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Öffentlicher Dienst Gehaltserhöhung: Bringt der Juni 2025 den Durchbruch?

Angestellte im öffentlichen Dienst warten auf die TVöD-Gehaltserhöhung
Angestellte im öffentlichen Dienst warten auf die TVöD-Gehaltserhöhung / Midjourney - KI-generiert

Die Redaktionsverhandlungen zum TVöD beginnen in Kürze. Wann kommt die Gehaltserhöhung auf dem Konto an? Zudem: Neue gesetzliche Vorgaben, technische Anforderungen und steigende Verfahrenskosten. Ein Ausblick auf den Juni 2025 im öffentlichen Dienst.

Öffentlicher Dienst Juni 2025: TVöD 2025 /2026 Redaktionsverhandlungen

Update 20. Juni – Redaktionsverhandlungen beginnen erst Ende Juni

2,6 Millionen Beschäftigte bei Bund und Kommunen warten auf die Finalisierung des TVöD-Tarifergebnis. Nach dem die Gewerkschaften Mitte Mai grünes Licht gegeben haben, sitzen die Sozialpartner nun nochmal zusammen, um die Details des Abschlusses zu klären. Allerdings starten die Redaktionsverhandlungen erst Ende Juni, wie das Bundesinnenministerium auf Anfrage mitteilte. Ein Sprecher antwortete:  “Die Redaktionsverhandlungen beginnen Ende dieses Monats. Nachdem diese Verhandlungen erfolgreich abgeschlossen und die Tarifverträge unterzeichnet sind, wird die Anpassung der Entgelte veranlasst.”

Auszahlung des Tarifergebnis

Damit wird sich die Auszahlung der neuen Tarifentgelte aber auch der Besoldung deutlich verzögern. Bei den facettenreichen Details geht es um viel, etwa die Ausgestaltung der Entgelterhöhung oder die Chancen auf flexible Arbeitszeiten über alle Tätigkeiten und Berufe in der öffentlichen Verwaltung. Wir haben stellvertretend bei drei Kommunen angefragt, wann sie mit der Auszahlung rechnen. Aktuell laufen noch die Redaktionsverhandlungen der Tarifpartner. Sie arbeiten nun die Details für die Umsetzung des komplexen Tarifergebnisses aus. Wer auf dem Laufenden bleiben möchte, abonniert unseren Newsletter.

Die zentralen Fragen lauten: Können die Redaktionsverhandlungen im Juli abgeschlossen werden? Und, wie lange dauert es dann, bis Bund und 11.000 Kommunen technisch in der Lage sind, die höheren Entgelte samt Nachzahlungen seit Januar zu leisten?

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Änderungen Öffentlicher Dienst im Juni: Anpassung der Beamtenbesoldung

Wenig Bewegung gibt es aktuell bei der Anpassung der Beamtenbesoldung für Bundesbeamte, Richter, Soldaten und Versorgungsempfänger des Bundes. Eine Anfrage beim federführenden Bundesinnenministerium blieb ohne konkreten Hinweis auf einen Termin. Bisher haben die eigenen Beamten noch keine Priorität. Selbst wenn ein Entwurf aus dem BMI vor der Sommerpause kommt, ist der Weg bis zur Umsetzung noch lang. Vor Jahresende ist mit einer gesetzlichen Regelung für die angepasste Bundesbesoldung nicht zu rechnen. Im Newsletter berichten wir über jede neue Wendung zum Thema.

Tag des öffentlichen Dienstes am 23. Juni 2025: Gute Arbeit verdient gute Bedingungen

Am 23. Juni wird mit dem Tag des öffentlichen Dienstes die tägliche Leistung von mehr als fünf Millionen Beschäftigten bei Bund, Ländern und Kommunen gewürdigt. Politiker von Bund und Ländern können in den Tarifrunden zeigen, dass sie diese Würdigung auch ernst nehmen. Wer den öffentlichen Dienst stärken will, muss auch für gute Arbeitsbedingungen sorgen. Dazu gehört ein fairer Tarifvertrag in der anstehenden Länder-Tarifrunde 2025 ebenso wie die zeit- und inhaltsgleiche Übertragung auf die Beamtinnen und Beamten sowie die Versorgungsempfänger. Die Dienstherren stehen in der Verantwortung, den öffentlichen Dienst für die Gesellschaft attraktiv zu halten – nicht nur mit Respekt, sondern auch mit verlässlicher Bezahlung und zeitgemäßen Regelungen. Dafür setzt sich auch Öffentlicher Dienst News ein.

Öffentlicher Dienst Änderungen im Juni: Höhere Entgelte in Versorgungsunternehmen und im Berliner Nahverkehr treten in Kraft

Im öffentlichen Dienst treten die neuen Tarifregeln für den Bereich der Versorgungswerke (TVV) in Kraft. Im Rahmen der TVöD-Tarifverhandlungen haben sich Arbeitgeber und Gewerkschaften auf eine Reform des gesamten Tarifwerks geeinigt. Die überarbeiteten TVV-Entgelttabellen gelten nun ab dem 1. Juni 2025. Das komplexe Verfahren führt zu Entgeltsteigerungen von insgesamt 4,7 bis 7,8 Prozent. Zudem werden zum 1. Juni auch die Zuschläge für Stadtwerke und Co., die den TVV anwenden, angehoben.

Zudem tritt in Berlin die neue Entgelttabelle für den Nahverkehr in Kraft, nach dem unter anderem die Angestellten der Berliner Verkehrsbetriebe bezahlt werden.

Mutterschutz bei Fehlgeburten: Neue Rechte für Mitarbeiterinnen im öffentlichen Dienst ab Juni 2025

Ab dem 1. Juni 2025 erweitert sich der Mutterschutz auch im Falle einer Fehlgeburt. Mitarbeiterinnen im öffentlichen Dienst, die ab der 13. Schwangerschaftswoche eine Fehlgeburt erleiden, erhalten künftig zwei Wochen Mutterschutz. Ab der 17. Schwangerschaftswoche erhöht sich die Schutzfrist auf sechs Wochen, ab der 20. Woche auf acht Wochen. Bislang war eine ärztliche Krankschreibung erforderlich – diese Regelung wird nun durch ein gesetzliches Schutzrecht ersetzt.

Das Bild zeigt drei Mitarbeitende des öffentlichen Dienstes im Juni 2025

Beschäftigte des öffentlichen Dienstes – Copyright: DALL E / KI generiert

Änderungen Öffentlicher Dienst Juni 2025: Kostensteigerungen bei Gerichtsverfahren betreffen auch die öffentliche Hand

Die Gebühren für anwaltliche Vertretung, Gerichtskosten sowie Sachverständigen- und Dolmetscherleistungen steigen ab dem 1. Juni. Auch Behörden, die als Verfahrensbeteiligte auftreten, müssen mit erhöhten Ausgaben rechnen. So steigen die streitwertabhängigen Rechtsanwaltsgebühren um 6 Prozent, feste Gebührensätze um 9 Prozent – diese Sätze gelten analog auch für Gutachter und Übersetzer im Justizwesen.

Barrierefreiheit: Höhere Anforderungen an digitale Verwaltungsangebote

Ab dem 28. Juni 2025 sind öffentliche Stellen verpflichtet, digitale Angebote barrierefrei zu gestalten. Webseiten, Apps und digitale Verwaltungsdienste müssen für Menschen mit Behinderungen ohne zusätzliche Hürden zugänglich sein. Das gilt zum Beispiel für Menschen mit einer Sehbeeinträchtigung. Sie müssen zum Beispiel Formulare genauso einfach nutzen können, wie Menschen ohne Einschränkungen.

Die gesetzliche Definition von Barrierefreiheit umfasst unter anderem Textalternativen für Bilder, ausreichend große Schriftarten und Untertitel für audiovisuelle Inhalte. Auch Portale für Fahrkarten, Bankdienste oder Kundenkommunikation müssen entsprechend angepasst werden – sofern sie nicht unter die Ausnahmeregelung für Kleinstunternehmen fallen.

Weitere Änderungen für den öffentlichen Dienst im Juni 2025: Der Veteranentag

Der 15. Juni wird künftig als nationaler Veteranentag begangen. Damit würdigt Deutschland erstmals offiziell die Leistungen ehemaliger und aktiver Soldatinnen und Soldaten. Die zentrale Veranstaltung findet in Berlin vor dem Reichstagsgebäude statt. Beschäftigte im öffentlichen Dienst, insbesondere in sicherheitsrelevanten Bereichen, sind eingeladen, sich an diesem Tag zu beteiligen oder organisatorisch zu unterstützen.

Längere Nutzungsdauer für mobile Dienstgeräte

Für dienstlich genutzte Smartphones und Tablets gelten ab dem 20. Juni 2025 neue technische Mindestanforderungen. Laut aktualisierter Ökodesign-Verordnung der EU müssen Akkus nach 800 Ladezyklen noch über 80 Prozent ihrer Kapazität verfügen. Außerdem sind Hersteller verpflichtet, Ersatzteile bis zu sieben Jahre nach dem Verkaufsstopp eines Modells bereitzustellen. Sicherheits- und Systemupdates müssen für fünf Jahre garantiert werden – ein bedeutender Aspekt für die IT-Beschaffung im öffentlichen Dienst.

ver.di informiert detalliert zum TVV-Tarifergebnis (PDF)…

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