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Öffentlicher Dienst 2018: ver.di-Chef sieht Chance für guten Tarifabschluss

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Der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske sieht für die Tarifrunde 2018 im öffentlichen Dienst „selten gute wirtschaftliche Rahmenbedingungen“. Unter anderem soll der Rückstand auf die Tariflöhne in der Metallindustrie ausgeglichen werden.


Am 8. Februar 2018 wollen die Gewerkschaften ihre Lohnforderung für die Tarifrunde im öffentlichen Dienst für Bund und Kommune vorstellen. Der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske sieht gute Chancen, die günstigen wirtschaftlichen Bedingungen für einen erfolgreichen Tarifabschluss zu nutzen. „Wir haben selten gute wirtschaftliche Rahmenbedingungen“, sagte Bsirske der Stuttgarter Zeitung und verwies auf die gute wirtschaftliche Situation und die stabilen Steuereinnahmen der öffentlichen Haushalte.

Tarifabschluss deutlich über dem Niveau der Vorjahre

„Vor diesem Hintergrund spricht viel dafür, diese günstigen Bedingungen in einen erfolgreichen Tarifabschluss umzusetzen, der aus meiner Sicht deutlich über dem liegen sollte, was wir in den vergangenen Jahren an Abschlüssen erlebt haben.“ Unter anderem kommt das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung zu der Prognose, dass der weitere Aufschwung der deutschen Wirtschaft unangefochten, ein konjunktureller Einbruch auch über den Jahreswechsel hinaus praktisch kein Thema sei.


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Tarifrunde 2018: Arbeitszeit könnte ein Thema sein

Bsirske zufolge könnte auch bei ver.di das Thema Arbeitszeit eine Rolle spielen zum Beispiel in Form weiterer freier Tage für Schicht- und Wechselschichtarbeiter. So fordert die IG Metall für die Metall- und Elektroindustrie sechs Prozent mehr Gehalt und einen Anspruch, die Arbeitszeit auf 28 Stunden pro Woche zu verkürzen. Im öffentlichen Dienst geht es beim Thema Arbeitszeit unter anderem um Beschäftigte von Verkehrsbetrieben oder Krankenhäusern, die extra freie Tage bekommen. Diese Zahl könnte angehoben werden. „Das ist aber eine andere Dimension, als sie jetzt bei der IG Metall angegangen wird“, so Bsirske.

Öffentlicher Dienst soll Lohn-Rückstand aufholen

Zudem „muss man sehen, dass die Ausgangslage bei der Bezahlung im öffentlichen Dienst eine deutlich andere ist als in der Metallindustrie“. Die Beschäftigten hätten nicht nur einen Rückstand auf die Tariflöhne in der Metallindustrie, sondern auch auf die durchschnittlichen Tariflöhne in der gesamten Gesamtwirtschaft. „Den gilt es erst mal auszugleichen“, betonte der Verdi-Vorsitzende. „Deswegen müssen wir uns fokussieren und an der Stelle Akzente setzen.“

Drei Verhandlungsrunden 2018 vorgesehen

Die mehr als 2,1 Millionen Beschäftigten der Kommunen und etwa 150 000 Beschäftigten des Bundes könnten im kommenden Jahr um die drei Prozent pro Jahr mehr Geld bekommen, heißt es in der Stuttgarter Zeitung. Die erste Verhandlung soll am 26. Februar stattfinden. Weitere Runden in Potsdam sind am 12./13. März und 15./16. April – und als mögliche Verlängerung der 17. April.

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