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Weihnachtsgeld TVöD 2026: So hoch ist die Jahressonderzahlung für Angestellte und Beamte im öffentlichen Dienst

Weihnachtsgeld im öffentlichen Dienst
Wer bekommt wie viel Weihnachtsgeld im öffentlichen Dienst? Copyright: picture alliance / Weingartner-Foto / picturedesk.com

Im öffentlichen Dienst steigt das Weihnachtsgeld 2026 deutlich, aber nicht überall. Bei Kommunen und Bund greifen erstmals die höheren Sätze aus der Tarifrunde 2025, die Ländersätze bleiben wie gehabt. Ein Überblick mit Tabellen für TVöD VKA, TVöD Bund, TV-L und die Regeln für Beamte.

Weihnachtsgeld TVöD 2026 im öffentlichen Dienst: Eine Übersicht

Die Gehaltszahlung im November ist vermutlich ein Highlight für viele Tarifbeschäftigte im öffentlichen Dienst. Wird doch in diesem Zahllauf das Weihnachtsgeld oder juristisch korrekt die Jahressonderzahlung angewiesen. Dabei gilt: Wer das ganze Jahr in Vollzeit gearbeitet hat und am 1. Dezember noch im Dienst ist, erhält den vollen Betrag. Grundlage ist das durchschnittliche Tabellenentgelt der Monate Juli bis September. Wer später im Jahr eingestellt wurde, bekommt für jeden vollen Monat ein Zwölftel. Wir haben mal durchgerechnet, wie viel Angestellte bei Kommunen, Bund und Ländern bekommen, die 2026 Vollzeit gearbeitet haben. Es handelt sich um Bruttowerte. Alle Zahlung werden natürlich noch versteuert und mit den Sozialabgaben verrechnet.

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Wichtig: Alle Angaben sind ohne Gewähr. Neben diesen idealtypisch gerechneten Varianten gibt es viele Sonderfälle bedingt durch Teilzeit, Krankheit, Elternzeit usw. Bei konkreten Fragen wenden Sie sich am besten an die zuständige Personalabteilung, den Personalrat, eine Gewerkschaft im öffentlichen Dienst oder eine anwaltliche Fachberatung.

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Weihnachtsgeld TVöD VKA: Kommunen zahlen erstmals einen Satz für alle Entgeltgruppen

Im TVöD VKA gilt seit diesem Jahr ein einheitlicher Satz für die Jahressonderzahlung von 85 Prozent. Bisher waren es 84,51 Prozent in den Entgeltgruppen 1 bis 8, 70,28 Prozent in E 9a bis 12 und 51,78 Prozent in E 13 bis 15. Das Weihnachtsgeld reicht 2026 von 2.154,37 Euro in E 1 Stufe 2 bis 7.818,14 Euro in E 15Ü Stufe 6. Von der Angleichung profitieren vor allem die oberen Gruppen. In den regulären Entgelttabellen haben in den vergangenen Jahren durch Sockelbeträge vor allem die unteren und mittleren Gruppen stärker profitiert. Die kommunalen Tarifparteien wollen mit der deutlichen Anhebung der Jahressonderzahlung für die oberen Gruppen vor allem Führungskräfte stärker bezahlen. Die Arbeitgeber verweisen hierbei auf den Fachkräftemangel in speziellen Berufen, wie etwa der IT.

Tabelle: Jahressonderzahlung TVöD VKA 2026 (85 Prozent)

TVöD SuE Weihnachtsgeld 2026: Kita-Erzieherinnen bekommen bis zu 4.412 Euro

Erzieherinnen in kommunalen Kitas erhalten im November 2026 erstmals 85 Prozent ihres Monatsentgelts als Jahressonderzahlung. In der Einstiegsgruppe S 8a des TVöD SuE sind das je nach Stufe zwischen 2.983 und 3.969 Euro brutto, in S 8b bis zu 4.412 Euro. Den größten Sprung machen Leitungen: Eine Kita-Leitung in S 15 Stufe 4 bekommt 4.279 Euro, 741 Euro mehr als nach dem alten Satz von 70,28 Prozent. Voraussetzung ist ein Arbeitsverhältnis am 1. Dezember; Grundlage ist das durchschnittliche Entgelt der Monate Juli bis September. Teilzeitkräfte erhalten den Betrag anteilig, wer später im Jahr angefangen hat, bekommt für jeden vollen Monat ein Zwölftel. Erzieherinnen an Landeseinrichtungen nach TV-L gehen dagegen mit 74,35 Prozent leer aus, was die Anhebung betrifft. Alle Beträge für S 2 bis S 18 nach Stufen zeigt unsere Tabelle im Beitrag zum Weihnachtsgeld im Sozial- und Erziehungsdienst 2026. Zu der Tabelle TVöD-Weihnachtsgeld 2026

Pflegekräfte bekommen mehr: 90 Prozent Weihnachtsgeld in kommunalen Kliniken

Eine Berufsgruppe steht bei der Jahressonderzahlung 2026 noch besser da als die übrige kommunale Verwaltung: die Pflege. Für die Entgeltgruppen P 5 bis P 8 gelten 90 Prozent des Monatsentgelts, fünf Punkte mehr als im restlichen TVöD VKA. Der Grund aus der Tarifeinigung 2025: Pflegekräfte können ihre Sonderzahlung nicht in freie Tage umwandeln, weil auf den Stationen das Personal fehlt. Dafür fällt das Weihnachtsgeld höher aus. Eine examinierte Pflegefachkraft in P 7 Stufe 4 erhält 3.598,50 Euro brutto, eine Pflegedienstleitung in P 16 Stufe 6 kommt auf 5.897,05 Euro. Alle Beträge für P 5 bis P 16 nach Stufen zeigt unser Beitrag zum Weihnachtsgeld 2026 nach dem TVöD Pflege. Zur Weihnachtsgeld-Tabelle in der kommunalen Pflege.

Weihnachtsgeld TVöD Bund: Gestaffelte Beträge zwischen 95, 90 und 75 Prozent

Die Tarifbeschäftigten des Bund erhalten ebenfalls eine höhere Zahlung, allerdings bleibt die Staffelung zwischen den unteren, mittleren und oberen Gruppen bestehen. Die Sätze steigen von 90 auf 95 Prozent (E 1 bis 8), von 80 auf 90 Prozent (E 9a bis 12) und von 60 auf 75 Prozent (E 13 bis 15). Damit liegt der Bund in den unteren und mittleren Gruppen vor den Kommunen.

Tabelle: Jahressonderzahlung TVöD Bund 2026


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Jahressonderzahlung TV-L: Sätze seit 2021 eingefroren

Im TV-L, der für alle Länder außer Hessen gilt, ändern sich die Prozentsätze nicht. Sie liegen seit 2021 bei 87,43 Prozent (E 1 bis 4), 88,14 Prozent (E 5 bis 8), 74,35 Prozent (E 9a bis 11), 46,47 Prozent (E 12 bis 13) und 32,53 Prozent (E 14 bis 15). Mehr Geld gibt es nur über die Tabellenerhöhung zum 1. April 2026.

Tabelle Jahressonderzahlung TV-L 2026 (ohne Hessen)

Weihnachtsgeld öffentlicher Dienst: für Beamte gilt “16 Länder, 16 Regeln”

Das Weihnachtsgeld hat neben einem finanziellen Effekt auch einen wichtigen psychologischen. Die Jahressonderzahlung ist eben auch am Jahresende ein Anerkennung für die erbrachte Leistung für das Allgemeinwohl. Im Beamtenbereich können sich durch den großen Flickenteppich an verschiedenen Regelungen leider nicht alle Beamte über eine üppige Zahlung am Jahresende freuen. Der Deutsche Beamtenbund hat die Regelungen zusammengetragen. Diese sehen folgendermaßen aus: Beamtinnen und Beamte des Bundes bekommen kein gesondertes Weihnachtsgeld mehr. Es steckt im Grundgehalt. So halten es nach dem dbb-Überblick auch Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Thüringen. Brandenburg hat stattdessen das Grundgehalt um 21 Euro monatlich aufgestockt.

Prozentual rechnen Bayern (70 Prozent eines Zwölftels der Jahresbezüge bis A 11, darüber 65 Prozent), Mecklenburg-Vorpommern (40 Prozent bis A 9, 35 Prozent bis A 12, darüber 29,382 Prozent) und Hessen mit monatlich 5 Prozent. Sachsen zahlt monatlich 4,1 Prozent aus Grundgehalt und Zulagen. Festbeträge gibt es in Berlin (1.550 Euro für A 5 bis A 9, sonst 900 Euro), Bremen (1.500 Euro für A 5 und A 6, gestaffelt bis 710 Euro für A 10 und A 11), Niedersachsen (1.200 Euro bis A 8, sonst 500 Euro), Sachsen-Anhalt (600 Euro bis A 8, sonst 400 Euro) und Schleswig-Holstein (660 Euro bis A 10). Hinzu kommen Kinderbeträge, in Schleswig-Holstein etwa 400 Euro je Kind. Hamburg geht einen neuen Weg. Der Senat führt ab 2026 eine Jahressonderzahlung von 27,5 Prozent eines Monatsbruttos ein. Für 2025 gibt es einmalig 7,5 Prozent nach, dazu Nachzahlungen für 2011 und 2012.

Quellen:

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