News Sozial- und Erziehungsdienst Tarifrunde 2020 TVöD VKA

Gehalt für Erzieherinnen 2022: Tarifverhandlungen starten im Februar

Erzieher im öffentlichen Dienst TVöD SuE
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Der Beruf der Erzieherinnen ist vielschichtig. Wir zeigen wie viel Gehalt Kindergärtnerinnen, Kita-Leiterinnen und Jugendpflegerinnen verdienen. Für viele der Beschäftigten gilt der TVöD Sozial- und Erziehungsdienst, der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst. Im Mai 2022 wird in dritter Runde über einen neuen Tarifvertrag verhandelt.

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Sozial- und Erziehungsdienst: Tarifverhandlungen starten Februar 2022

Rund drei Viertel aller Erzieherinnen, Kindergärtnerinnen (ein veralteter Begriff) und anderer Berufe im Bereich der Sozial- und Erziehungsdienste arbeiten im öffentlichen Dienst. Für sie gilt der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst. Die Entgelttabellen werden im besonderen Teil TVöD Sozial- und Erziehungsdienste (TVöD SuE) festgeschrieben. Der TVöD wird regelmäßig neu verhandelt, so das Erzieherinnen regelmäßig von Gehaltserhöhungen profitieren. 2020 hat die letzte Tarifrunde stattgefunden. Es wurden zwei Gehaltserhöhungen zwischen Gewerkschaften und den Arbeitgebern (VKA) vereinbart. Mitte Mai 2022 verhandelt ver.di mit den kommunalen Arbeitgebern über einen neuen Tarifvertrag.


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Ver.di-Forderungen für Tarifverhandlungen Sozial- und Erziehungsdienst

In einem ausführlichen Papier hat ver.di verschiedene detaillierte Forderungen aufgezählt, um für bessere Arbeitsbedingungen im Sozial- und Erziehungsdienst zu kämpfen. Diese lauten:

  1. Verbesserung der Eingruppierungsmerkmale, insbesondere durch
  • Eingruppierung der Tätigkeit der Kinderpflegerin/Sozialassistentin in die EG S 4
  • Reguläre Eingruppierung der Erzieherin in die EG S 8b
  • Abbildung der pädagogischen Tätigkeiten im offenen Ganztag
  1. Verbesserung der Eingruppierung der Beschäftigten im Bereich der Sozialarbeit durch Gleichstellung mit vergleichbaren Studienniveaus sowie Ausbringen neuer Merkmale für die Schulsozialarbeit.
  2. Schaffung weiterer Merkmale ab EG S 17 für Tätigkeiten in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und in der Leitungstätigkeit
  3. Anpassung der Stufenlaufzeiten an die allgemeinen Regelungen und Öffnung der Stufen 5 und 6 für alle Entgeltgruppen im Sozial­ und Erziehungsdienst
  4. Anpassung der Eingruppierung der Kita­Leitungen an die vorhandenen Anforderungen
  5. Stellvertretende Leitungen verbindlich vorsehen und Festlegung der Mindesteingruppierung in die EG S 11a
  6. Anpassung der Bedingungen, vor allem unter Berücksichtigung der gesetzlichen Anforderungen durch das Bundesteilhabegesetz durch z. B.
  • Aufnahme der Berufsbezeichnungen Arbeitserzieherin, geprüfte Fachkraft zur Arbeits­ und Berufsförderung (gFAB) und der Fachkraft zur Arbeits­ und Berufsförderung mit Sonderpädagogischer Zusatzausbildung (FAB mit SPZ).
  • Eingruppierung der Beschäftigten mit abgeschlossener Berufsausbildung und pädagogischer Qualifikation in die EG S 8b.
  • Bessere Bewertung der Tätigkeit Beschäftigten im handwerklichen Erziehungsdienst durch Eingruppierung in die EG S7
  • Berücksichtigung der Tätigkeit der Schulassistenz/Schulbegleitung sowie weiterer Assistenztätigkeiten und Eingruppierung ent­ sprechend des Anforderungsprofils
  • Umbenennung der monatlichen Heimzulage in eine Zulage Wohnen und Erhöhung auf 150,00 Euro
  • Regelungen zur Vergütung während der Ausbildung zur Heil­ erziehungspflege (HEP)
  1. Rechtsanspruch auf Qualifizierung für alle Beschäftigten z. B. von Kinderpflegerinnen und Sozialassistentinnen zu Erzieherinnen
  2. Qualität der Arbeit verbessern und Entlastung der Beschäftigten erreichen durch:
  • Ausdehnung der Vorbereitungszeit, um mehr Zeit für die mittelbare pädagogische Arbeit zu haben
  • Einführung von Entlastungstagen durch ein Konsequenzen-Management
  1. Anerkennung der Berufstätigkeit und der bei anderen Trägern erworbenen Berufserfahrung
  2. Qualifizierung und angemessene Vergütung für Praxisanleitung sowie die Ausstattung mit Zeitkontingenten

Quelle: ver.di-Papier

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Gehalt für Erzieher 2022: TVöD sieht Gehaltssteigerung vor

In der TVöD-Tarifrunde für die rund 2,3 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen haben die Tarifparteien einen Abschluss erzielt. Dadurch steigen die Einkommen tabellenwirksam um 4,5 Prozent in der niedrigsten Entgeltgruppe und -stufe und noch um 3,2 Prozent in der höchsten Eingruppierung. Auf folgende Punkte haben sich Arbeitgeber (Bund und VKA) sowie die Gewerkschaften ver.di, Beamtenbund dbb, GEW und GdP geeinigt.

    • Die Löhne und Gehälter werden zum 1. April 2021 um 1,4 Prozent, mindestens aber 50 Euro
    • sowie zum 1. April 2022 um weitere 1,8 Prozent angehoben.

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SuE-Entgelttabelle für Sozial- und Erziehungsdienst 2021/2022

Gültig vom 01.04.2021 – 31.03.2022

Euro 1 2 3 4 5 6
S 18 3954,60 4060,36 4584,31 4977,24 5566,65 5926,84
S 17 3630,87 3896,65 4322,33 4584,31 5108,21 5416,02
S 16 3552,52 3811,52 4099,67 4453,31 4846,25 5082,02
S 15 3420,09 3667,41 3929,41 4230,66 4715,28 4924,83
S 14 3385,53 3629,81 3920,94 4217,08 4544,56 4773,76
S 13 3301,68 3539,70 3863,91 4125,84 4453,31 4617,03
S 12 3292,48 3529,83 3840,48 4115,53 4456,09 4600,17
S 11b 3246,36 3480,33 3644,72 4063,86 4391,31 4587,78
S 11a 3184,84 3414,31 3577,32 3994,89 4322,33 4518,80
S 10 2967,88 3269,39 3420,15 3870,62 4238,00 4539,76
S 9 2942,66 3154,40 3401,85 3763,74 4105,91 4368,23
S 8b 2942,66 3154,40 3401,85 3763,74 4105,91 4368,23
S 8a 2879,77 3086,91 3300,62 3503,09 3701,02 3909,16
S 7 2805,05 3006,72 3207,39 3408,02 3558,53 3785,32
S 4 2682,35 2875,04 3050,62 3169,76 3282,63 3458,47
S 3 2526,93 2708,24 2876,92 3031,80 3102,66 3187,31
S 2 2335,34 2446,40 2528,56 2617,76 2718,07 2818,42

Prognose / Alle Angaben ohne Gewähr

SuE-Entgelttabelle für Sozial- und Erziehungsdienst 2022 – Achtung Prognose!

Gültig vom 01.04.2022 – 31.12.2022

Euro 1 2 3 4 5 6
S 18 4025,78 4133,45 4666,83 5066,83 5666,85 6033,52
S 17 3696,23 3966,79 4400,13 4666,83 5200,16 5513,51
S 16 3616,47 3880,13 4173,46 4533,47 4933,48 5173,50
S 15 3481,65 3733,42 4000,14 4306,81 4800,16 5013,48
S 14 3446,47 3695,15 3991,52 4292,99 4626,36 4859,69
S 13 3361,11 3603,41 3933,46 4200,11 4533,47 4700,14
S 12 3351,74 3593,37 3909,61 4189,61 4536,30 4682,97
S 11b 3304,79 3542,98 3710,32 4137,01 4470,35 4670,36
S 11a 3242,17 3475,77 3641,71 4066,80 4400,13 4600,14
S 10 3021,30 3328,24 3481,71 3940,29 4314,28 4621,48
S 9 2995,63 3211,18 3463,08 3831,49 4179,82 4446,86
S 8b 2995,63 3211,18 3463,08 3831,49 4179,82 4446,86
S 8a 2931,61 3142,47 3360,03 3566,15 3767,64 3979,52
S 7 2855,54 3060,84 3265,12 3469,36 3622,58 3853,46
S 4 2730,63 2926,79 3105,53 3226,82 3341,72 3520,72
S 3 2572,41 2756,99 2928,70 3086,37 3158,51 3244,68
S 2 2377,38 2490,44 2574,07 2664,88 2767,00 2869,15

Prognose / Alle Angaben ohne Gewähr

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Erzieher Gehalt: Eingruppierung für Tätigkeiten

Die spannende Frage ist, wie werden Erzieherinnen, Leiterinnen einer Kindertagesstätte eingruppiert. Hierfür gibt es einen verbindliche Regeln, die im TVöD SuE festgelegt sind. 

    S 2  Beschäftigte als Kinderpfleger/in
    S 3  Kinderpfleger/in
    S 4  Kinderpfleger/in mit schwieriger Tätigkeit
    S 7  Gruppenleiter/in Werkstatt
    S 8 a Erzieher/in
    S 8 b Erzieher/in mit schwieriger Tätigkeit
    S 9 Leiter/in Kita, Koordinierende/r Erzieher/in, Heilpädgagog/in
    S 11 a Stv. Leitung Behinderteneinrichtung
    S 11 b  Sozialarbeiter/in
    S 12  Sozialarbeiter/in mit schwieriger Tätigkeit
    S 13  Leiter/in Kita (ab 40 Plätze)
    S 14  Sozialarbeiter/in mit Garantenstellung
    S 15 Leiter/in Kita (ab 70 Plätze)
    S 16  Leiter/in Kita (ab 100 Plätze)
    S 17  Leiter/in Kita (ab 130 Plätze)
    S 18 Leiter/in Kita (ab 180 Plätze), Leiter/in Erziehungsheim

Alle Angaben ohne Gewähr 

Alle Entgelttabellen für Erzieherinnen nach dem TVöD-SuE 2017 bis 2020

Da der TVöD eine relativ lange Laufzeit hat, können Sie hier auch schon nachschauen, wie viel Gehalt mehr Erzieherinnen 2020 bekommen. Zu den Entgelttabellen und Brutto-Netto-Rechner…

TVöD-Entgelttabelle (SuE) Sozial- und Erziehungsdienst 2020

Gültig 01.03.2020 – 31.08.2020

Euro 1 2 3 4 5 6
S 18 3900,00 4004,30 4521,02 4908,52 5489,79 5845,01
S 17 3580,74 3842,85 4262,65 4521,02 5037,68 5341,24
S 16 3502,52 3758,90 4043,07 4391,82 4779,34 5011,85
S 15 3370,09 3616,78 3875,16 4172,25 4650,18 4856,83
S 14 3335,53 3579,69 3866,80 4158,86 4481,81 4707,85
S 13 3251,68 3489,70 3810,56 4068,88 4391,82 4553,28
S 12 3242,48 3479,83 3787,46 4058,71 4394,57 4536,66
S 11b 3196,36 3430,33 3594,40 4007,75 4330,68 4524,44
S 11a 3134,84 3364,31 3527,32 3939,73 4262,65 4456,41
S 10 2917,88 3219,39 3370,15 3817,18 4179,49 4477,08
S 9 2892,66 3104,40 3351,85 3711,78 4049,22 4307,92
S 8b 2892,66 3104,40 3351,85 3711,78 4049,22 4307,92
S 8a 2829,77 3036,91 3250,62 3453,09 3649,92 3855,19
S 7 2755,05 2956,72 3157,39 3358,02 3508,53 3733,06
S 4 2632,35 2825,04 3000,62 3119,76 3232,63 3408,47
S 3 2476,93 2658,24 2826,92 2981,80 3052,66 3137,31
S 2 2285,34 2396,40 2478,56 2567,76 2668,07 2768,42

Alle Angaben ohne Gewähr

Brennpunkt Kitas in Berlin: 300 Euro Zulage für Erzieherinnen

Es fehlt besonders an Erzieherinnen in soziostrukturell besonders belasteten Stadtteilen. Darum zahlt Berlin Beschäftigten in solchen Kitas nun eine Zulage von bis zu 300 Euro. Die Zulage in diesen Stadtgebieten wird mit Mitteln aus dem Gute-Kita-Gesetz finanziert. Träger können rückwirkend ab dem 01.08.2021 finanzielle Mittel zur Weiterreichung an ihre Beschäftigten beantragen. Es können maximal bis zu 300 Euro monatlich pro vollzeitbeschäftigtem Mitarbeitenden beantragt werden.

Antragsberechtigt sind auch Einrichtungen, die nicht in diesen Gebieten liegen, jedoch einen Anteil von mindestens 30 Prozent Kindern betreuen, die Leistungen für Bildung und Teilhabe beziehen. Im ersten Bewilligungszeitraum vom 01.08.2021 bis 31.01.2022 werden rund 500 Einrichtungen die Möglichkeit haben, von der Maßnahme zu partizipieren. Zwei weitere Bewilligungszeiträume sind im Verlauf des Jahre 2022 vorgesehen, teilte die Senatsverwaltung mit.

Zahlen und Fakten zu Arbeitsbedingungen im Sozial- und Erziehungsdienst

Studie: Erzieherinnen empfinden Gehalt als nicht angemessen

Erzieherinnen sind mit ihrer Arbeit zufriedener als Beschäftigte vieler anderer Berufsgruppen. Ihr Gehalt empfinden sie – im Vergleich zu einigen anderen Berufsgruppen – häufiger aber als nicht so angemessen. Hier mehr zum Thema…

Erzieherinnen: Berufserfahrung macht beim Gehalt den Unterschied

In aller Regel steigt das Einkommen mit der Dauer der Berufserfahrung. Dies gilt im Großen und Ganzen auch für die Berufsgruppe der Erzieherinnen. Im öffentlichen Dienst wird Erfahrung grundsätzlich angerechnet. Allerdings hängt es bei einer Einstellung davon ab, ob Vorerfahrung in anderen Bereichen anerkannt wird. 

Erzieherinnen profitieren beim Gehalt vom TVöD

Erzieher/innen profitieren von der Tarifbindung, also davon, dass zum Beispiel der TVöD gilt. In tarifgebundenen Betrieben liegt ihr Monatseinkommen gut neun Prozent über dem Gehalt ihrer Kolleginnen und Kollegen in nicht tarifgebundenen Betrieben, hat eine Studie ermittelt. Insgesamt geben gut 75 Prozent der Erzieherinnen und Erzieher an, dass in dem Betrieb, in dem sie arbeiten, ein Tarifvertrag gilt. 

Erzieherberuf: Verhältnis Männer und Frauen

Rund 79 Prozent der Erzieher/innen sind Frauen. Das Einkommen der Erzieherinnen lag in der Vergangenheit mit im Durchschnitt 2450 Euro rund 180 Euro unter dem ihrer männlichen Kollegen. Dies macht einen Einkommensnachteil von fast sieben Prozent aus.  

Welche Arbeitszeit gilt für Erzieherinnen?

45 Prozent der Frauen aber nur 24 Prozent der Männer arbeiteten  auf Teilzeitstellen. Die durchschnittliche vertragliche Arbeitszeit der Erzieherinnen und Erzieher liegt bei 34,1 Stunden in der Woche. Die Befragten geben jedoch an, tatsächlich mehr zu arbeiten als vertraglich vereinbart: Der Durchschnitt der tatsächlichen Wochenarbeitszeit liegt bei 36,5 Stunden. Mehr dazu gibt es unter…

Erzieher: Wie viel verdient man in der Ausbildung?

Die Ausbildung zur Erzieherin erfolgt als schulische Ausbildung an einer Fachschule. In der Regel erhalten angehende Erzieherinnen somit keine Vergütung. Im Anschluss an die Ausbildung ist allerdings ein Praktikum vorgesehen. Dieses wird, sofern man es bei einer öffentlichen Kita absolviert, vergütet. Im öffentlichen Dienst gibt es einen eigenen Tarifvertrag für die Vergütung von Praktikanten (TVPöD). Seit dem 1. März 2019 erhalten Praktikantinnen im Beruf der ErzieherIn 1.602,02 Euro pro Monat.

Erzieher Ausbildung: ver.di fordert angemessene Vergütung

ver.di fordert deutschlandweite Standards für Kitas und für die Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern. Seit Jahren setzt sich ver.di für ein deutschlandweites Kita-Gesetz ein, das die Standards für die Kindertageseinrichtungen verbindlich regelt. Gleichzeitig fordert ver.di die Entwicklung und Implementierung einer Erzieher/innen-Ausbildung, in der die Auszubildenden eine angemessene Vergütung erhalten und sozialrechtlich abgesichert sind.

Erzieher Ausbildung: Fachschulcurricula und Praxiscurricula

Fachschulcurricula und Praxiscurricula müssen aufeinander abgestimmt sein und deutschlandweit ein Qualifikationsniveau erreichen, das den hohen fachlichen Anforderungen an die Bildung und Erziehung der Kinder gerecht wird, fordert ver.di. Die Verantwortung für die Ausbildung liegt zurzeit ausschließlich bei den Ländern und dies führt zu unterschiedlichsten Modellen und Wegen in den Beruf der Erzieher/innen.

Sozialpädagogischer Fachkräfte: Ausbildung attraktiver machen

„Wir appellieren an den Bund, die Länder, die Kommunen und alle Träger, mit ver.di an einem Strang zu ziehen und die Ausbildung sozialpädagogischer Fachkräfte attraktiver zu machen. Wir brauchen einheitliche und gute Ausbildungsbedingungen. Das Qualifikationsniveau muss erhalten bleiben“, fordert Bühler.

Job als Erzieher: Großer Bedarf, große Belastung

Die Berufsaussichten für Erzieherinnen und Erzieher sind weiterhin sehr gut. Denn der Bedarf ist groß, wie eine Umfrage von ver.di im Jahr 2021 zeigt. So fehlen in Kitas (öffentlichen und privaten) in Deutschland 173.000 Fachkräfte. Die Studie, die im Zeitraum vom 15. Mai bis 22. Juni 2021 in Kooperation mit der Hochschule Fulda durchgeführt wurde, macht in ihren Ergebnissen die starke Belastung und die Unzufriedenheit der Kita-Beschäftigten mit der Arbeitssituation deutlich. Danach fehlen in jeder Kita im Durchschnitt drei Vollzeitkräfte. Bei rund 57.600 Kitas in Deutschland sind dies knapp 173.000 fehlende Fachkräfte.

Wenig Zeit der Erzieher

Fast 44 Prozent der Befragten gaben an, dass sie zeitweise für mehr als 17 Kinder am Tag gleichzeitig verantwortlich sind, fast ein Viertel davon waren sogar für mehr als 21 Kinder zuständig. Daher ist es nicht überraschend, dass fast 44 Prozent der Befragten sagen, dass sie zu wenig Zeit haben, um auf die Wünsche und Bedürfnisse der Kinder einzugehen.

Über 30 Prozent der befragten Fachkräfte gaben an, dass sie ihren eigenen pädagogischen Ansprüchen im Alltag nicht gerecht werden können. Über 64 Prozent arbeiten häufig unbezahlt außerhalb ihrer normalen Arbeitszeit, um die Arbeit bewältigen zu können. „Das ist skandalös und nicht hinnehmbar. Für die Beschäftigten, für die Kinder und für die Eltern muss sich dringend etwas ändern, um diese Situation zu verbessern“, fordert ver.di-Vorstand Christine Behle.

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