Öffentlicher Dienst in Bremen: Gehalt, Besoldung und Jobs

Von Sebastian Henneke

Das kleinste Bundesland ist ein Zwei-Städte-Staat: Zur Freien Hansestadt Bremen gehören die Stadtgemeinden Bremen und Bremerhaven. Der öffentliche Dienst wächst hier seit Jahren. Nach Angaben der Finanzbehörde arbeiteten Ende 2024 rund 62.000 Menschen im bremischen öffentlichen Sektor, so viele wie nie zuvor. Allein die Kernverwaltung zählt rund 23.700 Beschäftigte, hinzu kommen Eigenbetriebe wie Kita Bremen, die Hochschulen und landeseigene Unternehmen wie der Klinikverbund Gesundheit Nord. Ob Sie nach Tarif oder nach Besoldung bezahlt werden, hängt von Ihrem Arbeitgeber und Ihrem Status ab. Dieser Wegweiser führt Sie schnell zu Ihren Tabellen.

Öffentlicher Dienst Bremen

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TVöD: Tarifvertrag für Angestellte in Bremen bei Bund und kommunalen Einrichtungen

Nach dem TVöD, dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst, werden in Bremen vor allem die Beschäftigten des Bundes bezahlt. Dazu zählen zum Beispiel die Bundesbehörden, die Jobcenter und die Bundesagentur für Arbeit. Auch in kommunalen Kliniken und einigen weiteren Einrichtungen kommt der TVöD zur Anwendung. Das Gehalt richtet sich nach Entgeltgruppe und Erfahrungsstufe. Die aktuelle Lage: Seit Mai 2026 gibt es 2,8 Prozent mehr Geld. Das ist die zweite Stufe des Tarifabschlusses von 2025, der noch bis Ende März 2027 läuft.

Die aktuellen Entgelttabellen finden Sie in unserer TVöD-Übersicht.

TVöD-Tarifverhandlungen Bremen

Die nächste Tarifrunde steht damit schon vor der Tür: 2027 verhandeln Gewerkschaften und Arbeitgeber neu. Alle Entwicklungen dazu lesen Sie auf unserer Seite zu den TVöD-Tarifverhandlungen 2027.

TV-L: Tarifvertrag für Landesbeschäftigte in Bremen

Die meisten Angestellten im bremischen öffentlichen Dienst bekommen ihr Gehalt nach dem TV-L, dem Tarifvertrag der Länder. Das ist eine Bremer Besonderheit: Der TV-L gilt nicht nur für die Landesbehörden, die Schulen und die Hochschulen, sondern in der Regel auch für die Beschäftigten der Stadtgemeinden Bremen und Bremerhaven. Die aktuelle Lage: Seit dem 1. April 2026 gibt es 2,8 Prozent mehr Geld, mindestens aber 100 Euro. Der laufende TV-L-Abschluss gilt noch bis 2028. Erst dann geht es in die nächste Runde: Die Gewerkschaften verhandeln anschließend mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) über die künftigen Gehälter.

Die aktuellen Entgelttabellen finden Sie in unserer TV-L-Übersicht.

Besoldung im öffentlichen Dienst: für Beamtinnen und Beamte in Bremen

Landesbeamte, Lehrkräfte, Polizei und Richter erhalten keine Tarifvergütung, sondern Besoldung nach dem Bremischen Besoldungsgesetz. Die aktuelle Lage: Bremen will das TV-L-Ergebnis wirkungsgleich auf seine Beamtinnen und Beamten übertragen, allerdings liegt noch kein Gesetzentwurf vor. Zudem wird 2026 das Bundesverfassungsgericht die Bremer Besoldung in zurückliegenden Jahren prüfen. Die Entscheidung der Richter wird vermutlich abgewartet, bis ein Entwurf vorgelegt wird. Die Bezüge steigen um 2,8 Prozent, rückwirkend zum 1. April 2026. Zugleich blickt das kleinste Bundesland nach Karlsruhe: Eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Bremer Besoldung steht noch aus. Sobald das Gericht entscheidet, berichten wir.

Alle Besoldungsgruppen und Erfahrungsstufen finden Sie in unseren Besoldungstabellen für Bremen.

Stellen im öffentlichen Dienst in Bremen

Sie suchen einen Job im öffentlichen Dienst? In unserer Stellenbörse finden Sie aktuelle Stellenangebote in Bremen: von der Verwaltung über die Hochschulen bis zu den Häfen.

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