Öffentlicher Dienst in Bayern: Gehalt, Besoldung und Jobs
Von Sebastian Henneke
Der öffentliche Dienst gehört zu den größten Arbeitgebern in Bayern. Nach Zahlen des Bayerischen Landesamts für Statistik arbeiten hier rund 776.000 Menschen im Landes- und Kommunaldienst sowie bei den Sozialversicherungen (ohne Bundesbedienstete, Stand: 30. Juni 2024). Rund 266.000 davon sind verbeamtet – also etwa jeder Dritte. Wie viel Sie verdienen, hängt dabei von zwei Fragen ab: Wer bezahlt Sie – Kommune, Freistaat oder Bund? Und sind Sie angestellt oder verbeamtet? Dieser Wegweiser führt Sie deshalb schnell zu Ihren Tabellen.

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TVöD: Tarifvertrag für Angestellte in Bayern von Bund und Kommunen
Sie arbeiten bei einer Stadt, Gemeinde, einem Landkreis oder einer Bundesbehörde in Bayern? Dann gilt für Sie in der Regel der TVöD, der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst. Ihr Gehalt richtet sich dabei nach Ihrer Entgeltgruppe und Ihrer Erfahrungsstufe. Die aktuelle Lage: Seit Mai 2026 bekommen TVöD-Beschäftigte 2,8 Prozent mehr Geld. Das ist die zweite Stufe des Tarifabschlusses von 2025, der noch bis Ende März 2027 läuft.
Die aktuellen Entgelttabellen finden Sie auf unserer TVöD-Seite.
TVöD-Tarifverhandlungen Bayern
Die nächste Tarifrunde steht also bereits vor der Tür: 2027 verhandeln Gewerkschaften und Arbeitgeber auch für die Tarifangestellten in Bayern neu. Alle Entwicklungen dazu lesen Sie auf unserer Seite zu den TVöD-Tarifverhandlungen 2027.
TV-V: Tarifvertrag für Versorgungsbetriebe in Bayern
Ein Sonderfall im kommunalen Bereich sind die Versorgungsbetriebe. Wer bei Stadtwerken arbeitet – also bei Strom, Gas, Wasser oder Fernwärme, zum Beispiel in München, Nürnberg oder Augsburg –, fällt häufig unter den Tarifvertrag Versorgungsbetriebe (TV-V). Er kennt 15 Entgeltgruppen mit je sechs Stufen. Er wird parallel zum TVöD verhandelt.
Die aktuellen Entgelttabellen finden Sie in unserer TV-V-Übersicht.
TV-L: Tarifvertrag für Landesbeschäftigte in Bayern
Beschäftigte des Freistaats Bayern – zum Beispiel an Schulen, Hochschulen oder in Ministerien – bekommen ihr Gehalt dagegen nach dem TV-L, dem Tarifvertrag der Länder. Die aktuelle Lage: Seit dem 1. April 2026 gibt es 2,8 Prozent mehr Geld, mindestens aber 100 Euro. Der laufende TV-L-Abschluss gilt noch bis 2028. Erst dann geht es in die nächste Runde: Die Gewerkschaften verhandeln anschließend mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) über die künftigen Gehälter.
Die aktuellen Entgelttabellen finden Sie in unserer TV-L-Übersicht.
Besoldung im öffentlichen Dienst: für Beamtinnen und Beamte in Bayern
Landesbeamte, Lehrkräfte, Polizei und Richter bekommen keine Tarifvergütung. Stattdessen erhalten sie Besoldung nach dem Bayerischen Besoldungsgesetz (BayBesG). Im Ländervergleich zahlt der Freistaat traditionell mit die höchsten Bezüge in Deutschland. Die aktuelle Lage: Ausgerechnet Bayern bricht jedoch mit seiner Tradition, Tarifergebnisse zeitgleich auf die Beamten zu übertragen. Der Freistaat verschiebt die Besoldungsanpassung um sechs Monate: Erst zum 1. Oktober 2026 steigen die Bezüge um 2,82 Prozent, während die Tarifbeschäftigten ihre Erhöhung schon seit April erhalten. Die weiteren Stufen folgen zum 1. September 2027 (plus 2,0 Prozent) und zum 1. Januar 2028 (plus 1,0 Prozent).
Alle Besoldungsgruppen und Erfahrungsstufen finden Sie in unseren Besoldungstabellen für Bayern.
Stellen im öffentlichen Dienst in Bayern
Sie suchen einen Job im öffentlichen Dienst? In unserer Stellenbörse finden Sie aktuelle Stellenangebote in Bayern – von der Verwaltung über Kitas bis zu den Stadtwerken.
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