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Baden-Württemberg setzt beim Straßenbau auf digitale Technologie

Die Landesregierung in Baden-Württemberg will den Straßenbau im Ländle mit digitaler Technik künftig besser planen und durchführen. Das Ziel: Kosten wahren und Termine einhalten.

Die Planung und Realisierung von Baumaßnahmen soll mit Hilfe digitaler Tools strukturell verbessert werden. Durch die Anwendung von Building Information Modeling (BIM) werden Kostenwahrheit und Termintreue verbessert, teilte die Landesregierung Baden-Württemberg mit. Von der ersten Projektidee über Planung, Vergabe und Bau bis zur Nutzungsphase soll der Bauprozess ganzheitlich in den Blick genommen werden. Das größte derzeit laufende Pilotprojekt des Bundes liegt in Baden-Württemberg: die 2. Gauchachtalbrücke auf der B 31 Ortsumfahrung Döggingen.

Terminprobleme und Kosten im Fokus

Angesichts von teilweise erheblichen Baukostenüberschreitungen und Terminproblemen bei einer Reihe von großen Bauprojekten in Deutschland hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) die Einführung digitaler Methoden – Building Information Modeling (BIM) festgelegt. Die Einführung der BIM-Methode ist entsprechend dem Stufenplan des BMVI dreistufig vorgesehen, um bis zum Jahr 2020 ein gemeinsames Verständnis aller am Bau Beteiligten zu erzeugen, Anforderungen klar zu formulieren und einen ausreichenden Zeithorizont zu schaffen, damit sich die öffentlichen Auftraggeber und die Privatwirtschaft darauf vorbereiten können. Ziel des Bundes ist die Anwendung der BIM-Methode bei allen neu zu planenden Projekten ab dem Jahr 2020.

Pilotprojekt Gauchachtalbrücke

Um diesen Prozess aktiv mitzugestalten, hat das baden-württembergische Verkehrsministerium die zweite Gauchachtalbrücke dem Bund als Pilotprojekt gemeldet. Dort werden nun beispielhaft Erfahrungen bei der aktiven Anwendung der BIM-Methode gesammelt. Abweichend von der konventionellen Planung wird unter Anwendung der BIM-Methode in 3D geplant und für eine optimale Zusammenarbeit der Projektbeteiligten eine Cloudlösung verwendet. Wichtige Aspekte sind auch die Schnittstellen zur Datenübertragung, Datenspeicherung z. B. von Laserscans und die Langzeitverfügbarkeit der digitalen Dateien. Letztlich sollen durch BIM eine bessere Planungsqualität, höhere Terminsicherheit, Reduzierung von Änderungen in der Ausführungsphase durch Bauablaufsimulationen am 3D-Modell und eine Effizienzsteigerung erreicht werden.

Bundesweit mehrere Pilotprojekte

Die operative Zuständigkeit für das Projekt liegt beim Regierungspräsidium Freiburg. Bundesweit laufen mehrere solcher Pilotprojekte. So setzt zum Beispiel die DEGES eine Straßenunterführung im Zuge der B 31 Immenstaad – Friedrichshafen/ Waggershausen ebenfalls als Pilotprojekt mit der BIM-Methode um.

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