Brandenburg Digitalisierung E-Government

Brandenburg: TH Wildau bietet Studiengang Verwaltungsinformatik an

Die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung setzt gut ausgebildete Fachkräfte voraus. Aus diesem Grund bietet die Technische Hochschule Wildau einen neuen Studiengang Verwaltungsinformatik an. Interessierte können sich für das nächste Wintersemester bis zum 28. Februar 2018 bewerben.

Ab dem Wintersemester 2018/2019 startet an der Technischen Hochschule Wildau der neue Bachelorstudiengang „Verwaltungsinformatik“. Bewerbungen sind ab sofort online möglich. Darüber informierten Staatssekretärin Katrin Lange, die Präsidentin der TH Wildau, Prof. Dr. Ulrike Tippe und der Geschäftsführer des Brandenburgischen IT-Dienstleisters (ZIT-BB), Josef Nußbaum. Zum 1. September 2018 stellt das Land erstmalig 20 Anwärterinnen und Anwärter für den gehobenen technischen Verwaltungsinformatikdienst ein. Für den Bachelorstudiengang sind Bewerbungen ab dem 10. Januar bis zum 28. Februar 2018 ausschließlich online möglich. 

Verwaltungsinformatiker: Schnittstelle von Verwaltung und Informatik

Die zukünftigen Verwaltungsinformatikerinnen und -informatiker sollen die Schnittstelle zwischen Verwaltung und Informatik sein. Das Studium wird laut TH Wildau eine Kombination aus informationstechnischen Inhalten und einer beamtenrechtlichen Laufbahnausbildung mit einem Verhältnis von 2/3 Informatik und 1/3 Verwaltung sein. Die Einführung des Studiengangs ist dabei nur ein Teil der Strategie zur Nachwuchsgewinnung im Land Brandenburg. So wurde bereits im Jahr 2016 erfolgreich der Studiengang für den gehobenen allgemeinen Verwaltungsdienst „Öffentliche Verwaltung Brandenburg“ an der TH Wildau aufgelegt. Außerdem ist die Wiederaufnahme der Laufbahnausbildung für den mittleren allgemeinen Verwaltungsdienst ab dem Herbst 2019 geplant. 

Perspektive im Öffentlichen Dienst Brandenburgs

Die Studierenden des Landes werden zu Beamtinnen und Beamten auf Widerruf ernannt und erwerben sowohl den akademischen Grad „Bachelor of Science“ als auch die Laufbahnbefähigung für den gehobenen technischen Verwaltungsinformatikdienst in der Landesverwaltung, teilte die Initiatoren mit. Die Dauer des Studiums beträgt 3,5 Jahre, wovon mindestens ein Jahr in Form von berufsspezifischen Praktika in unterschiedlichen IT-Fachbereichen zu absolvieren ist. Mit einem umfassenden, qualitativ hochwertigen Studiengang soll jungen Menschen der Region ein attraktives Angebot für eine berufliche Perspektive im Öffentlichen Dienst Brandenburgs mit „einer hohen Verwendungsbreite und attraktiven Aufstiegsmöglichkeiten unterbreitet werden“.

20 AnwärterInnen für Verwaltungsinformatikdienst

Staatssekretärin Katrin Lange: „Das Land bildet endlich wieder aus. Nach fast 20 Jahren Stillstand bei der landeseigenen Ausbildung schlägt die Landesregierung jetzt ein neues Kapitel bei der Nachwuchsgewinnung auf.“ „Wir leisten damit einen Beitrag, um dem drohenden Fachkräftemangel in Brandenburg zu begegnen. Ich freue mich, dass es sich bei dem Studiengang „Verwaltungsinformatik“ um eine gemeinsame Ausbildung von Land und Kommunen handelt und wir bei der Nachwuchsgewinnung an einem Strang ziehen“, sagte Lange.

Digitalisierung und Modernisierung der Verwaltung

Prof. Dr. Ulrike Tippe: „Als Präsidentin der TH Wildau freue ich mich, die Digitalisierung und die Modernisierung der Verwaltung zu unterstützen. Wir bieten eine qualifizierte Ausbildung an und bilden die Studierenden zu guten Fachkräften aus. Für den Studiengang mit voraussichtlich 35 Studienplätzen von Land und Kommunen sind drei Professuren vorgesehen. Wir suchen junge Menschen, die sich von den Bereichen Digitalisierung und Modernisierung der Verwaltung angesprochen und herausgefordert fühlen. Dabei würde ich es besonders begrüßen, wenn sich auch junge Frauen von uns zu Verwaltungsinformatikerinnen ausbilden lassen würden.“

Infos zum Studium an der FH Wildau gibt es hier…