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Entgeltgruppe 8 TVöD 2026: Tabelle, Stufen und Gehalt

Der TVöD VKA gilt auf kommunaler Ebene
Der TVöD VKA gilt auf kommunaler Ebene / Copyright: picture alliance / SZ Photo | Wolfgang Filser

In der Entgeltgruppe 8 TVöD verdienen Beschäftigte der Kommunen 2026 zwischen 3.486,40 und 4.230,97 Euro brutto im Monat. Hier wird es für viele erstmals finanziell entspannter. Warum der große Sprung erst nach der E8 kommt, welche Aufgaben diese Gruppe verlangt und warum es den Bewährungsaufstieg nicht mehr gibt.

Von Sebastian Henneke – zuletzt aktualisiert am 02. Oktober 2026

Entgeltgruppe 8 TVöD: Tabelle 2026

Seit dem 1. Mai 2026 gelten im TVöD neue Beträge. Die Erhöhung um 2,8 Prozent war die zweite Stufe der Tarifeinigung vom April 2025. Die Tabelle gilt für Beschäftigte bei Kommunen, Landkreisen und kommunalen Unternehmen nach TVöD VKA.

Stufe Monat brutto in Euro Stunden­lohn in Euro Jahr inkl. Sonder­zahlung
Stufe 1
Einstieg
3.486,40 20,56 44.800,24
Stufe 2
nach 1 Jahr
3.697,29 21,80 47.510,18
Stufe 3
nach 3 Jahren
3.843,36 22,67 49.387,18
Stufe 4
nach 6 Jahren
3.992,40 23,54 51.302,34
Stufe 5
nach 10 Jahren
4.153,50 24,49 53.372,48
Stufe 6
nach 15 Jahren
4.230,97 24,95 54.367,96

Entgelttabelle TVöD VKA, gültig ab 1. Mai 2026. Stufenangaben: Gesamtdauer ab Einstieg in Stufe 1. Stundenlohn bei 39 Wochenstunden. Jahresbetrag: zwölf Monatsgehälter plus Jahressonderzahlung von 85 Prozent.
Alle Angaben ohne Gewähr

Ab Stufe 5 liegt das Monatsgehalt über 4.000 Euro, aufs Jahr gerechnet kommen Beschäftigte in der Endstufe auf 54.367,96 Euro brutto. Über 15 Jahre wächst das Gehalt um 744,57 Euro, also um gut 21 Prozent.

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Die Gruppe, in der es spürbar leichter wird

Am Gehaltscheck von oeffentlicher-dienst-news.de haben im Sommer 2026 rund 10.700 Leserinnen und Leser teilgenommen, 9.700 davon nach TVöD bei Bund und Kommunen. 1.083 Antworten kamen aus der Entgeltgruppe 8. Beschäftigte haben folgende Aussagen gemacht.

Gehaltscheck 2027 · Entgeltgruppen 5 bis 9

Anteil, der sagt: Das Geld reicht kaum oder ich muss mich spürbar einschränken

E547 %
E643 %
E741 %
E834 %
E927 %
8 %
in E8 können etwas zurücklegen, in E5 sind es 4 Prozent
3,7
Schulnote für das Tarifergebnis 2025, die beste der mittleren Gruppen
41 %
denken trotzdem wegen der Bezahlung über einen Wechsel nach

Quelle: Gehaltscheck öffentlicher Dienst 2027, oeffentlicher-dienst-news.de, Befragung vom 18. August bis 24. September 2026, n = 1.083 (Entgeltgruppe 8, TVöD Bund und Kommunen). Nicht repräsentativ.
Alle Angaben ohne Gewähr

Mit der Entgeltgruppe 8 fällt der Anteil der Tarifbeschäftigten, die im Vergleich zu anderen Entgeltgruppen finanzielle Einschränkungen angeben, erstmals unter 40 Prozent. In den Gruppen darunter liegt er zwischen 41 und 47 Prozent. Auch die Bewertung des letzten Tarifabschlusses fällt mit der Schulnote 3,65 milder aus als in E5 bis E7.

Entwarnung ist das für die meisten Arbeitgeber nicht. Jede dritte Person in EG 8, dass sie sich einschränken muss, und 41 Prozent denken wegen der Bezahlung über einen Wechsel nach. Auffällig ist, was die Gruppe fordert: Nur 29 Prozent wollen einen festen Sockelbetrag, in der Entgeltgruppe 3 sind es 45 Prozent. Dafür nennen 18 Prozent verlässliche Regeln für mobiles Arbeiten, mehr als viermal so viele wie in den unteren Gruppen.

Welche Aufgaben die Entgeltgruppe 8 verlangt

Für die Entgeltgruppe 8 reicht eine abgeschlossene Berufsausbildung allein nicht. Verlangt werden gründliche und vielseitige Fachkenntnisse, und die Tätigkeit muss selbstständige Leistungen erfordern. Gemeint ist damit, dass Beschäftigte eigene Lösungen erarbeiten, statt vorgegebene Wege abzuarbeiten.

Typisch für die E8 sind:

  • Sachbearbeitung mit eigenem Ermessensspielraum, etwa im Sozial- oder Ordnungsamt
  • Beschäftigte in der Finanzbuchhaltung und im Kassenwesen
  • Fachkräfte im Personalbereich, die Fälle eigenständig bearbeiten
  • Meisterinnen und Meister mit Verantwortung für ein Team
  • Technikerinnen und Techniker in der Gebäude- und Anlagentechnik
  • Beschäftigte in der IT-Betreuung von Verwaltungen

Maßgeblich ist immer die tatsächlich ausgeübte Tätigkeit, nicht die Stellenbezeichnung. Eine Übersicht über die Merkmale bietet unser Beitrag zur Entgeltordnung TVöD VKA.

Warum es den Bewährungsaufstieg nicht mehr gibt

Viele ältere Beschäftigte kennen ihn noch aus dem alten Bundes-Angestelltentarifvertrag: Wer sich einige Jahre bewährt hatte, rückte automatisch in die nächsthöhere Vergütungsgruppe auf. Diesen Bewährungsaufstieg gibt es im TVöD nicht mehr. Er wurde mit der Umstellung im Jahr 2005 abgeschafft, zusammen mit dem Fallgruppen- und dem Tätigkeitsaufstieg. Seitdem gilt eine einfachere Regel: Mehr Geld kommt entweder über die Stufen innerhalb der eigenen Entgeltgruppe oder über eine Höhergruppierung, wenn sich die Aufgaben dauerhaft ändern. Wer also seit Jahren in der Endstufe der E8 steht und mehr verdienen will, kommt nur über eine andere Stelle oder einen erweiterten Aufgabenzuschnitt weiter. Besitzstandsregelungen galten damals nur für Beschäftigte, die aus dem alten Recht übergeleitet wurden.

Der große Sprung kommt erst nach der E8

Die Entgeltgruppe 8 liegt deutlich über der Entgeltgruppe 7. Beim Einstieg sind es 191,42 Euro mehr im Monat, in den höheren Stufen rund 185 Euro. Das ist bereits ein spürbarer Unterschied. Richtig groß wird der Abstand aber erst nach oben.

Stufe E8 E9a Unterschied
Stufe 1 3.486,40 3.658,61 172,21
Stufe 3 3.843,36 4.097,67 254,31
Stufe 4 3.992,40 4.586,77 594,37
Stufe 6 4.230,97 4.979,97 749,00

Monatsbrutto in Euro, TVöD VKA ab 1. Mai 2026, Vollzeit mit 39 Wochenstunden. E9a ist die unterste der drei Untergruppen der Entgeltgruppe 9.
Alle Angaben ohne Gewähr

In den unteren Stufen trennen E8 und E9a 172 bis 254 Euro. Ab Stufe 4 öffnet sich die Schere: Dort sind es 594,37 Euro, in der Endstufe sogar 749,00 Euro im Monat. Wer in der E8 arbeitet und langfristig deutlich mehr verdienen will, für den ist der Schritt in die Entgeltgruppe 9a der entscheidende.

Entgeltgruppe 8 in Teilzeit

Eine volle Stelle sind 39 Wochenstunden. Wer weniger arbeitet, bekommt das Gehalt anteilig. Der Stundenlohn bleibt gleich.

Wochen­stunden Stufe 1 Stufe 3 Stufe 6
39 Vollzeit 3.486,40 3.843,36 4.230,97
35 3.128,82 3.449,17 3.797,02
30 2.681,85 2.956,43 3.254,59
25 2.234,87 2.463,69 2.712,16
20 halbe Stelle 1.787,90 1.970,95 2.169,73

Monatsbrutto in Euro, TVöD VKA ab 1. Mai 2026, anteilig zur Vollzeit von 39 Stunden.
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Auch die Jahressonderzahlung im November wird anteilig berechnet. Bei voller Stelle sind es 85 Prozent eines Monatsgehalts, in der E8 also zwischen 2.963,44 und 3.596,32 Euro brutto.

Zuschläge für Nacht, Wochenende und Überstunden

Wer außerhalb der üblichen Arbeitszeit arbeitet, bekommt einen Zuschlag auf den Stundenwert seiner Entgeltgruppe, in Teilzeit in voller Höhe.

Wann es Zuschlag gibt Zuschlag
Überstunden 30 %
Nachtarbeit 20 %
Sonntagsarbeit 25 %
Feiertagsarbeit
ohne Freizeitausgleich
135 %
Feiertagsarbeit
mit Freizeitausgleich
35 %
24. und 31. Dezember
jeweils ab 6 Uhr
35 %
Samstag 13 bis 21 Uhr
außerhalb von Schichtarbeit
20 %

Zeitzuschläge nach § 8 TVöD. Treffen Nacht-, Sonntags-, Feiertags- oder Samstagszuschlag zusammen, wird nur der höchste gezahlt. Ständige Wechselschichtarbeit bringt zusätzlich 105 Euro im Monat, ständige Schichtarbeit 40 Euro.
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Was mehr Gehalt für die Entgeltgruppe 8 bedeuten würde

Die aktuelle Tabelle gilt bis zum 31. März 2027. Die Gewerkschaften wollen ihre Forderung am 16. März 2027 beschließen, verhandelt wird ab dem 9. April 2027 in Potsdam. Den Stand halten wir auf unserer Seite zu den TVöD-Tarifverhandlungen fest.

Stufe Heute plus 3 % plus 5 % plus 250 Euro 8 %, mind. 350 Euro
1 3.486,40 3.590,99 3.660,72 3.736,40 3.836,40
2 3.697,29 3.808,21 3.882,15 3.947,29 4.047,29
3 3.843,36 3.958,66 4.035,53 4.093,36 4.193,36
4 3.992,40 4.112,17 4.192,02 4.242,40 4.342,40
5 4.153,50 4.278,10 4.361,18 4.403,50 4.503,50
6 4.230,97 4.357,90 4.442,52 4.480,97 4.580,97

Monatsbrutto in Euro. Rechenbeispiele, keine Prognose. Die Spalte rechts entspricht der Gewerkschaftsforderung von 2025. Was tatsächlich kommt, entscheidet der Tarifabschluss.
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Die Rechnung zeigt, warum der Sockelbetrag in dieser Gruppe weniger Anhänger hat als weiter unten. Bei 3.486,40 Euro brächten 250 Euro ein Plus von 7,2 Prozent, in der Endstufe nur noch 5,9 Prozent. Drei Prozent brächten in Stufe 1 bereits 104,59 Euro. Je höher das Gehalt, desto stärker wirken Prozente im Vergleich zum festen Betrag.

Die neue E8-Tabelle zuerst im Postfach

Sobald Forderung, Angebot oder Einigung vorliegen, rechnen wir die Beträge für jede Stufe der E8 aus. Unser kostenloser Newsletter bringt sie Ihnen ins Postfach, gemeinsam mit mehr als 160.000 anderen Beschäftigten im öffentlichen Dienst.

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Häufige Fragen zur Entgeltgruppe 8 TVöD

Was verdient man in der Entgeltgruppe 8 TVöD?

Vollzeitbeschäftigte der Kommunen erhalten seit Mai 2026 zwischen 3.486,40 Euro in Stufe 1 und 4.230,97 Euro in Stufe 6 brutto im Monat. Mit der Jahressonderzahlung sind das 44.800 bis 54.368 Euro im Jahr.

Was ist die Entgeltgruppe 8?

Sie ist eine der Gruppen für Beschäftigte mit abgeschlossener Berufsausbildung. Verlangt werden gründliche und vielseitige Fachkenntnisse sowie selbstständige Leistungen. Beschäftigte erarbeiten also eigene Lösungen statt vorgegebene Abläufe abzuarbeiten.

Gibt es in der Entgeltgruppe 8 einen Bewährungsaufstieg?

Nein. Der automatische Aufstieg nach einigen Jahren stammt aus dem alten Tarifrecht und wurde 2005 abgeschafft. Mehr Geld gibt es seitdem über die Stufen innerhalb der Gruppe oder über eine Höhergruppierung, wenn sich die Aufgaben dauerhaft ändern.

Wie hoch ist der Stundenlohn in E8?

Er liegt 2026 zwischen 20,56 Euro in Stufe 1 und 24,95 Euro in Stufe 6. Grundlage sind 39 Wochenstunden. In Teilzeit ändert sich der Stundenlohn nicht.

Was verdient man in E8 bei 30 Stunden?

Bei 30 Wochenstunden sind es zwischen 2.681,85 Euro in Stufe 1 und 3.254,59 Euro in Stufe 6 brutto. Bei 20 Stunden liegt die Spanne zwischen 1.787,90 und 2.169,73 Euro.

Ist die Entgeltgruppe 8 in Bayern oder Rheinland-Pfalz unterschiedlich hoch?

Nein. Der TVöD gilt bundesweit mit derselben Tabelle, auch zwischen Ost und West gibt es keine Unterschiede mehr. Eigene Beträge haben nur die Länder im TV-L und die Beamten.

Gilt die Tabelle auch für Beschäftigte des Bundes und der Bundeswehr?

Nein. Zivilbeschäftigte des Bundes und der Bundeswehr fallen unter den TVöD Bund mit einer eigenen Tabelle. Die Werte stehen auf unserer Seite zum TVöD Bund.

Wann steigt das Gehalt in E8 das nächste Mal?

Die aktuelle Tabelle läuft bis Ende März 2027. Über neue Beträge verhandeln Gewerkschaften und Arbeitgeber ab April 2027. Wie stark es mehr Geld gibt, steht erst nach einer Einigung fest. Alle Entwicklungen gibt es in unserem Newsletter zum öffentlichen Dienst.

Alle Angaben wurden sorgfältig recherchiert und geprüft. Für die Richtigkeit und Aktualität übernehmen wir keine Gewähr. Verbindlich ist allein der Tarifvertrag. Die Umfragewerte stammen aus einer nicht repräsentativen Online-Befragung unter Leserinnen und Lesern.

Quellen:

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