News

Beamtenbesoldung: Beamte in Mecklenburg-Vorpommern bekommen mehr Geld

Die Beamtenbesoldung in Mecklenburg-Vorpommern wird erhöht. Darauf haben sich Gewerkschaften und Landesregierung geeinigt.

Die Gewerkschaften des DGB hatten sich bereits am 28. März 2015 mit der Tarifgemeinschaft der Länder auf einen Tarifabschluss für 2015 und 2016 geeinigt. Die Entgelte für Tarifbeschäftige des öffentlichen Dienstes der Länder steigen demnach um 2,1 Prozent zum 1. März 2015 und um 2,3 Prozent, mindestens aber um 75 Euro, zum 1. März 2016. Der DGB hat in der Folge die Landesregierung zur zeit- und wirkungsgleichen Übernahme des Tarifergebnisses aufgefordert. (Die aktuellen Besoldungstabellen für Mecklenburg-Vorpommern gibt es hier…)

Beamtenbesoldung wird erhöht

Der Deutsche Gewerkschafstbund hat sich nun mit der Finanzministerin von Mecklenburg-Vorpommern Heike Polzin auf die Anpassung der Besoldung und Versorgung für die rund 16 000  Beamten in Mecklenburg-Vorpommern verständigt. Bereits zum 01.01.2015 wurde die Beamtenbesoldung um 2,0 Prozent (zuzüglich 0,2 Prozent für die Versorgungsrücklage) erhöht. Seitens der Finanzministerin wurde den Gewerkschaften zum Auftakt der heutigen Gespräche eine Erhöhung zum 01.10.2016 um 2,0 Prozent (zuzüglich 0,2 % für die Versorgungsrücklage) angeboten. Dies sollte sowohl für die Beamtinnen und Beamten als auch für die Anwärterinnen und Anwärter gelten. Zum 01.10.2017 sollten Bezüge um 1,75 Prozent erhöht werden. Die Regelung geht damit über die Laufzeit des TV-L hinaus. Im Falle eines höheren Tarifabschlusses soll eine Revisionsklausel eine Anpassung in 2018 ermöglichen.

Besoldung und Versorgung angepasst

Im Rahmen des Gespräches hat sich der DGB mit dem Finanzministerium auf folgende Regelung verständigt: Die Besoldung und Versorgung der Beamtinnen und Beamten wird zum 01.09.2016 um 2,0 Prozent, mindestens aber um 65 Euro, erhöht. Die Anwärterinnen und Anwärter erhalten ebenfalls zum 01.09.2016 analog dem Tarifergebnis eine einmalige Erhöhung um 30 Euro. Zum 01.09.2017 werden die Besoldung und Versorgung erneut um 1,75 Prozent erhöht.

Erhöhung der Beamtenbesoldung durchgesetzt

Uwe Polkaehn, Vorsitzender des DGB Nord betont: „Die Finanzministerin hat sich in dem Gespräch erkennbar auf die Gewerkschaften zubewegt. Mit dem Mindestbeitrag von 65 Euro, der Erhöhung von 30 Euro für die Anwärterinnen und Anwärter und der einen Monat vorgezogenen Erhöhung hat die Finanzministerin ihr ursprüngliches Angebot deutlich nachgebessert. Auf dieser Basis war eine Verständigung möglich. Ein Dissens besteht nach wie vor in der über die Laufzeit des Tarifvertrages hinausgehenden Regelung für 2017. Die Umsetzung der vorgesehenen Revisionsklausel werden der DGB und seine Gewerkschaften weiterhin kritisch begleiten.“