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Entgeltgruppe 6 TVöD 2026: Gehalt, Tabelle, Stufen und Berufe

Der TVöD VKA gilt auf kommunaler Ebene
Der TVöD VKA gilt auf kommunaler Ebene / Copyright: picture alliance / SZ Photo | Wolfgang Filser

In der Entgeltgruppe 6 TVöD verdienen Beschäftigte der Kommunen 2026 zwischen 3.240,30 und 3.926,20 Euro brutto im Monat. Die Tabelle gilt in Kiel genauso wie in München. Welche Berufe in E6 arbeiten, was Teilzeit bringt und warum Beschäftigte in dieser Gruppe dem letzten Tarifabschluss die schlechteste Note aller Entgeltgruppen gibt.

Von Sebastian Henneke – zuletzt aktualisiert am 2. Oktober 2026

Entgeltgruppe 6 TVöD: Tabelle 2026

Seit dem 1. Mai 2026 gelten im TVöD neue Beträge. Die Erhöhung um 2,8 Prozent war die zweite Stufe der Tarifeinigung vom April 2025. Die Tabelle gilt für Beschäftigte bei Kommunen, Landkreisen und kommunalen Unternehmen nach TVöD VKA.

Stufe Monat brutto in Euro Stunden­lohn in Euro Jahr inkl. Sonder­zahlung
Stufe 1
Einstieg
3.240,30 19,11 41.637,86
Stufe 2
nach 1 Jahr
3.440,25 20,29 44.207,21
Stufe 3
nach 3 Jahren
3.580,46 21,11 46.008,91
Stufe 4
nach 6 Jahren
3.719,22 21,93 47.791,98
Stufe 5
nach 10 Jahren
3.855,50 22,74 49.543,18
Stufe 6
nach 15 Jahren
3.926,20 23,15 50.451,67

Entgelttabelle TVöD VKA, gültig ab 1. Mai 2026. Stufenangaben: Gesamtdauer ab Einstieg in Stufe 1. Stundenlohn bei 39 Wochenstunden. Jahresbetrag: zwölf Monatsgehälter plus Jahressonderzahlung von 85 Prozent.
Alle Angaben ohne Gewähr

Über 15 Jahre wächst das Gehalt um 685,90 Euro, also um gut 21 Prozent. Den größten Sprung bringt das erste Jahr mit 199,95 Euro. Die letzte Stufe nach 15 Jahren bringt dagegen nur noch 70,70 Euro.

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Warum das Gehalt in allen Bundesländern gleich ist

Viele suchen nach dem Gehalt der Entgeltgruppe 6 in Nordrhein-Westfalen, Bayern oder Niedersachsen. Die Antwort ist kurz: Es gibt keinen Unterschied. Der TVöD ist ein bundesweiter Tarifvertrag. Eine Sachbearbeiterin in Flensburg bekommt in Stufe 3 dieselben 3.580,46 Euro wie ihr Kollege in Garmisch.

Auch zwischen Ost und West gibt es keine Unterschiede mehr. Seit 2010 gilt eine einheitliche Tabelle, und seit Anfang 2023 ist auch die Arbeitszeit angeglichen: 39 Stunden in der Woche, überall.

Verwechslungsgefahr besteht an drei Stellen:

  • Länder statt Kommunen. Wer bei einem Bundesland angestellt ist, fällt unter den TV-L mit einer eigenen Tabelle. Hessen hat sogar einen eigenen Tarifvertrag.
  • Zulagen vor Ort. Einzelne Arbeitgeber zahlen Zulagen, etwa in Ballungsräumen. Die stehen nicht in der Tabelle und sind freiwillig.

Welche Berufe in der Entgeltgruppe 6 arbeiten

Die Entgeltgruppe 6 setzt eine abgeschlossene Berufsausbildung voraus, und die Tätigkeit muss darüber hinausgehen, was eine Fachkraft in der Entgeltgruppe 5 macht. Verlangt werden gründliche und vielseitige Fachkenntnisse. Typisch sind Aufgaben, bei denen Beschäftigte selbst entscheiden und nicht nur zuarbeiten.

Häufig anzutreffen sind in der E6:

  • Schulsekretärinnen und Schulsekretäre mit eigenem Aufgabenbereich
  • Verwaltungsfachangestellte nach einigen Berufsjahren
  • Justizfachangestellte in kommunalen Einrichtungen
  • Beschäftigte im Bürgerbüro mit Publikumsverkehr und Bescheiden
  • Meisterinnen und Meister sowie Vorarbeiter in Bauhof und Werkstatt
  • Fachkräfte in der Buchhaltung und im Personalwesen
  • Erzieherinnen und Erzieher, die nicht unter den Sozial- und Erziehungsdienst fallen

Maßgeblich ist immer die tatsächlich ausgeübte Tätigkeit, nicht die Stellenbezeichnung. Wer dauerhaft anspruchsvollere Aufgaben übernimmt, kann höhergruppiert werden. Eine Übersicht bietet unser Beitrag zur Entgeltordnung TVöD VKA. Für Erzieherinnen und Erzieher gilt meist die eigene Tabelle des Sozial- und Erziehungsdienstes.

Entgeltgruppe 6 in Teilzeit

Eine volle Stelle sind 39 Wochenstunden. Wer weniger arbeitet, bekommt das Gehalt anteilig. Der Stundenlohn bleibt gleich.

Wochen­stunden Stufe 1 Stufe 3 Stufe 6
39 Vollzeit 3.240,30 3.580,46 3.926,20
35 2.907,96 3.213,23 3.523,51
30 2.492,54 2.754,20 3.020,15
25 2.077,12 2.295,17 2.516,79
20 halbe Stelle 1.661,69 1.836,13 2.013,44

Monatsbrutto in Euro, TVöD VKA ab 1. Mai 2026, anteilig zur Vollzeit von 39 Stunden.
Alle Angaben ohne Gewähr

Auch die Jahressonderzahlung im November wird anteilig berechnet. Bei voller Stelle sind es 85 Prozent eines Monatsgehalts, in der E6 also zwischen 2.754,26 und 3.337,27 Euro brutto.

Umfrage: Die schlechteste Note aller Entgeltgruppen

Am Gehaltscheck von oeffentlicher-dienst-news.de haben im Sommer 2026 rund 10.700 Leserinnen und Leser teilgenommen, 9.700 davon nach TVöD bei Bund und Kommunen. 881 Antworten kamen aus der Entgeltgruppe 6. Eine Zahl sticht heraus.

Gehaltscheck 2027 · Entgeltgruppe 6

Schulnote für das Tarifergebnis 2025

3,8
Durchschnitt der Entgeltgruppe 6.
Über alle Entgeltgruppen liegt der Wert bei 3,6.
Unzufrieden mit der Gehaltsentwicklung der letzten fünf Jahre74 %
Das Geld reicht kaum oder ich muss mich einschränken43 %
Denken wegen der Bezahlung über einen Wechsel nach41 %
Suchen bereits aktiv einen neuen Job11 %

Quelle: Gehaltscheck öffentlicher Dienst 2027, oeffentlicher-dienst-news.de, Befragung vom 18. August bis 24. September 2026, n = 881 (Entgeltgruppe 6, TVöD Bund und Kommunen). Nicht repräsentativ.
Alle Angaben ohne Gewähr

Keine andere Entgeltgruppe bewertet das Tarifergebnis von 2025 so schlecht wie die E6. Mit 3,81 liegt sie noch hinter den Gruppen E3 und E4. Auch beim Blick nach vorn ist die Stimmung gedrückt: 66 Prozent rechnen mit einem enttäuschenden Abschluss oder einem Scheitern der Verhandlungen. Bei den Forderungen setzt die Gruppe klar auf die Kombination: 47 Prozent wollen Sockel und Prozente zusammen, mehr als in jeder anderen der unteren Gruppen. Ein reiner Sockelbetrag von mindestens 250 Euro reicht 38 Prozent, eine kräftige prozentuale Erhöhung nennen 42 Prozent.

Der Abstand zur Entgeltgruppe 7

Zwischen E6 und Entgeltgruppe 7 liegen je nach Stufe 55 bis 119 Euro im Monat. Beim Einstieg ist der Abstand am kleinsten. Und schon ab Stufe 2 dreht sich das Bild: Wer in der E6 ein Jahr dabei ist, verdient mit 3.440,25 Euro mehr als jemand, der frisch in der E7 anfängt und dort 3.294,98 Euro bekommt.

Für die Praxis heißt das: Eine Höhergruppierung von E6 nach E7 bringt weniger, als die Gruppennummer vermuten lässt. Deutlich mehr Geld bringt erst der Sprung in die Entgeltgruppe 8 oder 9.

Zuschläge für Nacht, Wochenende und Überstunden

Wer außerhalb der üblichen Arbeitszeit arbeitet, bekommt einen Zuschlag auf den Stundenwert seiner Entgeltgruppe, in Teilzeit in voller Höhe.

Wann es Zuschlag gibt Zuschlag
Überstunden 30 %
Nachtarbeit 20 %
Sonntagsarbeit 25 %
Feiertagsarbeit
ohne Freizeitausgleich
135 %
Feiertagsarbeit
mit Freizeitausgleich
35 %
24. und 31. Dezember
jeweils ab 6 Uhr
35 %
Samstag 13 bis 21 Uhr
außerhalb von Schichtarbeit
20 %

Zeitzuschläge nach § 8 TVöD. Treffen Nacht-, Sonntags-, Feiertags- oder Samstagszuschlag zusammen, wird nur der höchste gezahlt. Ständige Wechselschichtarbeit bringt zusätzlich 105 Euro im Monat, ständige Schichtarbeit 40 Euro.
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Was mehr Gehalt für die Entgeltgruppe 6 bedeuten würde

Die aktuelle Tabelle gilt bis zum 31. März 2027. Die Gewerkschaften wollen ihre Forderung am 16. März 2027 beschließen, verhandelt wird ab dem 9. April 2027 in Potsdam. Den Stand halten wir auf unserer Seite zu den TVöD-Tarifverhandlungen fest.

Stufe Heute plus 3 % plus 5 % plus 250 Euro 8 %, mind. 350 Euro
1 3.240,30 3.337,51 3.402,32 3.490,30 3.590,30
2 3.440,25 3.543,46 3.612,26 3.690,25 3.790,25
3 3.580,46 3.687,87 3.759,48 3.830,46 3.930,46
4 3.719,22 3.830,80 3.905,18 3.969,22 4.069,22
5 3.855,50 3.971,16 4.048,28 4.105,50 4.205,50
6 3.926,20 4.043,99 4.122,51 4.176,20 4.276,20

Monatsbrutto in Euro. Rechenbeispiele, keine Prognose. Die Spalte rechts entspricht der Gewerkschaftsforderung von 2025. Was tatsächlich kommt, entscheidet der Tarifabschluss.
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Bereits drei Prozent würden die Endstufe der E6 erstmals über 4.000 Euro heben. Für die Eingangsstufe wären es 97,21 Euro mehr. Ein Sockel von 250 Euro brächte dort ein Plus von 7,7 Prozent, in der Endstufe noch 6,4 Prozent.

Die neue E6-Tabelle zuerst im Postfach

Sobald Forderung, Angebot oder Einigung vorliegen, rechnen wir die Beträge für jede Stufe der E6 aus. Unser kostenloser Newsletter bringt sie Ihnen ins Postfach, gemeinsam mit mehr als 160.000 anderen Beschäftigten im öffentlichen Dienst.

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Häufige Fragen zur Entgeltgruppe 6 TVöD

Wie viel verdient man in der Entgeltgruppe 6 TVöD?

Vollzeitbeschäftigte der Kommunen erhalten seit Mai 2026 zwischen 3.240,30 Euro in Stufe 1 und 3.926,20 Euro in Stufe 6 brutto im Monat. Mit der Jahressonderzahlung sind das 41.638 bis 50.452 Euro im Jahr.

Ist die Entgeltgruppe 6 in NRW, Bayern oder Niedersachsen unterschiedlich hoch?

Nein. Der TVöD gilt bundesweit mit derselben Tabelle. Unterschiede gibt es nur bei Beamten, weil dort jedes Bundesland eigene Besoldungsgesetze hat, und beim TV-L für Beschäftigte der Länder.

Wie hoch ist der Stundenlohn in E6?

Er liegt 2026 zwischen 19,11 Euro in Stufe 1 und 23,15 Euro in Stufe 6. Grundlage sind 39 Wochenstunden. In Teilzeit ändert sich der Stundenlohn nicht.

Was verdient man in E6 bei 30 Stunden?

Bei 30 Wochenstunden sind es zwischen 2.492,54 Euro in Stufe 1 und 3.020,15 Euro in Stufe 6 brutto. Bei 20 Stunden liegt die Spanne zwischen 1.661,69 und 2.013,44 Euro.

Was verdient eine Schulsekretärin nach TVöD?

Schulsekretärinnen und Schulsekretäre sind häufig in der Entgeltgruppe 6 eingruppiert, je nach Aufgabenzuschnitt und Schulgröße auch in E5 oder E8. In der E6 sind das 3.240,30 bis 3.926,20 Euro brutto im Monat bei voller Stelle.

Welche Voraussetzungen gelten für die Entgeltgruppe 6?

In der Regel eine abgeschlossene Berufsausbildung und eine Tätigkeit, die gründliche und vielseitige Fachkenntnisse verlangt. Damit liegt die Gruppe eine Stufe über der reinen Fachkrafttätigkeit der Entgeltgruppe 5.

Gilt die Tabelle auch für Beschäftigte des Bundes und der Bundeswehr?

Nein. Zivilbeschäftigte des Bundes und der Bundeswehr fallen unter den TVöD Bund mit einer eigenen Tabelle. Die Werte stehen auf unserer Seite zum TVöD Bund.

Wann steigt das Gehalt in E6 das nächste Mal?

Die aktuelle Tabelle läuft bis Ende März 2027. Über neue Beträge verhandeln Gewerkschaften und Arbeitgeber ab April 2027. Wie stark es mehr Geld gibt, steht erst nach einer Einigung fest. Alle Entwicklungen gibt es in unserem Newsletter zum öffentlichen Dienst.

Alle Angaben wurden sorgfältig recherchiert und geprüft. Für die Richtigkeit übernehmen wir keine Gewähr. Verbindlich ist allein der Tarifvertrag. Die Umfragewerte stammen aus einer nicht repräsentativen Online-Befragung unter Leserinnen und Lesern.

Quellen:

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