Bund Kommune News Tarifrunde 2018

TVöD-Tarifrunde 2018: Lohnplus von 7,5 Prozent im öffentlichen Dienst – Laufzeit 30 Monate

Das TVöD-Tarifergebnis im öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen steht: In drei Schritten erhalten die Beschäftigten bei Bund und Kommunen insgesamt 7,5 Prozent mehr Geld. Die Laufzeit beträgt 30 Monate. In den unteren Einkommensgruppen gibt es zudem eine Einmalzahlung von 250 Euro.

ver.di, GEW, GdP und Beamtenbund verständigten sich mit den Arbeitgebern von VKA und Bund auf durchschnittlich 7,5 Prozent Lohnerhöhung bei 30 Monaten Laufzeit. Das Ergebnis sieht für die rund 2,3 Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen Gehaltserhöhungen in drei Stufen vor. Ab März 2018 steigen die Einkommen im Durchschnitt um 3,19 Prozent, ab April 2019 nochmals um 3,09 Prozent und ab März 2020 um weitere 1,06 Prozent. Die Laufzeit beträgt 30 Monate. Die Verhandlungspartner haben in den unteren Einkommen eine Mindesterhöhung vereinbart. Mit Wirkung vom März 2018 gibt es eine Einmalzahlung von 250 Euro.

TVöD-Tarifergebnis: Hohe Zuwächse für ExpertInnen

Der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske sprach vom „besten Ergebnis seit vielen Jahren“. Besonders hohe Zuwächse habe man in den Bereichen vereinbaren können, in denen der öffentliche Dienst die größten Personalgewinnungsprobleme auf dem Arbeitsmarkt hat: Bei Fach- und Führungskräften, Technikern, Ingenieuren, IT-Fachleuten und bei den sozialen Berufen, betonte Bsirske.


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TVöD: Angleichung der Jahressonderzahlung Ost

Über die Einkommenserhöhung hinaus wurden weitere Regelungen ausgehandelt. Dazu gehört unter anderem die mehrstufige Angleichung der Jahressonderzahlung Ost an das Westniveau. Das Ausbildungsentgelt erhöht sich in den Jahren 2018 und 2019 um jeweils 50 Euro. Der Urlaubsanspruch der Auszubildenden steigt auf 30 Arbeitstage. Die beschlossene prozentuale Entgeltsteigerung wird auf die ebenfalls von den Verhandlungen betroffenen Tarifverträge für Versorgungsbetriebe (TV-V) und Nahverkehrsbetriebe (TV-N) übertragen.

TVöD: Untere und mittlere Gruppen profitieren

Der ver.di-Vorsitzende hob hervor, dass es zugleich gelungen sei, auch für Beschäftigte in den unteren und mittleren Entgeltgruppen einen deutlichen Sprung nach oben zu sichern. Bsirske: „100 Euro mehr an Ausbildungsvergütung und eine Anhebung der Löhne um durchschnittlich 10 Prozent bei Beschäftigungsbeginn. Dies erhöht die Attraktivität des öffentlichen Dienstes als Arbeitgeber. Das ist wichtig, weil alle Bürgerinnen und Bürger auf einen funktionsfähigen öffentlichen Dienst angewiesen sind.“

Innenminister Seehofer will TVöD-Tarifergebnis auf Beamte übertragen

Die Warnstreiks von 220.000 Beschäftigten in den letzten Tagen hätten dazu beigetragen, dass jetzt ein Durchbruch erzielt werden konnte, unterstrich der ver.di-Vorsitzende. Er begrüßte zugleich, dass Bundesinnenminister Horst Seehofer in den Verhandlungen die zeit- und wirkungsgleiche Übertragung auf die Beamtinnen und Beamten zugesagt habe.

TVöD-Tarifergebnis 2018 im Überblick

  • Insgesamt 7,5 Prozent bei 30 Monaten Vertragslaufzeit
  • Mindestens 7,3 Prozent mehr für den Sozial- und Erziehungsdienst
  • Bis zu 12 Prozent mehr für Einsteigerinnen und Einsteiger (Stufe 1 aller Entgeltgruppen).
  • Deutliche Steigerung für die Entgeltgruppen EG 9 bis EG 13
  • Rückwirkend zum 1. März 2018: Im Schnitt 3,19 Prozent mehr
  • Ab 1. April 2019: Im Schnitt 3,09 Prozent mehr
  • Ab 1. März 2020: Im Schnitt 1,06 Prozent mehr
  • Zusätzlich gibt es zum 1. März 2018 für die Entgeltgruppen E 1 bis E 6 eine Einmalzahlung in Höhe von 250,- Euro
  • Angleichung der Jahressonderzahlung Ost in vier Schritten
  • Zusage für Verhandlungen zur Eingruppierung kommunaler Lehrkräfte

Öffentlicher Dienst: ver.di-Bundestarifkommission empfiehlt Mitgliedern Annahme

Nach einer intensiven Diskussion hat die Bundestarifkommission den ver.di-Mitgliedern für die anstehende Mitgliederbefragung die Annahme des Ergebnisses empfohlen. „Die Verhandlungen in diesem Jahr kann mal als außerordentlich intensiv bezeichnen. Wir sind froh, eine Einigung gefunden zu haben. Insgesamt ist der vereinbarte Kompromiss für uns akzeptabel“, so VKA-Präsident Dr. Thomas Böhle. „Wir haben gesagt, dass wir den öffentlichen Dienst zukunftsfähig machen wollen, indem wir die Arbeit der Beschäftigten angemessen honorieren und zugleich die Bezahlung der Fach- und Führungskräfte verbessern. Das ist uns mit diesem Ergebnis gelungen. Es profitieren beide Seiten davon.“ Mehr dazu hier… oder hier…


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