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Bundesländer Deutschland: Wissenswertes, Zahlen & Fakten

Köln

Die Bundesrepublik Deutschland besteht seit der Wiedervereinigung 1990 aus 16 Bundesländern. In der juristischen und gesetzlichen Fachsprache werden diese als Länder bezeichnet. Zusammen bilden die Bundesländer einen souveränen Bundesstaat. Besonderheiten, Interessantes und Informatives zu den Ländern, ihren Städten, der Regierung und der Wirtschaft.

Alle Bundesländer von Deutschland

Während der Trennung von Westdeutschland und Ostdeutschland gab es im Westen elf Bundesländer, die DDR war in Bezirke unterteilt. Seit der Wiedervereinigung im Jahr 1990 hat Deutschland heute 16 Bundesländer. Die fünf neuen Bundesländer sind Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Brandenburg und Thüringen.
Bezeichnungen wie „Freie Hansestadt“ für Bremen und „Hansestadt“ für Hamburg oder „Freistaat“ bei Bayern, Sachsen oder Thüringen haben lediglich einen historischen Hintergrund und keine rechtliche Bedeutung.

Mit dem Beitritt der ehemaligen DDR wurde das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland um 43 Prozent größer: von 249.000 Quadratkilometer auf 357.000 Quadratkilometer. Die Bevölkerung wuchs von den damaligen 62 Millionen um 26 Prozent auf 78,2 Millionen Deutsche. In der Bundesrepublik Deutschland und ihren 16 Ländern leben heute 83,2 Millionen Menschen.

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Wie heißen die 16 Bundesländer in Deutschland?

  • Baden-Württemberg
  • Bayern
  • Berlin
  • Brandenburg
  • Bremen
  • Hamburg
  • Hessen
  • Mecklenburg-Vorpommern
  • Niedersachsen
  • Nordrhein-Westfalen
  • Rheinland-Pfalz
  • Saarland
  • Sachsen-Anhalt
  • Sachsen
  • Schleswig-Holstein
  • Thüringen

Jobs im öffentlichen Dienst der Bundesländer in Deutschland

Bundesländer Deutschland: Zahlen und Fakten

Bundesland Baden-Württemberg

Baden-Württemberg ist flächenmäßig das drittgrößte Bundesland Deutschlands und hat in Sachen Export die Nase vorne. Als eine der führenden Wirtschaftsregionen nicht nur Deutschlands, sondern ganz Europas, hat das Ländle mit seinen weltoffenen und heimatverbundenen Bewohnern den Schlüssel zum Erfolg gefunden.

Mit der Industrialisierung in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nahm der Strukturwandel von der Agrar- zur Industriegesellschaft Fahrt auf. Damit war Baden-Württemberg zwar im Vergleich eher ein Spätzünder, freut sich heute aber über nachhaltige Erfolge.

Internationale Industrieriesen wie Daimler, Bosch und IBM fanden hier ihren Stützpunkt in Deutschland und trugen dazu bei, dass das Land zu den Regionen mit der höchsten europäischen Wirtschaftskraft gehört. Etwa 30 Prozent der Industrieumsätze kommen aus der Branche des Fahrzeugbaus. Danach stehen Maschinen- und Anlagenbau mit 21 Prozent und Metall- und Elektroindustrie mit jeweils 10 und 11 Prozent. Auch die Pharmaindustrie, sowie die chemische und die optische Industrie, spielen eine wichtige Rolle im Land.

Doch nicht allein den Großkonzernen ist der Wohlstand zu verdanken. Baden-Württemberg hat einen starken Mittelstand und verschiedene kleine und mittelständische Gewerbe sind eng miteinander verknüpft. 99 Prozent der Betriebe haben weniger als 250 Beschäftigte. Dazu zählen sowohl die Dienstleistungsbranche als auch die wissensintensiven Serviceleistungen. Nicht umsonst wird Baden-Württemberg auch das Land der Tüftler genannt. So steht das Bundesland im Europavergleich auf dem zweiten Platz bei den Patentanmeldungen.  Die Spitzenforschung ist mit Instituten wie der Max-Planck-Gesellschaft, dem Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt Stuttgart vertreten. Außerdem können sich die Baden-Württemberger mit dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg und dem Institut der Fraunhofer Gesellschaft schmücken. 5,9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts fließen im Ländle in die Forschung.

Qualifizierte Arbeitskräfte müssen sich in Baden-Württemberg keine Sorgen um die Zukunft machen. Zusammen mit Bayern ringt das Bundesland um den ersten Platz, was die niedrigste Arbeitslosenquote Deutschlands angeht.

Ministerpräsident von Baden-Württemberg ist der Grüne Winfried Kretschmann. Der 1948 geborene wurde im Mai 2021 bereits zum dritten Mal als Regierungschef wiedergewählt.

Der wirtschaftliche Erfolg des Bundeslandes ist unter anderem den Innovationen und dem ständigen Blick auf nachhaltige und umweltfreundliche Entwicklung zu verdanken.

Die hohe Lebensqualität und die meisten Sonnenstunden Deutschlands machen Baden-Württemberg auch zu einem beliebten Urlaubsziel. Besucher aus Nah und Fern kommen gerne wegen der alten Kulturstädte wie beispielsweise Heidelberg. Auch die Schwäbische Alb und der Schwarzwald ziehen viele begeisterte Touristen an. In manchen Jahren verzeichnet Baden-Württemberg mehr Besucher und Urlauber als in diesem Bundesland Einwohner gezählt werden.

Land Hauptstadt Größte Stadt MP Koalition Fläche (km²) Einwohner (Mio)
Baden-Württemberg (BW) Stuttgart Stuttgart Winfried Kretschmann (Grüne) Grüne und CDU 35.748 11,103

Quelle: Wikipedia

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Bundesland Freistaat Bayern

Bayern ist das flächengrößte Bundesland Deutschlands und mit über 13 Millionen Einwohnern auch das am zweitstärksten bevölkerte. In diesem Jahrzehnt wächst Bayern wirtschaftlich so stark wie sonst kein anderes Land – sogar mehr als Berlin und Baden-Württemberg. Dass es dem Bundesland so gut geht, hat gleich mehrere Gründe. Traditionsreiche Weltkonzerne, globale Player der IKT-Industrie und viele mittelständische Unternehmen sind hier angesiedelt. Und auch die Start-up-Szene ist immer stärker im Kommen. Internationale Labs und zahlreiche renommierte Hochschulen bringen das notwendige Know-how mit einer anerkannten Wissenschafts- und Forschungslandschaft, sowie verschiedenen (Elite-) Universitäten. Auch der gute Zugang zu Netzwerken, Kapital und Plattformen fördert die positive Tendenz. Über 30 Prozent der Patente in Deutschland werden allein in Bayern angemeldet und im Jahr 2021 wurden hier 4,4 Milliarden Euro in Start-ups investiert.

Gleich acht der 30 DAX-Konzerne haben ihre Basis im Freistaat. Dazu zählen Siemens, Adidas und BMW. Globale Größen wie Microsoft, Intel oder Google wählten für ihren Sitz in Deutschland und ihre Labore Bayern.

Die fünf größten Arbeitgeber in Bayern sind:

  • BMW AG – 75.000 Mitarbeiter
  • Audi AG – 44.000 Mitarbeiter
  • Siemens AG – 40.000 Mitarbeiter
  • TRATON SE – 21.000 Mitarbeiter

Seit März 2018 ist Markus Söder von der CSU der Ministerpräsident des Freistaates Bayern. Er ist der Nachfolger des Parteigenossen Horst Seehofer. Auch mit dieser Wahl zeigen die Bayern, dass sie Traditionen und Werte ganz besonders hochhalten.

Bayern hat, was den Tourismus betrifft, ebenfalls deutschlandweit eine Vorreiterposition. Eine vielfältige Landschaft und zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie Neuschwanstein, Herrenchiemsee oder Schloss Linderhof begeistern jedes Jahr Tausende Besucher. München ist durch das jährliche Oktoberfest weltweit bekannt und die Skigebiete ziehen zahlreiche Wintersportler an. Über 44.000 gastgewerbliche Betriebe mit mehr als 500.000 Beschäftigten freuen sich über Gäste aus der ganzen Welt. Der Jahresumsatz der bayerischen Tourismusbranche betrug im Jahr 2018 20,3 Milliarden Euro.

Land Hauptstadt Größte Stadt MP Koalition Fläche (km²) Einwohner (Mio)
Bayern (BY) München München Markus Söder (CSU) CSU und Freie Wähler 70,542 13.140

Quelle: Wikipedia

Bundesland Berlin

Mit 4123 Bewohnern pro Quadratkilometer hat Berlin die dritthöchste Bevölkerungsdichte der Städte in der Bundesrepublik Deutschland. Der Stadtstaat mit seinen zwölf Bezirken ist die flächengrößte Gemeinde Deutschlands, die Hauptstadt der Bundesrepublik, Sitz von Parlament und Regierung und ein eigenes Bundesland. Regiert wird Berlin seit Dezember 2021 von der Bürgermeisterin Franziska Giffey von der SPD. Als regierende Bürgermeisterin Berlins entspricht sie auch der Ministerpräsidentin für das Bundesland. Seit 2001 gewinnt die SPD alle Kommunalwahlen. Bei den drei Wahlen zuvor, zwischen 1990 und 1999, gewann davor stets die CSU.

Berlin ist weltoffen, aktiv und kreativ. Bis zum Jahr 1990 wurde die Stadt durch eine Mauer zweigeteilt. Stacheldraht und der Todesstreifen trennten Berlin und ganz Deutschland in Ost und West. Der Mauerfall war nicht nur ein historischer Moment, sondern brachte auch einen tiefgreifenden Strukturwandel für die Stadt Berlin mit sich. Von der Produktion verlagerte sich der wirtschaftliche Schwerpunkt auf den Dienstleistungssektor und hin zur wissensintensiven Produktion und dem Einsatz von Hochtechnologien. Berlin kann sich mit einem Bruttoinlandsprodukt von 163 Milliarden Euro im Jahr 2021 rühmen und ist damit die größte Stadtökonomie im deutschsprachigen Raum – drittgrößte innerhalb der Europäischen Union.

Gerade für Start-ups ist Berlin, neben London, der begehrteste Standort Europas. Und was das Risikokapital angeht, das in die Stadt fließt, ist Berlin schon heute führend. Berlin ist eine Stadt der Kreativität, der Innovation und des Unternehmergeists. Hochschulen und gute Infrastrukturen liefern das notwendige Potenzial zum Erfolg in der Stadt und ziehen auch große Unternehmen an. Nicht zufällig ist die Deutsche Bahn mit 23.246 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber im Bundesland, gefolgt von der Charité mit 19.640 Mitarbeitern und dem Vivantes-Netzwerk für Gesundheit mit 17.876 Mitarbeitern.

Ein weiterer wichtiger Wirtschaftszweig ist der Tourismus: 2019 erlebte Berlin mit 14 Millionen Gästen einen Besucherrekord. 188.000 Menschen in Berlin arbeiten in der Tourismuswirtschaft. Das entspricht 9,1 Prozent der Erwerbstätigen.

Land Hauptstadt Größte Stadt Bürgermeisterin Koalotion Fläche (km²) Einwohner (Mio)
Berlin (BE) Franziska Giffey (SPD) SPD, Linke und Grüne 891,8 3,664

Quelle: Wikipedia

Bundesland Brandenburg

Aus dem ehemaligen Ostdeutschland stieß das Bundesland Brandenburg 1990 zu den Ländern der Bundesrepublik. Brandenburg grenzt an Polen, während die Landeshauptstadt von Brandenburg, Potsdam, direkt an Berlin lehnt. Das Bundesland Brandenburg ist mit gut 2,5 Millionen Einwohnern eher gering besiedelt, auf jedem Quadratkilometer leben durchschnittlich 85 Einwohner. Nur Mecklenburg-Vorpommern ist noch weniger dicht bewohnt. Berlin und Brandenburg bilden zusammen die deutsche Hauptstadtregion und werden auch international generell als eine gemeinsame Region wahrgenommen.

Brandenburg wird von dem der SPD angehörenden Ministerpräsidenten Dietmar Woidke regiert. Erstmals im August 2013 gewählt, ist er der dritte Ministerpräsident von Brandenburg seit der Wiedervereinigung 1990.

Europäische Struktur- und Investitionsfonds (ESI-Fonds) stellen dem Land Brandenburg Mittel zur Verfügung, die die Arbeits-, Wirtschafts- und Sozialpolitik des Landes unterstützen sollen. Zu diesen sogenannten ESI-Fonds gehören der Europäische Sozialfond und der Europäische Fond für regionale Entwicklung.

Die wichtigsten Arbeitgebern in Brandenburg sind unter anderem Lausitz Energie Bergbau AG (LEAG) mit 7.400 Mitarbeitern, Höffner Möbelgesellschaft GmbH & Co. KG. mit mehr als 7.000 Mitarbeitern und AOK Nordost, wo ungefähr 5400 Menschen beschäftigt sind. Ganz neu in Potsdam ist die Gigafactory des Autoherstellers Tesla in Grünheide. Schon heute ist der Tesla-Nachwuchs von 120 Azubis beachtlich und macht die Fabrik für Elektroautos zum größten Ausbildungsbetrieb Brandenburgs. Nach Abschluss der ersten Phase wird die Gigafactory 12.000 Menschen beschäftigen und springt damit auf einen Schlag auf Platz eins der wichtigsten Arbeitgeber in Brandenburg.

Aber nicht nur die Produktion ist in Brandenburg ein aktuelles Thema. Potsdam ist bei vielen Menschen als Stadt der Gärten und Schlösser bekannt. Das bekannteste der etwa 350 Herrenhäuser und Prachtbauten in Potsdam ist Schloss Sanssouci. Auch der Spreewald ist ein beliebtes Reiseziel. Spree und Havel ziehen sich durch die Hügel des Bundeslandes und die Flusslaufverzweigungen der Spree bieten ein einzigartiges Erholungsgebiet, das selbst bei ausländischen Urlaubern beliebt ist. Die Tourismusbranche beschäftigt in Brandenburg etwa 100.000 Erwerbstätige und macht einen jährlichen Bruttoumsatz von 6,1 Milliarden Euro.

Land Hauptstadt Größte Stadt MP Koalition Fläche (km²) Einwohner (Mio)
Brandenburg (BB) Potsdam Potsdam Dietmar Woidke (SPD) SPD, CDU und Grüne 29,654 2,531

Quelle: Wikipedia

Bundesland Bremen

Bremen ist das kleinste der 16 Bundesländer und zählt rund 0,7 Millionen Einwohner. Genau genommen besteht das Land Bremen aus der Hauptstadt Bremen und der Stadt Bremerhaven, beide liegen an der Weser. Seine Größe umfasst 419 km². Bremen ist vom Land Niedersachsen umgeben. Die Freie Hansestadt Bremen ist ein Stadtstaat, zusammen mit Bremerhaven wird das Bundesland auch als Zwei-Städte-Staat Bremen bezeichnet. Bremen und Bremerhaven sind Hafenstädte, deren wirtschaftliche Ausrichtung seit jeher auf die Schifffahrt geprägt ist. Wirtschaftspolitisch findet jedoch seit den 1970ern eine Umstrukturierung statt. Mit dem Niedergang der Werfindustrie (AG Weser und Bremer Vulkan) und der zunehmenden wirtschaftlichen Bedeutungslosigkeit der stadtbremischen Häfen auf internationaler Ebene wurde diese notwendig. Neue Möglichkeiten als Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort mit den Schwerpunkten Luft- und Raumfahrttechnik, sowie Logistik, taten sich auf.

Das Mercedes-Benz Werk ist der größte private Arbeitgeber im Bundesland Bremen. Hier werden bis zu 400.000 Fahrzeuge pro Jahr hergestellt und etwa 12.500 Menschen arbeiten dafür, dass der Stern auf die Motorhaube kommt. Mit 59.000 Mitarbeitern beschäftigt die Freie Hansestadt Bremen aber selbst die meisten Menschen im Bundesland.

Der 1965 in Hildesheim geborene Andreas Bovenschulte wurde 2019 zum Bürgermeister von Bremen gewählt und ist Präsident des Senats der Freien Hansestadt Bremen, Senator für Kultur und Senator für Angelegenheiten der Religionsgemeinschaften. Er regiert vom Rathaus auf dem Marktplatz zu Bremen, das seit 2004 UNESCO-Welterbe ist. Bremen besteht schon seit mehr als 1.200 Jahren, die Altstadt besitzt ein einzigartiges Flair. Die Geschichte der Bremer Stadtmusikanten, deren Statue aus Bronze sich an der westlichen Seite des Rathauses befindet, kennt jedermann.

Land Hauptstadt Größte Stadt Bürgermeister Koalition Fläche (km²) Einwohner (Mio)
Bremen (HB) Bremen Bremen Andreas Bovenschulte (SPD) SPD, Grüne und Linke 420 0,68

Quelle: Wikipedia

 News für Familien & Eltern

Bundesland Freie und Hansestadt Hamburg

Eine Millionenmetropole an der Elbe und gleichzeitig ein Bundesland ist Freie und Hansestadt Hamburg. Hamburg ist die zweitgrößte Stadt Deutschlands nach Berlin und der wichtigste Außenhandels-Platz. Die großen Containerschiffe der ganzen Welt kommen durch das „Tor zur Welt“ in den Hamburger Hafen. In Hamburg leben rund 1,8 Millionen Einwohner auf einem Gebiet von 755 km², das ergibt 2452 Menschen pro Quadratkilometer. Die insgesamt 104 Stadtteile sind zu den Stadtbezirken Hamburg-Mitte, Altona, Eimsbüttel, Hamburg-Nord, Wandsbeck, Bergedorf und Harburg zusammengefasst. Auch die drei kleinen Nordseeinseln Neuwerk, Scharhörn und Nigehörn gehören zu Hamburg.

Im Bundesland wohnen 2,2 Prozent aller in Deutschland lebenden Menschen. Mit 3,6 Prozent ist das Bruttoinlandsprodukt des Bundeslandes also verhältnismäßig hoch. Die meisten Erwerbstätigen, mit über 80 Prozent im Jahr 2017, sind in den Branchen „Handel, Verkehr und Lagerei“, „Gastgewerbe, Information und Kommunikation“ sowie „Sonstige Dienstleistungen“ beschäftigt. Die größten Arbeitgeber sind EDEKA, mit beeindruckenden 80.623 Mitarbeitern, die Freie und Hansestadt Hamburg selbst, mit etwa 75.000 Mitarbeitern und OTTO, mit 51.668 Beschäftigten. Auch Asklepios Kliniken und Airbus beschäftigen jeweils über 15.000 Mitarbeitende. Hamburg ist außerdem der drittgrößte Standort des zivilen Flugzeugbaus. Industrielle Größen sind aus Hamburg einfach nicht wegzudenken, die Grundstoffindustrie ballt sich hier konzentriert zusammen.

Hamburg konnte aber, auch was den Tourismus betrifft, zwischen 2010 und 2017 ein deutliches Wachstum von +182 Prozent verzeichnen und ist damit, zusammen mit Berlin, anderen deutschen Großstädten überlegen. Kein, Wunder, bei dem Angebot! In der Hansestadt Hamburg befindet sich die modernste Konzerthalle Deutschlands, die Elbphilharmonie. Weitere Sehenswürdigkeiten sind das Rathaus, der Hamburger Hafen, die Alster, der Fischmarkt, der Jungfernstieg, St. Pauli, die Speicherstadt, die Hamburger Börse, die Trost-Brücke, das Chilehaus, die Krameramtsstuben, der alte Elbe-Tunnel, das Tropenhaus und der Tierpark Hagenbeck.

Die Regierungsparteien haben sich im Laufe der Jahrzehnte in Hamburg immer wieder abgewechselt. Seit Februar 2020 regiert Peter Tschentscher von der SPD.

Land Hauptstadt Größte Stadt Bürgermeister Koalition Fläche (km²) Einwohner (Mio)
Hamburg (HH) Peter Tschentscher (SPD) SPD und Grüne 755 1,852

Quelle: Wikipedia

Bundesland Hessen

Vom Odenwald im Süden bis zum Sauerland im Norden reicht das Bundesland Hessen. Es zieht sich von der ungefähren Mitte der Bundesrepublik nach Süden und Südosten. Wiesbaden ist die Hauptstadt, während die Stadt Frankfurt am Main die bevölkerungsreichste Stadt in Hessen darstellt. Was die generelle Bevölkerungszahl angeht, ist Hessen das fünftgrößte der 16 Länder. Der Flughafen Frankfurt ist nach Flugbewegung, Passagieraufkommen und Frachtaufkommen der bedeutendste Deutschlands und wird als Drehscheibe der Welt angesehen. Er ist auch der viertgrößte Flughafen Europas und gehört zu den 14 größten Flughäfen weltweit. Die Deutsche Lufthansa ist, wenig überraschen, dementsprechend der wichtigste private Arbeitgeber im Bundesland Hessen. 37.400 Menschen sind bei ihr beschäftigt. Mit etwas Abstand folgen die Rewe Group, mit 29.000 Mitarbeitern und die Deutsche Bahn AG, mit 25.000 Mitarbeitern. Sonst ist es das Land Hessen, das mit rund 150.000 Mitarbeitern den meisten Menschen im Bundesland Arbeit gibt.

An den Zahlen ist auch abzulesen, wie wichtig die zentrale Lage von Hessen als Transitland für die Wirtschaft des Landes ist. Frankfurt am Main ist ein strategischer Knotenpunkt – nicht nur für den Luftverkehr, sondern auch für Straßen- und Schienenverkehr. Die Streckenauslastung im Schienenverkehr ist teilweise in der Region so groß, dass keine weitere Steigerung mehr möglich ist.

Die Arbeitslosenquote in Hessen liegt bei 4,9 Prozent (Stand Juli 2022). Die meisten Beschäftigten sind im Dienstleistungsbereich tätig, gefolgt von produzierendem Gewerbe und zuletzt, mit nur 0,4 Prozent, in Land-, Forstwirtschaft und Fischerei. Hessen stellt den größten Anteil an Waldfläche in Deutschland.

Die Hessische Verfassung stammt aus dem Jahr 1946 und ist damit die älteste noch geltende Verfassung des deutschen Landes. Eine Kuriosität: bis zum Jahr 2018 gab es in Hessen offiziell noch die Todesstrafe. Sie wurde jedoch nicht angewendet, da sie gegen das Bundesgesetz verstieß.

Seit Mai 2022 ist Boris Rhein von der CDU Ministerpräsident von Hessen. Der gebürtige Frankfurter ist Rechtsanwalt und schon seit seiner Jugend für die CDU aktiv. Damit teilt er übrigens die Herkunft mit Johann Wolfgang von Goethe, der ebenfalls in Frankfurt geboren wurde.

Land Hauptstadt Größte Stadt MP Koalition Fläche (km²) Einwohner (Mio)
Hessen (HE) Wiesbaden Frankfurt am Main Boris Rhein (CDU) CDU und Grüne 21.116 6,293

Quelle: Wikipedia

Bundesland Mecklenburg-Vorpommern

Ein Bundesland mit über 350 Kilometern Ostseeküste, Wäldern und Ackerland ist Mecklenburg-Vorpommern und Schwerin ist seine Hauptstadt. Mit einer Größe von rund 23.200 km² und 1,6 Millionen Einwohnern ist dieses Land das am wenigsten besiedelte Bundesland Deutschlands. Bis 1990 gab es Mecklenburg-Vorpommern nicht. Das Territorium bestand vor der Wiedervereinigung aus drei DDR-Bezirken: Rostock, Schwerin und Neubrandenburg.

Der wichtigste Wirtschaftszweig ist der Tourismus und das ist nicht weiter verwunderlich: In Mecklenburg-Vorpommern befinden sich auch drei der 16 Nationalparks Deutschlands, 32 Prozent seiner Fläche bestehen aus Wald. Für Urlauber ist Mecklenburg-Vorpommern durch das maritime Flair und die wunderschöne Landschaft ein beliebtes Ziel. Dieses Bundesland bietet nicht nur das Meer mit unzähligen Kurorten, sondern auch viele Sehenswürdigkeiten: Kleine Fischerdörfer, Schlösser wie aus dem Märchen und Steilküsten, die den Vögeln unzählige Möglichkeiten zum Brüten geben. Aber auch knapp 2.000 Seen und zahlreiche Handelsstädte mit historischem Hintergrund sind einen Besuch wert. Laut der Reiseanalyse der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen 2021 (FUR) stieg der Marktanteil von Mecklenburg-Vorpommern an den Haupturlaubsreisen der Deutschen mit einer Dauer von mindestens fünf Tagen von 5,1 Prozent (2019) auf 7,6 Prozent im Jahr 2021.

Außer dem Tourismus und der Landwirtschaft spielen auch andere wirtschaftliche Sektoren eine wichtige Rolle in Mecklenburg-Vorpommern. In der Industrie gehen die größten Anteile an die maritime Industrie, den Maschinenbau, die Energiewirtschaft und die Lebensmittelindustrie. Innovative Unternehmensgründung interessiert vor allem den Gesundheitssektor, Dienstleistungsbetriebe und die Hochtechnologie.

Ministerpräsidentin von Schleswig-Holstein ist seit November 2021 Manuela Schwesig (geborene Frenzel) von der SPD. Sie wurde 1974 in Frankfurt an der Oder geboren und setzt sich unter anderem für Themen ein, die Frauenrechte betreffen und kämpft gegen die Diskriminierung von Flüchtlingen. Umstritten sind ihre Einstellung zur Homöopathie und ihr Einsatz für Nord Stream 2.

Land Hauptstadt Größte Stadt MP Koalition Fläche (km²) Einwohner (Mio)
Mecklenburg-Vorpommern (MV) Schwerin Rostock Manuela Schwesig (SPD) SPD und Linke 23.295 1,611

Quelle: Wikipedia

Bundesland Niedersachsen

Das flächenmäßig zweitgrößte Bundesland Deutschlands, nach Bayern, ist mit etwa 47.000 km² Niedersachsen. Es erstreckt sich von Borkum, der Nordseeinsel, bis zum Harzer Mittelgebirge. Hannover ist die Hauptstadt und größte Stadt, Braunschweig die zweitgrößte Stadt in Niedersachsen.

Die Arbeitslosenquote in Niedersachsen lag 2019 mit 4,8 Prozent im deutschen Durchschnitt. Das wirtschaftliche Leitmotivs Niedersachsens: „Politik für Wachstum und Beschäftigung“ zielt auf einen Strukturwandel, der sich der Globalisierung anpassen soll. Einige große Projekte, die die wirtschaftliche Lage in strukturschwachen Gebieten des Landes verbessern sollen, wurden vorangetrieben:

  • Die aus der örtlichen Wirtschaft mitfinanzierte Emslandautobahn A 31 führt von Ostfriesland durch das Emsland nach Bottrop ins westliche Ruhrgebiet.
  • Die Küstenautobahn A 22, die von Schleswig-Holstein an die A 28 anschließen soll.
  • Gleich mehrere Ethen-Pipelines, die Chemiestandorte in Nordrhein-Westfalen mit anderen in Niedersachsen und Schleswig-Holstein verbinden.
  • Der Containerhafen JadeWeserPort in Wilhelmshaven kann als einziger deutscher Seehafen auch von den größten Containerschiffen der neuen Generationen angelaufen werden.

VW, mit dem historischen Sitz im niedersächsischen Wolfsburg, gehört zu den wichtigsten Arbeitgebern des Bundeslandes und beschäftigt hier mit 270.000 Mitarbeitern mehr Menschen als jedes andere Unternehmen in Niedersachsen. Weitere große Unternehmen in Niedersachsen sind:

  • Continental AG – 190.000 Mitarbeiter
  • Salzgitter AG – 20.000 Mitarbeiter
  • Talanx AG – 14.000 Mitarbeiter
  • TUI AG – 8.800 Mitarbeiter

Der letzte Regierungswechsel in Niedersachsen erfolgte im Februar 2013 und Stephan Weil von der SPD wurde als Ministerpräsident im Amt bestätigt. Nach den Landtagswahlen 2017, bei denen die SPD als stärkste Partei hervorging, nahm Weil die Koalitionsverhandlungen mit der CDU auf.

Land Hauptstadt Größte Stadt MP Koalition Fläche (km²) Einwohner (Mio)
Niedersachsen (NI) Hannover Hannover Stephan Weil (SPD) SPD und CDU 47.710 8,003

Quelle: Wikipedia

Bundesland Nordrhein-Westfalen

Nordrhein-Westfalen ist mit 4,1 Millionen Einwohnern auf 19.853 km² Fläche das Bundesland mit den meisten Einwohnern – auf jedem Quadratkilometer wohnen durchschnittlich 525 Menschen. Die geläufige Abkürzung für das Bundesland im Westen Deutschlands ist NRW, seine Hauptstadt ist Düsseldorf, obwohl der Titel als bevölkerungsreichste Stadt von Nordrhein-Westfalen an Köln, mit 1,086 Millionen Einwohnern, geht. NRW gilt als einer der 30 größten Ballungsräume der Welt und ist in seinem zentralen Teil die am stärksten verdichtete Region in Europa und hat außerdem das größte Industriegebiet Deutschlands.

Ein wirtschaftlicher Strukturwandel begann in NRW im frühen 19. Jahrhundert mit der Industrialisierung der Montanindustrie und von Erz- und Kohlebergbau. In den 60er Jahren verlor der Bergbau an Bedeutung, seitdem werden Dienstleistungs- und Technologiewirtschaft immer wichtiger. Das Bundesland hat die höchste Wirtschaftsleistung Deutschland und erwirtschaftet etwa 22 Prozent des Bruttoinlandsprodukts der Bundesrepublik. Verdichtet sind im Rhein-Ruhrgebiet auch die Hochschulen, die hier in großer Zahl angesiedelt sind. NRW besitzt das engmaschigste Forschungsnetz Europas.

Mit einer Arbeitslosenquote von sieben Prozent ist NRW das Land mit der höchsten Arbeitslosenquote der westdeutschen Flachländer und befindet sich klar über dem bundesdeutschen Durchschnitt. Die Armutsgefährdungsquote stieg 2019 auf 18,5 Prozent an. Im krassen Kontrast zu diesen Daten steht die Erhebung des Wirtschaftsmagazins Fortune. Dieser zu Folge haben gleich vier der 100 umsatzstärksten Unternehmen der Welt ihren Sitz in Nordrhein-Westfalen. Aktuell sind die größten Arbeitgeber in NRW die Deutsche Post AG, mit 190.000 Mitarbeitern, Rewe Group, mit 160.000 Mitarbeitern und die Deutsche Telekom AG mit 150.000 Mitarbeitern.

Seit Oktober 2021 regiert Henrik Wüst Nordrhein-Westfalen, er ist der zwölfte Ministerpräsident des Landes. Wüst setzt sich dafür ein, die Notwendigkeit des Klimaschutzes und die Industrie mit ihren guten Arbeitsplätzen miteinander zu versöhnen. Außerdem sind seine wichtigen Themen gute Bildungschancen für alle, Mobilitätswende, digitale Transformation und innere Sicherheit.

Land Hauptstadt Größte Stadt MP Koalition Fläche (km²) Einwohner (Mio)
Nordrhein-Westfalen (NW) Düsseldorf Köln Henrik Wüst (CDU) CDU und Grüne 34.112 17,926

Quelle: Wikipedia

Bundesland Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz und seiner Hauptstadt Mainz leben rund 4,1 Millionen Einwohner. Dieses Bundesland ist das Weinland Nummer eins und liegt im Südwesten von Deutschland, angrenzend an Luxemburg, Belgien und Frankreich. 90 Prozent der Weinexporte Deutschlands kommen aus der Weinregion Rheinland-Pfalz. Auf einer Anbaufläche von über 17.000 Hektar wird vor allem Riesling geerntet. Die etwa 10.000 Betriebe im Bundesland produzieren 70 Prozent der gesamten deutschen Weinmenge – das sind durchschnittlich 6,5 Millionen Hektoliter Wein im Jahr.

Die rheinland-pfälzische Wirtschaft stützt ihren Erfolg auf Außenwirtschaft, Industrie und Mittelstand und ist generell eines der exportstärksten Länder der Bundesrepublik. Außerdem baut das Land auf eine starke industrielle Basis. Rheinland-Pfalz liegt nicht nur geografisch zentral im Herzen Europas, sondern ist auch Mittelpunkt wichtiger Absatzmärkte. Eine starke internationale Orientierung macht das Bundesland für viele Unternehmen attraktiv. Die wichtigsten Arbeitgeber der Region sind der Chemiekonzern BASF in Ludwigshafen, Daimler in Wörth und Germersheim, sowie der Pharmakonzern Boehringer Ingelheim.
Wirtschaftspolitisch steht der Mittelstand in Rheinland-Pfalz im Mittelpunkt. Moderne Technologien werden gefördert und streben massive Innovationssprünge an.

Auch der Tourismus spielt in Rheinland-Pfalz eine wichtige Rolle Die Moselstädte Bernkastel-Kues und Piesport sind bekannte Touristenorte. Das Bundesland kann ich aber noch vieler anderer Sehenswürdigkeiten rühmen. Dazu gehören das berühmte Gutenberg-Museum, der Mainzer Dom mit den Grabmälern und die verschiedenen Synagogen und jüdischen Friedhöfe, die im romanischen Stil erbaut wurden. Der jährliche Bruttoumsatz der Tourismusbranche in Rheinland-Pfalz liegt bei sieben Milliarden Euro, der Fremdenverkehr beschäftigt 150.000 Menschen im Bundesland in kleinen und mittelständischen Betrieben.

Marie-Luise „Malu“ Dreyer wurde 1961 in Neustadt an der Weinstraße geboren und ist bereits seit dem Jahr 2013 Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz. Schon seit 1995 ist sie in der SPD aktiv. Bei der Landtagswahl 2021 gewann Dreher mit 47,7 Prozent der Stimmen.

Land Hauptstadt Größte Stadt MP Koalition Fläche (km²) Einwohner (Mio)
Rheinland-Pfalz (RP) Mainz Mainz Malu Dreyer (SPD) SPD, Grüne und FDP 19.858 4,098

Quelle: Wikipedia

Bundesland Saarland

Das Saarland hat eine Größe von 2.570 km², ist das flächenmäßig kleinste und mit rund einer Million Einwohnern ein sehr grünes Bundesland. Benannt nach dem Fluss Saar ist nicht nur das Land, sondern auch seine Hauptstadt Saarbrücken.

Ähnlich zum Ruhrgebiet dominierte im Saarland früher die Montanindustrie. Heute ist von der ehemaligen Stahlindustrie die früher bedeutsame Völklinger Hütte als Industriedenkmal und -museum übrig und gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO.
Zwei große Stahlunternehmen sind noch heute im Saarland beheimatet: Saarstahl AG und Dillinger Hüttenwerke. Vom einstmals wichtigen Wirtschaftszweig des Steinkohlenbergbaus ist jetzt lediglich noch das Bergwerk Saar der RAG Deutsche Steinkohle aktiv.

Maßnahmen von staatlicher Seite halfen, den Industriesektor zu diversifizieren. Betriebe der Metallverarbeitung, der chemischen Industrie, der Kunststoff-, Elektro-, Gummi- und Textilindustrie, sowie das größte Fertighauswerk Europas haben ihren Sitz im Saarland. Dazu kommt die traditionelle Glas- und Keramikindustrie. Zusammen ergibt sich daraus eine vielfältige Branchenstruktur.

Bedeutendster Verkehrsknotenpunkt der Region ist Saarbrücken. Hier laufen sowohl wichtige Verkehrsverbindungen über Land zusammen als auch die Wasserverbindung der Saar mit dem französischen Kanalnetz. Saarbrücken hat zudem einen wichtigen Hafen und einen internationalen Flughafen in Saarbrücken-Ensheim.

Die Saarländische Landesverwaltung ist mit mehr als 23.000 Mitarbeitenden der größte Arbeitgeber des Saarlandes. Polizei, Schule, Justiz, IT, Wirtschafts- und Arbeitsmarktförderung, Verkehrs- und Energiepolitik, Umwelt, Gesundheitswesen, allgemeine Verwaltung, Technik, Finanzen und Soziales sind interessante Sparten für attraktive Arbeitsplätze.

Das Saarland bietet sich hervorragend an, um Natur und Kultur zu erleben. Es gibt unzählige Radwanderwege, Wanderwege (auch in den Bergen), Kletterparks und auch zahlreiche Angebote für den Wintersport. Das Saarland bietet Besuchern sehr viel Schönes und ist auch ein erfolgreiches Weinanbaugebiet. 30 Prozent der Fläche im Bundesland sind der Landwirtschaft gewidmet.

Seit April 2022 ist Anke Rehlinger Ministerpräsidentin des Saarlandes. Zuvor war sie bereits seit 2014 stellvertretende Ministerpräsidentin.

Land Hauptstadt Größte Stadt MP Regierungspartei Fläche (km²) Einwohner (Mio)
Saarland (SL) Saarbrücken Saarbrücken Anke Rehlinger (SPD) SPD 2.571 0,984

Quelle: Wikipedia

Bundesland Freistaat Sachsen

Das Bundesland Sachsen ist etwa 18.450 km² groß, zählt rund 4,1 Millionen Einwohner und ist das sechstgrößte Land der Bundesrepublik. Bekannt ist Sachsen weltweit durch die Handwerkskunst und den Erfindergeist. Jeder kennt das Meissner Porzellan, Plauener Spitze oder die Glashütte-Uhren.

Der Freistaat Sachsen entstand schon 1918 als Nachfolger des Königreichs Sachsens. 1990 wurde er nach der Wiedervereinigung Deutschlands wieder gegründet. Auch die sächsische Wirtschaft erlebte mit dem Mauerfall eine Umstrukturierung. Rückständige Industriebetriebe, wie der Braunkohletagebau, wurden geschlossen und durch neue Strukturen ersetzt. Diese Wirtschaftspolitik war erfolgreich, denn heute sieht sich Sachsen noch vor Thüringen an der Spitze der Wirtschaft des ehemaligen Ostdeutschlands. Ende 2018 betrug die Arbeitslosenquote in Sachsen 5,6 Prozent und hat eine Wachstumsrate in den Industriebereichen zwischen acht und zehn Prozent. Seit dem Jahr 2000 ist Sachsens Wirtschaft insgesamt um über 30 Prozent gewachsen: Das ergibt einen zweiten Platz unter den deutschen Flächenländern, was die Wachstumsrate betrifft.

Automobilindustrie, Maschinenbau und Metallerzeugung sind wichtige Branchen in Sachsen, doch auch mittelständische Betriebe tragen zu wirtschaftlichen Erfolg bei. Die größten Arbeitgeber im Bundesland sind:

  • Volkswagen Sachsen – 10.100 Mitarbeiter
  • Stadtverwaltung Leipzig – 10.000 Mitarbeiter
  • Technische Universität Dresden – 9.000 Mitarbeiter
  • Universitätsklinikum Leipzig – 6.200 Mitarbeiter
  • Stadtverwaltung Dresden – 6.000 Mitarbeiter
  • BMW AG – 5.300 Mitarbeiter

1975 in Görlitz geboren ist Michael Kretschmer seit 2017 Ministerpräsident des Freistaates Sachsen. Seine politische Karriere begann er 1994 als Stadtrat von Görlitz und von 1993 bis 2002 war er schon im Landesvorstand der Jungen Union Sachsen und Niederschlesien aktiv.

Land Hauptstadt Größte Stadt MP Koalition Fläche (km²) Einwohner (Mio)
Sachsen (SN) Dresden Leipzig Michael Kretschmer (CDU) CDU, Grüne und SPD 18.450 4,059

Quelle: Wikipedia

Bundesland Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt und der Hauptstadt Magdeburg leben etwa 2,2 Millionen Menschen. Flächenmäßig liegt das Bundesland mit 20.459 Quadratkilometern im deutschen Mittelfeld. Im Oktober 1990 wurde das Land Sachsen-Anhalt wiederhergestellt, nachdem es in der DDR 1952 im Rahmen der Verwaltungsreform aufgelöst und in Bezirke unterteilt worden war.

Das Bruttoinlandsprodukt von 67,1 Milliarden Euro im Jahr 2021 platziert Sachsen-Anhalt im Bundesländer-Ranking in der unteren Hälfte. Der BIP war mit 67.700 Euro ebenfalls unter dem deutschen Durchschnitt von 79.500 Euro.

Die Übergangsschwierigkeiten von Sachsen-Anhalt nach der Wende in eine soziale Marktwirtschaft waren spürbar. Chemiedreieck, Bergbau und Maschinenbau waren der Herausforderung der Umstrukturierung nicht gewachsen. Der Verlust von mehreren Zehntausend Arbeitsplätzen war die Folge. Insgesamt hat sich das Land jedoch langsam, aber stetig, erholt und der Wohlstand in Sachsen-Anhalt liegt heute im Bundesdurchschnitt. Die Deutsche Bahn AG ist der größte Arbeitgeber im Bundesand und beschäftigt gut 7.800 Menschen. Weite wichtige Arbeitgeber im Land sind:

  • Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg – 5.000 Mitarbeiter
  • Universitätsklinikum Halle – 3.000 Mitarbeiter
  • Stadtwerke Halle – 3.000 Mitarbeiter
  • Stadtverwaltung Halle an der Saale – 2.800 Mitarbeiter
  • Salus gGmbH – 2.400 Mitarbeiter
  • Klinikum Magdeburg – 1.850 Mitarbeiter

Rainer Haseloff ist seit 2011 amtierender Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt. Die CDU hat hier als Regierungspartei eine lange Geschichte, die bis zum Jahr 1990 zurückgeht. Die Regierung der CDU im Bundesland wurde seither nur durch Reinhard Höppner als SPD-Ministerpräsident von 1994 bis 2002 unterbrochen.

Land Hauptstadt Größte Stadt MP Koalition Fläche (km²) Einwohner (Mio)
Sachsen-Anhalt (ST) Magdeburg Halle (Saale) Reiner Haseloff (CDU) CDU, SPD und FDP 20.459 2.181

Quelle: Wikipedia

Bundesland Schleswig-Holstein

Ganz im Norden der Bunderepublik, zwischen Ost- und Nordsee liegt Schleswig-Holstein. Die Hauptstadt Kiel ist auch die bevölkerungsreichste Stadt des Bundeslandes, insgesamt leben gut 2,9 Millionen Menschen im Bundesland. Besonders zeichnet sich Schleswig-Holstein durch eine große Zahl von Gemeinden mit weniger als 500 Einwohnern aus. Die kleinste Stadt Deutschlands befindet sich ebenfalls hier: In Arnis leben nur 268 Menschen.

Schleswig-Holstein ist ländlich und protestantisch geprägt, 1960 und 1990 siegten rechtsextreme Parteien bei den Wahlen. Doch bei der Europawahl 2019 waren die Grünen die landesweit stärkste Partei. Das Bundesland wird auch von einer Koalition aus CDU und den Grünen regiert. Ministerpräsident ist seit 2017 Daniel Günther von der CDU. Der gebürtige Kieler ist Magister der Politikwissenschaft, Volkswirtschaftslehre und Psychologie.

Das Bundesland beherbergt die wichtigen Branchen der maritimen Wirtschaft, der Medizintechnik und der Kommunikations- sowie Informationstechnologien. Wirtschaftlich gesehen gibt es drei Großräume: Die Metropolregion Hamburg mit Maschinenbau und Dienstleistungen, die eher strukturschwache Westküste, wo Landwirtschaft, Windkraftanlagen und Tourismus regieren und die Hafenstädte an der Ostküste mit Lübeck, Kiel und Flensburg. Hier sind Handel, Verkehr, Schiffbau, Windenergie und auch Tourismus angesiedelt

Die größte deutsche Werft befindet sich in Kiel: ThyssenKrupp Marine Systems baut U-Boote mit Brennstoffzellantrieb. Die Flensburger Schiffbau-Gesellschaft hingegen hat sich auf RoRo/ConRo-Schiffe spezialisiert, weitere große Unternehmen bauen in Kiel Megayachten. Rund 20 Prozent des deutschen Umsatzes im Schiffbau werden in Schleswig-Holstein erwirtschaftet.

Durch seine geografische Lage spielt Schleswig-Holstein auch eine wichtige Rolle im Seehandel mit den Ostseestaaten. Der Lübecker Hafen ist ein Tor zu Skandinavien, Finnland, Russland und dem Baltikum. 23,3 Millionen Tonnen Güter wurden hier allein im Jahr 2014 umgeschlagen, die Rostocker Häfen an der Ostsee konnten diese Zahl mit 24,16 Millionen Tonnen nur leicht überbieten. Im Jahr 2020 waren es insgesamt 50,2 Millionen Tonnen Güter, die in allen Häfen des Bundeslandes umgeschlagen wurden.

Auch der Tourismus spielt eine wichtige Rolle in Schleswig-Holstein und ist eine der wichtigsten Wirtschaftsbranchen im Land. Im Hafen von Kiel ankerten allein 2019 ganze 175-mal 32 verschiedene Kreuzfahrtschiffe. Kiel ist bekannt für seine Kieler Woche mit dem großen Segelsport-Ereignis und Schleswig-Holstein bietet Urlaubern zu jeder Jahreszeit Erholung und zahlreiche Aktivitäten. Im Sommer lockt der Strandurlaub und ganze Jahr über gibt es Städte zu besichtigen und Sehenswürdigkeiten zu bestaunen.

2019 erwirtschaftete Schleswig-Holstein in der Tourismusbranche einen Bruttoumsatz von 9,7 Milliarden Euro – ein Rekordwert für das Land. Den größten Umsatz brachte der Tagestourismus mit 3,8 Milliarden Euro, gefolgt von den Übernachtungen in gewerblichen Beherbergungsbetrieben mit 3,6 Milliarden Euro.

Land Hauptstadt Größte Stadt MP Koalition Fläche (km²) Einwohner (Mio)
Schleswig-Holstein (SH) Kiel Kiel Daniel Günther (CDU) CDU und Grüne 15.804 2,911

Quelle: Wikipedia

Bundesland Freistaat Thüringen

Erfurt ist die Hauptstadt des Bundeslandes Thüringen, das mit seinen gut 16.000 km² im Zentrum Deutschlands liegt. 2,1 Millionen Menschen leben in Thüringen – das ergibt durchschnittlich 131 Einwohner pro Quadratkilometer. Im Norden grenzt das Land an Sachsen-Anhalt und Niedersachsen und im Osten an Sachsen, im Süden befindet sich Bayern und im Westen Hessen.

Thüringen wurde 1990 nach der Wiedervereinigung aus den drei Bezirken Erfurt, Gera und Suhl und angrenzenden Gebieten wiedergegründet. Wie Bayern, trägt Thüringen historisch begründet den Namenszusatz „Freistaat“.

Nach dem Fall der Mauer konnte sich die Wirtschaft Thüringens um die Jahrtausendwende stabilisieren. Die Arbeitslosenquote entspricht heute dem Bundesdurchschnitt. Es sind vor allem kleine Unternehmen, die in Thüringen vorrangige Bedeutung für die Wirtschaft haben. Große Unternehmen sind hauptsächlich in Jena ansässig: Zeiss, Jenoptik und Schott. In Eisenach sind die Unternehmensriesen Opel und Bosch zu finden, während Erfurt eine diversifizierte wirtschaftliche Struktur aufweist.

Sehr wichtig in Thüringen sind Forschung und Bildung. Die Universitäten erfreuen sich internationaler Anerkennung und gehören auch zu den größten Arbeitgebern im Freistaat. Die Friedrich-Schiller-Universität Jena ist mit 8.000 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber in Thüringen, gefolgt vom Universitätsklinikum Jena mit 5.000 Mitarbeitern. An dritter und vierter Stelle der größten Arbeitgeber im Land sind die Stadtverwaltung Erfurt mit 3.500 Mitarbeitern und die Stadtverwaltung Jena mit 2.000 Mitarbeitern zu finden.

Der Tourismus spielt eine herausragende Rolle in Thüringen, die Tourismuswirtschaft ist ein fundamentaler Wirtschaftszweig. Eine Studie der dwif consulting GmbH bescheinigt Thüringen jährlich einen Bruttoumsatz von ungefähr 3,13 Milliarden Euro. Etwa 80.500 Menschen im Bundesland sind direkt oder indirekt in der Tourismusbranche beschäftigt.

Bodo Ramelow wurde 1956 in Osterholz-Scharmbeck geboren. Der Politiker (Linke) wurde im März 2020 zum zweiten Mal zum Ministerpräsident Thüringens gewählt. Zuvor hatte er dieses Amt bereits von 2014 bis 2020 inne.

Land Hauptstadt Größte Stadt MP Koalition Fläche (km²) Einwohner (Mio)
Thüringen (TH) Erfurt Erfurt Bodo Ramelow (Linke) Linke, SPD und Grüne 16.202 2,120

 

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