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Home Office im öffentlichen Dienst: Technische Mängel und fehlende Unterstützung durch Vorgesetzte

Erste Studien zur Nutzung von Home Office im öffentlichen Dienst zeigen: es fehlte bisher an den technischen Voraussetzungen und an der mangelnden Unterstützung der Vorgesetzten.

Im öffentlichen Dienst war Homeoffice bis zum Ausbruch der Corona-Pandemie für etwa jeden zweiten Beschäftigten die Ausnahme, und wurde von Vorgesetzten häufig skeptisch bis ablehnend gesehen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage unter Beschäftigten im öffentlichen Dienst, die auf Karriereplattform LinkedIn von ForscherInnen des Instituts für Medizinsoziologie, Versorgungsforschung und Rehabilitationswissenschaft (IMVR) der Universität Köln durchgeführt wurde.

Home Office-Studie: Mehrheit der Vorgesetzten nicht vorbereitet

Die Mehrheit der Befragten (58,8 Prozent) hat vor der Pandemie noch keine Erfahrung mit der Arbeit im Homeoffice gemacht haben. Es scheiterte nicht nur an den fehlenden technischen Voraussetzungen, sondern auch daran, dass viele Vorgesetzte Homeoffice ablehnten. Über 80 Prozent der Befragten gaben an, die Führungskräfte seien nicht darin geschult, die Beschäftigten im Homeoffice zu unterstützen. Auf die Frage, welche Gründe bislang gegen die Arbeit im Homeoffice gesprochen haben, gab ein Großteil der Umfrageteilnehmer an, dass ihre Führungskräfte wenig Initiative zeigten, Beschäftigten die Arbeit im Homeoffice zu ermöglichen. Es gebe zum Beispiel Vorbehalte, dass Beschäftigte zu Hause zu wenig arbeiten würden.


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Home Office-Strategie mehrheitlich vorhanden

Nach Angaben der BefragungsteilnehmerInnen haben 41,2 Prozent bereits vor der Covid-19-Pandemie im Homeoffice gearbeitet. 58,9 Prozent haben vor der Covid-19-Pandemie noch keine Erfahrungen damit gemacht. Die Befragten aus dem öffentlichen Dienst haben mehrheitlich angegeben, dass in ihrer Organisation generell Maßnahmen zur Arbeit im Homeoffice für die Mitarbeiter*innen als sinnvoll angesehen werden. Gleiches gilt für die Aussage, ob Mitarbeiter*innen über die Möglichkeit der Arbeit im Homeoffice informiert sind (34,4 Prozent stimmen eher zu, 35,8 Prozent stimmen voll und ganz zu). Ebenfalls stimmt der Großteil zu, dass es in ihrer Organisation Strategien und Regelungen zu der Arbeit im Homeoffice gibt, rund 70 Prozent.

Kultur der Anwesenheit: Lange Anwesenheit gleich Engagement

Zudem stimmte über die Hälfte der Aussage zu, dass die Abwesenheit im Büro hinderlich für die Karriere ist (50,9 Prozent stimmen eher zu, 11,1 Prozent stimmen voll und ganz zu). Lange Anwesenheit gilt hingegen als besonderes Engagement.

Wichtigste Herausforderungen im Home Office

Die Umfrage zeigt auch, was die ArbeitnehmerInnen im öffentlichen Dienst als die drei wichtigsten Herausforderungen ansehen:

  • Ausstattung im Homeoffice fehlende technische Infrastruktur, dazu gehört u.a. der fehlende Zugriff auf Programme und Informationen, Nutzung eigener Geräte
  • persönlicher Kontakt erschwerte Kommunikation, fehlende soziale Kontakte
  • Kinderbetreuung und Homeschooling

Studie: Home Office öffentlichen Dienst

Die Umfrage unter Beschäftigten des öffentlichen Dienstes führte das IMVR zwischen April und Mai 2020 über das soziale Netzwerk „LinkedIn“ durch. Der Titel der Studie: „Homeoffice- und Präsenzkultur im öffentlichen Dienst in Zeiten der Covid-19-Pandemie“

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