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Gute Nachrichten für die Pflege: Das TVöD-Weihnachtsgeld 2026 fällt so hoch aus wie nie zuvor

Weihnachtsgeld im öffentlichen Dienst
Wer bekommt wie viel Weihnachtsgeld im öffentlichen Dienst? Copyright: picture alliance / Weingartner-Foto / picturedesk.com

Pflegekräfte in kommunalen Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen erhalten im November 2026 das höchste Weihnachtsgeld im TVöD. Die Sätze werden deutlich angehoben. Der Grund für den Aufschlag: Pflegekräfte können ihre Sonderzahlung nicht in freie Tage tauschen.

Auch Pflegekräfte im kommunalen öffentlichen Dienst können sich auf ein Weihnachtsgeld freuen. Für sie gilt die Entgelttabelle TVöD-P, die seit dem 1. Mai 2026 in Kraft ist. Die Jahressonderzahlung kommt mit dem Novemberentgelt. Anspruch hat, wer am 1. Dezember in einem Arbeitsverhältnis steht. Bemessungsgrundlage ist das durchschnittliche Tabellenentgelt der Monate Juli bis September. Wer das ganze Jahr in Vollzeit gearbeitet hat, bekommt den vollen Betrag. Teilzeitkräfte erhalten ihn anteilig, wer später eingestiegen ist, bekommt für jeden vollen Monat ein Zwölftel.

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Weihnachtsgeld 2026 in der Pflege: bis zu 90 Prozent für Pflegekräfte im öffentlichen Dienst

Die übrigen Beschäftigten der Kommunen erhalten 2026 einheitlich 85 Prozent. Sie haben dafür ein neues Wahlrecht: Sie können Teile der Jahressonderzahlung in bis zu drei zusätzliche freie Tage umwandeln. Pflegekräfte können diese Wahl nicht treffen. Der Grund: Die Tarifparteien haben den Pflegebereich wegen des Personalmangels von der Umwandlung ausgenommen – freie Tage wären auf den Stationen kaum zu besetzen gewesen. Zurück geht dieses Vorgehen auf die kommunale Arbeitgeberseite. Als Ausgleich steigt die Sonderzahlung für P 5 bis P 8 auf 90 Prozent, fünf Punkte mehr als in der Verwaltung. Bis 2025 galten in der Pflege 84,74 Prozent für P 5 bis P 8 und 70,48 Prozent für P 9 bis P 16. Die Anhebung fällt daher in beiden Gruppen deutlich aus.

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Jahressonderzahlung in der Pflege: Von 2.616 bis 5.897 Euro im öffentlichen Dienst

Eine Pflegehilfskraft in P 5 Stufe 1 erhält dieses Jahr in Vollzeit 2.616,46 Euro. Eine examinierte Pflegefachkraft in P 7 Stufe 3 bekommt 3.331,09 Euro, in Stufe 4 sind es 3.598,50 Euro. In P 8, der Gruppe für Pflegefachkräfte mit besonders schwierigen Aufgaben, gibt es in Stufe 6 4.040,08 Euro. Die 3.000-Euro-Marke überschreiten Pflegekräfte in P 6 ab Stufe 3 und in P 5 ab Stufe 4. Spätestens seit der Corona-Pandemie von 2020 an haben die Gewerkschaften Druck gemacht, den Pflegebereich aufzuwerten. Mit Erfolg, wie sich auch am Weihnachtsgeld zeigt.

Tabelle Jahressonderzahlung TVöD-P 2026

Pflegelöhne steigen schneller als in fast jeder anderen Branche

Grundlage für die hohen Jahressonderzahlungen sind die in den vergangenen Jahren deutlich gestiegenen Gehälter im Pflegebereich. Der TVöD war dafür eine entscheidender Treiber. Er gilt vor allem im Pflegebereich als “Leuchtturm”, an dem sich auch andere große Pflegearbeitgeber orientieren. Nach der Entgeltstatistik der Bundesagentur für Arbeit, die im Juli 2026 erschienen ist, hat sich das mittlere Vollzeitbrutto von Altenpflegefachkräften in der gesamten Branche seit 2018 von 2.877 auf 4.438 Euro erhöht – ein Plus von 54 Prozent. Beschäftigte in Pflegeheimen und im Sozialwesen kamen auf 39,6 Prozent. Über alle Arbeitnehmer hinweg stieg das mittlere Lohnniveau im selben Zeitraum um 27,6 Prozent auf 4.217 Euro, in der Metall-, Elektro- und Stahlindustrie nur um 18,4 Prozent auf 4.891 Euro.

TVöD-Tarifrunde 2027: Auch die Pflege steht im Fokus

Die neuen Sätze gelten zunächst für 2026. Der TVöD läuft am 31. März 2027 aus, dann verhandeln ver.di, dbb, Bund und kommunale Arbeitgeber über einen neuen Abschluss. Die Pflege steht dabei auch im Fokus: Inwieweit P-Tabelle, die Pflegezulagen und die 90 Prozent Jahressonderzahlung zum Thema in den Verhandlungen werden, ist auch von den internen Debatten in den Einrichtungen abhängig. Die Gewerkschaften laden zur Debatte um die Forderungsfindung ein. Die Einigung von 2025 hatte den Pflegebereich von den zusätzlichen freien Tagen ausgenommen und dafür die Sonderzahlung angehoben. Ob dieser Tausch Bestand hat oder die Beschäftigten der Kliniken ebenfalls Zeit statt Geld wählen können, wird eine der Fragen der Tarifrunde sein. Bis dahin bleibt es bei den hier genannten Beträgen – das Weihnachtsgeld 2027 wird erst der neue Tarifvertrag festlegen. Wer zur TVöD-Tarifrunde 2027 auf dem Laufenden bleiben möchte, abonniert unseren Newsletter.

Quellen:

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