wir informieren frühzeitig über die Warnstreiks, damit sich die Bürgerinnen und Bürger auf die Situation einstellen und Alternativen organisieren könnten“, betont die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Christine Behle. Die Arbeitgeber würden nach wie vor keine Bereitschaft zeigen, in Verhandlungen einzutreten und würden damit weitere Streiks provozieren. ver.di informiert auf einer Webseite über die Streikaktivitäten. Gerade im ÖPNV scheint sich der Tarifkonflikt mit den kommunalen Arbeitgebern zu verschärfen. Zur Streik-Webseite…

25. September 2020

Berlin: BVG-Warnstreik von 3 Uhr bis 12 Uhr

Bei der BVG wird der Streik von Betriebsbeginn gegen 3.00 Uhr bis etwa 12.00 Uhr mittags andauern. Bei den zum Streik aufgerufenen Brandenburger Unternehmen beginnt der Streik am 29. September mit Betriebsbeginn (etwa 3.00 Uhr) und dauert bis zum Folgetag, dem 30. September 2020, 3.00 Uhr. Fahrgäste müssen sich darauf einstellen, dass in den genannten Zeiträumen weder die Busse oder Bahnen der bestreikten Unternehmen fahren. „Uns ist klar, dass der Streik für die Fahrgäste viele Unannehmlichkeiten mit sich bringen wird, aber auf die unverständliche Blockadehaltung der Arbeitgeber können wir nur mit einem Streik reagieren. Wir geben die Streiktermine deshalb so frühzeitig und umfassend bekannt, damit sich betroffene Fahrgäste nach Möglichkeit Fahralternativen suchen können“, sagt Jeremy Arndt, Fachbereichsleiter Verkehr im ver.di Landesbezirk Berlin-Brandenburg.

ÖPNV-Warnstreiks in Brandenburg

Folgende Brandenburger Unternehmen sind einbezogen:

  • ViP Verkehrsbetriebe Potsdam,
  • Regionale Verkehrsgesellschaft Dahme-Spreewald,
  • Uckermärkische Verkehrsgesellschaft,
  • Verkehrsgesellschaft Teltow-Fläming mbH (VTF),
  • Busverkehr Oder-Spree, Barnimer Busgesellschaft,
  • Cottbusverkehr,
  • Havelbus Verkehrsgesellschaft,
  • regiobus Potsdam Mittelmark,
  • Stadtverkehrsgesellschaft Frankfurt(Oder),
  • Verkehrsbetriebe Brandenburg an der Havel sowie
  • DB Regio Nord Ost

Tarifrunde ÖPNV: einheitliche Regelungen

Mit dem Streik soll Druck auf die Arbeitgeber ausgeübt werden, die sich ver.di gegenüber gegen die Aufnahme von Tarifverhandlungen ausgesprochen haben. ver.di fordert in dem Tarifkonflikt für bundesweit 87.000 Beschäftigte einheitliche Regelungen in Fragen wie Nachwuchsförderung, Entlastung sowie den Ausgleich von Überstunden und Zulagen für Schichtdienste. Darüber hinaus soll die Ungleichbehandlung in den Bundesländern beendet und zentrale Regelungen wie 30 Urlaubstage oder Sonderzahlungen künftig bundesweit vereinheitlicht werden. Mit einer Forderung für Auszubildende sollen Anreize zum Einstieg in den Beruf und zur Nachwuchsförderung geschaffen werden. Seit März fordert die Gewerkschaft hierzu die Verhandlung eines bundesweiten Rahmentarifvertrages. Am Wochenende hatte sich die Vereinigung der Kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) gegen die Aufnahme von Verhandlungen ausgesprochen.

ÖPNV: Regionale Verhandlungen in Berlin und Brandenburg

Neben den bundesweiten Forderungen finden zeitgleich auch regionale Tarifverhandlungen in Berlin und Brandenburg statt. In Brandenburg geht es dabei um die Arbeitsbedingungen von 3500 Beschäftigten. ver.di fordert hier die möglichst schnelle Angleichung der Entgelttabelle auf BVG Niveau. Bei den Berliner Verhandlungen für die BVG/Berlin Transport geht es dabei ebenfalls um die Arbeitsbedingungen von rund 14.500 Beschäftigten. ver.di fordert hier die Angleichung der Arbeitszeit von 39 Std. auf 36,5 Std bei vollem Lohnausgleich.

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