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TVöD SuE 2020: So viel verdienen Erzieherinnen, Kindergärtner und Sozialpädagogen

Erzieher im öffentlichen Dienst TVöD SuE

Viele Erzieherinnen, Kindergärtnerinnen, Kinderpfleger, Sozialpädagogen arbeiten in öffentlichen Einrichtungen – dort gilt der TVöD für Sozial- und Erziehungsdienste (SuE). 2020 steigen die Entgelte dort um durchschnittlich 1,06 Prozent. Hier gibt es die TVöD SuE-Entgelttabellen für 2020.

Rund drei Viertel aller Erzieherinnen, Kindergärtnerinnen Sozialpädagogen und anderer Berufe im Bereich der Sozial- und Erziehungsdienste (SuE) arbeiten im öffentlichen Dienst. Dort gilt der TVÖD – der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst. Dieser regelt unter anderem die Bezahlung für Erzieherinnen, Sozialpädagogen und Co.

TVöD SuE 2020: Dritte Gehaltssteigerung laut Tarifergebnis

Verhandelt wird der TVöD und damit auch der SuE von Gewerkschaften und den kommunalen Arbeitgeberverbänden (VKA) – zuletzt wurde 2018 verhandelt. Das Tarifergebnis sieht für das Jahr 2020 die dritte Anpassung der SuE-Gehälter vor. Mit der letzten Erhöhung zum 1. März 2020 um im Schnitt 1,06 Prozent hat das Tarifergebnis ein Volumen von insgesamt 7,5 Prozent bei 30 Monaten Laufzeit. Zuvor sind die Entgelte bereits um 3,19 Prozent (2018) und um 3,09 Prozent (2019) gestiegen. Der TVöD läuft im kommenden Jahr aus. Dann wird neu verhandelt, voraussichtlich im Spätsommer 2020.

TVöD SuE-Entgelttabelle 2020

Gültig: 01.03.2020 – 31.08.2020

Euro 1 2 3 4 5 6
S 18 3900,00 4004,30 4521,02 4908,52 5489,79 5845,01
S 17 3580,74 3842,85 4262,65 4521,02 5037,68 5341,24
S 16 3502,52 3758,90 4043,07 4391,82 4779,34 5011,85
S 15 3370,09 3616,78 3875,16 4172,25 4650,18 4856,83
S 14 3335,53 3579,69 3866,80 4158,86 4481,81 4707,85
S 13 3251,68 3489,70 3810,56 4068,88 4391,82 4553,28
S 12 3242,48 3479,83 3787,46 4058,71 4394,57 4536,66
S 11b 3196,36 3430,33 3594,40 4007,75 4330,68 4524,44
S 11a 3134,84 3364,31 3527,32 3939,73 4262,65 4456,41
S 10 2917,88 3219,39 3370,15 3817,18 4179,49 4477,08
S 9 2892,66 3104,40 3351,85 3711,78 4049,22 4307,92
S 8b 2892,66 3104,40 3351,85 3711,78 4049,22 4307,92
S 8a 2829,77 3036,91 3250,62 3453,09 3649,92 3855,19
S 7 2755,05 2956,72 3157,39 3358,02 3508,53 3733,06
S 4 2632,35 2825,04 3000,62 3119,76 3232,63 3408,47
S 3 2476,93 2658,24 2826,92 2981,80 3052,66 3137,31
S 2 2285,34 2396,40 2478,56 2567,76 2668,07 2768,42

Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Entgelttabellen für Erzieherinnen nach dem TVöD-SuE 2017 bis 2020

Da der TVöD eine relativ lange Laufzeit hat, können Sie hier auch schon nachschauen, wie viel Gehalt mehr Erzieherinnen 2020 bekommen. Zu den Entgelttabellen und Brutto-Netto-Rechner…

TVöD SuE 2020: Voraussetzungen für Anwendung Entgelttabelle

Der TVöD Sozial- und Erziehungsdienst (TVöD-SuE) gilt unter anderem für Beschäftigte in der Tätigkeit von Kinderpflegerinnen/Kinderpflegern, handwerklichen Erziehungsdiensten, Erzieherinnen/Erzieher mit staatlicher Anerkennung, Beschäftigte in der Tätigkeit von Sozialarbeiterinnen/Sozialarbeitern bzw. Sozialpädagoginnen/Sozialpädagogen mit staatlicher Anerkennung sowie Leiterinnen/Leiter von Kindertagesstätten. Voraussetzung ist, dass der TVöD-SuE angewendet wird, ist die Zugehörigkeit des Arbeitgebers zur VKA (Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände).

TVöD SuE 2020: Fakten zur Arbeitsrealität in Kitas

  • 92 Prozent aller pädagogischen Fachkräfte in Kitas fühlen sich beruflich wohl
  • Insgesamt „sehr wohl“ fühlen sich 80 Prozent aller pädagogischen Fachkräfte, von den weiblichen Fachkräften 81 Prozent, von den männlichen 75 Prozent
  • Nach der Ausbildung sind 79 Prozent der unter 35-jährigen Frauen in Vollzeit erwerbstätig – von jenen mit Kindern nur noch 21 Prozent.
  • Bei Männern hingegen steigt der Anteil der Vollzeiterwerbstätigen von 80 Prozent in der Phase ohne Kinder auf 82 Prozent mit Kindern.
  • Im Jahr 2017 sind 78 Prozent der Eltern der Überzeugung, dass Kinder sowohl von männlichen als auch von weiblichen Fachkräften betreut werden sollten.
  • Der Anteil von Männern als pädagogische Fachkräfte in Krippen betrug 2017 3 Prozent, in Kindergärten 5 Prozent.
  • Für Kindergärten fordern 57 Prozent der Eltern und für Kinderkrippen 52 Prozent der Eltern, dass es dort jeweils (viel) mehr Männer als pädagogische Fachkräfte als heute geben sollte.
  • Für weibliche Fachkräfte in Kitas ist ein unbefristeter Arbeitsvertrag die Normalität (91 Prozent), nicht aber für männliche Fachkräfte, von denen nur 77 Prozent einen unbefristeten und 23 Prozent einen befristeten Arbeitsvertrag haben. Hier gibt es eine systematische Ungleichbehandlung von Frauen und Männern.

ErzieherInnen: Fachkräftemangel zeichnet sich ab

Berlin muss in den kommenden gut zehn Jahren bis zu 35.000 Lehrkräfte und 20.000 ErzieherInnen ausbilden und einstellen, da die Bevölkerung in Berlin voraussichtlich auf 4,1 Millionen im Jahr 2030 steigt. Entsprechend steigt die Zahl der Kinder im Kita-, Schul- und Hochschulalter um 300.000 auf insgesamt 1,1 Millionen. Dies geht einher mit einem stark wachsenden Bedarf an ErzieherInnen und Lehrkräften. Da jedoch die Schulverwaltung bereits bei deutlich geringeren Kinder- und Schülerzahlen von einem beträchtlichen Mangel an ErzieherInnen und Lehrkräften ausgeht, bedeutet das, dass sich der Mangel noch einmal dramatisch verschärft. Das sind die Kernergebnisse einer Prognose des FiBS Forschungsinstitut für Bildungs- und Sozialökonomie zur Entwicklung der Bevölkerung und der Bildungsbeteiligung in Berlin bis zum Jahr 2030.

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