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Polizei NRW: 23 Prozent Aufklärungsquote bei Wohnungseinbrüchen

Die NRW-Polizei veröffentlicht ab sofort jeden Monat aktuelle Zahlen zur Kriminalitätsentwicklung. „So können die Menschen sich mit ein paar Klicks selbst einen Überblick über die Fallzahlen in besonders wichtigen Kriminalitätsfeldern verschaffen“, sagte Innenminister Ralf Jäger. Die Aufklärungsquote bei Wohungseinbrüchen lag im Juli bei rund 23 Prozent.

Beim Wohnungseinbruch etwa wurden im Juli landesweit 3068 Fälle bekannt. Bei 1553 dieser Fälle handelte es sich um Einbruchsversuche. Die Aufklärungsquote lag bei rund 23 Prozent. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es im Juli noch 3.765 Fälle. Die Aufklärungsquote lag damals mit rund 18 Prozent knapp fünf Prozent unter der jetzigen. „Das Thema Wohnungseinbruch bewegt die Menschen. Wir müssen deshalb sehr sensibel, aber auch sehr offen damit umgehen“, so Jäger.

Delikte der Allgemeinkriminalität

Mit dem neuen Service-Angebot „Sicherheit im Fokus“ macht die NRW-Polizei ihren Einsatz für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger noch transparenter. In den online abrufbaren Tabellen werden besonders wichtige Delikte der Allgemeinkriminalität dargestellt. Die Zahlen spiegeln all jene Fälle wider, in denen die NRW-Polizei ermittelt und die Ergebnisse an die Staatsanwaltschaft abgegeben hat.

„Nachhauseweg darf niemals zur Mutprobe werden“

Im Juli lagen 436 dieser Verfahren Raubüberfälle auf Straßen, Wegen oder Plätzen zugrunde. Das sind 100 weniger als im selben Monat des Vorjahres. Die Aufklärungsquote lag dagegen fast unverändert bei knapp 35 Prozent. „Der Nachhauseweg darf niemals zur Mutprobe werden. Wir gehen deshalb mit aller Entschiedenheit gegen die Täter vor“, betonte der Minister.

Kriminalstatistik 2015: Zahl der Wohnungseinbrüche gestiegen

Insgesamt 1,51 Millionen Straftaten zählte die NRW-Polizei 2015 – rund ein Prozent mehr als im Vorjahr. Die Aufklärungsquote lag nahezu unverändert bei 49,6 Prozent. Das teilte Innenminister Ralf Jäger bei der Veröffentlichung der Polizeilichen Kriminalitätsstatistik 2015 im März 2016 mit. Die Zahl der Wohnungseinbrüche sei um 18,1 Prozent auf 62.262 Fälle gestiegen. „Für die NRW-Polizei hat der Kampf gegen Einbrecher höchste Priorität“, unterstrich Minister Jäger und stellte mit dem Einbruchsradar ein neues Instrument für mehr Transparenz und Sensibilität vor.

Einbruchs-Radar online

Alle 47 NRW-Polizeibehörden veröffentlichten ab Mitte April 2016 auf ihren Internetseiten Karten, die Wohnungseinbrüche und Einbruchsversuche aus der Vorwoche (Beispiel Dortmund für die 34. KW) verzeichnen. Die Menschen können sich mit dem Radar zum ersten Mal ein eigenes Bild über Einbrüche in ihrem Viertel machen. Minister Jäger: „Davon erhoffe ich mir noch mehr Sensibilität und dass die Menschen ihre vier Wände besser schützen.“ Bereits jetzt kommt es in 44 Prozent der Fälle nicht zur Tatvollendung – wegen guter Einbruchsicherungen und wachsamer Nachbarn. Die Aufklärungsquote lag bei 13,8 Prozent.

Monatliche Fallzahlen ergänzen Jahresstatistik

Die umfangreiche und wissenschaftliche Polizeiliche Kriminalstatistik wird weiterhin jährlich erscheinen. Sie wird durch die Veröffentlichung der monatlichen Fallzahlen lediglich ergänzt.

Weitere Informationen unter www.polizei.nrw.de


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