Bund Kommune Tarifrunde 2020 TVöD

TVöD-Tarifrunde startet im September 2020: ver.di-Forderung Ende August

Ab September 2020 werden Gewerkschaften und Arbeitgeber über den TVöD verhandeln. Die Gewerkschaften werden zum 31. August 2020 die TVöD-Entgelttabellen  sowie weiterer verbundener Tarifverträge kündigen. Die Forderungen wird ver.di Ende August beschließen und bekannt geben.

Nun ist die Entscheidung gefallen: ver.di wird mit den DGB-Gewerkschaften im öffentlichen Dienst und dem Beamtenbund in die TVöD-Tarifrunde 2020 gehen. Nach den gescheiterten Sondierungsgesprächen war dieser Schritt bereits wahrscheinlich geworden. Die kommunalen Arbeitgeber hatten eine Übergangslösung wegen der Corona-Pandemie abgelehnt. „Die Arbeitgeber haben unsere ausgestreckte Hand ausgeschlagen. Damit sind Arbeitskämpfe im öffentlichen Dienst im Herbst vorprogrammiert“, sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Werneke. Die Gewerkschaften waren in die Gespräche gegangen, um über die zeitliche Lage der Tarifrunde in der Corona-Krise zu sprechen. Ziel von ver.di und Co. war es, „hinsichtlich der zeitlichen Anlage der Tarifrunde auf die Corona-Krise zu reagieren“. Die VKA war jedoch zu keiner Verständigung bereit.

TVöD-Tarifrunde 2020: Wertschätzung in der Corona-Krise

„Die kommunalen Arbeitgeber lassen Respekt und Wertschätzung gegenüber den Beschäftigten vermissen. Gestern wurde noch applaudiert, jetzt sind die Beschäftigten nur noch lästige Kostenträger. Wir werden jetzt angemessene Forderungen diskutieren, in die die Wertschätzung, die wichtige Rolle des öffentlichen Dienstes in der Corona-Krise und die volkswirtschaftliche Bedeutung einfließen werden. Wir streben eine Reallohnsteigerung an“, so Werneke.

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TVöD-Forderung wird am 25. August bekannt gegeben

Die konkreten Forderungen für die Tarifrunde im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen wird die BTK auf ihrer Sitzung am 25. August 2020 beschließen. Die erste Verhandlungsrunde zum TVÖD findet am 1. September in Potsdam statt.


++Meldung vom 16. Juni 2020++

Sondierung: ver.di kritisiert VKA

„Die kommunalen Arbeitgeber streben offensichtlich eine konfliktorientierte Tarifrunde im Herbst an. Applaus war gestern – jetzt scheint Undankbarkeit angesagt zu sein. Damit wissen wir, woran wir miteinander sind. ver.di wird sich in den kommenden Wochen entsprechend auf die Tarifrunde vorbereiten“, kritisiert der ver.di-Vorsitzende Frank Werneke. In den vergangenen Monaten waren vor allem die MitarbeiterInnen des öffentlichen Dienstes gelobt worden, weil sie in der Corona-Pandemie dafür gesorgt hatten, dass Verwaltung, Krankenhäuser und Gesundheitsämter weitergelaufen sind. Dafür hatten die Beschäftigten weitreichende Anerkennung bekommen. In Medien und Gesellschaft herrschte weitgehende Einigkeit, dass dieser Einsatz auch finanziell honoriert werden sollte.

Tarifkommission berät Mitte Juni

Am kommenden Donnerstag (18. Juni 2020) wird nun die ver.di-Bundestarifkommission, in der auch die Gewerkschaft der Polizei (GdP), die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sowie die IG BAU vertreten sind, über das weitere Vorgehen und einen Zeitplan beraten. Zudem nimmt auf Gewerkschaftsseite auch die dbb tarifunion an den Verhandlungen teil.

GEW: Arbeitgeber wollen keine Rücksicht nehmen

„Es hat den Anschein, dass die kommunalen Arbeitgeber keine Rücksicht auf die Corona-Lage nehmen wollen. Vielmehr wittern sie die Chance, die Kosten der Krise den Beschäftigten aufzulasten. Dagegen müssen wir uns wehren“, sagte Daniel Merbitz, im Geschäftsführenden Vorstand der GEW für Tarifpolitik zuständig.

VKA fordern Planungs- und Einkommenssicherheit für Kommunen

Ulrich Mädge, Präsident der VKA und Verhandlungsführer der kommunalen Arbeitgeber, kommentiert: „Wir brauchen endlich eine Basis für die nächsten Jahre und damit eine Perspektive für die kommunalen Arbeitgeber wie auch unsere mehr als 2,4 Millionen Beschäftigten. Wir benötigen in dieser schwierigen Phase Planungs- und Einkommenssicherheit und fordern die Gewerkschaften daher auf, fair zu agieren.“

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