Beamte des öffentlichen Dienstes profitieren im Alltag von zahlreichen Vorteilen. Hätten Sie damit gerechnet, dass der Unterschied bei der Kreditvergabe so groß ist?
Viele Beschäftigte im öffentlichen Dienst kennen es aus dem Alltag: Der Beamtenstatus kann Türen öffnen. Wie groß der Vorteil bei Finanzierungen wirklich ist, zeigt eine aktuelle Analyse des Vergleichsportals Verivox.
Öffentlicher Dienst: Wie viel Zinsen müssen Beamte für Kredite zahlen?
Beamte, die in den vergangenen zwölf Monaten über Verivox einen Ratenkredit abgeschlossen haben, zahlen demnach im Schnitt 14 Prozent weniger Zinsen als Angestellte.
Die Zahlen im Überblick:
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Durchschnittszins Beamte: 5,68 Prozent.
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Durchschnittszins Angestellte: 6,59 Prozent.
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Ersparnis bei 22.000 Euro und 5 Jahren Laufzeit: 529 Euro.
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Beamte im öffentlichen Dienst: Wie sieht es mit Finanzierungsangeboten bei Krediten aus?
80 Prozent der Staatsdiener erhielten laut Verivox mindestens eine Finanzierungszusage einer Bank. Bei den Angestellten war dies lediglich bei 52 Prozent der Fall. Beamte verdienen im Schnitt rund 1.300 Euro netto mehr als Angestellte. Trotz Zahlungen an die Krankenversicherung.
Die genauen Zahlen:
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Durchschnittliche Kreditsumme Beamte: 22.322 Euro.
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Durchschnittliche Kreditsumme aller Kreditnehmer: 17.121 Euro.
- Damit liegen Beamte rund 23 Prozent über dem Durchschnitt.
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Warum bekommen Beamte bessere Konditionen bei Krediten?
Laut Verivox liege das am Beschäftigungsstatus von Beamten. Sie sind in den meisten Fällen unkündbar. „Staatsbedienstete gelten als äußerst sichere Kreditkunden, deshalb können die Banken ihnen im Schnitt besonders günstige Konditionen anbieten. Sie haben einen nahezu unkündbaren Arbeitsplatz und beziehen zudem häufig auch ein überdurchschnittlich hohes Einkommen“, erklärt Oliver Maier, Geschäftsführer der Verivox Finanzvergleich GmbH.
Worauf sollte man bei der Kredit-Auswahl als Beamter des öffentlichen Dienstes achten?
Auch wenn Banken Beamten bessere Konditionen anbieten, entscheidet am Ende nicht nur der Zinssatz. Wichtig ist, genau zu prüfen, wie hoch die Gesamtkosten über die gesamte Laufzeit ausfallen. Dabei lohnt es sich, nicht nur den angebotenen Zins zu vergleichen, sondern auch die Vertragsbedingungen. Darüber hinaus sollte die Höhe der Kreditsumme realistisch gewählt werden. Das überdurchschnittliche Einkommen im Staatsdienst eröffnet zwar mehr Spielraum, doch die Monatsrate sollte so kalkuliert sein, dass sie dauerhaft problemlos getragen werden kann.
Nicht nur bei Krediten lohnt sich der Blick: Im September gibt es wieder einige Entwicklungen, die auf den öffentlichen Dienst zukommen.
Wie können Angestellte bei Krediten profitieren?
Auch ohne Beamtenstatus lassen sich die Kreditkosten senken. „Wichtig ist ein gründlicher Anbietervergleich vor dem Kreditabschluss“, sagt Oliver Maier, Geschäftsführer der Verivox Finanzvergleich GmbH. Laut ihm können auch Angestellte spürbar sparen, wenn sie Angebote vergleichen.
Nachfolgend ein paar Beispiele:
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Durchschnittszins laut Bundesbank: 8,25 Prozent – bei 22.000 Euro und 5 Jahren Laufzeit entstehen 4.736 Euro Zinskosten.
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Durchschnittszins bei Verivox für Kreditnehmer mit normaler Bonität: 6,59 Prozent.
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Ersparnis im Vergleich zum Bundesdurchschnitt: 971 Euro, auch wenn Beamte zusätzlich 529 Euro weniger zahlen.
Transparenzhinweis: Dieser Artikel ersetzt keine Finanzberatung.
Verwendete Quellen
- Verivox.
- Eigene Recherche.

