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Open Source statt Microsoft für die öffentliche Verwaltung

Digitalisierung öffentliche Verwaltung

Bund, Länder und Kommunen wollen offenbar Alternativen zu Microsoft-Anwendungen in der öffentlichen Verwaltung erarbeiten. Eine Initiative von neun Bundesländern und des Bundes will die digitale Souveränität stärken und die Entwicklung alternativer – insbesondere Open Source Software-basierter – IT-Lösungen zu forcieren.

Im Einklang mit dieser Strategie wurden in Bund und Ländern verschiedene Vorhaben zur Erarbeitung von Alternativen im Bereich Arbeitsplatz auf den Weg gebracht. In einer gemeinsamen Absichtserklärung vereinbaren die CIOs von bislang neun Bundesländern und des Bundes, diese Vorhaben zu synchronisieren und abgestimmt fortzuführen, heißt es in einer Erklärung.


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Open Source statt Microsoft

Ziel ist die gemeinsame Erarbeitung eines Souveränen Arbeitsplatzes für die Öffentliche Verwaltung, der seinen Nutzern Basisfunktionen in den Bereichen

  • Produktivität (u.a. Textverarbeitung),
  • Kollaboration (u.a. organisationsübergreifende Zusammenarbeit) und
  • Kommunikation (u.a. Videokonferenzen) bereitstellt.

„Der Souveräne Arbeitsplatz fördert Modularität und Interoperabilität, indem Schnittstellen verwendet werden, die offen und frei von technischen oder juristischen Beschränkungen in Bezug auf die Nutzbarkeit sind. Die geltenden Regeln und Normen (insbesondere zur Wahrung der Informationssicherheit) werden berücksichtigt. Der Souveräne Arbeitsplatz entfaltet eine besondere Signalwirkung, da er die Unabhängigkeit von Anbietern proprietärer Softwarelösungen stärkt und das Potential bietet, gezielt Innovationen entsprechend der Bedarfe der ÖV voranzutreiben“, heißt es in dem Papier, das von den Digital-Verantwortlichen der neun teilnehmenden Bundesländern und des Bundes unterzeichnet wurde.

Open Source für die öffentliche Verwaltung

Die Weiterentwicklung und Bereitstellung des Souveränen Arbeitsplatzes sollen perspektivisch über die OS-Plattform erfolgen und der Arbeitsplatz als Service der Deutschen Verwaltungscloud angeboten werden. Bislang hat nur die Landesregierung Schleswig-Holsteins angekündigt, proprietäre Software langfristig vollständig durch Open Source zu ersetzen. Dort soll zunächst Microsoft Office und später Windows abgelöst werden. Allerdings gibt es auch Beispiele für eine gegenteilige Entwicklung. So hatte sich die Stadt München entschieden, von Produkten des US-Konzerns zu verabschieden und auf Open Source zu setzen. Allerdings ist dieser Prozess gestoppt und rückgängig gemacht worden.

 

 

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