Bei fast allen Bundesbehörden fließen im Dezember die Abschlagszahlungen zur Besoldungserhöhung. Nur einer Behörde droht wegen einer SAP-Umstellung eine Verzögerung. Das Gesetz zur Anpassung der Besoldung ist weiterhin in Arbeit.
Abschlagszahlung Bundesbeamte soll im Dezember starten
Die Abschlagszahlungen zur Besoldungs- und Versorgungsanpassung 2025/2026 stehen unmittelbar bevor. Die Bundesregierung hat beschlossen, das Tarifergebnis zeitgleich und systemgerecht auf Beamtinnen, Beamte, Soldaten, Richterinnen und Versorgungsempfänger zu übertragen. Die erste Erhöhung beträgt 3,0 Prozent rückwirkend zum 1. April 2025, die zweite Stufe folgt am 1. Mai 2026 mit 2,8 Prozent. Die Laufzeit endet am 31. März 2027.
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Bundesinnenministerium: Erste Auszahlungen bereits mit Novemberbezügen
Das Bundesinnenministerium bestätigt, dass die ersten Abschläge bereits mit den Bezügen für November 2025 angewiesen wurden. Diese Zahlung betrifft die laufenden Monate des Jahres. Die Abschlagszahlung Bundesbeamte für die Monate April bis Oktober 2025 folgt nach Plan im Dezember. Die Betroffenen wurden in ihren November-Mitteilungen informiert. Damit profitieren Millionen Beschäftigte und Versorgungsempfänger ab Dezember von den Tariferhöhungen im öffentlichen Dienst. Eine Sprecherin teilte mit: “Die Abschlagszahlungen auf die in den Jahren 2025 und 2026 im Tarifbereich vorgesehenen linearen Erhöhungen der Bezüge an die Besoldungs- und Versorgungsberechtigten für laufende Monate haben mit der Bezügezahlung für November 2025 begonnen. Die Abschlagszahlungen für die Monate von April bis Oktober 2025 erfolgen mit den Dezemberbezügen. Die Besoldungs- und Versorgungsberechtigten wurden mit ihren Bezügemitteilungen für den Abrechnungsmonat November entsprechend informiert.”
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Abschlagszahlung Bundesbeamte: Ausnahme beim Bundeseisenbahnvermögen
Eine Behörde hängt allerdings hinterher: Das Bundeseisenbahnvermögen stellt seine Lohn- und Besoldungsabrechnung auf SAP um. Der Start am 1. November scheiterte im Probelauf. Die neue Software läuft noch nicht stabil. Die regulären Bezüge fließen weiter, aber die Abschlagszahlung Bundesbeamte für diese Beschäftigten kann sich verzögern, wie intern mitgeteilt wurde. Mehrere tausend Berechtigte müssen möglicherweise bis Anfang 2026 warten, wie die GDL mitteilt. Die technische Migration muss bis spätestens 31. Dezember 2025 abgeschlossen sein. Gelingt dies nicht, rutscht die Auszahlung der Abschläge in das erste Quartal 2026. Die Verzögerung betrifft ausschließlich die Abschlagszahlung Bundesbeamte beim Bundeseisenbahnvermögen. Alle weiteren Bundesbehörden zahlen wie geplant.
Besoldung Bund: Anpassungsgesetz weiter in Arbeit
Die Abschlagszahlungen stehen unter Gesetzesvorbehalt. Grundlage ist ein Gesetz zur Anpassung der Bundesbesoldung, das aktuell erarbeitet wird. Das BMI teilte dazu mit: “Der Referentenentwurf wird auf der Internetseite des BMI veröffentlicht, sobald er im Vorfeld der Befassung des Bundeskabinetts in die Abstimmung mit den Ressorts der Bundesregierung gegeben wird.” Einen exakten Termin dafür gibt es bisher nicht.
Geplant ist ein Gesetz, das sowohl die Tarifsteigerungen überträgt und gleichzeitig die amtsangemessene Alimentation sicherstellt. Dazu teilte das BMI im September mit: “Die Bundesregierung beabsichtigt die baldige Vorlage eines Gesetzentwurfs zur zeitgleichen und systemgerechten Übertragung des Tarifergebnisses auf die Bundesbesoldung und -versorgung. Im Verbund damit ist zugleich die Sicherstellung der amtsangemessenen Alimentation auf Bundesebene in Umsetzung der neueren Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts vorgesehen.”
Die Abschlagszahlung für Bundesbeamte soll sicherstellen, dass die Beschäftigten nicht erneut monatelang auf die Umsetzung warten. Das neue Verfahren gilt als Pilot für schnellere Übertragungen in künftigen Tarifrunden. Die Abschlagszahlung umfasst den vollständigen Erhöhungsbetrag für April bis Oktober 2025. Ab Mai 2026 erfolgt ein weiterer Abschlag für die dann gültige zweite Stufe.

