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TVöD SuE: So hoch ist das Weihnachtsgeld 2026 für Erzieher und Co. im öffentlichen Dienst

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Für Erzieherinnen im öffentlichen Dienst steigt das Weihnachtsgeld 2026 / Copyright: KI-generiert mit Midjourney

Im Sozial- und Erziehungsdienst nach dem TVöD steigt die Jahressonderzahlung 2026 deutlich, weil auch in diesem Bereich des öffentlichen Dienst erstmals 85 Prozent des durchschnittlichen Monatsgehalts gezahlt werden. Wir zeigen, wie hoch das Weihnachtsgeld für Erzieherinnen und Erzieher im öffentlichen Dienst der Kommunen 2026 ist.

Wer etwa in einer kommunalen Kita arbeitet, wird nach dem Sozial- und Erziehungsdienst des TVöD bezahlt, kurz TVöD SuE. Die Jahressonderzahlung folgt denselben Regeln wie im übrigen TVöD VKA: Sie kommt mit dem Novemberentgelt, Anspruch hat, wer am 1. Dezember in einem Arbeitsverhältnis steht. Grundlage ist das durchschnittliche Tabellenentgelt der Monate Juli bis September. Wer nicht das ganze Jahr beschäftigt war, bekommt für jeden vollen Monat ein Zwölftel. Teilzeitkräfte erhalten den Betrag anteilig.

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TVöD SuE: So hoch ist das Weihnachtsgeld 2026 für Erzieherinnen im öffentlichen Dienst

Neu ist 2026 der einheitliche Satz. Bisher erhielten die Gruppen S 2 bis S 8b 84,51 Prozent, die Gruppen S 9 bis S 18 nur 70,28 Prozent. Seit diesem Jahr gelten für alle 85 Prozent. Nachfolgend finden Sie die Tabelle, die Beträge für Vollzeit auf Basis der Entgelttabelle SuE 2026 zeigen. Alle Beträge müssen versteuert werden. Zudem werden Sozialabgaben berechnet.

Tabelle: Jahressonderzahlung TVöD SuE 2026 (85 Prozent des Tabellenentgelts)

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Öffentlicher Dienst: Kommunale Kitas zahlen mehr als freie Träger und Länder

Der Vergleich mit anderen Trägern fällt für kommunale Kitas günstig aus. Erzieherinnen in Landeseinrichtungen nach TV-L erhalten etwa in S 8a nur 74,35 Prozent. Kirchliche und freie Träger orientieren sich zwar häufig am TVöD, übernehmen die neue 85-Prozent-Regel aber nicht automatisch. Wer dort arbeitet, sollte den Blick in die eigene Arbeitsvertragsrichtlinie werfen.

TVöD SuE: Was vom Weihnachtsgeld übrig bleibt

Die Beträge sind Bruttowerte. Die Jahressonderzahlung zählt als sonstiger Bezug und wird voll besteuert, dazu kommen Sozialabgaben. Netto bleibt je nach Steuerklasse und Kinderfreibeträgen meist etwas mehr als die Hälfte. Wer im Herbst in eine höhere Stufe aufgestiegen ist, profitiert nur anteilig: Maßgeblich bleibt der Durchschnitt der Monate Juli bis September.

Eine Besonderheit gilt für Beschäftigte, die freie Tage dem Geld vorziehen: Seit 2026 können Teile der Jahressonderzahlung in bis zu drei zusätzliche Freistellungstage umgewandelt werden. Der Antrag muss rechtzeitig beim Arbeitgeber gestellt werden, die Sonderzahlung sinkt dann entsprechend.

Studie: Nur jeder Zweite bekommt überhaupt Weihnachtsgeld

Dass eine Jahressonderzahlung wie im öffentlichen Dienst nicht selbstverständlich ist, zeigt der Blick auf die Gesamtwirtschaft. Nach einer Auswertung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung erhalten nur 51 Prozent aller Beschäftigten in Deutschland Weihnachtsgeld. Grundlage ist eine Befragung von gut 58.000 Beschäftigten über das Portal Lohnspiegel.de.

Entscheidend ist die Tarifbindung, etwa wie der TVöD für die Kommunen. In tarifgebundenen Betrieben bekommen mehr als drei Viertel der Beschäftigten eine Sonderzahlung, ohne Tarifvertrag sind es 41 Prozent. Der öffentliche Dienst mit TVöD und TV-L gehört damit zu dem Bereich, in dem der Anspruch für praktisch alle Tarifbeschäftigten gilt – unabhängig von Betriebsgröße, Region oder Geschlecht. In der Privatwirtschaft sieht das anders aus: Männer erhalten zu 54 Prozent Weihnachtsgeld, Frauen zu 48 Prozent; in Westdeutschland sind es 53 Prozent, in Ostdeutschland 41 Prozent. Zwischen Vollzeit und Teilzeit sowie zwischen befristeten und unbefristeten Verträgen fanden die Forscher nur geringe Unterschiede.

Jahressonderzahlung: Öffentlicher Dienst im oberen Mittefeld

Auch bei der Höhe liegt der öffentliche Dienst im oberen Mittelfeld. Das WSI verglich das tarifliche Weihnachtsgeld mittlerer Entgeltgruppen: Die Spanne reicht von 250 Euro in der bayerischen Landwirtschaft bis 4.235 Euro in der chemischen Industrie Nordrhein. Ein volles 13. Monatsgehalt zahlen unter anderem Chemie, Energiewirtschaft, Deutsche Bahn und Banken, die Eisen- und Stahlindustrie sogar 110 Prozent. Gar kein tarifliches Weihnachtsgeld gibt es in der Gebäudereinigung, der Floristik und im ostdeutschen Bewachungsgewerbe. Die 85 Prozent bei den Kommunen und bis zu 95 Prozent beim Bund liegen damit deutlich über dem, was die meisten Branchen zahlen – nur die Länder fallen mit 32,53 bis 88,14 Prozent je nach Entgeltgruppe teils weit zurück.

Quellen:

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