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Entgeltgruppe 3 TVöD: Gehalt 2026, Zuschläge und Stundenlohn

Der TVöD VKA gilt auf kommunaler Ebene
Der TVöD VKA gilt auf kommunaler Ebene / Copyright: picture alliance / SZ Photo | Wolfgang Filser

In der Entgeltgruppe 3 TVöD liegt das Gehalt 2026 zwischen 2.953,13 und 3.501,81 Euro brutto. Die letzte Tarifrunde brachte der Gruppe in allen sechs Stufen den Mindestbetrag von 110 Euro. Was das für 2027 bedeutet, wo sich E3 mit E2 überschneidet und welche Zuschläge dazukommen.

Von Sebastian Henneke – zuletzt aktualisiert am 25. September 2026

Entgeltgruppe 3 TVöD: Tabelle 2026

Seit dem 1. Mai 2026 gelten im TVöD neue Beträge. Die Gehälter stiegen um 2,8 Prozent. Das war die zweite Stufe der Tarifeinigung vom April 2025. Die folgenden Werte gelten für Beschäftigte bei Kommunen, Landkreisen und kommunalen Unternehmen nach TVöD VKA.

Stufe Monat brutto in Euro Stunden­lohn in Euro Jahr inkl. Sonder­zahlung in Euro
Stufe 1
Einstieg
2.953,13 17,42 37.947,72
Stufe 2
nach 1 Jahr
3.164,20 18,66 40.659,97
Stufe 3
nach 3 Jahren
3.215,57 18,96 41.320,07
Stufe 4
nach 6 Jahren
3.332,99 19,66 42.828,92
Stufe 5
nach 10 Jahren
3.421,10 20,17 43.961,14
Stufe 6
nach 15 Jahren
3.501,81 20,65 44.998,26

Entgelttabelle TVöD VKA, gültig ab 1. Mai 2026. Stufenangaben: Gesamtdauer ab Einstieg in Stufe 1. Stundenlohn bei 39 Wochenstunden. Jahresbetrag: zwölf Monatsgehälter plus Jahressonderzahlung von 85 Prozent.
Alle Angaben ohne Gewähr

Zwischen Einstieg und Endstufe liegen 548,68 Euro. Das sind 18,6 Prozent über 15 Jahre. Den größten Sprung bringt schon das erste Jahr: 211,07 Euro von Stufe 1 auf Stufe 2. Die letzte Stufe nach 15 Jahren bringt dagegen nur noch 80,71 Euro.

Warum der Sockelbetrag für die Entgeltgruppe 3 so wichtig war

Die Tarifeinigung vom April 2025 sah zwei Erhöhungen vor: drei Prozent ab April 2025, mindestens aber 110 Euro im Monat, und weitere 2,8 Prozent ab Mai 2026. Für die Entgeltgruppe 3 war der Mindestbetrag in allen sechs Stufen die bessere Rechnung. Drei Prozent hätten in Stufe 1 nur 82,88 Euro ergeben. Der Sockel brachte 27,12 Euro mehr.

Je höher die Stufe, desto kleiner dieser Vorteil. In Stufe 6 lagen drei Prozent bei 98,89 Euro, der Sockel also nur 11,11 Euro darüber. Unterm Strich legten die Gehälter der Gruppe von 2024 bis heute zwischen 6,2 und 6,9 Prozent zu. Anders als oft angenommen war die Erhöhung also im unteren Bereich der Gruppe am stärksten. Genau darum geht es auch in der kommenden Runde wieder.

Umfrage: Was Beschäftigte in der Entgeltgruppe 3 fordern

An unserem Gehaltscheck haben im Sommer 2026 rund 10.700 Leserinnen und Leser teilgenommen, 9.700 davon nach TVöD bei Bund und Kommunen. 140 arbeiten in der Entgeltgruppe 3. Ihre Antworten fallen bei einer Frage besonders deutlich aus.

Gehaltscheck 2027 · Entgeltgruppe 3

Was muss die Tarifrunde 2027 vor allem bringen?

Sockelbetrag von mindestens 250 Euro45 %
alle Entgeltgruppen: 26 %
Kräftige prozentuale Erhöhung43 %
alle Entgeltgruppen: 49 %
Sockel und prozentuale Erhöhung36 %
alle Entgeltgruppen: 38 %
Höhere Schicht- und Wochenendzuschläge20 %
alle Entgeltgruppen: 10 %
50 %
sagen, das Geld reicht kaum oder sie müssen sich spürbar einschränken
3,8
Schulnote für das Tarifergebnis 2025, Schnitt aller Gruppen: 3,6
36 %
denken wegen der Bezahlung über einen Wechsel nach

Quelle: Gehaltscheck öffentlicher Dienst 2027, oeffentlicher-dienst-news.de, Befragung vom 18. August bis 24. September 2026, n = 140 (Entgeltgruppe 3, TVöD Bund und Kommunen). Mehrfachnennungen möglich. Nicht repräsentativ.

In keiner anderen Entgeltgruppe ist der Wunsch nach einem festen Sockelbetrag so verbreitet wie in der E3. 45 Prozent nennen ihn, im Schnitt aller Gruppen sind es 26 Prozent. Die Erfahrung aus 2025 dürfte dabei eine Rolle spielen: Damals brachte der Mindestbetrag der Gruppe mehr als die Prozente. Ähnlich deutlich fällt der Wunsch nach höheren Zuschlägen aus. 20 Prozent der Befragten aus E3 fordern mehr Geld für Schicht-, Wechsel- und Wochenendarbeit. Das ist der doppelte Wert gegenüber allen Gruppen zusammen und passt zu den Berufsbildern: Pförtner, Hausmeisterdienst und Grünpflege arbeiten oft außerhalb der Bürozeiten.

Wo sich die Entgeltgruppe 3 mit E2 und E4 überschneidet

Die Entgeltgruppen liegen enger beieinander, als die Nummern vermuten lassen. Wer lange in der Entgeltgruppe 2 arbeitet, verdient in der Endstufe mehr als eine Kollegin in E3, die erst Stufe 5 erreicht hat. Und der Einstieg in die Entgeltgruppe 4 liegt nur 41,04 Euro über dem Einstieg in E3.

Gruppe und Stufe Monat brutto in Euro
E2 Stufe 6 nach 15 Jahren 3.433,49
E3 Stufe 5 nach 10 Jahren 3.421,10
E3 Stufe 6 nach 15 Jahren 3.501,81
E4 Stufe 4 nach 6 Jahren 3.332,99
E4 Stufe 5 nach 10 Jahren 3.560,17

Monatsbrutto TVöD VKA ab 1. Mai 2026, Vollzeit mit 39 Wochenstunden.
Alle Angaben ohne Gewähr

Für die Praxis heißt das: Eine Höhergruppierung von E2 nach E3 lohnt sich vor allem früh im Berufsleben. Wer schon viele Jahre in E2 arbeitet, gewinnt weniger, als die Gruppennummer vermuten lässt.

Zuschläge und Zulagen in der Entgeltgruppe 3

Das Tabellenentgelt ist nicht alles. Wer abends, nachts, am Wochenende oder an Feiertagen arbeitet, bekommt Zeitzuschläge nach § 8 TVöD. Sie werden nicht aus dem eigenen Gehalt berechnet, sondern aus dem Stundenentgelt der Stufe 3 der jeweiligen Entgeltgruppe. Alle Beschäftigten der Gruppe erhalten damit dieselben Zuschlagsbeträge, unabhängig von ihrer eigenen Stufe. Dazu kommen feste Zulagen für Schichtarbeit.

Teilzeit und was netto bleibt

In Teilzeit sinkt das Gehalt anteilig zur vollen Wochenarbeitszeit von 39 Stunden.

Wochen­stunden Stufe 1 in Euro Stufe 3 in Euro Stufe 6 in Euro
39 (Vollzeit) 2.953,13 3.215,57 3.501,81
30 2.271,64 2.473,52 2.693,70
20 1.514,43 1.649,01 1.795,80

Monatsbrutto TVöD VKA ab 1. Mai 2026, anteilig zur Vollzeit.
Alle Angaben ohne Gewähr

Vom Brutto gehen Steuern, Sozialabgaben und der eigene Anteil an der Zusatzversorgung ab. Wie viel übrig bleibt, hängt von Steuerklasse, Kindern, Kirchensteuer und dem Zusatzbeitrag der Krankenkasse ab. Eine pauschale Zahl führt deshalb in die Irre. Rechnen Sie Ihren Fall mit unserem Brutto-Netto-Rechner für den öffentlichen Dienst durch.

Tarifrunde 2027: Rechenbeispiele für die Entgeltgruppe 3

Die Tabelle gilt bis zum 31. März 2027. Am 16. März 2027 wollen die Gewerkschaften ihre Forderung beschließen. Verhandelt wird ab dem 9. April 2027 in Potsdam, weitere Termine stehen im Mai an. Den Verlauf verfolgen wir auf unserer Seite zu den TVöD-Tarifverhandlungen. Die Rechenbeispiele zeigen, wie verschiedene Modelle in der E3 wirken würden. Die Spalte ganz rechts entspricht der Gewerkschaftsforderung von 2025: acht Prozent, mindestens 350 Euro.

Stufe Heute plus 3 % plus 5 % plus 250 Euro 8 %, mind. 350 Euro
1 2.953,13 3.041,72 3.100,79 3.203,13 3.303,13
2 3.164,20 3.259,13 3.322,41 3.414,20 3.514,20
3 3.215,57 3.312,04 3.376,35 3.465,57 3.565,57
4 3.332,99 3.432,98 3.499,64 3.582,99 3.682,99
5 3.421,10 3.523,73 3.592,16 3.671,10 3.771,10
6 3.501,81 3.606,86 3.676,90 3.751,81 3.851,81

Monatsbrutto in Euro. Rechenbeispiele, keine Prognose. Was tatsächlich kommt, entscheidet der Tarifabschluss.
Alle Angaben ohne Gewähr

Der Vergleich erklärt, warum 45 Prozent der Befragten aus E3 auf einen Sockelbetrag setzen. 250 Euro brächten in Stufe 1 ein Plus von 8,5 Prozent, in Stufe 6 noch 7,1 Prozent. Drei Prozent brächten dagegen in Stufe 1 nur 88,59 Euro.

Sockel oder Prozente? Wir rechnen es für Sie aus

Sobald die Gewerkschaften ihre Forderung für 2027 beschlossen haben, zeigen wir, was sie für jede Stufe der E3 bedeutet. Unser Newsletter bringt Ihnen jede Entwicklung der Tarifrunde ins Postfach, so wie schon mehr als 160.000 anderen Beschäftigten.

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Wer in die Entgeltgruppe 3 eingruppiert wird

Die Entgeltgruppe 3 steht für einfache Tätigkeiten, die eine eingehende Einarbeitung verlangen. Das ist mehr als die fachliche Einarbeitung der Entgeltgruppe 2 und deutlich mehr als die kurze Einweisung in E1. Eine abgeschlossene Berufsausbildung ist trotzdem nicht nötig. Die Gruppe ist damit die klassische Stufe für angelernte Kräfte.

Typische Tätigkeiten sind:

  • Pförtner- und Empfangsdienste mit eigenen Auskunfts- und Kontrollaufgaben
  • Hausmeisterhilfsdienste und einfache Arbeiten in der Haustechnik
  • Lager- und Materialausgabe mit Bestandsführung
  • Botendienste mit erweiterten Aufgaben
  • Grünpflege und Friedhofsdienste mit Maschineneinsatz
  • angelernte Kräfte in Küchen, Werkstätten und Bauhöfen

Entscheidend ist immer die tatsächlich ausgeübte Tätigkeit, nicht die Stellenbezeichnung. Wer eine einschlägige Ausbildung abgeschlossen hat, wird in der Regel höher eingruppiert.

Jahressonderzahlung und Urlaub

Im November zahlen die Kommunen die Jahressonderzahlung aus. Seit 2026 beträgt sie einheitlich 85 Prozent eines Monatsgehalts. In der E3 sind das zwischen 2.510,16 Euro in Stufe 1 und 2.976,54 Euro in Stufe 6. Wer will, kann einen Teil in bis zu drei freie Tage umwandeln. In unserer Umfrage haben das in der E3 nur vier von 139 Befragten getan. Die Mehrheit kann oder will nicht auf Geld verzichten. Wie sich der Betrag berechnet, steht in unserem Beitrag zum Weihnachtsgeld im TVöD VKA 2026. Beim Urlaub steigt der Anspruch ab 2027 von 30 auf 31 Tage.

Stellen in der Entgeltgruppe 3 und höher

Pforte, Hausmeisterdienst, Bauhof oder Lager: In unserer Stellenbörse finden Sie aktuelle Ausschreibungen von Kommunen und Behörden. Jetzt Stellen ansehen

Häufige Fragen zur Entgeltgruppe 3 TVöD

Wie viel verdient man in der Entgeltgruppe 3 TVöD?

Vollzeitbeschäftigte der Kommunen erhalten seit Mai 2026 zwischen 2.953,13 Euro in Stufe 1 und 3.501,81 Euro in Stufe 6 brutto im Monat. Mit der Jahressonderzahlung kommen sie auf 37.948 bis 44.998 Euro im Jahr.

Was bedeutet die Entgeltgruppe 3?

Sie ist die dritte von 15 Entgeltgruppen im TVöD und steht für einfache Tätigkeiten mit eingehender Einarbeitung. Eine Berufsausbildung ist nicht erforderlich. Typisch sind Pförtnerdienste, Hausmeisterhilfsdienste, Lagerarbeit und Grünpflege.

Wie hoch ist der Stundenlohn in E3?

Er liegt 2026 zwischen 17,42 Euro in Stufe 1 und 20,65 Euro in Stufe 6. Grundlage sind 39 Wochenstunden, also 169,57 Stunden im Monat. Zum Mindestlohn, der im Januar 2027 auf 14,60 Euro steigt, hält schon die Stufe 1 einen Abstand von 2,82 Euro.

Gibt es in der Entgeltgruppe 3 Unterschiede zwischen Ost und West?

Nein. Seit dem 1. Januar 2010 gilt im TVöD eine einheitliche Entgelttabelle für beide Tarifgebiete. Auch bei der Arbeitszeit gibt es keinen Unterschied mehr: Im kommunalen Tarifgebiet Ost sank sie zum 1. Januar 2023 von 40 auf 39 Stunden und liegt damit auf Westniveau.

Wie viel verdient man in E3 bei 20 oder 30 Stunden?

Bei 20 Wochenstunden sind es zwischen 1.514,43 Euro (Stufe 1) und 1.795,80 Euro (Stufe 6). Bei 30 Stunden liegt die Spanne zwischen 2.271,64 und 2.693,70 Euro brutto im Monat.

Welche Zuschläge kommen in der Entgeltgruppe 3 dazu?

Nachtarbeit bringt 3,79 Euro pro Stunde, Sonntagsarbeit 4,74 Euro und Überstunden 5,69 Euro. Für Feiertagsarbeit ohne Freizeitausgleich sind es 25,60 Euro je Stunde. Wer ständig Wechselschicht arbeitet, erhält zusätzlich 105 Euro im Monat.

Gilt die Tabelle auch für Beschäftigte des Bundes und der Bundeswehr?

Nein. Zivilbeschäftigte des Bundes und der Bundeswehr fallen unter den TVöD Bund. Dort gilt eine eigene Tabelle mit leicht abweichenden Beträgen. Die Werte finden Sie auf unserer Seite zum TVöD Bund.

Wann steigt das Gehalt in E3 das nächste Mal?

Die aktuelle Tabelle läuft bis Ende März 2027. Über neue Beträge verhandeln Gewerkschaften und Arbeitgeber ab April 2027. Wann und wie stark es mehr Geld gibt, steht erst nach einer Einigung fest. Alle Entwicklungen gibt es in unserem Newsletter zum öffentlichen Dienst.

Alle Angaben wurden sorgfältig recherchiert und geprüft. Für die Richtigkeit und Aktualität übernehmen wir keine Gewähr. Verbindlich ist der aktuell gültige Tarifvertrag (s. Quellen). Die Umfragewerte stammen aus einer nicht repräsentativen Online-Befragung unter unseren Leserinnen und Lesern.

Quellen:

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