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Rettungsdienste in Not: lange Arbeitszeit, Überlastung, Stress

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Die Arbeitsbedingungen der Rettungsdienste sind wenig attraktiv: lange Arbeitszeiten, hohe Arbeitsintensität, körperliche sowie psychische Belastungen. Rund 40 Prozent würden den Job bei Gelegenheit sofort wechseln, wie eine ver.di-Umfrage zeigt.

Die Befragung, an der sich rund 7.000 Beschäftigte bei Rettungsdiensten beteiligt haben, belegt wie groß die Sorgen und Probleme unter anderem bei den Arbeitszeiten, der hohen Arbeitsintensität, der körperlichen sowie psychischen Belastungen sind.

Fast alle Befragten berichten von Problemen, Beruf und Privatleben unter einen Hut zu bekommen. „Nimmt man die überlangen und ungünstigen Arbeitszeiten, die physische Anstrengung und Übergriffe hinzu, verwundert es nicht, dass die Arbeit im Rettungsdienst als wenig attraktiv wahrgenommen wird“, so ver.di-Vorstandsmitglied Sylvia Bühler. „Wenn 39 Prozent der Befragten angeben, sie würden sofort den Beruf wechseln, falls sie die Gelegenheit dazu bekämen, muss das alle aufrütteln.“ Arbeitgeber und politisch Verantwortliche müssten dringend reagieren.

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Rettungsdienst Arbeitszeit: Wochenarbeitszeit verkürzen

Eine wichtige Maßnahme, um den Rettungsdienst wieder attraktiver zu machen, sieht ver.di in der Verkürzung der überlangen Arbeitszeiten. So habe die Gewerkschaft im Reformtarifvertrag des Deutschen Roten Kreuzes erreicht, dass die Wochenarbeitszeit (inklusive Bereitschaftsdienst) von 48 auf 45 Stunden reduziert wurde. „Auch beim öffentlichen Rettungsdienst muss endlich Schluss sein mit diesen überlangen Arbeitszeiten“, forderte Bühler. ver.di führe darüber derzeit Gespräche mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA). „Die kommunalen Arbeitgeber stehen in der Verantwortung, für bessere Arbeitsbedingungen im Rettungsdienst zu sorgen. Kürzere Arbeitszeiten sind dabei ein entscheidender Schritt.“

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Arbeitszeit im Rettungsdienst: Kaum Chancen auf Pause

Laut Befragung können 61 Prozent der Beschäftigten im Rettungsdienst ihre gesetzlich vorgeschriebenen Pausen (sehr) häufig nicht oder nicht vollständig nehmen. Von den über 55-Jährigen geht fast die Hälfte auch krank zur Arbeit. 84 Prozent gehen davon aus, unter den derzeitigen Bedingungen nicht bis zum Rentenalter durchzuhalten.

Foto-Copyright:© Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0

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