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TVöD-Tarifverhandlungen 2027: Die Fronten im öffentlichen Dienst sind verhärtet

TVöD-Tarifverhandlungen 2027
Die TVöD-Tarifverhandlungen stehen 2027 an / Copyright: picture alliance / Rainer Keuenhof

Die nächste TVöD-Tarifrunde steht 2027 an. Der Kommunale Arbeitgeberverband Hessen hat nun die Termine für die Tarifverhandlungsrunden bekanntgegeben.

Die Tarifvertragsparteien haben sich laut KAV Hessen auf drei Verhandlungsrunden verständigt. Diese finden wie auch in den Vorjahren im Kongresshotel Potsdam statt. Die erste Runde am 9. April 2027 eröffnet die Verhandlungen, der letzte reguläre Termin ist für den 26. Mai 2027 angesetzt. Verhandelt wird über den TVöD und den TV-V für die Beschäftigten von Bund und Kommunen. Beide Verträge laufen bis zum 31. März 2027.

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TVöD-Tarifverhandlungen 2027: Die drei Termine im Überblick

Der KAV Hessen nennt für die Tarifverhandlung 2027 diese Termine:

  • Auftakt und erste Runde: Freitag, 9. April 2027
  • Zweite Runde: Montag und Dienstag, 3. und 4. Mai 2027
  • Dritte Runde: Montag bis Mittwoch, 24. bis 26. Mai 2027

Tipp: Auf dieser Seite zur TVöD-Tarifrunde 2027 berichten wir fortlaufend über alle News und Fakten!

VKA: Wer für die Arbeitgeber verhandelt

An allen Runden nehmen das Präsidium der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) und die Vertreter der Gewerkschaften teil. Ab der zweiten Runde lädt die VKA zusätzlich ihre Mitgliederversammlung nach Potsdam. Für die VKA führen Präsident Dr. Wolf-Rüdiger Michel und Hauptgeschäftsführer Niklas Benrath die Gespräche.

Letzte TVöD-Tarifrunde endete erst in der Schlichtung

Die vergangene Tarifrunde hat gezeigt, wie zäh die Gespräche werden können. 2025 verhandelten VKA, Bund und die Gewerkschaften ver.di und dbb über den TVöD. Drei Runden blieben ohne Ergebnis. Erst eine Schlichtung brachte die Wende. Die Schlichtungskommission unter dem früheren hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch (CDU) und dem früheren Bremer Staatsrat Henning Lühr legte einen Vorschlag vor. Auf dieser Grundlage einigten sich beide Seiten am 6. April 2025 in einer vierten Runde.

Das Ergebnis: Die Tabellenentgelte stiegen zum 1. April 2025 um 3,0 Prozent, mindestens aber um 110 Euro. Zum 1. Mai 2026 folgten weitere 2,8 Prozent. Für viele Beschäftigte summiert sich das auf mehr als 5,8 Prozent. Auszubildende erhielten je Stufe 75 Euro mehr. Der Abschluss läuft 27 Monate bis zum 31. März 2027. Die Gewerkschaften waren mit deutlich höheren Forderungen gestartet: acht Prozent mehr Geld, mindestens 350 Euro, dazu drei zusätzliche freie Tage.

TVöD-Tarifverhandlungen 2027: Knappe Kassen treffen auf steigende Beamtenbezüge

Vieles spricht 2027 für eine harte Auseinandersetzung. Auf der einen Seite steht die Finanzlage der Kommunen. Viele Städte und Gemeinden schreiben rote Zahlen. Der Spielraum für kräftige Lohnsteigerungen ist hier gering. Auf der anderen Seite geraten die öffentlichen Arbeitgeber unter Zugzwang. Das Bundesverfassungsgericht verlangte im September 2025 eine amtsangemessene Besoldung der Beamten. Da die öffentlichen Arbeitgeber über Jahre hinweg bei der Anpassung der Besoldung gespart haben, müssen sie nun bei der amtsangemessenen Alimentation teilweise deutlich nachbessern. Das Bundesinnenministerium legte dazu im April 2026 den Entwurf eines Bundesalimentationsgesetzes vor. Auch in den Ländern haben die Dienstherren die Bezüge ihrer Beamten teilweise deutlich angehoben.

Daraus entsteht ein Gefälle. Steigen die Beamtenbezüge spürbar, bleiben die Tarifgehälter der Angestellten im Vergleich zurück. In vielen Verwaltungen arbeiten Beamte und Tarifbeschäftigte aber Seite an Seite, oft an ähnlichen Aufgaben. Eine dauerhaft unterschiedliche Bezahlung lässt sich politisch schwer rechtfertigen.

Quellen und weiterführende Links

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