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TVöD SuE: Gehalt für Erzieher im öffentlichen Dienst – Entgelttabelle 2026

Erzieher im öffentlichen Dienst TVöD SuE
Erzieher im öffentlichen Dienst TVöD SuE

Die TVöD SuE Entgelttabelle 2026 gilt seit dem 1. Mai 2026 für rund 270.000 Beschäftigte im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst. Hier finden Sie das Gehalt für Erzieherinnen, Kinderpfleger, Sozialarbeiter und Kita-Leitungen in den Entgeltgruppen S 2 bis S 18, die SuE-Zulage, das Weihnachtsgeld und den Fahrplan zur Tarifrunde 2027.

Von Sebastian Henneke – zuletzt aktualisiert am 18. September

Inhaltsverzeichnis

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TVöD SuE Entgelttabelle 2026: Gehalt für Erzieherinnen und Erzieher

Die Tabelle gilt vom 1. Mai 2026 bis zum 31. März 2027. Grundlage ist die Tarifeinigung vom 6. April 2025. Die Werte sind Bruttobeträge pro Monat in Euro, gestaffelt nach Entgeltgruppe S 2 bis S 18 (Zeilen) und Stufe 1 bis 6 (Spalten). Hinzu kommt für die meisten Beschäftigten die SuE-Zulage von 130 oder 180 Euro.

Alle Angaben ohne Gewähr.

Der TVöD SuE ist der besondere Teil des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst (TVöD) für den Sozial- und Erziehungsdienst bei den Kommunen. Rund drei Viertel aller Erzieherinnen und Erzieher arbeiten in tarifgebundenen Einrichtungen. Kirchliche und freie Träger orientieren sich meist am TVöD SuE, zahlen aber nach eigenen Tarifwerken wie AVR oder KAVO.

Was netto übrig bleibt: Brutto-Netto-Rechner für den öffentlichen Dienst

SuE-Zulage und Regenerationstage: Das gibt es zusätzlich zur Tabelle

Seit dem 1. Juli 2022 erhalten Beschäftigte im Sozial- und Erziehungsdienst eine monatliche Zulage zusätzlich zum Tabellenentgelt. Sie stammt aus der SuE-Tarifrunde 2022, die nach Warnstreiks in Kitas und Sozialämtern abgeschlossen wurde:

  • 130 Euro im Monat für die Entgeltgruppen S 2 bis S 11a, also für Kinderpfleger, Erzieherinnen und Heilerziehungspfleger.
  • 180 Euro im Monat für S 11b, S 12, S 14 und S 15, also für Sozialarbeiter und Sozialpädagogen.
  • Zwei Regenerationstage pro Jahr für alle Beschäftigten im SuE.
  • Umwandlung: Die Zulage lässt sich in bis zu zwei weitere freie Tage pro Jahr umwandeln.

TVöD-Tarifrunde 2027: Was für Erzieherinnen und Sozialarbeiter auf dem Spiel steht

Der TVöD läuft am 31. März 2027 aus. Für den Sozial- und Erziehungsdienst kommt eine Besonderheit hinzu: Die SuE-Zulage und die Regenerationstage aus dem Abschluss von 2022 laufen bereits zum 31. Dezember 2026 aus. Die Gewerkschaften ver.di und GEW werden beides in die Tarifrunde 2027 tragen. Offen ist, ob die Zulage in die Tabelle eingebaut, erhöht oder unverändert verlängert wird.

Der Fahrplan zur TVöD-Tarifrunde 2027:

  • Januar und Februar 2027: Mitgliederdebatte der Gewerkschaften laufen.
  • 16. März 2027: ver.di und dbb veröffentlichen ihre Forderungen.
  • 31. März 2027: TVöD und TV-V laufen aus.
  • 9. April 2027: Erste Verhandlungsrunde im Kongresshotel Potsdam.
  • 3. und 4. Mai 2027: Zweite Runde.
  • 24. bis 26. Mai 2027: Dritte Runde.

Quelle: KAV Hessen, dbb auf Anfrage von Öffentlicher Dienst News

In der Tarifrunde 2025 forderten die Gewerkschaften acht Prozent mehr Geld, mindestens 350 Euro, dazu drei zusätzliche freie Tage und 200 Euro mehr für Auszubildende. Die Einigung kam erst nach vier Runden und einer Schlichtung zustande. Die Kommunen gehen mit einem Rekorddefizit von 31,9 Milliarden Euro (2025) in die neue Runde. Zugleich fehlen in den Kitas Fachkräfte, was den Druck auf die Arbeitgeber erhöht. Die PiSa-Studie 2026 hat zudem nochmal gezeigt, wie dringend nötig frühkindliche Förderung ist.

Alle Termine, Forderungen und den Verhandlungsstand finden Sie fortlaufend auf unserer Seite zur TVöD-Tarifrunde 2027.

TVöD SuE: Tarifabschluss 2025 gilt bis März 2027

Der Tarifabschluss vom 6. April 2025 gilt für alle Beschäftigten von Bund und Kommunen, also auch für den Sozial- und Erziehungsdienst. Die Tabellenentgelte stiegen zum 1. April 2025 um 3,0 Prozent, mindestens 110 Euro, und zum 1. Mai 2026 um 2,8 Prozent. Für eine Erzieherin in S 8a Stufe 1 waren das über die Laufzeit rund 200 Euro mehr im Monat. Dazu kamen:

  • Jahressonderzahlung ab 2026 einheitlich 85 Prozent, teilweise umwandelbar in bis zu drei freie Tage
  • Ein zusätzlicher Urlaubstag ab 2027
  • Schichtzulage 100 Euro, Wechselschichtzulage 200 Euro seit Juli 2025
  • 75 Euro mehr für Auszubildende in beiden Stufen
  • Freiwillige Arbeitszeiterhöhung auf bis zu 42 Wochenstunden

Basisdaten zum TVöD SuE

Tarifvertrag: TVöD, Besonderer Teil Verwaltung, Anhang zu § 56 (Sozial- und Erziehungsdienst)
Arbeitgeber: Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA)
Beschäftigte: rund 270.000 im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst
Entgeltgruppen: S 2 bis S 18, je sechs Stufen
Letzte Tarifeinigung: 6. April 2025
Erhöhungen: +3,0 % (mind. 110 Euro) zum 1. April 2025, +2,8 % zum 1. Mai 2026
SuE-Zulage: 130 bzw. 180 Euro im Monat, Laufzeit bis 31. Dezember 2026
Laufzeit TVöD: bis 31. März 2027
Nächste Tarifrunde: ab 9. April 2027 in Potsdam

Weihnachtsgeld im TVöD SuE 2026: 85 Prozent für alle Entgeltgruppen

Beschäftigte im Sozial- und Erziehungsdienst erhalten mit dem Novemberentgelt eine Jahressonderzahlung. Anspruch hat, wer am 1. Dezember in einem Arbeitsverhältnis steht. Bemessungsgrundlage ist das durchschnittliche Tabellenentgelt der Monate Juli bis September. Seit 2026 gilt ein einheitlicher Satz von 85 Prozent. Bisher waren es 84,51 Prozent für S 2 bis S 8b und nur 70,28 Prozent für S 9 bis S 18. Vor allem Sozialarbeiter und Kita-Leitungen profitieren. Teile der Sonderzahlung lassen sich in bis zu drei freie Tage umwandeln, wenn Beschäftigte das rechtzeitig beim Arbeitgeber anmelden. Alle Beträge nach Stufen: TVöD SuE: Weihnachtsgeld 2026 für Erzieher und Co.

TVöD SuE Eingruppierung: Wer kommt in welche Entgeltgruppe?

Die Entgeltordnung zum TVöD legt fest, welche Tätigkeit welcher S-Gruppe zugeordnet wird. Entscheidend sind Ausbildung, Aufgabe und bei Leitungen die Zahl der Plätze in der Einrichtung. Die wichtigsten Zuordnungen:

Entgeltgruppe Tätigkeit
S 2 Beschäftigte in der Tätigkeit von Kinderpflegerinnen ohne Abschluss
S 3 Kinderpflegerin, Kinderpfleger mit Ausbildung
S 4 Kinderpflegerin mit schwieriger Tätigkeit, Beschäftigte in der Tätigkeit von Erzieherinnen ohne Abschluss
S 7 Gruppenleitung in Werkstätten für Menschen mit Behinderung
S 8a Erzieherin, Erzieher, Heilerziehungspfleger
S 8b Erzieherin mit schwieriger Tätigkeit, etwa in integrativen Gruppen
S 9 Kita-Leitung bis 40 Plätze, koordinierende Erzieherin, Heilpädagogin
S 11a Stellvertretende Leitung einer Behinderteneinrichtung
S 11b Sozialarbeiterin, Sozialpädagoge
S 12 Sozialarbeiterin mit schwieriger Tätigkeit
S 13 Kita-Leitung ab 40 Plätzen
S 14 Sozialarbeiterin mit Garantenstellung, etwa im Allgemeinen Sozialen Dienst
S 15 Kita-Leitung ab 70 Plätzen
S 16 Kita-Leitung ab 100 Plätzen
S 17 Kita-Leitung ab 130 Plätzen
S 18 Kita-Leitung ab 180 Plätzen, Leitung eines Erziehungsheims

Alle Angaben ohne Gewähr. Wer seine Eingruppierung prüfen will, wendet sich an den Personalrat oder die Gewerkschaft. Mehr zur Entgeltordnung: TVöD-Entgeltordnung VKA

Stufenlaufzeiten im TVöD SuE

Seit dem 1. Oktober 2024 gelten im Sozial- und Erziehungsdienst dieselben Stufenlaufzeiten wie im übrigen TVöD. Vorher dauerte es in Stufe 2 drei und in Stufe 3 vier Jahre bis zum Aufstieg:

  • Stufe 2: nach einem Jahr in Stufe 1
  • Stufe 3: nach zwei Jahren in Stufe 2
  • Stufe 4: nach drei Jahren in Stufe 3
  • Stufe 5: nach vier Jahren in Stufe 4
  • Stufe 6: nach fünf Jahren in Stufe 5

Der Aufstieg erfolgt automatisch, ein Antrag ist nicht nötig. Wer am 1. Oktober 2024 die neue Laufzeit bereits überschritten hatte, wurde direkt in die nächste Stufe überführt. Quelle: GEW

Gehalt Erzieher nach Bundesland: Wo Erzieherinnen am meisten verdienen

Die TVöD-SuE-Tabelle gilt bundesweit in gleicher Höhe, ob in Bayern, NRW oder Sachsen. Unterschiede zwischen den Ländern entstehen durch den Anteil kommunaler, kirchlicher und privater Träger, durch Teilzeitquoten und durch Zulagen einzelner Städte. Die WSI-Lohnspiegel-Datenbank zeigt für Erzieherinnen mit zehn Jahren Berufserfahrung diese mittleren Bruttomonatslöhne. Die Daten stammen von 2022, sind also nicht mehr ganz aktuell:

Bundesland Mittleres Bruttogehalt
Baden-Württemberg 3.140 Euro
Bayern 3.190 Euro
Berlin 3.060 Euro
Brandenburg 3.070 Euro
Bremen 3.010 Euro
Hamburg 3.120 Euro
Hessen 3.110 Euro
Mecklenburg-Vorpommern 2.820 Euro
Niedersachsen 3.110 Euro
Nordrhein-Westfalen 3.110 Euro
Rheinland-Pfalz 3.250 Euro
Saarland 3.240 Euro
Sachsen 3.060 Euro
Sachsen-Anhalt 2.990 Euro
Schleswig-Holstein 2.990 Euro
Thüringen 2.990 Euro

Quelle: WSI-Lohnspiegel, Angaben von 4.814 Erzieherinnen und Erziehern bis April 2022. Seitdem sind die Tarifgehälter um rund 17 Prozent gestiegen.

Rheinland-Pfalz und das Saarland führen die Liste an, Mecklenburg-Vorpommern bildet das Schlusslicht. Im Westen lag der Mittelwert bei 3.140 Euro, im Osten bei 3.020 Euro. Tarifgebundene Träger zahlen im Schnitt acht bis neun Prozent mehr als nicht tarifgebundene, dazu Weihnachtsgeld und Zusatzversorgung. Rund 80 Prozent der Beschäftigten sind Frauen. Eine Erzieherin mit zehn Jahren Erfahrung verdiente 3.080 Euro, ein Erzieher 3.200 Euro.

Ausbildung und Praktikum: Was Erzieherinnen vor dem Berufsstart verdienen

Die Ausbildung zur Erzieherin läuft als schulische Ausbildung an einer Fachschule und wird in der Regel nicht vergütet. Ausnahme ist die praxisintegrierte Ausbildung (PiA), bei der die Kommunen nach dem TVAöD zahlen. Das Anerkennungspraktikum nach der Fachschule wird nach dem Tarifvertrag für Praktikanten (TVPöD) vergütet.

ver.di fordert seit Jahren bundesweit einheitliche Ausbildungsstandards und eine vergütete Ausbildung für alle angehenden Erzieherinnen. Die Verantwortung liegt bisher bei den Ländern, was zu unterschiedlichen Ausbildungswegen führt. Mehr dazu: Ausbildung im öffentlichen Dienst 2027

Arbeitsbedingungen im Sozial- und Erziehungsdienst: Belastung und Fachkräftemangel

Rund 778.000 pädagogische Fachkräfte betreuen in Deutschland 3,9 Millionen Kinder (Stand 2024). Der Bedarf ist größer als das Angebot. Nach einer ver.di-Umfrage fehlen in den Kitas rund 173.000 Fachkräfte, im Schnitt drei Vollzeitstellen je Einrichtung. Eine Befragung der Universität Gießen unter 21.600 Pädagoginnen und Pädagogen ergab: 25,6 Prozent arbeiten in immer unterbesetzten Einrichtungen, 38,1 Prozent in meist unterbesetzten. Nur 5,1 Prozent nennen ihre Einrichtung gut besetzt.

Die Belastung ist messbar. Nach der BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2024 arbeiten 80 Prozent der Erzieherinnen unter Lärm, in anderen Berufen sind es 25 Prozent. 78 Prozent haben regelmäßig Kontakt mit Infektionserregern, 37 Prozent berichten von mengenmäßiger Überforderung. 49 Prozent haben überdurchschnittlich viele Krankheitstage. Fast 44 Prozent betreuen zeitweise mehr als 17 Kinder gleichzeitig, 64 Prozent arbeiten unbezahlt außerhalb der Arbeitszeit. Die durchschnittliche vertragliche Arbeitszeit liegt bei 34 Stunden, die tatsächliche bei 36,5 Stunden. 45 Prozent der Frauen arbeiten in Teilzeit.

Zugleich sind Erzieherinnen mit ihrer Arbeit zufriedener als viele andere Berufsgruppen. Ihr Gehalt empfinden sie häufiger als nicht angemessen. Mehr zur Studie…

Häufige Fragen zum TVöD SuE

Wie viel verdient eine Erzieherin im öffentlichen Dienst 2026?

Eine Erzieherin in S 8a verdient seit dem 1. Mai 2026 zum Einstieg 3.509,44 Euro brutto im Monat, dazu 130 Euro SuE-Zulage. In Stufe 3 nach drei Jahren sind es 3.976,82 Euro plus Zulage.

Wann steigt das Gehalt im TVöD SuE das nächste Mal?

Die letzte Erhöhung kam zum 1. Mai 2026 mit 2,8 Prozent. Die nächste folgt mit dem Ergebnis der Tarifrunde 2027, die am 9. April 2027 beginnt. Der Stufenaufstieg läuft unabhängig davon weiter.

Was ist die SuE-Zulage?

Eine monatliche Zulage von 130 Euro (S 2 bis S 11a) oder 180 Euro (S 11b, S 12, S 14, S 15) zusätzlich zum Tabellenentgelt. Sie gilt seit Juli 2022 und läuft bis 31. Dezember 2026. Leitungen erhalten sie nicht.

Wie viel Weihnachtsgeld gibt es im TVöD SuE?

Seit 2026 einheitlich 85 Prozent eines Monatsentgelts für alle Entgeltgruppen S 2 bis S 18. Eine Erzieherin in S 8a Stufe 1 bekommt 2.983,02 Euro.

Wie viel verdient eine Kita-Leitung?

Das hängt von der Zahl der Plätze ab: S 9 bis 40 Plätze, S 13 ab 40, S 15 ab 70, S 16 ab 100, S 17 ab 130 und S 18 ab 180 Plätzen. In S 13 reicht das Gehalt von 3.978,03 Euro bis 5.473,83 Euro, in S 18 bis 6.963,31 Euro.

Gilt der TVöD SuE auch bei kirchlichen und freien Trägern?

Nein, nur bei kommunalen Arbeitgebern. Kirchliche Träger zahlen nach AVR oder KAVO, viele freie Träger orientieren sich am TVöD SuE. Tarifgebundene Einrichtungen zahlen im Schnitt acht bis neun Prozent mehr.

Wie viel Urlaub haben Erzieherinnen im TVöD?

30 Tage bei einer Fünf-Tage-Woche, dazu zwei Regenerationstage und bis zu zwei Umwandlungstage aus der SuE-Zulage. Ab 2027 kommt ein weiterer Urlaubstag hinzu.

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Quellen:

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