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Verbeamtung von Lehrern Berlin: Lehrkräfte werden wieder verbeamtet

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Die Verbeamtung von Lehrern in Berlin wird wieder eingeführt. Ab dem Schuljahr 2022/2023 werden Lehrkräfte in der Hauptstadt wieder verbeamtet. Dazu werden 35 Verwaltungsstellen geschaffen.

Die Verbeamtung von Lehrkräften ist vom Berliner Senat beschlossen. Ab Schuljahresbeginn 2022/2023 sollen Neueinstellungen und Übernahmen tarifbeschäftigter Lehrkräfte aus anderen Bundesländern bereits auf Grundlage der bestehenden rechtlichen Rahmenbedingungen in ein Beamtenverhältnis erfolgen.

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Verbeamtung Lehrer Berlin: Neueinstellung direkt als Beamte – Altersgrenze wird angehoben

Die Gruppe der Neueinzustellenden wird bereits ab dem nächsten Schuljahr verbeamtet, um einen doppeltem Verwaltungsaufwand – erst Einstellung als Tarifbeschäftigte, dann Verbeamtung – zu vermeiden. Die tariflich beschäftigten Bestandslehrkräfte erhalten noch in diesem Frühjahr ein Schreiben, das ihnen konkret die Verbeamtung in Aussicht stellt. Die konkreten Verbeamtungen dieser Bestandslehrkräfte erfolgt dann sukzessive. Vorbereitet wird zudem, die Altersgrenze für die Verbeamtung der Bestandslehrkräfte temporär anzuheben und dies durch die Einrichtung eines Pensionsfonds zu begleiten.

Verbeamtung Lehrer Berlin: Bessere Perspektiven

Insgesamt schöpft Berlin alle Möglichkeiten aus, um qualifiziertes pädagogisches Fachpersonal zu gewinnen. Dazu gehört auch die Verbeamtung von Lehrkräften, mit der das Land Berlin seine Wettbewerbsfähigkeit gegenüber anderen Bundesländern erhöht. Darüber hinaus sichert die Verbeamtung für alle Dienstkräfte des Bestandspersonals eine verbesserte Bleibeperspektive, wodurch die steigende Anzahl an Kündigungen oder Auflösungsverträgen wegen des Weggangs in andere Bundesländer reduziert werden soll. Berlin folgt mit der Rückkehr zur Verbeamtung der Vorgehensweise aller anderen Bundesländer.

Verbeamtung für alle Lehrkräfte im Berliner Schuldienst

Die Möglichkeit der Verbeamtung wird temporär allen Lehrkräften im Berliner Schuldienst eröffnet, die die Voraussetzungen nach Alter, Laufbahn und gesundheitlicher Eignung erfüllen. Für Funktionsstelleninhaberinnen und -inhaber werden die rechtlichen Rahmenbedingungen geschaffen, damit die Verbeamtung möglichst in dem nach der Bildungslaufbahnverordnung ausgewiesenen Statusamt entsprechend in der bisherigen Eingruppierung erfolgen kann. Die erforderlichen rechtlichen Anpassungen zur temporären Anhebung der Altersgrenze werden durch die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie in Abstimmung mit der Senatsverwaltung für Finanzen in Form eines Artikelgesetzes vorgelegt und sollen möglichst Ende 2022 oder Anfang 2023 in Kraft treten. Für diejenigen, die nicht verbeamtet werden können oder wollen, wird geprüft, wie ein Nachteilsausgleich als Lösungsmodell entwickelt werden kann, das sich in den tarifrechtlichen Rahmen der Tarifgemeinschaft der Länder einfügt.

Verbeamtung in Berlin: 35 Stellen für Umsetzung

Das Großprojekt Verbeamtung von bis zu 16.000 Lehrkräften ist im Rahmen des 100-Tage-Programms geplant worden und benötigt zudem auch zusätzliche personelle Kapazitäten. Für die Umstellung der Rechtsverhältnisse von der Antragstellung, der individuellen Beratung, der Prüfung der Laufbahnbefähigung, der persönlichen Eignung bis hin zur Urkundenausfertigung werden ab der Jahresmitte 2022 aufwachsend bis 2023 insgesamt 35 Vollzeitstellen befristet bis voraussichtlich Ende 2026 in der Personalstelle der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie benötigt.

Koalition einig bei der Verbeamtung

Wegen des Fachkräftemangels an Berliner Schulen wollen SPD, Grüne und Linke Lehrkräfte wieder verbeamten. Darauf haben sich die drei Parteien bei den Koalitionsverhandlungen geeinigt. „Wir haben uns klar ausgesprochen für eine Verbeamtung von Lehrerinnen und Lehrern“, so die angehende Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey. Laut Medienberichten gilt es aber noch einige Fragen zu klären: vor allem zur Finanzierung und den Altersgrenze.

Verbeamtung Lehrer: Abwanderung aus Berlin stoppen

Für die Hauptstadt sei es ein extremer Standortnachteil, wenn alle Bundesländer außer Berlin Lehrkräfte verbeamteten. Zwar könne ein solcher Schritt nicht der einzige sein, um gegen den Mangel an Lehrkräften vorzugehen. Es müsse aber verhindert werden, dass weiterhin jedes Jahr 700 Lehrerinnen und Lehrer in andere Länder abwanderten. Giffey sprach im November 2021 von einem „wichtigen Großprojekt in dieser Legislatur“.

Verbeamtungen von Lehrern ab dem Schuljahr 2023 / 2024

Vor rund 20 Jahren hat Berlin entschieden, die Verbeamtung von Lehrern zu stoppen. Laut Medienberichten sollen sowohl neue Lehrerinnen und Lehrer ein solches Angebot erhalten, aber auch Lehrer die bereits im Dienst sind – sofern sie die Altersgrenze von derzeit 45 Jahren noch nicht erreicht haben.

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