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Entgeltgruppe 4 TVöD: Gehalt 2026, Stufen und Zulagen

Der TVöD VKA gilt auf kommunaler Ebene
Der TVöD VKA gilt auf kommunaler Ebene / Copyright: picture alliance / SZ Photo | Wolfgang Filser

Die Entgeltgruppe 4 TVöD ist die letzte Station vor den ausgebildeten Fachkräften. 2026 liegt das Gehalt zwischen 2.994,17 und 3.620,20 Euro brutto. Warum der Aufstieg schon nach sechs Jahren ausbremst, wie viel mehr die Entgeltgruppe 5 bringt und was die Beschäftigten selbst von der Tarifrunde 2027 erwarten.

Von Sebastian Henneke – zuletzt aktualisiert am 25. September 2026

Entgeltgruppe 4 TVöD: Tabelle 2026

Seit dem 1. Mai 2026 gelten im TVöD neue Beträge. Die Erhöhung um 2,8 Prozent war die zweite Stufe der Tarifeinigung vom April 2025. Die Tabelle gilt für Beschäftigte bei Kommunen, Landkreisen und kommunalen Unternehmen nach TVöD VKA.

Stufe Monat brutto in Euro Plus zur Vorstufe Stunden­lohn in Euro Jahr inkl. Sonder­zahlung
Stufe 1
Einstieg
2.994,17 17,66 38.475,08
Stufe 2
nach 1 Jahr
3.190,45 196,28 18,81 40.997,28
Stufe 3
nach 3 Jahren
3.355,14 164,69 19,79 43.113,55
Stufe 4
nach 6 Jahren
3.457,66 102,52 20,39 44.430,93
Stufe 5
nach 10 Jahren
3.560,17 102,51 21,00 45.748,18
Stufe 6
nach 15 Jahren
3.620,20 60,03 21,35 46.519,57

Entgelttabelle TVöD VKA, gültig ab 1. Mai 2026. Stufenangaben: Gesamtdauer ab Einstieg in Stufe 1. Stundenlohn bei 39 Wochenstunden. Jahresbetrag: zwölf Monatsgehälter plus Jahressonderzahlung von 85 Prozent.
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Warum der Aufstieg in der Entgeltgruppe 4 früh ausbremst

Die dritte Spalte der Tabelle zeigt ein Muster, das viele erst nach Jahren bemerken. Das erste Jahr bringt 196,28 Euro mehr. Der Schritt in Stufe 3 nach drei Jahren bringt noch 164,69 Euro. Danach halbiert sich der Zuwachs. Die letzte Stufe nach 15 Jahren bringt nur noch 60,03 Euro. Anders gerechnet: Vom Einstieg bis Stufe 4 vergehen sechs Jahre, in denen das Gehalt um 463,49 Euro steigt. In den neun Jahren danach kommen nur noch 162,54 Euro dazu. Wer also mit 25 Jahren in der E4 anfängt, hat den größten Teil seiner Gehaltsentwicklung mit Anfang 30 hinter sich. Mehr Geld bringt dann nur noch eine Höhergruppierung oder der nächste Tarifabschluss.

Im Vergleich der unteren Entgeltgruppen ist das der flachste Verlauf am Ende. In der Entgeltgruppe 3 bringt die letzte Stufe noch 80,71 Euro, in der Entgeltgruppe 2 sind es 169,97 Euro.

Gleich in einer höheren Stufe anfangen

Neu eingestellte Beschäftigte landen nicht automatisch in Stufe 1. Wer die Arbeit schon kennt, startet weiter oben. Ein Jahr Erfahrung in einer vergleichbaren Tätigkeit bringt Stufe 2, drei Jahre bringen in der Regel Stufe 3. Das macht viel aus: Zwischen Stufe 1 und Stufe 3 liegen in der E4 monatlich 360,97 Euro. Darüber hinaus dürfen Arbeitgeber weitere Vorerfahrung anerkennen, wenn sie für die neue Stelle nützlich ist. Gerade wenn eine Kommune eine Stelle lange nicht besetzen kann, ist das ein Hebel. Ein Anspruch besteht darauf allerdings nicht. Wer frühere Jobs im Fuhrpark, im Bauhof oder in der Hauswirtschaft vorweisen kann, sollte sie konkret benennen und die Zeugnisse mitbringen.

Lohnt der Schritt in die Entgeltgruppe 5?

Die Entgeltgruppe 4 ist die höchste Gruppe für an- und ungelernte Kräfte. Ab der Entgeltgruppe 5 beginnt der Bereich für ausgebildete Fachkräfte.

Stufe E4 in Euro E5 in Euro Unterschied
Stufe 1 2.994,17 3.124,08 129,91
Stufe 3 3.355,14 3.449,05 93,91
Stufe 4 3.457,66 3.587,78 130,12
Stufe 6 3.620,20 3.783,33 163,13

Monatsbrutto TVöD VKA ab 1. Mai 2026, Vollzeit mit 39 Wochenstunden.
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Zwischen 94 und 163 Euro im Monat trennen die beiden Gruppen. Entscheidend ist dabei ein Detail, das oft übersehen wird: Wer in E4 schon Stufe 2 erreicht hat, verdient mit 3.190,45 Euro mehr als eine Fachkraft, die in E5 in Stufe 1 startet. Dort sind es 3.124,08 Euro. Wer intern von E4 nach E5 hochgestuft wird, verliert dadurch kein Geld. Die Einstufung erfolgt so, dass mindestens das bisherige Gehalt gezahlt wird. Wer dagegen von außen mit frischem Abschluss neu anfängt, beginnt in E5 in Stufe 1.

Umfrage: E4 ist die unzufriedenste der unteren Gruppen

Am Gehaltscheck von oeffentlicher-dienst-news.de haben im Sommer 2026 rund 10.700 Leserinnen und Leser teilgenommen, 9.700 davon nach TVöD bei Bund und Kommunen. 214 Antworten kamen aus der Entgeltgruppe 4. Das ist die größte Gruppe unter den unteren Entgeltgruppen und macht den Befund belastbar.

Gehaltscheck 2027 · Unzufriedenheit nach Entgeltgruppe

Anteil, der mit der Gehaltsentwicklung der letzten fünf Jahre unzufrieden ist

E160 %
E269 %
E372 %
E474 %
Alle Entgeltgruppen65 %
42 %
sagen, das Geld reicht kaum oder sie müssen sich spürbar einschränken
40 %
denken wegen der Bezahlung über einen Wechsel nach
25 %
fordern höhere Schicht- und Wochenendzuschläge, Schnitt aller Gruppen: 10 %

Quelle: Gehaltscheck öffentlicher Dienst 2027, oeffentlicher-dienst-news.de, Befragung vom 18. August bis 24. September 2026, n = 214 (Entgeltgruppe 4, TVöD Bund und Kommunen). Kleine Fallzahlen in E1 und E2. Nicht repräsentativ.
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Die Unzufriedenheit wächst von E1 bis E4 stetig und erreicht in der E4 ihren höchsten Wert. Eine mögliche Erklärung liefert der flache Stufenverlauf: Wer die Endstufe erreicht hat, sieht ohne Höhergruppierung keine Perspektive mehr. Zur Tarifrunde 2027 setzt die Gruppe breit an. 43 Prozent wollen eine Kombination aus Sockelbetrag und prozentualer Erhöhung, 39 Prozent einen Sockel von mindestens 250 Euro. Auffällig ist der Wunsch nach höheren Zuschlägen: 25 Prozent nennen ihn, zweieinhalbmal so viele wie im Schnitt aller Gruppen. Das Tarifergebnis von 2025 bewertet die E4 mit der Schulnote 3,8.

Zulagen und Zuschläge in der Entgeltgruppe 4

Viele Tätigkeiten in der E4 fallen außerhalb der normalen Bürozeiten an. Wer nachts, sonntags oder an Feiertagen arbeitet, bekommt dafür einen Aufschlag. Die Beträge sind innerhalb der Entgeltgruppe für alle gleich, unabhängig von der eigenen Stufe. Ständige Wechselschicht bringt etwa 105 Euro im Monat, das sind in Stufe 1 gut 3,5 Prozent mehr. Für besonders schmutzige oder gefährliche Arbeiten kommen oft weitere Zuschläge dazu. Sie werden vor Ort vereinbart und fallen je nach Arbeitgeber unterschiedlich aus. Der Personalrat weiß, was im eigenen Haus gilt.

TVöD EG 4: Teilzeit und Netto

In Teilzeit sinkt das Gehalt anteilig zur vollen Wochenarbeitszeit von 39 Stunden. Stundenlohn und Zuschläge bleiben gleich.

Wochen­stunden Stufe 1 in Euro Stufe 3 in Euro Stufe 6 in Euro
39 (Vollzeit) 2.994,17 3.355,14 3.620,20
30 2.303,21 2.580,88 2.784,77
20 1.535,47 1.720,58 1.856,51

Monatsbrutto TVöD VKA ab 1. Mai 2026, anteilig zur Vollzeit.
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Wie viel netto übrig bleibt, hängt von Steuerklasse, Kindern, Kirchensteuer, Krankenkasse und dem eigenen Anteil an der Zusatzversorgung ab. Eine pauschale Zahl hilft deshalb wenig. Rechnen Sie Ihren Fall mit unserem Brutto-Netto-Rechner für den öffentlichen Dienst durch.

Tarifrunde 2027: Rechenbeispiele für die Entgeltgruppe 4

Die Tabelle gilt bis zum 31. März 2027. Die Gewerkschaften wollen ihre Forderung am 16. März 2027 beschließen, verhandelt wird ab dem 9. April 2027 in Potsdam. Den Stand halten wir auf unserer Seite zu den TVöD-Tarifverhandlungen fest. Die beiden letzten Erhöhungen haben die Gehälter der Gruppe um gut sechs Prozent angehoben. Was 2027 dazukommt, ist offen. Die folgende Tabelle zeigt, wie sich verschiedene Modelle auswirken würden.

Stufe Heute plus 3 % plus 5 % plus 250 Euro 8 %, mind. 350 Euro
1 2.994,17 3.084,00 3.143,88 3.244,17 3.344,17
2 3.190,45 3.286,16 3.349,97 3.440,45 3.540,45
3 3.355,14 3.455,79 3.522,90 3.605,14 3.705,14
4 3.457,66 3.561,39 3.630,54 3.707,66 3.807,66
5 3.560,17 3.666,98 3.738,18 3.810,17 3.910,17
6 3.620,20 3.728,81 3.801,21 3.870,20 3.970,20

Monatsbrutto in Euro. Rechenbeispiele, keine Prognose. Die Spalte rechts entspricht der Gewerkschaftsforderung von 2025. Was tatsächlich kommt, entscheidet der Tarifabschluss.
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Ein Sockel von 250 Euro brächte in Stufe 1 ein Plus von 8,3 Prozent, in Stufe 6 noch 6,9 Prozent. Drei Prozent brächten in Stufe 1 dagegen nur 89,83 Euro. Die Kombination aus Sockel und Prozenten, die 43 Prozent der Befragten aus E4 fordern, würde den flachen Stufenverlauf der Gruppe am ehesten ausgleichen.

Die neue E4-Tabelle zuerst im Postfach

Forderung, Angebote, Warnstreiks, Einigung: Wir rechnen jeden Zwischenstand der Tarifrunde 2027 auf die einzelnen Stufen um. Mehr als 160.000 Beschäftigte im öffentlichen Dienst lesen unseren kostenlosen Newsletter.

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Wer in die Entgeltgruppe 4 eingruppiert wird

Die Entgeltgruppe 4 erfasst Tätigkeiten, die eine gründliche Anlernung erfordern. Dazu kommen Beschäftigte mit einer Berufsausbildung von weniger als drei Jahren, die in ihrem erlernten Beruf arbeiten. Damit ist die Gruppe die Schwelle zwischen Angelernten und Fachkräften.

Typische Tätigkeiten sind:

  • Kraftfahrerinnen und Kraftfahrer im kommunalen Fuhrpark
  • Hausmeisterinnen und Hausmeister an Schulen und in Verwaltungsgebäuden
  • handwerkliche Kräfte in Bauhöfen und Werkstätten mit Anlernqualifikation
  • Beschäftigte in Poststellen, Registraturen und Lagern mit eigener Verantwortung
  • Helferinnen und Helfer in der Verwaltung mit festen Sachbearbeitungsanteilen
  • Fachkräfte mit zweijähriger Ausbildung in der entsprechenden Tätigkeit

Maßgeblich ist immer die tatsächlich ausgeübte Tätigkeit, nicht die Stellenbezeichnung. Eine Übersicht über alle Merkmale bietet unser Beitrag zur Entgeltordnung TVöD VKA.

Jahressonderzahlung und Urlaub

Die Jahressonderzahlung kommt mit dem Novembergehalt und beträgt seit 2026 einheitlich 85 Prozent eines Monatsgehalts. In der E4 sind das zwischen 2.545,04 Euro in Stufe 1 und 3.077,17 Euro in Stufe 6. Einen Teil davon können Beschäftigte in bis zu drei freie Tage umwandeln. In unserer Umfrage haben das in der E4 sechs Prozent getan, 85 Prozent wollten das Geld behalten. Wie sich der Betrag berechnet, steht in unserem Beitrag zum Weihnachtsgeld im TVöD VKA 2026. Beim Urlaub steigt der Anspruch ab 2027 von 30 auf 31 Tage.

Hausmeister, Kraftfahrer, Bauhof: offene Stellen

In unserer Stellenbörse finden Sie aktuelle Ausschreibungen von Kommunen und Behörden aus ganz Deutschland, viele davon in der Entgeltgruppe 4 und höher. Zu den Stellenangeboten

Häufige Fragen zur Entgeltgruppe 4 TVöD

Wie viel verdient man in der Entgeltgruppe 4 TVöD?

Vollzeitbeschäftigte der Kommunen erhalten seit Mai 2026 zwischen 2.994,17 Euro in Stufe 1 und 3.620,20 Euro in Stufe 6 brutto im Monat. Mit der Jahressonderzahlung sind das 38.475 bis 46.520 Euro im Jahr.

Kann man gleich in einer höheren Stufe anfangen?

Ja. Ein Jahr Erfahrung in einer vergleichbaren Tätigkeit bringt Stufe 2, drei Jahre in der Regel Stufe 3. Weitere Vorerfahrung kann der Arbeitgeber anerkennen, muss es aber nicht. Wer etwas mitbringt, sollte es im Bewerbungsgespräch ansprechen.

Was verdient ein Hausmeister nach TVöD?

Hausmeisterinnen und Hausmeister werden häufig in der Entgeltgruppe 4 eingruppiert, je nach Aufgabenzuschnitt auch in E3 oder E5. In der E4 sind das 2.994,17 bis 3.620,20 Euro brutto im Monat. Entscheidend ist die tatsächliche Tätigkeit, etwa ob Technik, Aufsicht oder Budgetverantwortung dazugehören.

Wie hoch ist der Stundenlohn in E4?

Er liegt 2026 zwischen 17,66 Euro in Stufe 1 und 21,35 Euro in Stufe 6. Grundlage sind 39 Wochenstunden, also 169,57 Stunden im Monat.

Was verdient man in E4 bei 20 oder 30 Stunden?

Bei 20 Wochenstunden sind es zwischen 1.535,47 Euro (Stufe 1) und 1.856,51 Euro (Stufe 6). Bei 30 Stunden liegt die Spanne zwischen 2.303,21 und 2.784,77 Euro brutto.

Was ist der Unterschied zwischen E4 und E5?

Die E4 ist die höchste Gruppe für an- und ungelernte Beschäftigte. Ab E5 beginnt der Bereich der Fachkräfte mit mindestens dreijähriger Ausbildung. Beim Gehalt trennen beide Gruppen je nach Stufe 94 bis 163 Euro im Monat.

Gilt die Tabelle auch für Beschäftigte des Bundes und der Bundeswehr?

Nein. Zivilbeschäftigte des Bundes und der Bundeswehr fallen unter den TVöD Bund mit einer eigenen Tabelle. Die Werte stehen auf unserer Seite zum TVöD Bund.

Wann steigt das Gehalt in E4 das nächste Mal?

Die aktuelle Tabelle läuft bis Ende März 2027. Über neue Beträge verhandeln Gewerkschaften und Arbeitgeber ab April 2027. Wie stark die Gehälter steigen, steht erst nach einer Einigung fest. Alle Entwicklungen gibt es in unserem Newsletter zum öffentlichen Dienst.

Alle Angaben wurden sorgfältig recherchiert und geprüft. Für die Richtigkeit und Aktualität übernehmen wir keine Gewähr. Verbindlich ist allein der Tarifvertrag. Die Umfragewerte stammen aus einer nicht repräsentativen Online-Befragung unter unseren Leserinnen und Lesern.

Quellen:

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