News Pflege ver.di

Gehalt Deutsches Rotes Kreuz (DRK): Neuer Tarifvertrag – Inflationsprämie, mehr Geld

ver.di und Deutsches Rotes Kreuz (DRK) haben sich auf einen neuen Tarifvertrag für die rund 50.000 Beschäftigten im Bereich des DRK-Reformtarifvertrages geeinigt. Demnach gibt es eine Inflationsprämie in mehreren Raten, Gehaltserhöhungen und höhere Zulagen.

Die Einigung zwischen Gewerkschaft und Arbeitgeber sieht ein Paket aus Inflationsausgleichszahlung und Entgelterhöhung vor. Der Mix aus Prämie und Gehaltserhöhung war in den vergangenen Monaten zum Standard vieler Tarifverhandlungen geworden. Der Inflationsausgleich hat allerdings keine langfristigen Folgen für die Entwicklung der Tabellenentgelte.

[et_bloom_inline optin_id=optin_3]

Gehalt DRK: Neuer Tarifvertrag 2023 / 2024

Das Ergebnis beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) sieht vor:

  • zum 1. August 2023 eine steuer- und abgabenfreie Einmalzahlung von 1.200 Euro vor. Krankenhäuser zahlen diese in maximal fünf Raten bis Ende dieses Jahres.
  • Von September 2023 bis einschließlich Mai 2024 werden zudem monatlich jeweils 200 Euro netto ausgezahlt, Teilzeitbeschäftigte erhalten die Zahlungen anteilig.
  • Ab Juni 2024 ist eine lineare Entgelterhöhung von 200 Euro plus 6 Prozent vorgesehen.
  • Außerdem sollen die Zulagen, unter anderem für die Praxisanleitung im Rettungsdienst, im Krankenhaus und in der Pflege sowie Pflegezulagen, um 12 Prozent steigen.
  • Für Auszubildende, Schüler*innen und Praktikant*innen soll die Inflationsausgleichszahlung zum 1. August 600 Euro betragen. Krankenhäuser zahlen diese in maximal fünf Raten bis Ende dieses Jahres.
  • Ab dem 1. September dieses Jahres erhalten Auszubildende, Schüler*innen und Praktikant*innen für neun Monate 130 Euro monatlich netto zusätzlich.
  • Die Entgelterhöhung ab dem 1. Juni 2024 ist für sie monatlich in Höhe von 160 Euro vorgesehen.
  • Die Laufzeit des Tarifvertrags soll 26 Monate bis zum 31. Mai 2025 betragen.

Gehalt Deutsches Rotes Kreuz (DRK): Verhandlungen auf Augenhöhe

„Die Beschäftigten haben in den vergangenen Wochen Druck gemacht und so dazu beigetragen, dass das Deutsche Rote Kreuz schnell einen Vorschlag unterbreitet hat. Die Verhandlungen waren auf Augenhöhe“, sagte Sylvia Bühler, ver.di-Bundesvorstandsmitglied. Auch wenn nicht alle Forderungen durchgesetzt werden konnten, hat sich die ver.di-Tarifkommission einstimmig dafür ausgesprochen, das Verhandlungsergebnis anzunehmen. Jetzt werden die ver.di-Mitglieder bis zum 12. Juni dazu befragt. Die Tarifkommission muss bis zum 15. Juni abschließend entscheiden, ob sie der Einigung zustimmt. Die Laufzeit des Tarifvertrags soll 26 Monate bis zum 31. Mai 2025 betragen.

Top-News:

 Das hat sich im ersten Halbjahr 2026 alles für den öffentlichen Dienst verändert

Reformpaket der Bundesregierung: Das ändert sich im öffentlichen Dienst

Rentenreform: Das soll sich für den öffentlichen Dienst verbessern

Das bringt der Juli 2026 für Angestellte und Beamte

Aktuelle Analyse: Wo bleibt die neue Bundesbesoldung für den öffentlichen Dienst?

 Öffentlicher Dienst: Ruhegehälter der Pensionäre steigen, Rentner bekommen ab Juli mehr Geld

Bundesbesoldung: Experte erklärt, warum die Nachzahlungen geringer ausfallen

Besoldung: So planen die Länder Auszahlung – Stand zu Reparationsgesetzen 

Diese zehn Rentenformulare sollten Beschäftigte im öffentlichen Dienst kennen

 Bundesbesoldung: So sehen die neuen Besoldungstabellen für Bundesbeamte ab 1. Mai 2026 aus

Besoldungsrunde 2026: Der lange Weg zur amtsangemessenen Alimentation

Stellenbörse für den öffentlichen Dienst: Lukrative Jobs im Staatsdienst

Aktuelle Informationen zu Gehalt & Besoldung im öffentlichen Dienst

 

Azubis DRK: Eingruppierung in Stufe 3 bei Übernahme im selben Betrieb

Für Auszubildende haben ver.di und das DRK außerdem bei einer sofortigen Übernahme im selben Betrieb eine Eingruppierung in Stufe 3 vereinbart. Das entspricht für Notfallsanitäter*innen circa 150 Euro und für Gesundheits- und Krankenpfleger*innen circa 180 Euro mehr pro Monat als bisher beim Berufseinstieg. „Dieser Punkt war uns besonders wichtig, denn wir brauchen gut ausgebildetes Personal in allen Bereichen und das DRK hat offenbar erkannt, dass es Fachkräfte so am besten halten kann“, betonte Bühler.