Im Frühjahr 2027 verhandeln die kommunalen Arbeitgeber und der Bund mit den Gewerkschaften über einen neuen TVöD. Es geht um die Entgelte von rund 2,5 Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst. Auf dieser Seite berichten wir über die TVöD-Tarifverhandlungen 2027: die Termine, die Verhandlungspartner, die Forderungen und den Stand der Verhandlungen, sobald diese begonnen haben.
Von Sebastian Henneke – aktualisiert am 22. September 2026
TVöD-Tarifverhandlungen 2027: Zwei von drei Beschäftigten im öffentlichen Dienst sind mit ihrer Gehaltsentwicklung unzufrieden
Rund sechs Monate vor dem Start der TVöD-Tarifrunde 2027 zeigt eine Umfrage von Öffentlicher Dienst News, wie die Stimmung bei Bund und Kommunen ist. 10.551 Tarifbeschäftigte haben geantwortet. 65,5 Prozent von ihnen, das sind rund 6.900 Befragte, sind mit der Gehaltsentwicklung der vergangenen fünf Jahre nicht zufrieden. Nur 34,5 Prozent, rund 3.640 Beschäftigte, bewerten sie positiv. Vor allem die weiterhin hohe Inflation hat einen großen Teil der Tariferhöhungen aufgezehrt. Viele Beschäftigte vergleichen ihr Netto zudem mit den Beamten in ähnlichen Funktionen, deren Bezüge aktuell deutlich angehoben werden.

Eine große Mehrheit ist unzufrieden mit der Bezahlung bei Bund und Kommunen / Copyright: Öffentlicher Dienst News
Für ver.di und dbb ist die Zahl ein Argument, wenn sie am 16. März 2027 ihre Forderungen vorlegen. Für die Arbeitgeber ist ein deutliches Signal der Tarifbeschäftgiten. Die Umfrage hat noch mehr ergeben: Wie viele Beschäftigte wegen der Bezahlung über einen Wechsel nachdenken, welche Schulnote der Tarifabschluss 2025 bekommt und ob die Mehrheit einen Sockelbetrag oder Prozente will. Diese Ergebnisse lesen Abonnenten zuerst. Jetzt kostenlos den Newsletter abonnieren.
TVöD-Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst 2027: Die Verhandlungstermine stehen fest
Zeitplan für die gesamte Tarifrunde 2027
| Zeitraum | Was passiert |
| Januar/Februar 2027 | dbb-Regionalkonferenzen: Mitglieder diskutieren die Forderungen |
| 16. März 2027 | Gewerkschaften veröffentlichen ihre Forderungen |
| 31. März 2027 | TVöD und TV-V laufen aus |
| 9. April 2027 | Erste Verhandlungsrunde, Kongresshotel Potsdam |
| 3.–4. Mai 2027 | Zweite Verhandlungsrunde, Potsdam |
| 24.–26. Mai 2027 | Dritte Verhandlungsrunde, Potsdam |
| Quelle: Eigene Recherche |
Die Tarifvertragsparteien haben drei Verhandlungsrunden vereinbart. Sie finden im Kongresshotel Potsdam statt.
- Erste Runde (Auftakt): Freitag, 9. April 2027
- Zweite Runde: Montag und Dienstag, 3. und 4. Mai 2027
- Dritte Runde: Montag bis Mittwoch, 24. bis 26. Mai 2027
Quelle: KAV Hessen
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Forderungen für die Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst 2027
Wie und wann positionieren sich die Gewerkschaften? Öffentlicher Dienst News hat beim dbb beamtenbund und tarifunion nachgefragt. Die Antworten geben einen konkreten Fahrplan für die Tarifverhandlungen 2027 vor. Für Januar und Februar 2027 plant der dbb Regionalkonferenzen. Dort diskutieren die Mitglieder aus den Verwaltungen, welche Forderungen die Gewerkschaft in die Tarifrunde trägt. Am 16. März 2027 wollen die Gewerkschaften ihre Forderungen dann veröffentlichen. Inhaltlich legt sich der dbb bereits fest: „Im Zentrum wird die Einkommensforderung stehen“, teilte der Beamtenbund mit, einschließlich der Übertragung auf Besoldung und Versorgung. Der Abschluss soll also nicht nur den Tarifbeschäftigten zugutekommen, sondern zeitgleich auch Beamten, Richtern, Soldaten und Pensionären.
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Wer verhandelt bei den Tarifverhandlungen?
Auf Arbeitgeberseite stehen die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) und der Bund. Für die VKA führen Präsident Dr. Wolf-Rüdiger Michel und Hauptgeschäftsführer Niklas Benrath die Gespräche. Den KAV Hessen vertritt seine Mitgliedschaft in der Mitgliederversammlung der VKA. Auf Arbeitnehmerseite verhandeln die DGB-Gewerkschaften ver.di, GEW, IG BAU, GdP und der dbb beamtenbund und tarifunion.
TVöD-Tarifverhandlungen 2027: Darum es geht
Verhandelt wird über den TVöD und den TV-V. Beide Tarifverträge haben eine Mindestlaufzeit bis zum 31. März 2027. Eine Kündigung liegt nach Angaben des KAV Hessen bisher nicht vor. Die Gewerkschaften legen ihre Forderung üblicherweise vor dem Auftakt fest. Sie steht für 2027 noch aus. In der Regel folgen auf den Auftakt zwei weitere Runden. Erzielen beide Seiten keine Einigung, kann eine Schlichtung eingeleitet werden.
TVöD: Der aktuelle Tarifvertrag
Bis zur neuen Runde gilt der Abschluss von 2025. Er kam erst nach vier Verhandlungsrunden und einer Schlichtung zustande. Die Eckpunkte:
- +3,0 Prozent zum 1. April 2025, mindestens 110 Euro
- +2,8 Prozent zum 1. Mai 2026
- Höhere Jahressonderzahlung, ein zusätzlicher Urlaubstag ab 2027
- 75 Euro mehr für Auszubildende
- Laufzeit 27 Monate, bis zum 31. März 2027
Das Umfeld der Tarifrunde 2027 im öffentlichen Dienst
Die Finanzlage vieler Kommunen ist angespannt. Zugleich ordnen Bund und Länder die Beamtenbesoldung neu. Grundlage ist ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom September 2025 zur amtsangemessenen Alimentation. Das Bundesinnenministerium legte im April 2026 den Entwurf eines Bundesalimentationsgesetzes vor. Steigen die Beamtenbezüge, rückt der Abstand zu den Tarifgehältern der Angestellten in den Blick.
Stand und nächste Schritte: Gewerkschaften laden zur internen Forderungsdebatte ein
Fest stehen bisher die drei Verhandlungstermine. Offen sind die Forderung der Gewerkschaften, das Angebot der Arbeitgeber und der Ablauf der Runden. Alle Entwicklungen begleiten wir in unserer laufenden Berichterstattung.
Rückblick: So lief die TVöD-Tarifrunde 2025 im öffentlichen Dienst
Die letzte Tarifrunde für Bund und Kommunen dauerte von der Forderungsaufstellung bis zur Einigung ein halbes Jahr und brauchte vier Verhandlungsrunden und eine Schlichtung. Der Verlauf zeigt, womit 2027 zu rechnen ist.
Die Forderungen der Gewerkschaften
ver.di und dbb beschlossen ihre Forderungen am 9. Oktober 2024 nach einer Mitgliederbefragung und Regionalkonferenzen:
- 8 Prozent mehr Entgelt, mindestens 350 Euro im Monat, bei zwölf Monaten Laufzeit
- drei zusätzliche freie Tage im Jahr, ein weiterer Tag für Gewerkschaftsmitglieder
- ein „Meine-Zeit-Konto“, mit dem Beschäftigte Entgelterhöhungen und Überstunden in Freizeit umwandeln können
- 200 Euro mehr für Auszubildende, dual Studierende und Praktikanten
- höhere Zuschläge für Schichtarbeit und Bereitschaft, bezahlte Pausen im Wechselschichtdienst der Kliniken
- ein Tarifvertrag Altersteilzeit für belastende Berufe
- zeit- und wirkungsgleiche Übertragung auf Beamte, Richter, Soldaten und Versorgungsempfänger, dazu die 39-Stunden-Woche für Bundesbeamte
Die VKA unter ihrer damaligen Präsidentin Karin Welge rechnete die Forderungen auf 10,86 Prozent Mehrkosten und 14,88 Milliarden Euro hoch, allein die drei freien Tage auf 2,04 Milliarden Euro. Sie nannte das Paket „realitätsfern“ und verwies auf die kommunale Verschuldung von 160 Milliarden Euro.
Vier Runden, Warnstreiks, Schlichtung
| Termin | Was passierte |
| 9. Oktober 2024 | Gewerkschaften beschließen die Forderungen |
| 24. Januar 2025 | Erste Runde in Potsdam, Sondierung ohne Angebot |
| 17. und 18. Februar 2025 | Zweite Runde ohne Angebot, danach bundesweite Warnstreiks in Kitas, Kliniken, Verwaltungen und Stadtwerken |
| 14. bis 17. März 2025 | Dritte Runde: Arbeitgeber bieten 5,5 Prozent bei 27 Monaten Laufzeit, Gewerkschaften lehnen ab, Verhandlungen scheitern |
| 24. März bis 1. April 2025 | Schlichtung, 24 Mitglieder, Vorsitz Roland Koch (CDU, für die Arbeitgeber) und Hans-Henning Lühr (SPD, für die Gewerkschaften), Friedenspflicht |
| 5. und 6. April 2025 | Vierte Runde: Tarifparteien übernehmen die Schlichtungsempfehlung |
Das Ergebnis
- 3,0 Prozent mehr Entgelt zum 1. April 2025, mindestens 110 Euro
- 2,8 Prozent zum 1. Mai 2026
- Laufzeit 27 Monate bis zum 31. März 2027, mit drei Nullmonaten Januar bis März 2025
- Jahressonderzahlung ab 2026 höher, bei den Kommunen einheitlich 85 Prozent, umwandelbar in bis zu drei freie Tage (nicht in Kliniken und Pflege)
- ein zusätzlicher Urlaubstag ab 2027
- Schichtzulage 100 Euro, Wechselschichtzulage 200 Euro, in der Pflege 250 Euro, seit 1. Juli 2025, ab 2027 dynamisiert
- 75 Euro mehr für Auszubildende in beiden Stufen
- freiwillige Arbeitszeiterhöhung auf bis zu 42 Wochenstunden, Langzeitkonten
Von den 8 Prozent blieben über die Laufzeit rund 5,8 Prozent, vom „Meine-Zeit-Konto“ das Wahlmodell bei der Sonderzahlung, von den drei freien Tagen einer ab 2027. Die Altersteilzeit und die bezahlten Pausen in der Pflege setzten die Gewerkschaften nicht durch. Beide Punkte könnten 2027 wieder auf dem Tisch liegen.
Was sich für 2027 daraus ableiten lässt
Die Arbeitgeber legten 2025 erst in der dritten Runde ein Angebot vor. Die Gewerkschaften mobilisierten zwischen zweiter und dritter Runde mit Warnstreiks. Ohne Schlichtung gab es keine Einigung. Die Termine für 2027 (9. April, 3. und 4. Mai, 24. bis 26. Mai) folgen demselben Muster mit drei regulären Runden. Wer sich auf eine Schlichtung im Juni 2027 einstellt, liegt nach dem Verlauf von 2025 nicht falsch. Alle Details der Runde 2025: Die Schlichtungsempfehlung im Wortlaut und das Tarifergebnis 2025
Häufige Fragen zu den Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst
Für Außenstehende sind die Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst nicht ganz einfach nachzuvollziehen. Weil zum einen Bund und Kommunen und zum anderen die Länder separat verhandeln. Hier beantworten wir zentrale Fragen, zu den jeweiligen Unterschieden.
Was sind die Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst?
In den Tarifverhandlungen handeln Gewerkschaften und öffentliche Arbeitgeber die Gehälter und Arbeitsbedingungen der Angestellten aus. Das Ergebnis hält ein Tarifvertrag fest. Im öffentlichen Dienst gibt es zwei große Verträge: den TVöD für Bund und Kommunen und den TV-L für die Länder. Der TVöD gilt für rund 2,5 Millionen Beschäftigte und ist damit einer der größten Flächentarifverträge in Deutschland.
Wann sind die nächsten Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst?
Die nächste TVöD-Runde läuft 2027. Die erste Runde am 9. April 2027 eröffnet die Verhandlungen, der letzte reguläre Termin ist für den 26. Mai 2027 angesetzt. Dazwischen liegt die zweite Runde am 3. und 4. Mai 2027. Verhandelt wird in Potsdam über TVöD und TV-V für Bund und Kommunen. Beide Tarifverträge haben eine Mindestlaufzeit bis zum 31. März 2027.
Wann waren die letzten Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst?
Die letzte TVöD-Runde für Bund und Kommunen fand 2025 statt. Die insgesamt vier Verhandlungsrunden samt Schlichtung seien sehr zäh verlaufen. Am 6. April 2025 einigten sich beide Seiten. Die Länder verhandelten zuletzt Anfang 2026 über den TV-L.
Was war das Ergebnis der TVöD-Tarifrunde 2025?
Die monatlichen Tabellenentgelte steigen ab dem 1. April 2025 um 3 Prozent, mindestens jedoch um 110 Euro. Ab dem 1. Mai 2026 folgt eine weitere Entgelterhöhung um 2,8 Prozent. Über die Laufzeit sind das rund 5,8 Prozent. Ab dem Jahr 2027 erhalten alle kommunalen Beschäftigten einen zusätzlichen Urlaubstag. Dazu kommen eine höhere Jahressonderzahlung und 75 Euro mehr je Stufe für Auszubildende. Der Tarifabschluss hat eine Laufzeit von 27 Monaten – bis zum 31. März 2027.
Wer verhandelt beim TVöD – und warum verhandeln Bund und Kommunen zusammen?
Die VKA tritt bei den Tarifverhandlungen zum TVöD als Arbeitgeber auf. Sie vertritt rund 10.000 kommunale Verwaltungen und Betriebe mit mehr als zwei Millionen Beschäftigten. In den Tarifverhandlungen zum TVöD ist zudem der Bund als Arbeitgeber beteiligt. Dort vertritt das Bundesinnenministerium die Arbeitgeberseite auf Bundesebene. Beide schließen gemeinsam einen Vertrag, den TVöD – er gilt für die Tarifbeschäftigten von Bund und Kommunen.
Warum verhandeln die Länder separat?
Die Länder sind eigene Arbeitgeber. Zurück geht die Aufspaltung der Arbeitgeber im öffentlichen Dienst auf die Tarifrunde 2005. Damals wurde der Bundesangestelltentarifvertrag (BAT) verhandelt. Die Länder sind aus diesem ausgestiegen und verhandeln seit dem einen eigenen Tarifvertrag (TV-L). Dafür haben sie sich in der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) zusammengeschlossen. In den vergangenen Jahren haben sich die Verhandlungen für Bund und Kommunen und der Länder abgewechselt.
Wann war der letzte Tarifabschluss bei den Ländern (TV-L)?
Am 14. Februar 2026 einigten sich die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) und die Gewerkschaften dbb tarifunion und ver.di auf einen neuen Tarifvertrag für die Länder. Die Tabellenentgelte werden in drei Schritten angehoben: ab 1. April 2026 um 2,8 Prozent, mindestens 100 Euro, ab 1. März 2027 um 2,0 Prozent und ab 1. Januar 2028 um 1,0 Prozent. Insgesamt sind das 5,8 Prozent. Der Tarifvertrag gilt unmittelbar für 925.000 Tarifbeschäftigte aller Bundesländer außer Hessen und läuft bis zum 31. Januar 2028.
Welche Rolle spielt Hessen?
In der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) sind alle Bundesländer außer Hessen organisiert. Der Tarifvertrag gilt nicht für die Landesbeschäftigten in Hessen, dort gilt der TV-H. Auch für Hessen gibt es seit Mitte März eine Tarifeinigung.
Was bedeutet Schlichtung im öffentlichen Dienst?
Scheitern die Verhandlungen, kann eine Schlichtung folgen. Eine Schlichtungskommission legt eine Einigungsempfehlung vor, über die beide Seiten erneut verhandeln. Die Schlichtungskommission unter dem früheren hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch (CDU) und dem früheren Bremer Staatsrat Henning Lühr legte einen Vorschlag vor. Auf dieser Grundlage einigten sich beide Seiten am 6. April 2025 in einer vierten Runde. Bei den Länder-Verhandlungen war eine Schlichtung dagegen nicht vorgesehen.
Welche Gewerkschaften verhandeln?
Im öffentlichen Dienst verhandeln die DGB-Gewerkschaften ver.di, GdP, GEW, IG BAU mit dem dbb beamtenbund und tarifunion. Verhandlungsführer von ver.di ist der Vorsitzende Frank Werneke.
Gibt es eigene Tarifverhandlungen für NRW, Bayern oder Hessen?
Für die Angestellten der Kommunen gilt bundesweit der TVöD – auch in NRW, Bayern und Hessen. Eine eigene kommunale Tarifrunde je Bundesland gibt es nicht. Für die Landesbeschäftigten gilt der TV-L, den die TdL für 15 Länder verhandelt. Hessen wendet den TV-H an und gehört nicht der Tarifgemeinschaft deutscher Länder an.
Wann legen die Gewerkschaften ihre Forderungen vor? Wann gibt es ein Angebot der Arbeitgeber?
Die Gewerkschaften beschließen ihre Forderung vor dem Auftakt. Die Gewerkschaften diskutieren ihre Forderung in der Regel rund ein halbes Jahr vor der Beginn der Tarifrunde. Die Forderungen werden vermutlich zum Jahresende beschlossen. Die Arbeitgeber legten ihr Angebot in der Vergangenheit oft erst zur zweiten oder dritten Runde vor.
Was bedeuten die Tarifverhandlungen für die Beamten?
Beamte erhalten ihr Gehalt nicht über einen Tarifvertrag, sondern per Gesetz. Trotzdem orientiert sich die Besoldung am Tarifergebnis des öffentlichen Dienstes. Bund und Länder übertragen den Abschluss in eigenen Gesetzen auf ihre Beamten. Die Gewerkschaften fordern die zeit- und systemgleiche Übertragung auf die Beamten, Richter und Versorgungsempfänger. Aktuell läuft die Besoldungsrunde der Länder im Nachgang zur TV-L-Tarifrunde 2026.
Gibt es eine Prognose für die Tarifrunde 2027?
Eine belastbare Prognose über den Verlauf ist sehr schwierig. Wie oben beschrieben ist die finanzielle Lage vieler Kommunen prekär. Zumal liegen noch keine Forderungen vor. Erste Prognosen für potenzielle TVöD-Entgelttabellen gibt es erst, wenn die Forderungen vorliegen. Wir informieren in unserem Newsletter.
Quellen und weiterführende Links
- Webseite der KAV Hessen mit den Terminen
- Die Grundlagen des Tarifvertrags und seinen Geltungsbereich erläutern die kommunalen Arbeitgeber: Sparten des TVöD bei der VKA.
- Den vollständigen Tarifvertrag mit Kommentaren gibt es auf einer Serviceseite von ver.di: TVöD durchgeschrieben.
- Antworten des dbb auf Anfrage von Öffentlicher Dienst News vom 08. Juli 2026
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