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Entgeltgruppe 9c TVöD: Bis zu 5528 Euro im Monat brutto – Tabelle, Stufen und Voraussetzungen

Der TVöD VKA gilt auf kommunaler Ebene
Der TVöD VKA gilt auf kommunaler Ebene / Copyright: picture alliance / SZ Photo | Wolfgang Filser

In der Entgeltgruppe 9c TVöD verdienen Beschäftigte der Kommunen 2026 bis zum 5.527,70 Euro brutto im Monat. Die 9c ist die jüngste Gruppe der ganzen Tabelle und hat die gleichmäßigste Stufenleiter. Warum sich Bleiben hier oft mehr auszahlt als der Aufstieg in die E10.

Von Sebastian Henneke – zuletzt aktualisiert am 06. Oktober 2026

Entgeltgruppe 9c TVöD: Tabelle 2026

Seit dem 1. Mai 2026 gelten im TVöD neue Beträge. Die Erhöhung um 2,8 Prozent war die zweite Stufe der Tarifeinigung vom April 2025. Die Tabelle gilt für Beschäftigte bei Kommunen, Landkreisen und kommunalen Unternehmen nach TVöD VKA.

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Stufe Monat brutto in Euro Plus zur Vorstufe Stunden­lohn in Euro Jahr inkl. Sonder­zahlung
Stufe 1
Einstieg
4.010,72 23,65 51.537,75
Stufe 2
nach 1 Jahr
4.290,50 279,78 25,30 55.132,93
Stufe 3
nach 3 Jahren
4.594,76 304,26 27,10 59.042,67
Stufe 4
nach 6 Jahren
4.922,61 327,85 29,03 63.255,54
Stufe 5
nach 10 Jahren
5.275,05 352,44 31,11 67.784,39
Stufe 6
nach 15 Jahren
5.527,70 252,65 32,60 71.030,94

Entgelttabelle TVöD VKA, gültig ab 1. Mai 2026. Stufenangaben: Gesamtdauer ab Einstieg in Stufe 1. Stundenlohn bei 39 Wochenstunden. Jahresbetrag: zwölf Monatsgehälter plus Jahressonderzahlung von 85 Prozent.
Alle Angaben ohne Gewähr

Sieben Prozent pro Stufe, und dann der Knick

Die 9c hat die gleichmäßigste Stufenleiter im kommunalen Dienst. Von Stufe 1 bis Stufe 5 steigt das Gehalt jedes Mal um fast genau den gleichen Anteil: 6,98 Prozent, dann 7,09, dann 7,14, dann 7,16 Prozent. In Euro wächst der Abstand von 279,78 auf 352,44 Euro. In anderen Entgeltgruppen sieht das anders aus. Die Entgeltgruppe 9b etwa bringt beim Sprung in Stufe 4 auf einen Schlag 486,99 Euro, davor und danach deutlich weniger. In der 9c gibt es keinen solchen Ausreißer. Wer hier arbeitet, kann sein Gehalt über die ersten zehn Jahre fast linear planen. Die Endstufe nach 15 Jahren bringt nur noch 252,65 Euro und damit 4,79 Prozent mehr. Es ist der einzige Stufenschritt in der 9c, der schwächer ausfällt als der vorherige. Über die gesamte Leiter von Stufe 1 bis Stufe 6 liegen 1.516,98 Euro oder 37,8 Prozent.

Wer in die Entgeltgruppe 9c kommt

Die 9c ist die jüngste Entgeltgruppe im TVöD. Sie existiert erst seit Anfang 2017, als die Entgeltgruppe 9 in die drei Gruppen 9a, 9b und 9c aufgeteilt wurde. Das erklärt, warum sich viele Beschäftigte bei ihrer Eingruppierung unsicher sind: Ältere Arbeitsverträge und Stellenbeschreibungen kennen die 9c noch nicht. Gedacht ist die Gruppe für besonders verantwortungsvolle Tätigkeiten, die sich deutlich aus der Entgeltgruppe 9b herausheben, ohne schon das Niveau der E10 oder E11 zu erreichen. Eine Leitungsfunktion mit Personalverantwortung ist dafür nicht zwingend nötig. Entscheidend ist das Gewicht der Aufgabe.

In der Praxis läuft das meist auf eines von drei Merkmalen hinaus: eine fachliche Steuerungs- oder Koordinierungsfunktion, eine Mitverantwortung für Entscheidungen, die über den eigenen Arbeitsplatz hinauswirken, oder einzelne Arbeitsvorgänge von erhöhter Bedeutung für die Verwaltung. Typisch sind deshalb Stellen wie Datenschutzbeauftragte, Controlling, Pressestelle, Sachgebietsleitungen mit fachlicher Verantwortung, Ingenieurstellen mit besonderem Aufgabenzuschnitt oder Beschäftigte mit abgeschlossenem Verwaltungslehrgang II. Auch ein Bachelorabschluss führt in die 9c, wenn die Tätigkeit entsprechend zugeschnitten ist.

Die Stufenlaufzeiten sind die üblichen. Nach einem Jahr in Stufe 1 folgt Stufe 2, danach dauert jede weitere Stufe zwei, drei, vier und fünf Jahre. Vom Einstieg bis zur Endstufe sind es damit 15 Jahre.

Was der Schritt aus der 9b bringt

Viele kommen nicht direkt in die 9c, sondern werden aus der 9b höhergruppiert. Der Abstand zwischen beiden Gruppen ist dabei alles andere als gleichmäßig.

Stufe E9b in Euro E9c in Euro Plus
1 3.779,84 4.010,72 230,88
2 4.039,01 4.290,50 251,49
3 4.203,56 4.594,76 391,20
4 4.690,55 4.922,61 232,06
5 4.979,11 5.275,05 295,94
6 5.313,37 5.527,70 214,33

Monatsbrutto in Euro, TVöD VKA ab 1. Mai 2026.
Alle Angaben ohne Gewähr

Am meisten lohnt sich der Wechsel in Stufe 3 mit 391,20 Euro. Wer also noch nicht lange dabei ist und die Chance auf eine 9c-Stelle hat, profitiert prozentual stärker als jemand, der seit 15 Jahren im Amt sitzt.

Warum der Aufstieg in die E10 weniger bringt als gedacht

Nach oben schließt die Entgeltgruppe 10 an. Dort beginnt der Bereich, in dem Beschäftigte regelmäßig ganze Sachgebiete oder Teams führen. Beim Gehalt fällt der Unterschied aber überraschend klein aus.

Stufe E9c in Euro E10 in Euro Plus
1 4.010,72 4.124,53 113,81
2 4.290,50 4.438,16 147,66
3 4.594,76 4.794,69 199,93
4 4.922,61 5.181,37 258,76
5 5.275,05 5.611,95 336,90
6 5.527,70 5.753,35 225,65

Monatsbrutto in Euro, TVöD VKA ab 1. Mai 2026.
Alle Angaben ohne Gewähr

In der Eingangsstufe trennen beide Gruppen 113,81 Euro. Das sind 2,8 Prozent. Noch anschaulicher wird es, wenn man die Leitern gegeneinanderstellt: Wer in der Endstufe der 9c sitzt, verdient mit 5.527,70 Euro mehr als jemand, der in der E10 in Stufe 4 steckt und dort auf 5.181,37 Euro kommt. Das sind 346,33 Euro Vorsprung trotz niedrigerer Entgeltgruppe. Für die Praxis heißt das: In der 9c zahlt sich Durchhalten oft mehr aus als der schnelle Griff nach der nächsten Gruppe. Wer eine E10-Stelle übernimmt und dabei in eine niedrige Stufe rutscht, kann unter dem Strich schlechter stehen als vorher. Vor der Bewerbung lohnt deshalb die Frage, welche Stufe der neue Arbeitgeber anerkennt.

Der halbierte Überstundenzuschlag

An einer Stelle ist die 9c schlechter gestellt als die Gruppen unter ihr. Bis einschließlich 9b bringt jede Überstunde 30 Prozent Zuschlag, ab der 9c nur noch 15 Prozent.

Wann es Zuschlag gibt Zuschlag
Überstunden 15 %
Nachtarbeit 20 %
Sonntagsarbeit 25 %
Feiertagsarbeit
ohne Freizeitausgleich
135 %
Feiertagsarbeit
mit Freizeitausgleich
35 %
24. und 31. Dezember
jeweils ab 6 Uhr
35 %
Samstag 13 bis 21 Uhr
außerhalb von Schichtarbeit
20 %

Zeitzuschläge nach § 8 TVöD, berechnet auf den Stundenwert der Stufe 3 der jeweiligen Entgeltgruppe. In Teilzeit gelten sie in voller Höhe. Treffen Nacht-, Sonntags-, Feiertags- oder Samstagszuschlag zusammen, wird nur der höchste gezahlt. Ständige Wechselschichtarbeit bringt zusätzlich 105 Euro im Monat, ständige Schichtarbeit 40 Euro.
Alle Angaben ohne Gewähr

Wer regelmäßig Überstunden leistet, sollte deshalb prüfen, ob im Betrieb ein Arbeitszeitkonto geführt wird. Dann lassen sich Überstunden und Zuschläge in Freizeit umwandeln. Bei 15 Prozent Zuschlag ist der freie Tag für viele in der 9c der bessere Gegenwert.

Entgeltgruppe 9c in Teilzeit

Eine volle Stelle sind 39 Wochenstunden. Wer weniger arbeitet, bekommt das Gehalt anteilig. Der Stundenlohn bleibt gleich.

Wochen­stunden Stufe 1 Stufe 3 Stufe 6
39 Vollzeit 4.010,72 4.594,76 5.527,70
35 3.599,36 4.123,50 4.960,76
30 3.085,17 3.534,43 4.252,08
25 2.570,97 2.945,36 3.543,40
20 halbe Stelle 2.056,78 2.356,29 2.834,72

Monatsbrutto in Euro, TVöD VKA ab 1. Mai 2026, anteilig zur Vollzeit von 39 Stunden.
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Auch die Jahressonderzahlung. umgangssprachlich Weihnachtsgeld, im November wird anteilig berechnet. Bei voller Stelle sind es 85 Prozent eines Monatsgehalts, in der 9c also zwischen 3.409,11 und 4.698,55 Euro brutto.

Umfrage: Hier kippt die Tarifforderung

Am Gehaltscheck von oeffentlicher-dienst-news.de haben im Sommer 2026 rund 10.700 Leserinnen und Leser teilgenommen, 9.700 davon nach TVöD bei Bund und Kommunen. 2.496 Antworten kamen aus der Entgeltgruppe 9. Die Befragung hat nicht zwischen 9a, 9b und 9c unterschieden, die Werte gelten also für die gesamte Gruppe.

Gehaltscheck 2027 · Entgeltgruppe 9

Was soll die Gewerkschaft 2027 vorrangig durchsetzen?

Kräftige prozentuale Erhöhung48 %
Bessere Aufstiegschancen34 %
Regeln für Homeoffice28 %
Sockelbetrag von mindestens 250 Euro25 %
73 %
halten mindestens vier Prozent pro Jahr für angemessen
81 %
wollten keine Wahlmodell-Freitage, weil sie nicht auf Geld verzichten möchten
69 %
rechnen mit einem enttäuschenden Ergebnis oder einem Scheitern der Verhandlungen

Quelle: Gehaltscheck öffentlicher Dienst 2027, oeffentlicher-dienst-news.de, Befragung vom 18. August bis 24. September 2026, n = 2.496 (Entgeltgruppe 9 gesamt, TVöD Bund und Kommunen). Mehrfachauswahl bei den Forderungen. Nicht repräsentativ.
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In der Entgeltgruppe 9 dreht sich die Tarifforderung. In den unteren Gruppen liegen Sockelbetrag und prozentuale Erhöhung fast gleichauf, in der Entgeltgruppe 3 nennen 45 Prozent einen Sockelbetrag. Ab der 9 setzt sich die Prozentforderung klar durch: 48 Prozent wollen eine kräftige prozentuale Erhöhung, nur 25 Prozent einen Sockelbetrag. In den Gruppen 12 bis 15 sind es dann 63 gegen 14 Prozent. Der Grund ist einfach: Ein Sockelbetrag von 250 Euro bringt in Stufe 6 der 9c weniger als fünf Prozent. In der Entgeltgruppe 3 ist es umgekehrt. Beschäftigte der 9c sitzen damit auf der Seite der Tabelle, für die prozentuale Abschlüsse rechnerisch mehr bringen.

Was mehr Gehalt für die Entgeltgruppe 9c bedeuten würde

Die aktuelle Tabelle gilt bis zum 31. März 2027. Die Gewerkschaften wollen ihre Forderung am 16. März 2027 beschließen, verhandelt wird ab dem 9. April 2027 in Potsdam. Den Stand halten wir auf unserer Seite zu den TVöD-Tarifverhandlungen fest.

Stufe Heute plus 3 % plus 5 % plus 250 Euro 8 %, mind. 350 Euro
1 4.010,72 4.131,04 4.211,26 4.260,72 4.360,72
2 4.290,50 4.419,22 4.505,03 4.540,50 4.640,50
3 4.594,76 4.732,60 4.824,50 4.844,76 4.962,34
4 4.922,61 5.070,29 5.168,74 5.172,61 5.316,42
5 5.275,05 5.433,30 5.538,80 5.525,05 5.697,05
6 5.527,70 5.693,53 5.804,09 5.777,70 5.969,92

Monatsbrutto in Euro. Rechenbeispiele, keine Prognose. Die Spalte rechts entspricht der Gewerkschaftsforderung von 2025. Was tatsächlich kommt, entscheidet der Tarifabschluss.
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Die Tabelle zeigt, warum die 9c bei prozentualen Abschlüssen besser fährt. Schon ab Stufe 5 bringen fünf Prozent mit 263,75 Euro mehr als ein Sockelbetrag von 250 Euro, in der Endstufe sind es 276,39 Euro. Ein Abschluss von drei Prozent dagegen würde in Stufe 1 nur 120,32 Euro bringen und damit gerade so viel, wie der Abstand zur E10 beträgt.

Die neue 9c-Tabelle zuerst im Postfach

Sobald Forderung, Angebot oder Einigung vorliegen, rechnen wir die Beträge für jede Stufe der 9c aus. Unser kostenloser Newsletter bringt sie Ihnen ins Postfach, gemeinsam mit mehr als 160.000 anderen Beschäftigten im öffentlichen Dienst.

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Häufige Fragen zur Entgeltgruppe 9c TVöD

Was verdient man in der Entgeltgruppe 9c TVöD?

Vollzeitbeschäftigte der Kommunen erhalten seit Mai 2026 zwischen 4.010,72 Euro in Stufe 1 und 5.527,70 Euro in Stufe 6 brutto im Monat. Mit der Jahressonderzahlung sind das 51.538 bis 71.031 Euro im Jahr.

Wer bekommt die Entgeltgruppe 9c?

Beschäftigte mit besonders verantwortungsvollen Tätigkeiten, die sich deutlich aus der Entgeltgruppe 9b herausheben. Typisch sind fachliche Steuerungsaufgaben, Mitverantwortung für Entscheidungen oder einzelne Arbeitsvorgänge von erhöhter Bedeutung. Eine Personalverantwortung ist nicht zwingend nötig.

Was ist der Unterschied zwischen 9b und 9c?

Die 9b knüpft in der Regel an einen Bachelor oder eine vergleichbare Hochschulbildung an. Die 9c setzt darauf eine zusätzliche Verantwortung auf, etwa eine Steuerungsfunktion oder Aufgaben mit erhöhter Bedeutung. Beim Gehalt liegen je nach Stufe 214 bis 391 Euro im Monat zwischen beiden Gruppen.

Wie hoch ist der Überstundenzuschlag in der 9c?

Er beträgt 15 Prozent. Bis zur Entgeltgruppe 9b sind es 30 Prozent.

Lohnt sich die Höhergruppierung von 9c nach E10?

Finanziell fällt der Schritt kleiner aus, als viele erwarten. In Stufe 1 bringt er 113,81 Euro, in der Endstufe 225,65 Euro im Monat. Wichtiger als die Entgeltgruppe ist deshalb oft die Frage, welche Stufe der neue Arbeitgeber anerkennt.

Wie hoch ist der Stundenlohn in der 9c?

Er liegt 2026 zwischen 23,65 Euro in Stufe 1 und 32,60 Euro in Stufe 6. Grundlage sind 39 Wochenstunden. In Teilzeit ändert sich der Stundenlohn nicht.

Was verdient man in der 9c bei 30 Stunden?

Bei 30 Wochenstunden sind es zwischen 3.085,17 Euro in Stufe 1 und 4.252,08 Euro in Stufe 6 brutto. Bei 20 Stunden liegt die Spanne zwischen 2.056,78 und 2.834,72 Euro.

Seit wann gibt es die Entgeltgruppe 9c?

Seit Anfang 2017. Damals wurde die frühere Entgeltgruppe 9 in die drei Gruppen 9a, 9b und 9c aufgeteilt. Die 9c ist damit die jüngste Gruppe der Entgelttabelle.

Welcher Besoldungsgruppe entspricht die Entgeltgruppe 9c?

Eine offizielle Zuordnung gibt es nicht. Die Aufgaben ähneln denen des gehobenen Dienstes, also etwa A10 oder A11. Die Gehälter lassen sich aber nicht direkt vergleichen, weil Beamte keine Sozialversicherungsbeiträge zahlen und später eine Pension erhalten. Die aktuellen Werte stehen auf unserer Seite zur Beamtenbesoldung.

Gilt die Tabelle auch für Beschäftigte des Bundes?

Nein. Zivilbeschäftigte des Bundes fallen unter den TVöD Bund mit einer eigenen Tabelle. Die Werte stehen auf unserer Seite zum TVöD Bund.

Alle Angaben wurden sorgfältig recherchiert und geprüft. Für die Richtigkeit und Aktualität  übernehmen wir keine Gewähr. Verbindlich ist allein der Tarifvertrag. Die Umfragewerte stammen aus einer nicht repräsentativen Online-Befragung unter Leserinnen und Lesern.

Quellen:

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