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Sozial- und Erziehungsdienst: Entlastungstage und Zulagen

Streik öffentlicher Dienst

Das Tarifergebnis steht: Beschäftigte im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst erhalten laut ver.di zwei Entlastungstage pauschal sowie die Option zur Umwandlung von Entgeltbestandteilen in zwei weitere Entlastungstage. Zudem werden monatliche Zulagen je nach Berufsgruppe zwischen 130 Euro und 180 Euro gezahlt, um die Tätigkeiten im Bereich der Sozial- und Erziehungsdienste aufzuwerten.

Nun steht das Tarifergebnis im Sozial- und Erziehungsdienst endgültig fest. Die redaktionelle Umsetzung des Ergebnisses ist abgeschlossen. Danach können Beschäftigte in Kitas, in den Jugendämtern und Einrichtungen der Behindertenhilfe die im Mai vereinbarten zwei jährlichen Entlastungstage bereits in diesem Jahr erstmals beanspruchen.

Zulage und Regenerationstage: Entlastung für Erzieherinnen und Co.

Die Möglichkeit, zwei weitere Tage gegen die vereinbarte Zulage von monatlich 130 beziehungsweise 180 Euro einzutauschen, ist ab 2023 möglich. Gezahlt wird diese Zulage aber bereits rückwirkend ab 1. Juli 2022. Grundlage für den Kürzungsbetrag im Tausch gegen freie Tage ist das monatliche Entgelt. Wesentlich erweitert werden konnte in den Redaktionsverhandlungen auch der Kreis derjenigen, die die Zulage in Höhe von 130 Euro erhalten sowie der Kreis der Praxisanleiter*innen, die Anspruch auf eine Zulage in Höhe von 70 Euro monatlich haben.

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Kita-Tarifergebnis: Sozial- und Erziehungsdienst – Kita-Erzieher erhalten Entlastungstage und Zulagen

Nach harten Verhandlungen über Entlastung und Aufwertung der Beschäftigten in den Sozial- und Erziehungsdiensten der Kommunen haben ver.di und die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) ein Ergebnis erzielt. Die Beschäftigten erhalten laut ver.di zunächst zwei Entlastungstage pauschal sowie die Option zur Umwandlung von Entgeltbestandteilen in zwei weitere Entlastungstage. Zudem werden monatliche Zulagen je nach Berufsgruppe zwischen 130 Euro und 180 Euro gezahlt, um die Tätigkeiten im Bereich der Sozial- und Erziehungsdienste aufzuwerten.

Im Einzelnen sieht das Verhandlungsergebnis vor

  • „Zwei-plus-zwei“-Entlastungstagen
  • eine monatliche Zulage für Erzieherinnen und Erzieher von 130 Euro vor,
  • Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter bekommen eine Zulage von 180 Euro
  • Dazu zahlreiche Verbesserungen, die zu einer höheren Eingruppierung führen.
  • Erstmalig wird zudem eine Zulage für die Praxisanleitung in Höhe von 70 Euro gewährt;
  • die Auszubildenden der Heilerziehungspflege erhalten zum ersten Mal eine tarifliche Ausbildungsvergütung.
  • Darüber hinaus werden die Stufenlaufzeiten wieder an die allgemeinen Tabellen im öffentlichen Dienst angepasst, so dass schnellere Stufenaufstiege erfolgen und Entwicklungsmöglichkeiten wiederhergestellt werden.

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Tarifergebnis Sozial- und Erziehungsdienst: Erheblichen Widerstände der kommunalen Arbeitgeber

„Das ist den Kolleginnen und Kollegen in den Sozial- und Erziehungsdiensten zu verdanken, die in den vergangenen Tagen und Wochen gekämpft und gestreikt haben. Der Einstieg in Entlastung und die weitere Aufwertung ist gegen die erheblichen Widerstände der kommunalen Arbeitgeber gelungen. Das ist ein weiterer maßgeblicher Schritt, um die Berufe im Sozial- und Erziehungswesen attraktiver zu machen und wirksam gegen Fachkräftemangel vorzugehen“, sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Werneke. Die Vereinbarung hat eine Laufzeit von fünf Jahren bis zum 31. Dezember 2026.

Harte Verhandlungen für 330.000 Beschäftigte im Sozial- und Erziehungsdienst

ver.di und die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) verhandeln für rund 330.000 Beschäftigte im Sozial- und Erziehungsdienst des kommunalen öffentlichen Dienst. Von den Verhandlungen betroffen sind aber auch zahlreiche Beschäftigte bei anderen Trägern, die die Verhandlungsergebnisse übernehmen. Die drei Verhandlungsrunden waren von Aktionen, Kundgebungen und Warnstreiks begleitet. Allein in der vergangenen Woche hatten rund 45.000 Beschäftigte zeitweilig die Arbeit niedergelegt. Die Gewerkschaft wird jetzt die Mitglieder zu diesem Verhandlungsergebnis befragen.

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