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Sozial- und Erziehungsdienst (SuE) 2020: Erste Verhandlungen ohne Ergebnis

Die erste Verhandlungsrunde im Sozial- und Erziehungsdienst (SuE) ist ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Ver.di fordert unter anderem, die Eingruppierungsmerkmale zu verbessern. Insgesamt arbeiten 265 000 Beschäftigte in kommunalen Kitas und Co.

Die Tarifverhandlungen, in denen es um eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Beschäftigten in den Kindertagesstätten, im Bereich der Sozialarbeit und der Behindertenhilfe geht, werden am 23. März 2020 in Potsdam fortgesetzt. Nach der ersten Runde konnte keine Einigung erzielt werden. Ver.di stellte fest, dass die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) zu einem notwendigen und spürbaren Schritt in Richtung Aufwertung bislang nicht bereit sei. „Die Arbeitgeber bewegen sich nur im kleinen Karo“, sagte ver.di-Verhandlungsführer Frank Werneke am Donnerstag in Potsdam: „Die gute Nachricht des Tages ist: Die Arbeitgeber erkennen den Fachkräftemangel an.“

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Sozial- und Erziehungsdienst: Arbeitgeber (VKA) gesprächsbereit

Die Arbeitgeber haben zum Start der Tarifverhandlungen in Potsdam ihre besondere Wertschätzung für die verantwortungsvolle Tätigkeit der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst betont und gegenüber den Gewerkschaften Gesprächsbereitschaft erklärt. Zugleich wiesen sie auf die bereits jetzt herausgehobene Stellung dieser Berufsgruppe im bestehenden Tarifrecht hin. Gleichzeitig verweist die VKA auf die bestehende Friedenspflicht. Da die Tarifregelungen frühestens zum 30. Juni 2020 gekündigt werden könnten, bestehe aktuell Friedenspflicht. Streiks seien somit ausgeschlossen.

Sozial- und Erziehungsdienst: Eingruppierung im Fokus

Die Arbeitgeber signalisiert Bereitschaft, die Kriterien zu überarbeiten, nach denen Kita-Leiterinnen und -Leiter und deren Stellvertreterinnen und Stellvertreter eingruppiert und folglich bezahlt werden. Damit sollen die Anforderungen an die Leitungskräfte besser als bisher abgebildet werden. Ver.di fordert, die Eingruppierungsmerkmale zu verbessern, die Stufenlaufzeiten anpassen und Berufserfahrung von ErzieherInnen und Co. besser anzuerkennen.

+++Die aktuellen Entgelttabellen für den Sozial- und Erziehungsdienst gibt es hier+++

So viele Menschen arbeiten in kommunalen Sozial- und Erziehungsdiensten

Bei den kommunalen Trägern sind rund 265.000 Beschäftigte im Sozial-und Erziehungsdienstes tätig (Quelle: VKA / Mai 2019).

  • rund 180.000 Beschäftigte auf den Bereich der Kinderbetreuung (Kinderpfleger/innen, Erzie-her/innen, Leitungskräfte)
  • rund 55.000 Beschäftigte auf den Bereich der Kinderbetreuung (Sozialarbeiter/innen, Sozial-pädagogen /innen, Heilpädagogen/innen)
  • rund 30.000 Beschäftigte auf den Bereich der Behindertenhilfen (Betreuer/innen, Gruppenlei-ter/innen, Handwerksmeister/innen

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