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TVöD SuE 2021 & 2022: So viel verdienen Erzieherinnen, Kindergärtner und Sozialpädagogen

Erzieher im öffentlichen Dienst TVöD SuE
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Viele Erzieherinnen, Kindergärtnerinnen, Kinderpfleger, Sozialpädagogen arbeiten in öffentlichen Einrichtungen – dort gilt der TVöD für Sozial- und Erziehungsdienste (SuE). 2021 steigen die Entgelte dort um durchschnittlich 1,06 Prozent. Hier gibt es die TVöD SuE-Entgelttabellen für 2021 und 2022.

Rund drei Viertel aller Erzieherinnen, Kindergärtnerinnen Sozialpädagogen und anderer Berufe im Bereich der Sozial- und Erziehungsdienste (SuE) arbeiten im öffentlichen Dienst. Dort gilt der TVÖD – der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst. Dieser regelt unter anderem die Bezahlung für Erzieherinnen, Sozialpädagogen und Co.

TVöD SuE 2021 & 2022: Gehaltssteigerung laut Tarifergebnis

Verhandelt wird der TVöD und damit auch der SuE von Gewerkschaften und den kommunalen Arbeitgeberverbänden (VKA) – zuletzt wurde 2020 verhandelt. Das Tarifergebnis sieht für das Jahr 2021 und 2022 eine Anpassung der SuE-Gehälter vor.

TVöD SuE-Entgelttabelle 2021

SuE-Entgelttabelle für Sozial- und Erziehungsdienst 2021

Gültig vom 01.04.2021 – 31.03.2022 Achtung: Prognose

Euro 1 2 3 4 5 6
S 18 3954,60 4060,36 4584,31 4977,24 5566,65 5926,84
S 17 3630,87 3896,65 4322,33 4584,31 5108,21 5416,02
S 16 3552,52 3811,52 4099,67 4453,31 4846,25 5082,02
S 15 3420,09 3667,41 3929,41 4230,66 4715,28 4924,83
S 14 3385,53 3629,81 3920,94 4217,08 4544,56 4773,76
S 13 3301,68 3539,70 3863,91 4125,84 4453,31 4617,03
S 12 3292,48 3529,83 3840,48 4115,53 4456,09 4600,17
S 11b 3246,36 3480,33 3644,72 4063,86 4391,31 4587,78
S 11a 3184,84 3414,31 3577,32 3994,89 4322,33 4518,80
S 10 2967,88 3269,39 3420,15 3870,62 4238,00 4539,76
S 9 2942,66 3154,40 3401,85 3763,74 4105,91 4368,23
S 8b 2942,66 3154,40 3401,85 3763,74 4105,91 4368,23
S 8a 2879,77 3086,91 3300,62 3503,09 3701,02 3909,16
S 7 2805,05 3006,72 3207,39 3408,02 3558,53 3785,32
S 4 2682,35 2875,04 3050,62 3169,76 3282,63 3458,47
S 3 2526,93 2708,24 2876,92 3031,80 3102,66 3187,31
S 2 2335,34 2446,40 2528,56 2617,76 2718,07 2818,42

Alle Angaben ohne Gewähr

Archiv: Alle Entgelttabellen TVöD-SuE

Da der TVöD eine relativ lange Laufzeit hat, können Sie hier auch schon nachschauen, wie sich das Gehalt für den TVöD SuE in vergangenen Jahren entwickelt hat. Zu den Entgelttabellen und Brutto-Netto-Rechner…

TVöD SuE 2021: Berufe im Sozial- und Erziehungsdienst

Der TVöD Sozial- und Erziehungsdienst (TVöD-SuE) gilt unter anderem für Beschäftigte in der Tätigkeit von Kinderpflegerinnen/Kinderpflegern, handwerklichen Erziehungsdiensten, Erzieherinnen/Erzieher mit staatlicher Anerkennung, Beschäftigte in der Tätigkeit von Sozialarbeiterinnen/Sozialarbeitern bzw. Sozialpädagoginnen/Sozialpädagogen mit staatlicher Anerkennung sowie Leiterinnen/Leiter von Kindertagesstätten.

TVöD SuE 2021: Fakten zur Arbeitsrealität in Kitas

Eine Analyse der Hans-Böckler-Stiftung zeigt, wie das Gehalt unter den ErzieherInnen ist. Wichtig: Hier wird nicht zwischen Beschäftigten im öffentlichen Dienst oder bei privaten Trägern unterschieden. Demnach beträgt das durchschnittliche Monatseinkommen einer/eines Erziehers oder Erzieherin 2110 Euro, bei mehr als zwanzig Jahren steigt es auf rund 2800 Euro. Dies bedeutet einen Einkommenszuwachs von 690 Euro.

In der Analyse waren 79 Prozent der ErzieherInnen Frauen. 45 Prozent der Frauen, aber nur 24 Prozent der Männer arbeiten auf Teilzeitstellen. Die durchschnittliche vertragliche Arbeitszeit der Erzieherinnen und Erzieher liegt bei 34,1 Stunden in der Woche. Die Befragten geben jedoch an, tatsächlich mehr zu arbeiten als vertraglich vereinbart: Der Durchschnitt der tatsächlichen Wochenarbeitszeit liegt bei 36,5 Stunden. Zusätzliche Arbeit führt natürlich dazu, dass das vereinbarte Gehalt niedriger ist.

Fakten und Zahlen zum Erzieherberuf

Die folgenden Angaben beziehen sich auf ErzieherInnen sowohl in öffentlichen als auch privaten Einrichtungen.

  • 92 Prozent aller pädagogischen Fachkräfte in Kitas fühlen sich beruflich wohl
  • Insgesamt „sehr wohl“ fühlen sich 80 Prozent aller pädagogischen Fachkräfte, von den weiblichen Fachkräften 81 Prozent, von den männlichen 75 Prozent
  • Nach der Ausbildung sind 79 Prozent der unter 35-jährigen Frauen in Vollzeit erwerbstätig – von jenen mit Kindern nur noch 21 Prozent.
  • Bei Männern hingegen steigt der Anteil der Vollzeiterwerbstätigen von 80 Prozent in der Phase ohne Kinder auf 82 Prozent mit Kindern.
  • Im Jahr 2017 sind 78 Prozent der Eltern der Überzeugung, dass Kinder sowohl von männlichen als auch von weiblichen Fachkräften betreut werden sollten.
  • Der Anteil von Männern als pädagogische Fachkräfte in Krippen betrug 2017 3 Prozent, in Kindergärten 5 Prozent.
  • Für Kindergärten fordern 57 Prozent der Eltern und für Kinderkrippen 52 Prozent der Eltern, dass es dort jeweils (viel) mehr Männer als pädagogische Fachkräfte als heute geben sollte.
  • Für weibliche Fachkräfte in Kitas ist ein unbefristeter Arbeitsvertrag die Normalität (91 Prozent), nicht aber für männliche Fachkräfte, von denen nur 77 Prozent einen unbefristeten und 23 Prozent einen befristeten Arbeitsvertrag haben. Hier gibt es eine systematische Ungleichbehandlung von Frauen und Männern.

Sozial und Erziehungsdienst: Fachkräftemangel zeichnet sich ab

Berlin muss in den kommenden gut zehn Jahren bis zu 35.000 Lehrkräfte und 20.000 ErzieherInnen ausbilden und einstellen, da die Bevölkerung in Berlin voraussichtlich auf 4,1 Millionen im Jahr 2030 steigt. Entsprechend steigt die Zahl der Kinder im Kita-, Schul- und Hochschulalter um 300.000 auf insgesamt 1,1 Millionen. Dies geht einher mit einem stark wachsenden Bedarf an ErzieherInnen und Lehrkräften. Da jedoch die Schulverwaltung bereits bei deutlich geringeren Kinder- und Schülerzahlen von einem beträchtlichen Mangel an ErzieherInnen und Lehrkräften ausgeht, bedeutet das, dass sich der Mangel noch einmal dramatisch verschärft. Das sind die Kernergebnisse einer Prognose des FiBS Forschungsinstitut für Bildungs- und Sozialökonomie zur Entwicklung der Bevölkerung und der Bildungsbeteiligung in Berlin bis zum Jahr 2030.

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