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Besoldungsrunde 2022: Sonderzahlung und Anpassung zum 1. Dezember 2022

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Nach der Tarifrunde der Länder erfolgt die Anpassung der Beamtenbesoldung. In der Regel wurde das Tarifergebnis zeit- und inhaltsgleich umgesetzt. Eine aktuelle Übersicht.

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Die Mehrheit der Länder hat bereits angekündigt, diese Tradition fortzusetzen. Das bedeutet, dass die Sonderzahlung von 1300 Euro Anfang des Jahres sowie eine Anpassung zur Besoldung zum 1. Dezember 2022 erfolgen müsste. Ausgenommen von der Sonderzahlung sind soweit bisher abzusehen in diesem Jahr die Pensionäre und Versorgungsempfänger.

Die Besoldungstabelle für 2022 gibt es in Zukunft hier…

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Besoldungsrunde 2022: Keine Sonderzahlung für Pensionäre und Versorgungsempfänger

Der Tarifabschluss sieht vor, dass die laufenden Monatsgehälter zum 1. Dezember 2022 um 2,8 Prozent steigen. Und als Überbrückung für die Zeit bis dahin erhalten die Angestellten eine als Corona-Prämie Sonderzahlung von 1300 Euro. „Ohne die Prämie ähnelt die angekündigte „Eins zu eins“-Übertragung auf die Beamtenbezüge für Pensionäre tatsächlich einer Nullrunde: Nachdem ihre Pensionen zuletzt Anfang 2021 um jene 1,4 Prozent angehoben worden waren, dauert es nun insgesamt 23 Monate bis zur nächsten Anhebung im Dezember, trotz hoher Inflation“, schreibt die FAZ.

Besoldungsrunde 2022: Anpassung der Beamtenbesoldung

Fast alle Länder haben angekündigt, das Tarifergebnis auch auf die Beamten zu übertragen. Nachfolgend haben wir – wenn möglich – die wörtliche Formulierung aus den öffentlichen Mitteilungen zusammengetragen. (Stand 5. Januar 2022)

Land Besoldungsanpassung Sonderzahlung Sonderzahlung Pensionäre
Baden-Württemberg zeitgleich und inhaltsgleich Ja Nein
Bayern 1:1 Übertragung Ja Nein
Berlin Übernahme des Tarifergebnisses Ja kA
Brandenburg Tarifabschluss übertragen Ja kA
Bremen zeitgleich und inhaltsgleich Ja kA
Hamburg Übernahme Ja kA
Mecklenburg-Vorpommern zeitgleich und systemgerecht Ja kA
Niedersachsen inhalts- und wirkungsgleich Ja kA
Nordrhein-Westfalen zeit- und wirkungsgleiche Ja Nein
Rheinland-Pfalz zeitgleich und systemgerecht Ja Nein
Saarland zeit- und inhaltsgleich Ja kA
Sachsen-Anhalt zeitgleich und systemgerecht Ja Nein
Sachsen Gespräche laufen Gespräche laufen kA
Schleswig-Holstein Übertragung 1:1 plus 0,6 Prozent Ja Nein
Thüringen Übertragung Ja kA

Stand: 5. Januar 2022

Beamtenbesoldung Baden-Württemberg: Die Landesregierung will das Tarifergebnis für den öffentlichen Dienst der Länder zeitgleich und inhaltsgleich auf die Beamten übertragen. Die aktiven Beamten, Richter sowie Staatsanwälte erhalten eine einmalige Corona-Sonderzahlung in Höhe von 1.300 Euro. Für Pensionäre ist die Sonderzahlung nicht vorgesehen.

Beamtenbesoldung Bayern: Der Freistaat Bayern will das Ergebnis des Tarifabschlusses 1:1 auf die Beamtinnen und Beamten übertragen. Die Bezüge der Versorgungsempfänger werden ebenfalls entsprechend des Tarifergebnisses um 2,8 Prozent ab 1. Dezember 2022 erhöht. Für Pensionäre ist die Sonderzahlung nicht vorgesehen.

Beamtenbesoldung Berlin: Die neue Landesregierung will das erreichte Niveau der Bezahlung im Öffentlichen Dienst halten – „mindestens dem Besoldungsdurchschnitt der Länder entsprechend und durch die Übernahme der Tarifergebnisse für die Länder“.

Beamtenbesoldung Brandenburg: Finanzministerin Katrin Lange kündigte am 29. November 2021 an, das Ergebnis des Tarifabschlusses auf die Beamtinnen und Beamten in Brandenburg zu übertragen.

Beamtenbesoldung Hamburg: Finanzsenator Andreas Dressel sicherte am 29. November 2021 eine Übernahme des Abschlusses auf die rund 40.000 Beamten zu.

Beamtenbesoldung Mecklenburg-Vorpommern: Finanzminister Heiko Geue kündigte an, das Ergebnis des Tarifabschlusses systemgerecht auf die Beamtinnen und Beamten in Mecklenburg-Vorpommern zu übertragen.

Beamtenbesoldung Niedersachsen: Finanzminister Hilbers kündigte an, das Ergebnis des Tarifabschlusses inhalts- und wirkungsgleich auf die Beamtinnen und Beamten in Niedersachsen zu übertragen. Die Versorgungsempfängerinnen und –empfänger sollen an der linearen Erhöhung teilhaben, aber nicht die Corona-Sonderzahlung erhalten.

Beamtenbesoldung Nordrhein-Westfalen: Ab dem 1. Dezember 2022 gibt es eine Steigerung von 2,8 Prozent der Besoldung und der Versorgungsbezüge. Darüber hinaus werden die monatlichen Bezüge der AnwärterInnen und RechtsreferendarInnen zum 1. Dezember 2022 um 50 Euro angehoben. Zudem gibt es die steuerfreie Corona-Sonderzahlung in Höhe von 1300 Euro geleistet an die Beamtinnen und Beamten. Der DGB kritisiert, dass es für die Pensionäre keine Sonderzahlung gibt.

Beamtenbesoldung Rheinland-Pfalz: Finanzministerin Doris Ahnen kündigte an, das Ergebnis des Tarifabschlusses auf die Beamtinnen und Beamten zu übertragen. Die Sonderzahlung in Höhe von 1.300 Euro soll nur an aktive Beschäftigte gezahlt werden.

Beamtenbesoldung Saarland: Die Landesregierung und die Gewerkschaften haben sich am 16. Dezember 2021 geeinigt, dass das TV-L-Tarifergebnis zeit- und inhaltsgleich auf die Beamten und Richter im Saarland übertragen wird. Im Spitzengespräch im Januar 2022 werden sich die Partner über das Thema Ausgleich für Versorgungsempfänger und über das Thema Zulagen grundlegend austauschen.

Beamtenbesoldung Sachsen-Anhalt: Finanzminister Richter kündigte nach einem Treffen mit dem Landesvorsitzenden des dbb Sachsen-Anhalt am 3. Dezember 2021 an, das Ergebnis des Tarifabschlusses zeitgleich und systemgerecht auf die Beamtinnen und Beamten in Sachsen-Anhalt zu übertragen. Versorgungsempfängerinnen und Versorgungsempfänger erhalten keine Corona-Sonderzahlung.

Beamtenbesoldung Sachsen: Die Beratungen laufen.

Beamtenbesoldung Schleswig-Holstein: Finanzministerin Monika Heinold kündigte an, das Tarifergebnis mit der linearen Anpassung um 2,8 Prozent ab Anfang Dezember 2022 1:1 auf die Beamten zu übertragen. Die Sonderzahlung in Höhe von 1.300 Euro werde aber nur an aktive Beschäftigte gezahlt. Heinold verwies auf eine Besoldungssteigerung für die Beamten und Versorgungsempfänger des Landes ab Juni 2022 um zusätzlich 0,6 Prozent.

Beamtenbesoldung Thüringen: Der Tarifabschluss soll auf die Beamten übertragen werden.

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