In der Tarifrunde im öffentlichen Dienst der Länder geht es neben einer Gehaltsforderung von 10,5 Prozent, mindestens 500 Euro zudem um die Einführung einer Stadtstaatenzulage in Höhe von 300 Euro für Länderbeschäftigte in Berlin, Hamburg und Bremen. Die Fakten.
Die Gewerkschaften setzen in den Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst einen neuen Akzent. Mit der zusätzlichen Forderung nach einer Stadtstaatenzulagen fordern ver.di und Co. eine monatliche Zulage für Beschäftigte im Landesdienst von Berlin, Hamburg und Bremen. In einem Flugblatt von ver.di heißt es: „Für die Beschäftigten in den Stadtstaaten erwarten wir eine Zulage von 300 Euro. Denn sie erledigen neben Landesaufgaben auch kommunale Aufgaben.“ Die Stadtstaatenzulage soll zusätzlich zu einer Tariferhöhung gezahlt werden.
Anzeige: Kredite für Angestellte und Beamte im öffentlichen Dienst – Kreditrechner nutzen
Newsletter für Angestellte und Beamte im öffentlichen Dienst – jetzt abonnieren!
- Mehr als 120.000 Abonnenten
- Monatliche Nachrichten, kostenlos in Ihr Email-Postfach
- Alles über Gehälter und Besoldung
- Vorteile für Beschäftigte im öffentlichen Dienst
Stadtstaatenzulage: Hohe Kosten und Wettbewerb um Fachkräfte
Als Grundlage für eine Stadtstaatenzulage verweist ver.di auf die hohen Lebenshaltungskosten in den Städten. „Wer qualifiziertes Personal beschäftigen möchte, muss auch dafür sorgen, dass es Wohnraum in der Nähe des Arbeitsortes bezahlen kann.“ Die Stadtstaatenzulage für Nachwuchskräfte soll 150 Euro betragen. Zudem stünden die Städte im Wettbewerb um Fachkräfte in Konkurrenz zum Umland, betont der Beamtenbund.
Arbeitgeber lehnen Stadtstaatenzulage ab
Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) lehnt die Stadtstaatenzulage ab. „Die geforderten Mindestbeträge von 500 Euro würden in den unteren Entgeltgruppen zu überproportionalen Erhöhungen von bis zu 23,9 Prozent führen. Rechnet man die ebenfalls geforderte Stadtstaatenzulage hinzu, ergäben sich für die Beschäftigten in den Ländern Berlin, Bremen und Hamburg sogar Erhöhungen von bis zu 38,2 Prozent, schreiben die Arbeitgeber.
Top-News:
Tarifrunde Länder: Arbeitgeber legen Eckpunkte vor
Öffentlicher Dienst 2026: Die Jahresvorschau für Angestellte und Beamte
Gehalt öffentlicher Dienst 2026: Steuerentlastung kommt nicht auf dem Konto an
Prognose öffentlicher Dienst 2026: Die Entgelttabellen für die kommenden 12 Monate
Technik-Umfrage 2026: Wie modern und digital ist dein Arbeitsplatz im öffentlichen Dienst?
Öffentlicher Dienst und Bundeshaushalt 2026: Das Milliarden-Rätsel um die Bundesbesoldung
Ratgeber für den öffentlichen Dienst: Wann Rentner Steuern zahlen müssen
Öffentlicher Dienst im Dezember 2025: Tarifrunde startet – Besoldung: Beamte müssen Widerspruch einlegen
Forderungen öffentlicher Dienst der Länder stehen: Heiße Tarifrunde voraus
Stellenbörse für den öffentlichen Dienst: Lukrative Jobs im Staatsdienst
Minijob im öffentlichen Dienst: Das müssen Beamte und Angestellte wissen
Was die Modernisierungsagenda der Bundesregierung für den öffentlichen Dienst bedeutet
So soll das neue Dienstrecht für den Bund aussehen
Umfrage: Hast du die TVöD-Gehaltserhöhung im September erhalten?
Tarifrunde der Länder 2025 / 2026
Pendlerpauschale und Ehrenamt im Bundeskabinett: Das müssen Beschäftigte im öffentlichen Dienst wissen
Abschlagszahlung öffentlicher Dienst: Das müssen Bundesbeamte wissen
Wie geht es weiter für Beamte bei Bund und Ländern: Besoldungsrunde 2025 im öffentlichen Dienst
Rente und Pension im öffentlichen Dienst 2025 und 2026
Tarifabschluss öffentlicher Dienst: Gehaltsplus 5,8 Prozent, Laufzeit 27 Monate
KI-Webinar: Einführung in ChatGPT – JETZT ANMELDEN
Aktuelle Informationen zu Gehalt & Besoldung im öffentlichen Dienst
-
- Kostenloser Newsletter für Beamte und Angestellte
- TVöD: Gehalt im öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen
- TVöD Entgeltordnung
- TV-L: Gehalt im öffentlichen Dienst der Länder
- Beamtenbesoldung: Besoldungstabellen
- A13 Beamtenbesoldung für Lehrer, Hauptkommissare und Co.
- Bundeswehr: Besoldung für Soldaten & Offiziere
- Gehalt & Besoldung von Bürgermeistern
Für öffentliche Arbeitgeber!
Jetzt günstige Stellenanzeigen schalten – monatlich 650.000 Fachkräfte erreichen
Hauptstadtzulage als Vorbild?
Als Vorbild für die Forderung einer Stadtstaatenzulage könnte die seit 2020 ausgezahlte Hauptstadtzulage gelten, die Berliner Beschäftigte im öffentlichen Dienst erhalten. Seit dem 01.11.2020 wird allen aktiven Beschäftigten des Landes Berlin mit Dienstbezügen bis A 13Z oder Entgelt bis E 13 auf Antrag eine monatliche Hauptstadtzulage von insgesamt bis zu 150 Euro brutto gewährt. „Diese setzt sich aus einem steuerpflichtigen Zulagenteil (im folgenden “Zulage”) sowie einem steuerfreien Zuschuss zum Firmen- bzw. Azubiticket des Verkehrsverbundes Berlin Brandenburg (VBB) (“Zuschuss”) zusammen“, heißt es auf berlin.de.
Die Einführung der Hauptstadtzulage hatte zu Verwerfungen innerhalb des Arbeitgeberverbandes geführt. Die anderen 14 Bundesländer (Hessen ist kein TdL-Mitglied) haben den Alleingang Berlins scharf kritisiert. Auf Anfrage (Ende August) teilte die TdL zu diesem Thema mit: „Die Länder haben Berlin 2020 aus der Tarifgemeinschaft ausgeschlossen und den Beschluss bis zum 31. Oktober 2025 ausgesetzt. Damit haben sie Berlin die Möglichkeit gegeben, die Abweichung bis dahin rückgängig zu machen. Der Beschluss ist nach wie vor gültig, und wir haben aktuell keinen Anlass, ihn erneut zu diskutieren.“

