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Entgeltgruppe 9a TVöD: Gehalt 2026, Stufen und Voraussetzungen

Der TVöD VKA gilt auf kommunaler Ebene
Der TVöD VKA gilt auf kommunaler Ebene / Copyright: picture alliance / SZ Photo | Wolfgang Filser

In der Entgeltgruppe 9a TVöD verdienen Beschäftigte der Kommunen 2026 zwischen 3.658,61 und 4.979,97 Euro brutto im Monat. Keine andere Gruppe wächst so stark über die Stufen. Wer in die E9a kommt, warum ein Studium dafür nicht nötig ist und was die Gruppe von 9b und 9c unterscheidet.

Von Sebastian Henneke – zuletzt aktualisiert am 02. Oktober 2026

Entgeltgruppe 9a TVöD: Tabelle 2026

Seit dem 1. Mai 2026 gelten im TVöD neue Beträge. Die Erhöhung um 2,8 Prozent war die zweite Stufe der Tarifeinigung vom April 2025. Die Tabelle gilt für Beschäftigte bei Kommunen, Landkreisen und kommunalen Unternehmen nach TVöD VKA.

Stufe Monat brutto in Euro Plus zur Vorstufe Stunden­lohn in Euro Jahr inkl. Sonder­zahlung
Stufe 1
Einstieg
3.658,61 21,58 47.013,14
Stufe 2
nach 1 Jahr
3.877,94 219,33 22,87 49.831,53
Stufe 3
nach 3 Jahren
4.097,67 219,73 24,16 52.655,06
Stufe 4
nach 6 Jahren
4.586,77 489,10 27,05 58.939,99
Stufe 5
nach 10 Jahren
4.697,43 110,66 27,70 60.361,98
Stufe 6
nach 15 Jahren
4.979,97 282,54 29,37 63.992,61

Entgelttabelle TVöD VKA, gültig ab 1. Mai 2026. Stufenangaben: Gesamtdauer ab Einstieg in Stufe 1. Stundenlohn bei 39 Wochenstunden. Jahresbetrag: zwölf Monatsgehälter plus Jahressonderzahlung von 85 Prozent.
Alle Angaben ohne Gewähr

Zwischen Einstieg und Endstufe liegen 1.321,36 Euro im Monat. Das sind 36 Prozent. Keine der Gruppen darunter kommt auf mehr als 23 Prozent. Wer in der E9a bleibt, verdient nach 15 Jahren also deutlich mehr.

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Der Sprung bei Stufe 4 ist einmalig

Ein Blick auf die Spalte mit den Zuwächsen zeigt eine Auffälligkeit, die es in keiner anderen Entgeltgruppe gibt. Nach sechs Jahren, beim Wechsel von Stufe 3 in Stufe 4, steigt das Gehalt um 489,10 Euro im Monat. Das ist mehr als doppelt so viel wie der größte Stufensprung in den Gruppen E5 bis E8, wo der Spitzenwert bei 242,96 Euro liegt. Die Endstufe nach 15 Jahren legt dann noch einmal 282,54 Euro drauf. In den meisten anderen Gruppen ist die letzte Stufe die schwächste, hier ist sie die zweitstärkste. Für Beschäftigte heißt das vor allem eines: Das sechste Jahr in der Entgeltgruppe 9a ist finanziell das wichtigste. Wer kurz davorsteht, sollte bei einem Stellenwechsel genau prüfen, ob die bisherige Stufe anerkannt wird.

Wer in die Entgeltgruppe 9a kommt

Für die Entgeltgruppe 9a ist eine mindestens dreijährige Berufsausbildung die Grundlage. Ein Studium ist nicht erforderlich. Entscheidend ist, was im Arbeitsalltag verlangt wird: Die Tätigkeit muss überwiegend selbstständige Leistungen erfordern und vielseitige Fachkenntnisse in erheblichem Umfang voraussetzen. Selbstständige Leistung heißt dabei mehr, als Vorschriften anzuwenden. Gemeint ist ein eigener Ermessens- und Entscheidungsspielraum: Beschäftigte müssen verschiedene Informationen gegeneinander abwägen und zu einem eigenen Ergebnis kommen.

Typisch für die E9a sind:

  • Sachbearbeitung mit eigenem Entscheidungsspielraum, etwa im Sozialamt oder in der Bauverwaltung
  • Beschäftigte im Personal- oder Finanzwesen mit eigener Verantwortung
  • Meisterinnen und Meister sowie Technikerinnen und Techniker mit Leitungsaufgaben
  • Fachkräfte in der IT
  • Beschäftigte, die Teams oder Sachgebiete führen

Eine Übersicht über alle Merkmale bietet unser Beitrag zur Entgeltordnung TVöD VKA.

9a, 9b und 9c: Wo die Unterschiede liegen

Die Entgeltgruppe 9 ist die einzige, die in drei Untergruppen zerfällt. Sie unterscheiden sich nicht nur beim Geld, sondern auch bei den Voraussetzungen. Die 9a baut auf einer Berufsausbildung auf. Ab der Entgeltgruppe 9b kommt in der Regel eine abgeschlossene Hochschulbildung ins Spiel, also ein Bachelor oder ein Fachhochschulabschluss.

Stufe E9a E9b E9c
Stufe 1 3.658,61 3.779,84 4.010,72
Stufe 3 4.097,67 4.203,56 4.594,76
Stufe 4 4.586,77 4.690,55 4.922,61
Stufe 6 4.979,97 5.313,37 5.527,70

Monatsbrutto in Euro, TVöD VKA ab 1. Mai 2026, Vollzeit mit 39 Wochenstunden.
Alle Angaben ohne Gewähr

In den unteren Stufen liegen zwischen 9a und 9b nur rund 104 bis 161 Euro. Erst ab Stufe 5 wächst der Abstand auf 282 und schließlich 333 Euro. Zur 9c sind es durchgehend mehrere Hundert Euro. Wer also von der 9a in die 9b wechselt, merkt das am Anfang kaum, später dafür umso mehr. Noch größer ist der Abstand nach unten. Zwischen der Entgeltgruppe 8 und der 9a liegen in Stufe 1 noch 172,21 Euro, in Stufe 4 aber bereits 594,37 Euro und in der Endstufe 749,00 Euro. Die 9a ist damit die Schwelle, an der sich das Gehaltsgefüge im kommunalen Dienst spürbar öffnet.

Stufenlaufzeiten in der Entgeltgruppe 9a

Für die Stufen gelten die üblichen Fristen: Stufe 2 nach einem Jahr, Stufe 3 nach zwei weiteren Jahren, Stufe 4 nach drei, Stufe 5 nach vier und Stufe 6 nach fünf Jahren. Bis zur Endstufe vergehen damit 15 Jahre. Besondere Laufzeiten wie in der Entgeltgruppe 1 gibt es in der 9a nicht. Wer bei der Einstellung Berufserfahrung mitbringt, startet weiter oben: Weitere Vorerfahrung kann der Arbeitgeber anerkennen, muss es aber nicht.

Entgeltgruppe 9a in Teilzeit

Eine volle Stelle sind 39 Wochenstunden. Wer weniger arbeitet, bekommt das Gehalt anteilig. Der Stundenlohn bleibt gleich.

Wochen­stunden Stufe 1 Stufe 3 Stufe 6
39 Vollzeit 3.658,61 4.097,67 4.979,97
35 3.283,37 3.677,40 4.469,20
30 2.814,32 3.152,05 3.830,75
25 2.345,26 2.626,71 3.192,29
20 halbe Stelle 1.876,21 2.101,37 2.553,83

Monatsbrutto in Euro, TVöD VKA ab 1. Mai 2026, anteilig zur Vollzeit von 39 Stunden.
Alle Angaben ohne Gewähr

Auch die Jahressonderzahlung im November wird anteilig berechnet. Bei voller Stelle sind es 85 Prozent eines Monatsgehalts, in der E9a also zwischen 3.109,82 und 4.232,97 Euro brutto.

Umfrage: Wechselbereit trotz höherem Gehalt

Am Gehaltscheck von oeffentlicher-dienst-news.de haben im Sommer 2026 rund 10.700 Leserinnen und Leser teilgenommen, 9.700 davon nach TVöD bei Bund und Kommunen. 2.496 Antworten kamen aus der Entgeltgruppe 9. Die Befragung hat dabei nicht zwischen 9a, 9b und 9c unterschieden, die folgenden Werte gelten also für die gesamte Gruppe.

Gehaltscheck 2027 · Entgeltgruppe 9

Was muss die Tarifrunde 2027 vor allem bringen?

Kräftige prozentuale Erhöhung49 %
Sockel und prozentuale Erhöhung39 %
Verlässliche Regeln für mobiles Arbeiten28 %
in den Entgeltgruppen 1 bis 4: 4 Prozent
Sockelbetrag von mindestens 250 Euro25 %
in der Entgeltgruppe 3: 45 Prozent
26 %
sagen, das Geld reicht kaum oder sie müssen sich spürbar einschränken
39 %
denken wegen der Bezahlung über einen Wechsel nach
3,5
Schulnote für das Tarifergebnis 2025, die beste aller Gruppen

Quelle: Gehaltscheck öffentlicher Dienst 2027, oeffentlicher-dienst-news.de, Befragung vom 18. August bis 24. September 2026, n = 2.496 (Entgeltgruppe 9 gesamt, TVöD Bund und Kommunen). Mehrfachnennungen möglich. Nicht repräsentativ.
Alle Angaben ohne Gewähr

Die Entgeltgruppe 9 ist die größte Gruppe der Befragung und zugleich die zufriedenste. Nur gut jede vierte Person sagt, dass es finanziell eng wird, 14 Prozent können etwas zurücklegen. In der Entgeltgruppe 5 sind es vier Prozent. Trotzdem denken 39 Prozent über einen Wechsel nach, fast genauso viele wie in den unteren Gruppen. Das Geld ist hier offenbar nicht der einzige Grund. Dazu passt, was die Gruppe fordert: Mobiles Arbeiten nennen 28 Prozent, siebenmal so viele wie in den Entgeltgruppen 1 bis 4. Den Sockelbetrag wollen etwa 25 Prozent.

Zuschläge für Nacht, Wochenende und Überstunden

Wer außerhalb der üblichen Arbeitszeit arbeitet, bekommt einen Zuschlag auf den Stundenwert seiner Entgeltgruppe, in Teilzeit in voller Höhe.

Wann es Zuschlag gibt Zuschlag
Überstunden 30 %
Nachtarbeit 20 %
Sonntagsarbeit 25 %
Feiertagsarbeit
ohne Freizeitausgleich
135 %
Feiertagsarbeit
mit Freizeitausgleich
35 %
24. und 31. Dezember
jeweils ab 6 Uhr
35 %
Samstag 13 bis 21 Uhr
außerhalb von Schichtarbeit
20 %

Zeitzuschläge nach § 8 TVöD. Der Überstundenzuschlag von 30 Prozent gilt bis einschließlich Entgeltgruppe 9b, ab 9c sind es 15 Prozent. Treffen Nacht-, Sonntags-, Feiertags- oder Samstagszuschlag zusammen, wird nur der höchste gezahlt. Ständige Wechselschichtarbeit bringt zusätzlich 105 Euro im Monat, ständige Schichtarbeit 40 Euro.
Alle Angaben ohne Gewähr

Was mehr Gehalt für die Entgeltgruppe 9a bedeuten würde

Die aktuelle Tabelle gilt bis zum 31. März 2027. Die Gewerkschaften wollen ihre Forderung am 16. März 2027 beschließen, verhandelt wird ab dem 9. April 2027 in Potsdam. Den Stand halten wir auf unserer Seite zu den TVöD-Tarifverhandlungen fest.

Stufe Heute plus 3 % plus 5 % plus 250 Euro 8 %, mind. 350 Euro
1 3.658,61 3.768,37 3.841,54 3.908,61 4.008,61
2 3.877,94 3.994,28 4.071,84 4.127,94 4.227,94
3 4.097,67 4.220,60 4.302,55 4.347,67 4.447,67
4 4.586,77 4.724,37 4.816,11 4.836,77 4.953,71
5 4.697,43 4.838,35 4.932,30 4.947,43 5.073,22
6 4.979,97 5.129,37 5.228,97 5.229,97 5.378,37

Monatsbrutto in Euro. Rechenbeispiele, keine Prognose. Die Spalte rechts entspricht der Gewerkschaftsforderung von 2025. Was tatsächlich kommt, entscheidet der Tarifabschluss.
Alle Angaben ohne Gewähr

In dieser Gruppe wird gut sichtbar, warum der Sockelbetrag nach oben an Wirkung verliert. In der Endstufe liefern fünf Prozent und 250 Euro fast denselben Betrag. In der Eingangsstufe brächten 250 Euro dagegen 6,8 Prozent. Genau deshalb fordern in der Entgeltgruppe 9 nur noch 25 Prozent einen Sockel, in der Entgeltgruppe 3 sind es 45 Prozent.

Die neue E9a-Tabelle zuerst im Postfach

Sobald Forderung, Angebot oder Einigung vorliegen, rechnen wir die Beträge für jede Stufe der E9a aus. Unser kostenloser Newsletter bringt sie Ihnen ins Postfach, gemeinsam mit mehr als 160.000 anderen Beschäftigten im öffentlichen Dienst.

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Häufige Fragen zur Entgeltgruppe 9a TVöD

Was verdient man in der Entgeltgruppe 9a TVöD?

Vollzeitbeschäftigte der Kommunen erhalten seit Mai 2026 zwischen 3.658,61 Euro in Stufe 1 und 4.979,97 Euro in Stufe 6 brutto im Monat. Mit der Jahressonderzahlung sind das 47.013 bis 63.993 Euro im Jahr.

Wer bekommt die Entgeltgruppe 9a?

Beschäftigte mit einer mindestens dreijährigen Berufsausbildung, deren Tätigkeit überwiegend selbstständige Leistungen erfordert. Ein Studium ist nicht nötig. Entscheidend ist ein eigener Entscheidungsspielraum bei der Arbeit, nicht der Abschluss.

Was ist der Unterschied zwischen 9a und 9b?

Die 9a baut auf einer Berufsausbildung auf, für die 9b kommt in der Regel eine abgeschlossene Hochschulbildung ins Spiel, also ein Bachelor oder Fachhochschulabschluss. Beim Gehalt trennen beide Gruppen je nach Stufe 104 bis 333 Euro im Monat.

Warum steigt das Gehalt bei Stufe 4 so stark?

Der Sprung von Stufe 3 auf Stufe 4 bringt in der E9a 489,10 Euro im Monat. Das ist der größte einzelne Stufensprung im unteren und mittleren Bereich der Tabelle. Erreicht wird Stufe 4 nach insgesamt sechs Jahren.

Wie lange dauert es bis zur höchsten Stufe in E9a?

15 Jahre. Stufe 2 folgt nach einem Jahr, Stufe 3 nach drei Jahren, Stufe 4 nach sechs, Stufe 5 nach zehn und Stufe 6 nach 15 Jahren. Berufserfahrung bei der Einstellung verkürzt den Weg.

Wie hoch ist der Stundenlohn in E9a?

Er liegt 2026 zwischen 21,58 Euro in Stufe 1 und 29,37 Euro in Stufe 6. Grundlage sind 39 Wochenstunden. In Teilzeit ändert sich der Stundenlohn nicht.

Was verdient man in E9a bei 30 Stunden?

Bei 30 Wochenstunden sind es zwischen 2.814,32 Euro in Stufe 1 und 3.830,75 Euro in Stufe 6 brutto. Bei 20 Stunden liegt die Spanne zwischen 1.876,21 und 2.553,83 Euro.

Gilt die Tabelle auch für Beschäftigte des Bundes?

Nein. Zivilbeschäftigte des Bundes fallen unter den TVöD Bund mit einer eigenen Tabelle. Die Werte stehen auf unserer Seite zum TVöD Bund. Alle Angaben wurden sorgfältig recherchiert und geprüft. Für die Richtigkeit und Aktualität übernehmen wir keine Gewähr. Verbindlich ist allein der Tarifvertrag. Die Umfragewerte stammen aus einer nicht repräsentativen Online-Befragung unter unseren Leserinnen und Lesern.

Quellen:

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