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Gehalt öffentlicher Dienst 2026: Ab dieser Summe drohen Netto-Einbußen

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Wer zahlt mehr Abgaben trotz Steuersenkung? Copyright: picture alliance / Zoonar | Robert Kneschke

Gehalts-Frust im öffentlichen Dienst 2026: Wer bekommt mehr Netto, wär zahlt deutlich mehr Abgaben trotz Steuersenkung? Eine Analyse der TVöD-Entgelttabellen.

Trotz angekündigter und teilweise umgesetzter Steuersenkungen der Bundesregierung werden Beschäftigte im öffentlichen Dienst auf ihren Gehaltsabrechnungen 2026 kaum Entlastungen feststellen. Wie Berechnungen der DATEV eG zeigen, profitieren lediglich Beschäftigte mit Monatsentgelten bis 5.500 Euro von minimalen Verbesserungen, während höhere Einkommensgruppen mit Mehrbelastungen rechnen müssen. Die DATEV eG erstellt monatlich die Lohn- und Gehaltsabrechnungen von rund 14,7 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Deutschland und hat die Auswirkungen der Änderungen für verschiedene Gehaltsstufen und familiäre Konstellationen durchgerechnet.

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Gehalt öffentlicher Dienst 2026: Steuerliche Entlastungen werden durch Sozialabgaben neutralisiert

Zum Jahreswechsel treten zwar mehrere steuerliche Verbesserungen in Kraft: Der Grund- und Kinderfreibetrag steigt, die Eckwerte des Einkommensteuertarifs werden verschoben und die Freigrenzen beim Solidaritätszuschlag angehoben. Allerdings kompensieren erhöhte Sozialversicherungsbeiträge und angehobene Bemessungsgrenzen diese positiven Effekte weitgehend – eine Entwicklung, die bereits aus dem Vorjahr bekannt ist.

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Laut DATEV-Berechnungen erzielen Beschäftigte mit Entgelten bis 5.500 Euro in fast allen familiären Situationen – Single (Steuerklasse I), verheiratet ohne Kinder (Steuerklasse III), verheiratet mit zwei Kindern (Steuerklasse III) sowie alleinerziehend mit einem Kind (Steuerklasse II) – kleine Netto-Verbesserungen. Die Entlastungen fallen jedoch sehr gering aus. Am besten schneiden Singles mit 5.500 Euro Monatsentgelt ab: Sie können mit einem jährlichen Plus von 64 Euro rechnen.

Krankenversicherung verteuert sich für alle

Alle Entgeltgruppen im öffentlichen Dienst sind von einem höheren durchschnittlichen Zusatzbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung betroffen, der von 2,5 auf 2,9 Prozent steigt. Dieser Anstieg wirkt sich besonders bei verheirateten Beschäftigten mit Einkommen bis 2.500 Euro aus, die sogar ein leichtes Minus verzeichnen. In dieser Einkommensklasse fällt noch keine Lohnsteuer an, weshalb die steuerlichen Verbesserungen dort nicht greifen und die höheren Krankenkassenbeiträge voll durchschlagen, so DATEV.

Gehalt öffentlicher Dienst 2026

Überraschung am Geldautomaten – mehr Brutto, aber weniger Netto auch im öffentlichen Dienst Copyright: picture alliance / Eibner-Pressefoto | Weber/ Eibner-Pressefoto

Höhere Entgeltgruppen im öffentlichen Dienst besonders betroffen

Für Beschäftigte im öffentlichen Dienst in höheren Entgeltgruppen – beispielsweise ab Entgeltgruppe 10 , Erfahrungsstufe 6 im TVöD (Tabelle VKA 2025) mit über 5.500 Euro monatlich – verschärft sich die Situation durch die angehobene Beitragsbemessungsgrenze in der Kranken- und Pflegeversicherung (Anstieg von 5.512,50 auf 5.812,50 Euro). Diese Gruppe muss durchweg mit höheren Abzügen rechnen. Zudem steigen die Entgelte nach dem letzten TVöD-Abschluss ab dem 1. Mai 2026 nochmal um 2,8 Prozent. Damit werden noch mehr Angestellte im öffentlichen Dienst von den genannten negativen Effekten aus höheren Sozialbeiträgen und Bemessungsgrenzen betroffen sein. Zum Vergleich haben wir dazu die TVöD-Engeltgruppen 2025 und 2026 farblich herausgehoben, die über die Marke von 5500 Euro Brutto fallen. Auch im TVL sind die höheren Entgeltgruppen betroffen. Hier wird die laufende Tarifrunde zeigen, wer 2026 mit Gehälter oberhalb von 5500 Euro bezahlt wird. Eine Prognose der Tabelle entsprechend den gewerkschaftlichen Forderungen gibt es hier.

TVöD VKA 2025

WP DataTables

TVöD Bund 2026: Entgelttabelle ab Mai 2026

WP DataTables

Höhere Beitragsbemessungsgrenzen – deutlich größere Belastung

Bei Monatsentgelten über 8.000 Euro kommt zusätzlich die erhöhte Beitragsbemessungsgrenze für Arbeitslosen- und Rentenversicherung (Anstieg von 8.050 auf 8.450 Euro) zum Tragen, was zu deutlich spürbaren Mehrbelastungen führt. Verheiratete Beschäftigte mit 9.000 Euro Monatsentgelt trifft es nach DATEV-Berechnungen am härtesten: Sie müssen mit einem Minus von 464 Euro (ohne Kinder) beziehungsweise 442 Euro (mit zwei Kindern) im Jahr rechnen. Eine Ausnahme bilden Singles mit 8.000 Euro Monatsentgelt: Bei ihnen gleichen die reduzierten Abzüge bei Lohnsteuer und Solidaritätszuschlag die höheren Sozialversicherungsbeiträge aus, sodass ein kleines Plus von zehn Euro jährlich verbleibt.

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